Ich sitze im
Flieger, Anflug auf Sharm el Sheikh.
Zu meiner Linken sehe ich die Wueste und das Gebirge, zu meiner Rechten
Tiran Island und das Rote Meer. Stetig sinkt das Flugzeug. Noch 50m,
noch 30, noch 10... RUMMS. Mit einem wirklich harten Ruck setzen wir
auf der Landebahn auf. Man hört ein Schnaufen durch die Reihen gehen,
irgendwo sagt jemand "Uff". Offensichtlich bin ich nicht die einzige,
die eine solche harte Landung das erste mal erlebt.
Nun meldet sich die Flugbegleiterin mit dem ueblichem "Willkommen in
Sharm el Sheikh" und der Bitte, doch so lange angeschnallt sitzen zu
bleiben, bis das Flugzeug seine endgültige Parkposition erreicht habe.
Waehrend wir Richtung Terminal rollen, meldet sich tatsaechlich noch
einmal der erste Offizier, der die Maschine gesteuert hatte: "Meine
Damen und Herren, der Kapitän hat mich gebeten, sich noch einmal bei
Ihnen zu melden. Er meinte soeben zu mir, auch dem besten Koch wuerde
wohl mal ein Schnitzel aus der Pfanne fallen..." und setzt zu einer
Erklärung ueber unerwartete Querwinde kurz ueber der Landebahn an. Nun
sind die Fluggäste wieder beruhigt und es kann in den Urlaub gehen.
Kaum dem Flieger entstiegen begebe ich mich mit meinen beiden
Mitreisenden auf meiner Maschine zum Bankschalter, um das Visum
käuflich zu erwerben und noch etwas Geld zu wechseln. Am Gepäckband
treffen wird dann auch schon die nächsten drei.
Da ich dieses mal das komplette Boot gechartert hatte, war ich in der
glücklichen Lage, schon fast alle Teilnehmer zu kennen.
Vor dem Terminal wartet schon Markus, einer der beiden Eigner der
Independence auf uns um unser Gepäck in einer interessanten
Stapelaktion auf den Pickup zu laden. Nachdem alle beisammen sind,
steigen wir in einen Minibus und es geht los zum Hafen von Sharm el
Sheikh, wo wir die Independence in Beschlag nehmen. Waehrend wir ein
kurzes Bootsbriefing erhalten, schafft die Crew unser Gepäck herbei
und wir erhalten ein Erfrischungsgetränk und ein Platte voll
überbackener Toasts. Alle greifen hungrig und durstig zu. Als die
Koffer und das Tauchgepäck eingetroffen sind, beginnen alle
auszupacken. Die Kleidung unter Deck, in die vier Doppelkabinen und die
(Hochzeits-)Suite mit Doppelbett und das Tauchgeroedel in die Boxen
unter den Sitzbänken.
Je zwei Kabinen teilen sich ein Bad mit Dusche und WC, welches deswegen
eine wirklich angenehme Größe hat. Nicht so beengt, wie man es sonst
gewöhnt ist. Jede Kabine sowie der Salon verfuegen über eine
Klimaanlage.
Dann erklimmen wir gemeinsam das Oberdeck. Während wir auf die
Auslaufgenehmigung warten, machen sich die Teilnehmer untereinander
bekannt.
Wie ich feststelle, ist Habashi auch diesmal der Captain. Immerhin bin
ich schon das zweite Mal auf der Independence. Und ein anderes
Crewmitglied ist mir sogar von einem anderen Safariboot bekannt.
An dieser Stelle muss ich mein Versprechen einloesen, dass ich Habashi
gegeben habe:
Er hat sich am letzten Tag extra rasiert (!) und in eine ordentliche
maennliche Pose fuer ein Portrait gestellt. Ich musste ihm versprechen,
sein Bild ganz oben in den Bericht zu stellen und dann erst das von
Markus :) Natuerlich loese ich dieses Versprechen gerne ein.
