So, da ist sie nun angekommen, die Kiste mit dem Submatix Kreisel,
den ich testen soll. Diese Kiste ist dann auch schon der erste von vielen positiven
Eindrücken, den ich über dieses Wochenende bekommen sollte.
Nicht nur, dass das Gerät super schnell geliefert wurde, sondern auch
die Verpackung. Professionell wurde alles verstaut, alles ist dabei und
übersichtlich geordnet – der Spruch von der deutschen Gründlichkeit
kommt mir unweigerlich in den Sinn.
Beim Auspacken setzt sich der erste Eindruck fort. Was dem Betrachter
zuerst auffällt ist dass das Gerät ein sehr gelungenes Design
hat. In dezentem Silber präsentiert sich das Gehäuse, das von
den Dimensionen etwas kleiner ausgefallen ist wie ähnlich aufgebaute
Rebreather. Die vom Hersteller beworbene Reisefreundlichkeit wurde hier konsequent
umgesetzt.
Das Innere wirkt aufgeräumt und durchdacht. In der Mitte sticht
der Kalkbehälter ins Auge, der bedingt durch seine Transparenz
einfach zu kontrollieren ist. Alle Schläuche sind sauber verlegt,
die Bauteile sind mittels Klett einfach, aber sicher befestigt.
Steht das Gerät dann fertig vor einem, muss man sich mit dem
„Jacket“ beschäftigen, dass werkseitig montiert ist und jederzeit
gegen ein beliebiges anderes Jacket oder Wing ausgetauscht werden kann.
Das klingt sarkastisch? Ist es nicht. Das Teil ist lediglich etwas anders
und somit gewöhnungsbedürftig. An Land wirkt es etwas unaufgeräumt
und „flattrig“, was sich aber unter Wasser gibt. Die großen Auftriebskörper
vor dem Taucher sind bewusst so aufgebaut und sollen an der Oberfläche
Ohnmachtsicherheit garantieren. Wem es nicht zusagt, für den hat
Submatix aber, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit geschaffen
ein Jacket nach Wahl zu montieren. An dieser Stelle sei erwähnt dass
es auch möglich ist das Gerät ohne das Jacket zu bestellen.
Kommen wir zur Technik. Das Submatix ST100 ist ein halboffener
Rebreather für den Gebrauch mit verschiedenen Nitroxgemischen von
32% bis 80%. Submatix liefert standardmäßig fünf verschiedene
Düsen für 32, 40, 50, 60 und 80%. Auf Anfrage ist auch noch
eine Option für den Gebrauch mit reinem Sauerstoff lieferbar. Der
Gasvorrat ist auf zwei Zweiliter-Flaschen verteilt, die rechts und links
im Gehäuse sitzen. Die Ventile schauen unten aus dem Gehäuse
heraus und ermöglichen so den einfachen Zugriff. Das Gehäuse
ist an der Unterseite zu einem Standfuß ausgebildet, der zum einen
die Ventile beim Abstellen des Rebreathers vor Beschädigung schützt,
zum anderen den sicheren Stand des Gerätes ermöglicht. Das ist
im übrigen ein Feature, das man bei den meisten Konkurrenzprodukten
vergeblich sucht und dass dem User doch das Handling deutlich erleichtert.
Die Düsen können von Benutzer auf einfache Art und Weise selbst gewechselt werden. Dies ermöglicht eine breite Auswahl an verschiedenen Gasen
zu verschiedenen Zwecken. Alleine diese Möglichkeit unterscheidet
den ST100 positiv von anderen Kreisläufern mit Konstantdosierung,
bei welcher der Taucher oft mit anderen als den vorgegebenen Gasen versucht
zu justieren, was beim Submatix einfach mittels anderer Düse möglich
ist.
Wie die meisten anderen Sporttauchrebreather auch, ist der Submatix
ST100 mit einem automatischen Bypass ausgerüstet, so dass bei schnellem
Abtauchen oder nach dem Spülen kein manuelles Nachdosieren nötig
ist. Das Dosierventil sitzt am Gehäuseoberteil, wo es vom Taucher
für den Fall der Fälle auch leicht erreichbar ist.
Nicht ganz so leicht erreichbar ist das Überdruckventil, das
nach dem Vorbild des russischen IDA71 in Höhe der linken Schulter
am Rücken des Tauchers sitzt. Es ist somit nicht möglich das
Ventil beim Tauchen nach Gefühl einzustellen. Man kann das als Manko
empfinden. Allerdings gibt es, ist die richtige Einstellung einmal gefunden,
eigentlich keinen Anlass unter Wasser an das Ventil zu müssen.
