Vollcharter auf der M/Y Independence

 Geschrieben von Jessica

Vollcharter auf der M/Y Independence

von Jessica Brühl

Anflug auf Sharm - Bericht Independence TourIch sitze im Flieger, Anflug auf Sharm el Sheikh.
Zu meiner Linken sehe ich die Wueste und das Gebirge, zu meiner Rechten Tiran Island und das Rote Meer. Stetig sinkt das Flugzeug. Noch 50m, noch 30, noch 10...
RUMMS. Mit einem wirklich harten Ruck setzen wir auf der Landebahn auf. Man hört ein Schnaufen durch die Reihen gehen, irgendwo sagt jemand "Uff". Offensichtlich bin ich nicht die einzige, die eine solche harte Landung das erste mal erlebt.

Nun meldet sich die Flugbegleiterin mit dem ueblichem "Willkommen in Sharm el Sheikh" und der Bitte, doch so lange angeschnallt sitzen zu bleiben, bis das Flugzeug seine endgültige Parkposition erreicht habe. Waehrend wir Richtung Terminal rollen, meldet sich tatsaechlich noch einmal der erste Offizier, der die Maschine gesteuert hatte: "Meine Damen und Herren, der Kapitän hat mich gebeten, sich noch einmal bei Ihnen zu melden. Er meinte soeben zu mir, auch dem besten Koch wuerde wohl mal ein Schnitzel aus der Pfanne fallen..." und setzt zu einer Erklärung ueber unerwartete Querwinde kurz ueber der Landebahn an. Nun sind die Fluggäste wieder beruhigt und es kann in den Urlaub gehen.

Kaum dem Flieger entstiegen begebe ich mich mit meinen beiden Mitreisenden auf meiner Maschine zum Bankschalter, um das Visum käuflich zu erwerben und noch etwas Geld zu wechseln. Am Gepäckband treffen wird dann auch schon die nächsten drei.
Da ich dieses mal das komplette Boot gechartert hatte, war ich in der glücklichen Lage, schon fast alle Teilnehmer zu kennen.

Bericht Independence Tour

Vor dem Terminal wartet schon Markus, einer der beiden Eigner der Independence auf uns um unser Gepäck in einer interessanten Stapelaktion auf den Pickup zu laden. Nachdem alle beisammen sind, steigen wir in einen Minibus und es geht los zum Hafen von Sharm el Sheikh, wo wir die Independence in Beschlag nehmen. Waehrend wir ein kurzes Bootsbriefing erhalten, schafft die Crew unser Gepäck herbei und wir erhalten ein Erfrischungsgetränk und ein Platte voll überbackener Toasts. Alle greifen hungrig und durstig zu. Als die Koffer und das Tauchgepäck eingetroffen sind, beginnen alle auszupacken. Die Kleidung unter Deck, in die vier Doppelkabinen und die (Hochzeits-)Suite mit Doppelbett und das Tauchgeroedel in die Boxen unter den Sitzbänken.
Je zwei Kabinen teilen sich ein Bad mit Dusche und WC, welches deswegen eine wirklich angenehme Größe hat. Nicht so beengt, wie man es sonst gewöhnt ist. Jede Kabine sowie der Salon verfuegen über eine Klimaanlage.

Dann erklimmen wir gemeinsam das Oberdeck. Während wir auf die Auslaufgenehmigung warten, machen sich die Teilnehmer untereinander bekannt.
Wie ich feststelle, ist Habashi auch diesmal der Captain. Immerhin bin ich schon das zweite Mal auf der Independence. Und ein anderes Crewmitglied ist mir sogar von einem anderen Safariboot bekannt.

M/Y Indepence Tour

An dieser Stelle muss ich mein Versprechen einloesen, dass ich Habashi gegeben habe:
Er hat sich am letzten Tag extra rasiert (!) und in eine ordentliche maennliche Pose fuer ein Portrait gestellt. Ich musste ihm versprechen, sein Bild ganz oben in den Bericht zu stellen und dann erst das von Markus :) Natuerlich loese ich dieses Versprechen gerne ein.