Habashi - rasiert und in Pose
Diesmal dauert es mehrere Stunden, bis die Genehmigung endlich erteilt
wurde. So ist die Dunkelheit und damit eine nicht unerhebliche Kuehle
schon hereingebrochen. Die meisten packen ihre Kapuzenshirts, die
Skiunterwaesche oder den Jogginganzug aus. Manch einer wickelt sich
sogar schon in den mitgebrachten Schlafsack. Ilona hat sogar eine
Wollmuetze dabei.
Wir laufen aus und ankern in der naechstgelegenen Bucht fuer die Nacht.
Wer moechte, kann hier noch einen kleinen
Bleimengen-Bestimmungs-Nachttauchgang machen und tatsaechlich finden
sich einige, die dies wuenschen.
Recht frueh gehen die meisten zu Bett, da kaum einer laenger als bis 4
Uhr geschlafen hat.
Ich selbst schlafe mit einer handvoll unverwuestlicher Helden auf dem
Sonnendeck. So weckt mich auch gleich die erste Morgenroete um kurz
nach 5. Ein fantastischer Sonnenaufgang erwartet mich und die anderen,
die schon wach sind.
Gegen 7 erwacht allgemein das Leben an Bord. Der Generator wird
angeworfen und Markus ruft nach kurzer Zeit zum Briefing fuer den
ersten Tauchgang, waehrend die Leinen losgemacht werden und wir
Richtung Ras Za'atar fahren, wo unser Morgentauchgang stattfinden wird.
Fast alle Nutzen die Moeglichkeit Nitrox zu tauchen. Non limit EAN
kosten 70 Euro/Woche. Die Indy verfuegt ueber einen Schallgeschuetzen
Kompressor und eine Nitroxmischanlage. Grundsaetzlich wird ein 32er Mix
gefuellt, auf Wunsch sind auch andere Gemische moeglich. Wer kein
Nitroxbrevet hat, kann nach wie vor mit Luft tauchen oder dieses an
Bord erwerben. Getaucht wird mit 12l Aluflaschen. Wenn jemand eine
groessere Flasche benoetigt, braucht er dieses nur rechtzeitig
mitzuteilen, sie wird dann fuer einen geringen Preiszuschlag
rechtzeitig gemietet. Dies sind dann in der Regel allerdings nur
Pressluftflaschen. Fast alle Flaschen sind DIN, es gibt vereinzelt auch
INT-Ventile. Wer INT benoetigt, sollte sich seinen Adapter selbst
mitbringen.
Kleine Hoehle am Tauchplatz Jackfish Alley
Nachdem unser Driftdive an Ras Za'atar beendet ist, widmen sich alle
hungrig dem Fruehstueck und die ersten Taucherlebnisse werden
ausgetauscht. "Boah, hast Du schon mal soooooo Gorgonien gesehen?"
Fuer einige Teilnehmer ist es der erste Tauchurlaub ueberhaupt, fuer
andere der erste in Aegypten. Dementsprechend enthusiastisch sind die
Reaktionen derer, die noch nie Warmwasserfische gesehen haben. Wir
verbringen den ganzen Tag in Ras Mohammed, koennen am Yolanda Reef
allerdings leider nicht bis zu den Ueberresten des Wracks
(Toilettenschuesseln, Waschbecken, der B MW des Kapitaens) vordringen,
weil uns eine recht starke Stroemung entgegen schlaegt. Immerhin laesst
sich der Standorttreue Napoleon und ein Barrakudaschwarm blicken.
Beliebte Spiele: Muehle und Vier gewinnt
Der ein oder andere murrt schon ein wenig, bei unserem Tauchpensum von
3 TG + 1 Nachttauchgang. Natuerlich ist niemand gezwungen, aber
entgehen lassen will sich zumindest die Tagtauchgaenge auch kaum
jemand. Das Problem ist die einbrechende Winterzeit. Geht die Sonne
zwar recht frueh auf, geht sie aber auch genau so schnell wieder unter.
