An einem kalten verregneten Sonntagmorgen im November: Eine mit Netzen bewaffnete
Tauchgruppe verschwindet unter der Wasseroberfläche, um reiche Beute
zu machen.
Heftig blubbern die Luftblasen im Uferbereich. Nach einer Weile tauchen
die ersten Köpfe an der Wasseroberfläche auf. Stolz kommen die
Taucher an Land und zeigen ihren Fang: Bierflaschen, Getränkedosen und
Chipstüten!
Same procedure as every year ...
Schon zum dritten Mal hatten die Augsburger Tauchschulen TSC Alpha
und Diving Team
Augsburg am Saisonende zur Reinigung des Ilsesees aufgerufen und
mehr als 30 Taucher (sowie Kinder und nicht tauchende Partner) ließen
sich auch durch das schlechte Wetter nicht abschrecken. Wie in den Jahren
vorher ging es nicht nur darum, Müll aus dem Wasser zu holen, sondern
auch das Gebüsch rings um den See zu säubern.
"Diese Aktion markiert für uns das Ende der Tauchsaison im Ilsesee.
Es ist eine Gelegenheit sich noch einmal zu treffen, gemeinsam abzutauchen
und dabei auch etwas für die Umwelt zu tun," sagt Lothar Sailer vom TSC
Alpha. "Taucher haben ja oft keine besonders gute Lobby und mit dieser Aktion
zeigen wir, dass wir als Taucher Verantwortung für das von uns genutzte
Gewässer übernehmen," ergänzt sein Kollege Klaus Kohler vom
Diving Team Augsburg.
Wieso Seereinigung?
Wie die beiden Tauchschulbesitzer anmerken, geht es um mehr als nur den
Saisonabschluss und den Spaß der Beteiligten. Gerade weil Taucher meist
eine schlechte Lobby haben und von vielen Gruppen (z.B. Anglern, Naturschützern,
aber auch Badegästen) misstrauisch beäugt werden, bietet eine Seereinigung
Tauchern die Möglichkeit, etwas für ihr Image zu tun und dabei aktiven
Umweltschutz zu betreiben.
Trotzdem ist eine Seereinigung weit mehr als eine PR-Veranstaltung für
das Ansehen der Tauchgemeinde. Neben der aktiven Reinigung ist ein sehr wichtiger
Aspekt die Erhöhung des Wissens bei den beteiligten Tauchern um die entsprechenden
Gewässer. Dabei wird der Sinn für UW-Umweltschutz generell geschult.
Wie fragil viele Gewässer in Deutschland sind, ist Tauchern oft gar
nicht bewusst. Begleitend zur Seereinigung kann man deshalb in Vorträgen
und Briefings gut das Bewusstsein für generell umweltverträgliches
Tauchen wecken.
Was ist bei einer Seereinigung zu beachten?
Natürlich kann man einfach in den See steigen und Müll rausziehen.
Eine erfolgreiche Seereinigung sollte aber schon im Vorfeld entsprechend gut
organisiert werden. Dabei sind hauptsächlich folgende Punkte wichtig:
Natürlich wird in Tauchgewässern generell Tauchen erlaubt sein.
Aber in vielen Seen ist das Tauchen auf bestimmte Zonen eingeschränkt,
so sind z.B. oft Badezonen gesperrt. Da man bei der Seereinigung eher den
Müll der Badegäste als den der Taucher sammelt, sollte man sich
für den Tag die Genehmigung holen, auch andere Einstiege benutzen zu
dürfen, andernfalls kann man sich auf lange Schnorchelstrecken einstellen.
Natürlich sind Uferbereiche, die aus Naturschutzgründen für
Taucher und andere Gäste gesperrt sind tabu - dort wird es aber auch
kaum Müll geben.
Vielleicht gibt es aber auch Badeseen in eurer Nähe, die für das
Tauchen nicht freigegeben sind, aber trotzdem von einer Seereinigung profitieren
könnten. Fragt hier bei den Besitzern, bzw. den zuständigen Ämtern
nach, ob die Möglichkeit besteht, für einen Tag eine Ausnahmegenehmigung
zu erhalten. So kommen Badegäste zu scherbenfreien Badezonen und Taucher
zu einem TG in einem neuen Gewässer!
Auch eine Fahrgenehmigung für die Fußwege ist vorteilhaft. So
kann man einerseits Taucher an entlegenere Einstiege, andererseits aber auch
den gesammelten Müll von einzelnen Uferstationen zur Gesamtsammelstelle
bringen.
Wichtig: Achtet immer darauf, alle Auflagen der Genehmigung zu erfüllen.
Das schafft Vertrauen bei den zuständigen Ämtern und Besitzern und
erleichtert bei zukünftigen Aktionen die Kooperation.