Indepence Tour - Kapitän Habashi
Habashi - rasiert und in Pose

Diesmal dauert es mehrere Stunden, bis die Genehmigung endlich erteilt wurde. So ist die Dunkelheit und damit eine nicht unerhebliche Kuehle schon hereingebrochen. Die meisten packen ihre Kapuzenshirts, die Skiunterwaesche oder den Jogginganzug aus. Manch einer wickelt sich sogar schon in den mitgebrachten Schlafsack. Ilona hat sogar eine Wollmuetze dabei.

Wir laufen aus und ankern in der naechstgelegenen Bucht fuer die Nacht. Wer moechte, kann hier noch einen kleinen Bleimengen-Bestimmungs-Nachttauchgang machen und tatsaechlich finden sich einige, die dies wuenschen.
Recht frueh gehen die meisten zu Bett, da kaum einer laenger als bis 4 Uhr geschlafen hat.

Ich selbst schlafe mit einer handvoll unverwuestlicher Helden auf dem Sonnendeck. So weckt mich auch gleich die erste Morgenroete um kurz nach 5. Ein fantastischer Sonnenaufgang erwartet mich und die anderen, die schon wach sind.

Gegen 7 erwacht allgemein das Leben an Bord. Der Generator wird angeworfen und Markus ruft nach kurzer Zeit zum Briefing fuer den ersten Tauchgang, waehrend die Leinen losgemacht werden und wir Richtung Ras Za'atar fahren, wo unser Morgentauchgang stattfinden wird.

Bericht Independence Tour

Fast alle Nutzen die Moeglichkeit Nitrox zu tauchen. Non limit EAN kosten 70 Euro/Woche. Die Indy verfuegt ueber einen Schallgeschuetzen Kompressor und eine Nitroxmischanlage. Grundsaetzlich wird ein 32er Mix gefuellt, auf Wunsch sind auch andere Gemische moeglich. Wer kein Nitroxbrevet hat, kann nach wie vor mit Luft tauchen oder dieses an Bord erwerben. Getaucht wird mit 12l Aluflaschen. Wenn jemand eine groessere Flasche benoetigt, braucht er dieses nur rechtzeitig mitzuteilen, sie wird dann fuer einen geringen Preiszuschlag rechtzeitig gemietet. Dies sind dann in der Regel allerdings nur Pressluftflaschen. Fast alle Flaschen sind DIN, es gibt vereinzelt auch INT-Ventile. Wer INT benoetigt, sollte sich seinen Adapter selbst mitbringen.

Bericht Independence Tour
Kleine Hoehle am Tauchplatz Jackfish Alley

Nachdem unser Driftdive an Ras Za'atar beendet ist, widmen sich alle hungrig dem Fruehstueck und die ersten Taucherlebnisse werden ausgetauscht. "Boah, hast Du schon mal soooooo Gorgonien gesehen?"
Fuer einige Teilnehmer ist es der erste Tauchurlaub ueberhaupt, fuer andere der erste in Aegypten. Dementsprechend enthusiastisch sind die Reaktionen derer, die noch nie Warmwasserfische gesehen haben. Wir verbringen den ganzen Tag in Ras Mohammed, koennen am Yolanda Reef allerdings leider nicht bis zu den Ueberresten des Wracks (Toilettenschuesseln, Waschbecken, der B MW des Kapitaens) vordringen, weil uns eine recht starke Stroemung entgegen schlaegt. Immerhin laesst sich der Standorttreue Napoleon und ein Barrakudaschwarm blicken.

Bericht Independence Tour

Bericht Independence Tour
Beliebte Spiele: Muehle und Vier gewinnt

Der ein oder andere murrt schon ein wenig, bei unserem Tauchpensum von 3 TG + 1 Nachttauchgang. Natuerlich ist niemand gezwungen, aber entgehen lassen will sich zumindest die Tagtauchgaenge auch kaum jemand. Das Problem ist die einbrechende Winterzeit. Geht die Sonne zwar recht frueh auf, geht sie aber auch genau so schnell wieder unter. Um 17h ist es bereits dunkel. Da in der Regel niemand vor 7 Uhr aufstehen will, wird es muehsam, 3 TG von etwa 1 Std. Dauer, Mahlzeiten und Oberflaechenpausen in den verbleibenden Tagstunden unter zu bringen. Sogar Markus meint irgendwann einmal: "Mensch, was seid ihr denn alle so tauchgeil? Zwei gemuetliche Tauchgaenge am Tag wuerden doch reichen." Aber er versteht auch, dass es fuer viele die letzten Tauchgaenge sein werden, bevor sie erst nach der Winterpause wieder mit dem Tauchen beginnen werden. Aber wenn man aus dem Wasser kommt, danach Fruehstueckt und sich anschliessend auf das Sonnendeck legt und schon nach einer guten Stunde wieder zum Briefing gerufen wird... dann ist das manchmal schon hart :) Freizeitstress eben.

