Der letzte Punkt

 Geschrieben von Armin

Tja, wie war das noch am Anfang meiner Taucherei - ich denke es war bei vielen so - bei jedem Wetter und Zeit ist man tauchen gegangen, ins eiskalte Wasser mit einem durchlöcherten Naßtauchanzug gesprungen, seine Ausrüstung kilometerweit durch die Gegend geschleppt, blaugefrorene Finger nach dem Tauchgang gehabt usw usw usw...

Aber die Zeiten ändern sich ... man wird älter ... und ruhiger .. und überlegt sich wie man das Tauchen noch angenehmer machen kann. Ein Trockentauchanzug wird angeschafft, eine Eishaube und ein gutes Ringsystem für die Handschuhe, und schon ist das Frieren vorbei. Ein kleiner Beachrolly transportiert die Ausrüstung bequem bis zum Tauchplatz, und dank Nitrox ist die Erschöpfung nach dem Tauchgang auf ein Minimum reduziert. Eigentlich sollte nun ja alles ganz prima sein .. aber eine Sache blieb immer bestehen

Der Durst und der trockene Mund während eines Tauchgangs !

Klar kann man hier mal schnell einen Schluck aus der Umgebung wagen .. bei Salzwasser nicht gerade gewinnbringend, und wenn man nicht gerade im kristallklaren Bergsee taucht, sondern im kolibakterienverseuchtem Baggersee, überlegt man sich zweimal ob man sich das antun soll.

Doch nun schickt sich die Firma SCUDA an, auch noch dieses letzte Übel der Taucherei zu bekämpfen - und - wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann - mit Erfolg.

SCUDA heißt (S elf C ontained U nderwater D rinking A paratus), und ist ein kleines Produkt, welches einem ermöglicht, unter Wasser zu trinken.

Öffnet man die Verpackung eines neu erworbenen SCUDAs, so fällt einem ein neues Mundstück, 2 Kabelbinder, ein Flüssigkeitsbeutel, ein paar Anschlüsse und Ventile und eine kleine Anleitung entgegen. Die Installation ist denkbar einfach: Das bisherige Mundstück am Automaten wird gegen das SCUDA-Mundstück ausgetauscht, der vom Mundstück abgehende Schlauch wird mit einem Kabelbinder am Automatenschlauch befestigt. Das wars auch schon.


Der SUDA-Beutel incl. Mundstück. Das mitgelieferte Zwischenventil fehlt auf dieser Abb.

Vor dem Tauchgang wird nun der SCUDA-Beutel über die Einflußöffnung mit bis zu 1/3 Liter Flüssigkeit gefüllt, und an den Schlauch am Mundstück angeschlossen. Der Beutel befindet sich dann ca. 20 cm entfernt vom Mundstück und wird durch seine Krepp-Bänder direkt um den Niederdruckschlauch befestigt. Danach muß nur noch das Ventil geöffnet werden, und schon kann der Tauchgang beginnen.


Die Befestigung am Regler.

Wer jetzt denkt, daß ihm nun sofort die Flüssigkeit permanent in den Mund läuft ist auf der falschen Fährte. Durch einen wohldosierten Druck auf den SCUDA-Beutel wird die Flüssigkeit wohldosiert durch ein spezielles Ventil zwischen das Bissstück des Reglers in den Mund befördert. Dies ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch nach dem 4. oder 5. Schluck aus dem Beutel hat man den Bogen raus. Das System ist Umgebungsdruckunabhängig.

Einziger Nachteil des Gerätes - mich störte die Befestigung des SCUDA-Beutels an meinem Automatenschlauch. Doch hier wird ein Verlängerungsschlauch angeboten, welcher eine Befestigung des Beutels am Jacket oder wo auch immer ermöglicht, man sollte halt mit der Hand noch gut dran kommen um die Flüssigkeit in den Mund zu drücken.

Ich war erstaunt wie lange mir die 0,33 liter unter Wasser gelangt haben. Durch das regulierte Zuführen der Flüssigkeit kann man sehr lange davon zehren. Auch ein Mitführen von mehreren Beuteln und ein Austauschen unter Wasser ist problemlos möglich.

Der Schläuche lassen sich nach dem TG gut säubern, die Reinigung des Beutels ist etwas mühsam, sollte aber mit Sorgfalt durchgeführt werden.

Fazit : Ich wollte den SCUDA gerade bei längeren Tauchgängen nicht missen. Auch im Salzwasser ist er ideal. Welche Vorteile der SCUDA gerade bei Diabetikern bietet, werden wir in unserer nächsten Redaktionsausgabe aufzeigen, die sich intensiv mit dem Thema Tauchen und Diabetes befaßt.

Weitere Infos zum SCUDA sowie eine Bestellmöglichkeit des DM 90.- teuren Gerätes findet man unter der Adresse www.scuda.de .


Infos

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