Sammelbehälter
Taucher sollten mit Netzbeuteln ausgerüstet sein, die möglichst
reißfest sind. Dabei sollten diese Netze auch nicht zu groß sein,
damit sie nicht am Grund entlang schleifen und unnötig Sedimente aufwirbeln
oder UW-Pflanzen beschädigen. Lieber einmal mehr auftauchen und den Müll
einer Uferstation übergeben. Wo dies nicht möglich ist, kann man
auch ein Schlauchboot benutzen, dass von den Tauchern mitgezogen wird.
Für die Uferbereiche nimmt man am besten die ganz normalen großen
Müllsäcke. Sollten sehr viele Scherben aufgelesen werden, muss man
aufpassen, dass die Säcke keinen Riss bekommen. Es hat sich als vorteilhaft
erwiesen, rund um den Uferbereich kleinere Sammelstellen einzurichten. Von
dort kann der Müll dann mit Schubkarren (oder wo möglich mit dem
Auto) zur Hauptsammelstelle gebracht werden.
Vorbereitung und Briefing
Wild tauchen bei einer Seereinigung in der Hoffnung etwas zu finden, ist
unproduktiv. Man sollte daher im Vorfeld die Flachwasserbereiche des Gewässers
in entsprechende Zonen einteilen und nach vermuteten Müll-Hotspots (z.B.
bei Liegewiesen) sortieren. Anschließend teilt man die Tauchteams ein,
die jeweils eine dieser Zonen übernehmen. Entsprechendes gilt auch für
den Uferbereich selbst. Hier werden wieder Teams eingeteilt, zu deren Aufgaben
es nicht nur gehört, den jeweiligen Bereich zu säubern, sondern
auch die Taucher zu unterstützen, z.B. durch Müllübernahme.
Ein ganz besonders wichtiges Thema bei der Organisation einer Seereinigung
ist das Briefing. Müll ist nicht immer gleich Müll - besonders im
See. Auch wenn nicht alles auf organische Weise abbaubar ist, so können
Zivilisationsüberreste doch von der Natur integriert werden. So manches
Glas fand eine neue Bestimmung als Laichplatz. Und wenn eine große PVC-Plane
von Sedimenten eingedeckt und teilweise überwachsen ist, besteht die
Gefahr, dass bei der Entnahme aus dem Gewässer mehr Schaden verursacht
wird, als durch die Plane selbst.
Um die richtigen Informationen für eine erfolgreiche und vor allem
umweltverträgliche Seereinigung zu haben, lohnt es sich beim Bund Naturschutz
nach entsprechenden Richtlinien nachzufragen. Man kann aber auch eines ihrer
Mitglieder diesen Teil des Briefings übernehmen lassen, um diese Infos
direkt aus erster Quelle zu erhalten.
Müllentsorgung
Wohin mit dem Müll? Unter Umständen kommt eine Menge zusammen
- das Ganze will umweltgerecht entsorgt werden. Wer einmal mit einem Anhänger
den übel riechenden Müll zu entsprechenden Wertstoff- und Entsorgungshöfen
gefahren hat weiß, dass diese Lösung nicht optimal ist. Bei öffentlichen
Gewässern sollte man sich daher im Vorfeld (z.B. bei der Genehmigungsanfrage)
erkundigen, ob die Land- bzw. Stadtkreise die Entsorgung übernehmen und
für die freiwilligen Helfer Container am See aufstellen. Bei Privatseen
sollte man versuchen, mit dem Besitzer eine Lösung zu finden.
Sollte sich bei öffentlichen Gewässern die Eigentümer nicht
hilfsbereit zeigen, hilft oft ein Artikel in der jeweiligen örtlichen
Presse. Oft zeigen sich Ämter dann bei ähnlichen Aktionen im nächsten
Jahr erstaunlich kooperationsbereit.
Und wenn nicht? Dann hilft nur eins: Nase zuklemmen, bzw. Tauchmaske aufsetzen
und Müll selbst sortieren und zu den entsprechenden Entsorgungsplätzen
fahren.
Rahmenprogramm
Klar, man macht solche Aktionen weil man der Umwelt etwas Gutes tun will.
Aber ob das reicht, bei eventuell schlechtem Wetter genügend Helfer zu
mobilisieren? Gerade auch die Oberflächenhelfer haben nicht einmal den
Spaß des Tauchgangs.
Daher sollten sich die Veranstalter etwas überlegen, um die Seereinigung
zu einem Gesamtevent zu machen. Das kann von einer einfachen Saisonabschlusspartie
mit Glühwein und Würstchen bis hin zu einem großen Süßwasserseminar
mit Vorträgen zu verschiedenen Themen von Fachleuten reichen. Wichtig
ist, dass alle Beteiligten nicht nur wissen, dass sie ihre Freizeit für
einen guten Zweck opfern, sondern dass sie auch alle Spaß an der Aktion
haben.