Bericht Independence Tour

Nachdem wir Ras Mohammed abgehakt haben, fahren wir auf die andere Seite der Strasse von Gubal, zunaechst zum Small Crack, wo unsere Tauchgruppe den Sicherheitsstopp zusammen mit einer fressenden Schildkroete absolviert. Anschliessend betauchen wir die Ghiannis D., ein interessantes Wrack und den versunkenen Kabelleger am Bluff Point vor Gubal Island, wo wir auch die Nacht verbringen werden.

Turtle / Schildkröte - Bericht Independence Tour

Wenn der Wind uns hold bleibt, verspricht Markus uns ein besonderes Highlight fuer den naechsten Tag: Das Wrack der Rosalie Moeller. Dieses liegt in einer Bucht, in die normalerweise der Wind hineinblaest und Wellen aufbaut. Mit etwas Pech kommt man aus dieser Bucht dann nicht mehr heraus, bis der Wind abgeflaut hat. Er selbst habe dort schon einmal vier Tage verbringen muessen.
Aber weil wir alle Glueckskinder sind, koennen wir in die Bucht einfahren und die Rosalie Moeller betauchen. Es ist noch recht frueh am Morgen und kein anderes Tauchboot weit und breit. Wie zuvor auch an der Ghiannis D. koennen wir das Wrack ganz fuer uns allein geniessen.

Nach dem Fruehstueck fahren wir Shag Rock an und betauchen die Sara H., an der wir Bekanntschaft mit einigen aggressiven Doktorfischen machen, die ihr Revier verteidigen. Sie gehen auch ziemlich unbeeindruckt auf Flossen los. Ich selbst kriege einen nicht unerheblichen Schreck, als ich einen Doktorfisch dabei fotographiere, wie er Markus' Flosse attackiert. Als ich die Kamera sinken lasse, ist der zweite Doktorfisch gerade mitten im Scheinangriff auf mein Gesicht und kommt diesem auch verdammt nah.

Nach dem Mittagessen ueberlegen wir, ob der dritte) Tauchgang nicht an der Thistlegorm stattfinden soll. Wir fahren weiter Richtung Norden und beobachten am Ziel angekommen, dass kein einziges Boot dort liegt. Geankert wird in der gegenueberliegenden Lagune Sha'ab Ali und wir diskutieren, ob wir es wagen sollen. Alle Taucher, besonders die Rotmeer-Neulinge, wollen unbedingt zu der beruehmten Thistlegorm. So halten wir unser Briefing ab, roedeln an und steigen ins 7m lange Zodiac, in dem 12 Taucher + Guide + 2 Mann Besatzung Platz finden. Mit einem Tragbaren GPS Geraet versuchen Markus und einer unserer Mittaucher, Alexander, die Thistlegorm zu orten. Wir kreisen herum, die Aegypter schuetteln die Koepfe, hier sei das nie und nimmer, das waere viel weiter noerdlich... doch endlich finden wir die GPS Koordinaten. Markus springt ins Wasser und tatsaechlich - das ersehnte Wrack liegt unter ihm, so kann er die Leine am Schiff befestigen. Da es leider schon recht spaet ist, bleibt uns nur noch eine Tauchzeit von 45 min + Deko, wenn wir noch vor der Dunkelheit wieder im Zodiac sein wollen. So beeilt sich dann auch jeder, endlich ins Wasser zu kommen. Am Wrack herrscht herrliche Stille. Kein Taucher, ausser die aus unserer Gruppe weit und breit. Wir umrunden gemuetlich das Wrack und ich kriege fast einen Lachkrampf, als Helmut sich auf das 45 Grad schraegliegende Heck stellt, sich hinter das Geschuetz stellt und gekonnt in Position geht. Da es mittlerweile ruhig ist am Wrack, ist auch die Schildkroete in Position und versucht zu schlafen. Sie versucht sichtlich ungehalten, ihren Kopf vor den Zahlreichen Tauchlampen zu verstecken. Wir entdecken ausserdem einen Teppichkrokodilfisch, der uns auf dieser Safari noch oefter begleiten soll, Seenadeln und grosse Fledermausfische.