Ein weiterer interessanter Punkt ist die Gegenlunge, die eine Besonderheit
aus dem Hause Submatix darstellt. Um einen besseren Atemkomfort zu erreichen
wurde der Ausatembeutel in den Einatembeutel integriert. Die Beutel
selbst sind aus einem durchsichtigen und recht stabilen Material. Die
Kontrolle der Beutel auf Feuchtigkeit und Verunreinigung ist also kein
Problem. Wohl aber das Trocknen der Beutel nach dem Spülen. Laut
Submatix ist das Problem bekannt und es gibt auf Wunsch eine Entwässerungsschraube.
Diese ist serienmäßig nicht eingebaut um eine zusätzliche
Fehlerquelle zu vermeiden.
Eine weitere Besonderheit ist die Art wie Submatix die Konstruktion der
Schlauchverbindungen gelöst hat. Hier wird nicht mehr geschraubt
wie man es gewohnt ist, sondern „geklickst“. Das als "Pro-Con Kupplung" von
Submatix patentierte System ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig,
hält aber bombenfest wenn es verbunden ist.
Die Submatix Besonderheit - das "Click"- System bei den Schlauchverbindungen
Nachfolgend einige Impressionen des Gerätes um weitere Eindrücke
zu vermitteln.
Atemkalkbehälter mit Beutel, Detail der Schnappverschlüsse
und das Auslassventil beim Einbau
Anschlüsse des Geräts, linke Flasche montiert, fertig
montiertes Gerät
Click zum Vergrössern
Fangen wir am Anfang an und sehen uns die Vorbereitung des Gerätes
für den Gebrauch an. Die Flaschen sind mit einem Sauerstoffventil (R3/4“)
nach deutscher Vorschrift ausgerüstet. Angeschlossen werden sie über einen Adapter an eine DIN Erste Stufe. Mir als bekennendem Minimalisten
sagt das nicht zu. Argumente über unnötige Fehlerquellen kommen
mir in den Sinn. Und warum man das nicht eleganter mit ersten Stufen lösen konnte die einen R3/4-Anschluss haben. Aber ich sehe das sicher wieder zu sehr im „Tec-Licht“ und das ganze ist bei einem Sportgerät wohl nicht so von Bedeutung.
Die Flaschen lassen sich, nachdem sie analysiert wurden, schnell und
leicht ohne Werkzeug montieren. Sie sitzen dann bombenfest in ihrem Klettbett.
Das Füllen des Kalkbehälters ist ein Kinderspiel. Durch seine Transparenz sieht man auch wie es innen aussieht und die optimale Füllhöhe ist deutlich gekennzeichnet. Kräftig klopfen und
füllen, wieder klopfen und füllen, dann Sieb drauf, Deckel drauf und
die Schraube mit der Hand anziehen – fertig. Der Kalkbehälter dichtet
über einen in einer Nut im Deckel sitzenden O-Ring, der sich sehr bedienerfreundlich
entnehmen und reinigen lässt.
Nun wird die Gegenlunge in Position gebracht und mittels der ProCon
Verbinder befestigt. Das System ist kinderleicht zu bedienen und dichtet
über einen O-Ring ab. Das Ausatemventil wird wieder mittels Klett
in Position gehalten, was angesichts einer fehlenden mechanischen Belastung an dieser Stelle auch ausreichend
ist.
Montage der Gegenlunge und des Atemkalkbehälters
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Als nächstes kommt die Atemschlauchgarnitur. Zunächst
werden die Richtungsventile in den Schläuchen überprüft.
Dazu wird einmal gegen die Ventilrichtung in den Schlauch geblasen, wobei
keine Luft entweichen darf – gut ist es, das fragliche Ende dabei ans Ohr
zu halten. Dann wird in Ventilrichtung geblasen, was ohne Widerstand
möglich sein muss.
Montage der Atemschläuche und des Mundstücks mit offenem
Schieber
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Nachdem die Funktion des Walzenschiebers überprüft wurde, können
die drei Teile zusammengeklickt werden. Die gesamte Garnitur wird dann
am Rebreather befestigt, wobei wiederum der ProCon Verwendung findet.
Das Gerät ist jetzt fertig montiert und es müssen noch
Flow und Über- bzw. Unterdruck, sowie die Funktion des Bypass getestet
werden.
Letzterer wird wie bei den meisten Rebreathern einfach dadurch
erzeugt, dass man die Beutel erst voll atmet (Walze zu, einatmen, Walze
auf, ausatmen, Walze zu, usw.) bis die Gegenlunge prall voll ist. Das
Überdruckventil muss dazu vollständig geschlossen sein. Bei austarieren des Geräts mit einem 2kg schweren Bleistück darf aus der Lunge über eine Minute kein
Gas entweichen.