Eine erfolgreiche Aktion?
Eines zeigte sich bei der Putzaktion 2004 am Ilsesee: Das Gewässer
wird sauberer! Gerade im Vergleich zum ersten Jahr gab es Unterwasser deutlich
weniger Müll. Besonders große Dreckschleudern gab es in diesem
Jahr kaum. Lothar Sailer erinnert sich: "Im ersten Jahr haben wir einige verrostete
halbvolle Öldosen aus dem hinteren Bereich geholt, so etwas gab es dieses
Jahr nicht." Spitzenreiter waren auch keine Dosen (vielleicht zeigt auch
das Dosenpfand seine Wirkung), sondern Glasscherben und Plastikmüll.
"Der Uferbereich ist viel sauberer als vor ein paar Jahren," meint Klaus
Kohler, "der Müllsackverbrauch ist deutlich gesunken!" Die beteiligten
Helfer sind ebenfalls dieser Meinung. "Es ist schon wichtig, einmal im Jahr
zu schauen, dass der Müll nicht überhand nimmt," sagt ein Taucher,
als er seinen Müll abgibt, "besonders die Glasscherben im Flachbereich
beim Kinderspielplatz sind eine echte Gefahr für spielende Kinder."
Für die beiden Tauchschulen und ihre Helfer hat sich der Einsatz, trotz
schlechten Wetters, auf jeden Fall gelohnt. Nachdem der Ilsesee jetzt für
die Wintermonate geschlossen ist, bot sich noch eine letzte Möglichkeit
für einen Tauchgang, einen Plausch mit anderen Augsburger Tauchern und
die Glühweinsaison zu eröffnen! Ein gelungener Saisonabschluss,
sowohl aus Umwelt-, als auch Spaßaspekten.
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Akt. Restaurantberichte:
Biergarten Vinogradoff, Odes.. (20.05.2012) Die schöne Gasthausbrauerei liegt in prominenter Lage am Stadtpark von Odessa. Pils, helles und dunkles Bier wird hier selbst gebraut und schmeckt wirklich gut. Der Gasthof erinnert absichtlich oder (mehr) Kompot, Odessa (19.05.2012) Kompot bedeutet auch auf Russisch oder Ukrainisch das, was man vermutet: Nämlich Kompott! Das ist bei uns ein zuckersüßer Nachtisch, aber im „Kompot“ ist es eine kalte fruchtig- erfrischende (mehr) Steakhouse Meat & Wine, Odes.. (18.05.2012) Das Steakhaus gehört wohl zu den besten Adressen in Odessa. Es liegt direkt an der Derybasivska, der Fußgängerzone in der Innenstadt. Nicht nur die Steaks sind HERVORRAGEND, die Küche hat einen (mehr)
Taucher.Net News:
DiveInside Märzausgabe (25.02.2012) Zur Information: Das Erscheinungsdatum der DiveInside, Ausgabe März 2012, ist der 13.März. In der Vorschau der letzten Ausgabe hatten wir den 27.Februar angekündigt. (mehr) Frohe Weihnachten und ein gu.. (23.12.2011)
Wir wünschen euch allen ein ruhiges und besinnliches
Weihnachtsfest und natürlich einen guten Rutsch in ein
fantastisches und vor allem gesundes Jahr 2012!
Wir bedanken uns ganz herzlich (mehr) Zahlenjubiläum auf Taucher.N.. (06.02.2011)
Heute, am 6.Februar 2011, feiern wir ein kleines Zahlenjubiläum.
Um exakt 18:13 konnten wir den 50.000.000 User auf Taucher. Net
begrüßen und unser junger Facebook-Auftritt hatte (mehr)
Aktuelle Bootsberichte:
Carib Dancer (24.05.2012) Carib Dancer Bahamas I dove the Turks and Caicos for one week and looked around for more of that, before I head back to Germany. By chance I stumbled across the maiden voyage of the Carib Dancer out (mehr) Turks & Caicos Aggressor (24.05.2012) Turks and Caicos Aggressor April/May 2012 Followed the advice of friends who knew I love drop offs and walls and went to the Turks and Caicos, Provo. Spent 4 days mostly on the beach as besides (mehr) Black Pearl (23.05.2012) War im Januar für eine Woche auf der Black Pearl und hab einen kleinen Abriss der Reise auf meiner Webseite www.World2Visit.net hochgeladen.(Anmerkung Redaktion: In englischer Sprache) Kann mich dem (mehr)