Bericht Independence Tour

An diesem Abend frischt der Wind merklich auf. Die meisten Sonnendeckschlaefer ziehen sich entweder in die Kabine zurueck oder schlafen am Boden des Oberdecks, im Windschutz der Reling oder der Baenke. Nur zwei unerschrockene (hallo Doris!) halten es auch den Rest der Woche ganz vorne aus. Wozu kann man sich schliesslich ganz in seinen Schlafsack verkriechen?

Am Morgen werden wir sehr frueh geweckt, wir wollen noch einen zweiten Tauchgang an der Thistlegorm machen - und zwar bevor die Safari und insbesondere die Tagesboote dort eintreffen. So waren wir bereits vor 7 Uhr im Wasser. Diesmal ankerte die Independence selbst am Wrack. Wiederum waren wir ganz allein und es herrschte keine Stroemung. Ich zeigte meiner Tauchpartnerin, die unter Wasser eben so klaustrophobisch ist, wie ich, einige ausgewaehlte Ladereaeume, in die ich selbst auch angstfrei gehe, weil ich weiss, der Ausgang ist nah. So kam auch sie nicht um den genuss der Motorraeder und LKW.

Bericht Independence Tour

So sehr ich die Stille am Wrack doch genossen habe, eines habe ich bedauert: Ich konnte meinen gedanklichen Memoiren keine weiteren obskuren Geschichten zum Thema "Was man so alles sieht, wenn man an der Thistlegorm an der Dekoleine haengt" hinzufuegen.

Bericht Independence TourNun sollte es so langsam aber sicher in Richtung Tiran gehen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen halben Tag an Ras Mohammed verbracht. Die Nacht ankerten wir wieder nahe dem Sharmer Hafen, in Ras Katy. Hier ging dann auch auch die grosse Diskussion zwischen mir und Markus los: Wo soll der Nachttauchgang stattfinden? Ras Katy oder am Temple? Ich persoenlich finde Ras Katy nicht sehr spannend, der Temple ist mit seinen gewaltigen Korallensaeulen wenigstens in der Nacht spektakulaer. Wir beschlossen, die Truppe nach einem Kampfbrieving entscheiden zu lassen.
Markus briefte Ras Katy, natuerlich in den schillerndsten Farben, waehrend ich den Temple briefte, nicht minder farbig, nur etwas kuerzer, die Fische sind schliesslich die gleichen :)
Zum Schluss entschloss sich die Mehrheit der Gruppe fuer den Temple und wir stiegen ins Zodiac, um dorthin gebracht zu werden. Hier endeckten wir eine interessantes Tier. Es sah irgendwie aus, wie ein Wurm, so eine Mischung aus Seeschlange und Qualle.Wir tauften es "Ziehharmonikawurm", weil das Tier sich zusammenziehen konnte. Ich machte ein Foto davon und beschloss, es zwecks Artenbestimmung spaeter Markus zu zeigen. Wie sich heraussstellte, ist es eine Seegurkenart.

Bericht Independence Tour

An dieser Stelle kam mein mitgebrachter Laptop wieder zum Einsatz. Ich hatte diesen und eine Handvoll CDs mit in den Urlaub genommen. Ich wollte von allen die Bilder der Digicams auslesen und am Urlaubsende fuer jeden eine CD brennen. Das war sehr naiv von mir. Die Idee kam zwar super an und jeder rueckte freiwillig seine Bilder heraus, doch zum Schluss sammelten sich 2600 Bilder auf 3.5 GB an! Da reichten meine CDs natuerlich bei weitem nicht mehr.