Um 17h ist es bereits dunkel. Da in der Regel niemand vor 7 Uhr
aufstehen will, wird es muehsam, 3 TG von etwa 1 Std. Dauer, Mahlzeiten
und Oberflaechenpausen in den verbleibenden Tagstunden unter zu
bringen. Sogar Markus meint irgendwann einmal: "Mensch, was seid ihr
denn alle so tauchgeil? Zwei gemuetliche Tauchgaenge am Tag wuerden
doch reichen." Aber er versteht auch, dass es fuer viele die letzten
Tauchgaenge sein werden, bevor sie erst nach der Winterpause wieder mit
dem Tauchen beginnen werden. Aber wenn man aus dem Wasser kommt, danach
Fruehstueckt und sich anschliessend auf das Sonnendeck legt und schon
nach einer guten Stunde wieder zum Briefing gerufen wird... dann ist
das manchmal schon hart :) Freizeitstress eben.
Nachdem wir Ras Mohammed abgehakt haben, fahren wir auf die andere
Seite der Strasse von Gubal, zunaechst zum Small Crack, wo unsere
Tauchgruppe den Sicherheitsstopp zusammen mit einer fressenden
Schildkroete absolviert. Anschliessend betauchen wir die Ghiannis D.,
ein interessantes Wrack und den versunkenen Kabelleger am Bluff Point
vor Gubal Island, wo wir auch die Nacht verbringen werden.
Wenn der Wind uns hold bleibt, verspricht Markus uns ein besonderes
Highlight fuer den naechsten Tag: Das Wrack der Rosalie Moeller. Dieses
liegt in einer Bucht, in die normalerweise der Wind hineinblaest und
Wellen aufbaut. Mit etwas Pech kommt man aus dieser Bucht dann nicht
mehr heraus, bis der Wind abgeflaut hat. Er selbst habe dort schon
einmal vier Tage verbringen muessen.
Aber weil wir alle Glueckskinder sind, koennen wir in die Bucht
einfahren und die Rosalie Moeller betauchen. Es ist noch recht frueh am
Morgen und kein anderes Tauchboot weit und breit. Wie zuvor auch an der
Ghiannis D. koennen wir das Wrack ganz fuer uns allein geniessen.
Nach dem Fruehstueck fahren wir Shag Rock an und betauchen die
Sara H., an der wir Bekanntschaft mit einigen aggressiven Doktorfischen
machen, die ihr Revier verteidigen. Sie gehen auch ziemlich
unbeeindruckt auf Flossen los. Ich selbst kriege einen nicht
unerheblichen Schreck, als ich einen Doktorfisch dabei fotographiere,
wie er Markus' Flosse attackiert. Als ich die Kamera sinken lasse, ist
der zweite Doktorfisch gerade mitten im Scheinangriff auf mein Gesicht
und kommt diesem auch verdammt nah.
Nach dem Mittagessen ueberlegen wir, ob der dritte) Tauchgang
nicht an der Thistlegorm stattfinden soll. Wir fahren weiter Richtung
Norden und beobachten am Ziel angekommen, dass kein einziges Boot dort
liegt. Geankert wird in der gegenueberliegenden Lagune Sha'ab Ali und
wir diskutieren, ob wir es wagen sollen. Alle Taucher, besonders die
Rotmeer-Neulinge, wollen unbedingt zu der beruehmten Thistlegorm. So
halten wir unser Briefing ab, roedeln an und steigen ins 7m lange
Zodiac, in dem 12 Taucher + Guide + 2 Mann Besatzung Platz finden. Mit
einem Tragbaren GPS Geraet versuchen Markus und einer unserer
Mittaucher, Alexander, die Thistlegorm zu orten. Wir kreisen herum, die
Aegypter schuetteln die Koepfe, hier sei das nie und nimmer, das waere
viel weiter noerdlich... doch endlich finden wir die GPS Koordinaten.