Beim Vakuumtest wird das Gerät leer geatmet und der vakuumisierte Beutel darf über eine Zeit von einer Minute nicht entspannen.
Bei geöffneter Flasche wird der Atembeutel nun leergeatmet.
Danach muss der Bypass ansprechen und Gas der veratmeten Menge nachliefern.
Ist dies der Fall, hat der Bypass die Überprüfung bestanden. Weiter geht es mit der Überprüfung des Flows. Hierzu wird am Ausgang der Flowdüse ein Flowmeter angeschlossen
und bei geöffneter Flasche der Flow gemessen. Hier kommt mein
erster echter Kritikpunkt. Ich denke bei einem Gerät dieser Preisklasse
sollte ein Flowmeter mitgeliefert werden – selbst wenn dies den Gerätepreis um ein
paar Euro nach oben steigen lässt. Meiner Meinung nach ist das eine Frage des Dienstes am Kunden. Leider ein Punkt den viele Hersteller etwas vernachlässigen. Sehr positiv fällt mir
dabei mein Test des Azimuth Rebreathers ein (siehe Redaktionsausgabe 30), der mit einem kompletten Zubehörset, zu dem auch ein Einfülltrichter für
den Kalk sowie besagtes Flowmeter gehörten, ausgestattet war.
Hat man nun die Checkliste vollständig abgearbeitet sollte man sich noch Gedanken über seine Bailoutplanung machen bevor man ins kühle Nass springt.
Oktopus-Bailout links (gelber Schlauch)
Das Gerät hat einen integrierten Bailout in Form eines Oktopus,
der an den beiden Zweiliterflaschen hängt. Für größere
Tiefen muss also in jedem Fall externes Bailoutgas mitgeführt werden.
Gehen wir nun Tauchen:
Nimmt man das Gerät auf den Rücken, fällt sofort
die angenehme Baugröße auf. Auch für kleinere Menschen
oder zierlicher gebaute Taucherinnen ist das Gerät gut handzuhaben.
Auf den Bildern ist der Größenunterschied zu dem Dräger
FGT beim zweiten Taucher gut zu erkennen. Das zweite Auffällige ist
die gute Einhandbedienung des Walzenschiebermundstücks. Ein Stück
Komfort, das leider nicht alle Geräte bieten und das man nicht mehr
missen möchte. Während des gemütlichen Abtauchens verhält
sich das Gerät „unauffällig“. Sobald alle Luft aus dem Gehäuse
entwichen ist, hört man nur noch die leise einströmende Luft und
man kann einen wahrhaft stillen Tauchgang genießen. Der Atemwiderstand
ist subjektiv sehr gut. Das Gerät atmet sich leicht und man muss nicht
„ziehen“. Offenbar ist das „Lunge in Lunge-Prinzip“ von Submatix aufgegangen.
Trotz des etwas sperrig wirkenden Jackets (oder gerade deswegen(?)) ermöglicht
der Kreisläufer eine gute horizontale Wasserlage, in der sich der Atemwiderstand
auch nicht wesentlich verschlechtert. Bei Beendigung des Tauchgangs
tut das Überdruckventil klaglos seinen Dienst. Auch das Jacket
lässt sich problemlos bedienen.
Sowohl Submatix (li) als auch FGT (mitte) lassen eine gute horizontale
Wasserlage zu
Click zum Vergrössern
Zusammenfassend ist das Gerät eine gelungene Bereicherung
des Marktes für Sporttauch-Rebreather und bringt ein bisschen frischen Wind
in die zum Teil etwas angestaubten Reihen der alteingesessenen Konkurrenz.
Das Submatix 100 ST kostet derzeit 3.187,10 EUR. Für 109,27
Euro kann man die Gehäusefarbe dann frei wählen.
Kurse auf dem Gerät bieten zur Zeit RAB, SSI, IART und
ITDA an.
Aktueller Tauchlink: The Red Sea Turtle Project The Red Sea Turtle Project is an awareness and conservation initiative based in Sharm El Sheikh - Egypt, financed by Project AWARE and locally supported by the Ras Mohammed National Park and the entire dive community! Ein "Sponsored Link": Ananyana Beach Resort Ananyana Beach Resort ist ein auf Taucher spezialisiertes Resort auf der Insel Bohol, Philippines und einer unserer Toplinks: taucherschnäppchen Tauchergeiz ist schon lange geil Top Ausrüstung zu Hammerpreisen!
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Libyen (29.05.2008) (mehr) Thailand (20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr) Österreich (19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt
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