Bericht Independence Tour

Nach dem Nachttauchgang am Temple gab es Abendessen. Und oben an Deck wurde weiter gequatscht und geratscht. Nach einer Weile meinte ich zu Doris, dass ich schon noch Lust haette, hier doch noch einen Nacht-TG zu absolvieren. Sie war sofort Feuer und Flamme. Frank - nach einigem Zoegern und von der Idee besessen, keinen einzigen TG auszulassen - schloss sich uns an. Wir sprangen gegen 23 Uhr ins Wasser und haben - trotz langweiligem Tauchplatz eine Menge gesehen, so meine ersten beiden spanischen Taenzerinnen, die zwar absolut nicht tanzen wollten, uns aber ihre Gelege praesentierten. Ebenso den ein oder anderen Kugel- und Igelfisch, sowie etliche Rochen. Als wir um 0.30 wieder am Boot waren brannte nur noch das Licht an der Taucherplattform. Alles war ruhig, nur der Generator brummte vor sich hin. Alles schlief, nur ein Besatzungsmitglied doeste halbwach vor sich hin, der arme Kerl musste warten, bis wir zurueck gekommen waren, er hatte den Generator auszuschalten.

Bericht Independence Tour

Bericht Independence Tour

Am naechsten Morgen hatte der Wind weiter aufgefrischt. Wir sprangen bei Ras Umm Sid ins Wasser, als wir um die Ecke herum waren, zog auch die Stroemung an. Am Ende der Tauchzeit aufgetaucht, war die Tauchgruppe zerrissen und es hatte ziemlich hohe Wellen. Die Zodiaccrew hatte Muehe, die Tauchgruppen einzusammeln, weil sie ausserdem darauf achten musste, nicht auf das Riff gedrueckt zu werden. Endlich war die Notfallboje von Nutzen und als letztes Team wurde unsere Dreiergruppe eingesammelt.

Wegen des Windes beschloss die Bootscrew unter Kapitaen Habashi im Schutze der Ras Umm Sid-Bucht zu bleiben, bis das Fruehstueck beendet war, erst dann wuerden wir uns auf den Weg nach Tiran machen. Das war ein weiser Entscheid, denn die Wellen waren teils so hoch, dass das Spritzwasser des eintauchenden Buges einmal bis auf das Sonnendeck gelangen konnte. Ausser Markus konnten es dort im Schlafsack wieder nur zwei weiteren Personen aushalten (hallo Doris!), die dort im Schlafsack verkrochen ein kleines Schlaefchen hielten. Einige andere mussten leider wieder Neptun opfern, denn ein solcher Wellengang behagt etlichen Landrattenmaegen wahrlich nicht.

Bericht Independence Tour

Wir beendeten unsere Safari vor Tiran an den wunderschoenen Riffen, wieder an Plaetzen, an denen moeglichst kein anderes Tauchschiff lag.
Unser Schlusstauchgang fand am Gordon Reef statt. Wir durften so lange Tauchen, wie wir wollten, aber maximal 2 Stunden :), da wir noch zum Hafen zurueck mussten und so haben Doris, Rainer und ich natuerlich die volle Tauchzeit ausgereizt. Da dieser Tag zudem der Nikolaustag war, hatte Doris sich extra ein passendes Utensil zugelegt... :) Der laengste Tauchgang war dies jedoch nicht, zuvor hatte ein Nachttauchgang von 126 Minuten stattgefunden.

Bericht Independence Tour

Am letzten Tag finden nur noch zwei Tauchgaenge statt, damit eine ausreichende Entstaettigungszeit vor dem Fliegen gewaehrleistet ist. Etwas wehmuetig nahmen wir Abschied von den Riffen des Roten Meeres.

Bericht Independence Tour

Wir hatten waehrend der nicht mehr ganz so stuermischen Rueckfahrt dann die Gelegenheit, uns zu stylen. Denn wir wollten am Nachmittag in der Wueste Quad fahren und anschliessend lecker essen gehen. Wie wir nachher bemerkt haben, haetten wir uns das Duschen getrost sparen koennen, denn so eine Wuestenfahrt ist eine staubige Angelegenheit. Da ausserdem die Griffe russgeschwaerzt sind, hatten wir alle mehr oder weniger ausgepraegt schwarze Haende.

Bericht Independence Tour

Bericht Independence Tour

Beim Asiaten hat man uns trotzdem bedient :) und im Freifluftkaffee hat dann jeder sein Getraenk und seine Shisha erhalten.

Bericht Independence Tour

Um 9 Uhr mussten wir am naechsten Morgen von Bord, damit das Schiff fuer die naechste Truppe, die in wenigen Stunden eintreffen wuerde, parat gemacht werden konnte.

Den Vormittag konnten wir am Pool des Hotels Cleopatra und seinem eiskalten Pool verbringen, bevor wir zum Flughafen gebracht wurden. Dort fand der herzzerreissende Abschied von Markus und den anderen statt. Independence, ich komme wieder, der naechste Vollcharter ist schon gebucht und einige der Teilnehmer von dieser Runde kommen auch dann wieder mit! Wenn das nicht das groesste Lob fuer die Betreiber und die Crew ist!

Wehmutstropfen bleibt noch, dass Markus' Unterwassergehaeuse einen Riss bekommen hatte. Auch wenn es Glueck war, dass ihm seine Videokamera nicht abgesoffen ist, ist es doch traurig, dass wir so kein Video von der Gruppe hatten. Alles, was uns bleibt, sind 2600 Bilder :)

Unser aller Dank gilt Markus, der es wieder einmal geschafft hat, die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Zudem waren unsere Tauchgaenge so geplant, dass wir fast nirgendwo den Tauchgang mit anderen Gruppen teilen mussten. Dies gilt natuerlich insbesondere fuer die Wracktauchgaenge!

Hier noch ein paar Eckdaten zur M/Y Independence:

Stapellauf: Ende 2000
Laenge: 24m
Breite: 6.5m
5 Kabinen fuer je 2 Personen + 2 Deckschlaeferplaetze

Bericht Independence Tour

Bericht Independence Tour

Motor: 480 PS
Generator: 40kW (nur ueber Nacht ausgeschaltet, so dass genug Strom fuer Lampen etc. zur Verfuegung steht)
Ausstattung: Klimaanlage im Salon und den Kabinen, TV, DVD Player, CD-Player, Radio, 40qm-Sonnendeck, schalldichter Kompressor, Nitroxmischanlage, 30x 12l Aluflaschen mit vorwiegend DIN Anschluessen, 6.5m (150 PS) Zodiac.
Letzter Trockendockaufenthalt: Januar 2005

Im Preis inbegriffen sind: Vollpension mit Tee, Kaffee, stillem Wasser, Tauchguide, Non-limit Tauchen mit Luft, Transfer.

Zusatzkosten: Visum (15$), Ras Mohammed Schutzgebuehr (5$/Tag), Non limit EAN (70 Euro/Woche), sonstige Softdrinks (5 Euro/Tag oder 20 Euro/Woche), Bier (1.50 Euro/Dose), Quadfahren (25 Euro) und sonstige Angebotene Wassersportaktivitaeten, wie Wakeboard, Wasserski und Monstertube, zu denen unsere Gruppe leider wegen der kurzen Tage nicht gekommen ist, da wir es vorgezogen haben, lieber 3 TG am Tag zu machen.


WICHTIGER HINWEIS:

Im März veranstaltet Taucher.Net in Zusammenarbeit mit den Eignern der Independence, Markus Ebert und Frank Jahrsdoerfer, ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es:

1. Preis: 2 Personen eine Woche Safari auf der Independence
2. Preis: 1 Person eine Woche Safari auf der Independence
3. Preis: 1 AOWD Kurs ohne Schulungsmaterialien
4. Preis: 1 Nitrox Kurs ohne Schulungsmaterialien
5. - 8. Preis: DVD "Die besten Tauchspots im Roten Meer"
9.-15. Preis: Independence T-Shirt

Es lohnt sich also, Teilzunehmen!

© 2005 Text Jessica Brühl
Bilder © Jessica Brühl, Michi Böhm, Frank Spengler/Britta Friedrichs, Dirk Hüll und Heike Skamper
© 2005 Bild Anflug auf Sharm von Uli Mösslang



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Foto von geo2810

Weitere Infos zum Tauchen in
Dschibuti




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