Markus springt ins Wasser und tatsaechlich - das ersehnte Wrack liegt
unter ihm, so kann er die Leine am Schiff befestigen. Da es leider
schon recht spaet ist, bleibt uns nur noch eine Tauchzeit von 45 min +
Deko, wenn wir noch vor der Dunkelheit wieder im Zodiac sein wollen. So
beeilt sich dann auch jeder, endlich ins Wasser zu kommen. Am Wrack
herrscht herrliche Stille. Kein Taucher, ausser die aus unserer Gruppe
weit und breit. Wir umrunden gemuetlich das Wrack und ich kriege fast
einen Lachkrampf, als Helmut sich auf das 45 Grad schraegliegende Heck
stellt, sich hinter das Geschuetz stellt und gekonnt in Position geht.
Da es mittlerweile ruhig ist am Wrack, ist auch die Schildkroete in
Position und versucht zu schlafen. Sie versucht sichtlich ungehalten,
ihren Kopf vor den Zahlreichen Tauchlampen zu verstecken. Wir entdecken
ausserdem einen Teppichkrokodilfisch, der uns auf dieser Safari noch
oefter begleiten soll, Seenadeln und grosse Fledermausfische.
An diesem Abend frischt der Wind merklich auf. Die meisten
Sonnendeckschlaefer ziehen sich entweder in die Kabine zurueck oder
schlafen am Boden des Oberdecks, im Windschutz der Reling oder der
Baenke. Nur zwei unerschrockene (hallo Doris!) halten es auch den Rest
der Woche ganz vorne aus. Wozu kann man sich schliesslich ganz in
seinen Schlafsack verkriechen?
Am Morgen werden wir sehr frueh geweckt, wir wollen noch einen zweiten
Tauchgang an der Thistlegorm machen - und zwar bevor die Safari und
insbesondere die Tagesboote dort eintreffen. So waren wir bereits vor 7
Uhr im Wasser. Diesmal ankerte die Independence selbst am Wrack.
Wiederum waren wir ganz allein und es herrschte keine Stroemung. Ich
zeigte meiner Tauchpartnerin, die unter Wasser eben so klaustrophobisch
ist, wie ich, einige ausgewaehlte Ladereaeume, in die ich selbst auch
angstfrei gehe, weil ich weiss, der Ausgang ist nah. So kam auch sie
nicht um den genuss der Motorraeder und LKW.
So sehr ich die Stille am Wrack doch genossen habe, eines habe ich
bedauert: Ich konnte meinen gedanklichen Memoiren keine weiteren
obskuren Geschichten zum Thema "Was man so alles sieht, wenn man an der
Thistlegorm an der Dekoleine haengt" hinzufuegen.
Nun sollte es so langsam aber sicher in Richtung Tiran
gehen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen halben Tag an Ras
Mohammed verbracht. Die Nacht ankerten wir wieder nahe dem Sharmer
Hafen, in Ras Katy. Hier ging dann auch auch die grosse Diskussion
zwischen mir und Markus los: Wo soll der Nachttauchgang stattfinden?
Ras Katy oder am Temple? Ich persoenlich finde Ras Katy nicht sehr
spannend, der Temple ist mit seinen gewaltigen Korallensaeulen
wenigstens in der Nacht spektakulaer. Wir beschlossen, die Truppe nach
einem Kampfbrieving entscheiden zu lassen.
Markus briefte Ras Katy, natuerlich in den schillerndsten Farben,
waehrend ich den Temple briefte, nicht minder farbig, nur etwas
kuerzer, die Fische sind schliesslich die gleichen :)
Zum Schluss entschloss sich die Mehrheit der Gruppe fuer den Temple und
wir stiegen ins Zodiac, um dorthin gebracht zu werden. Hier endeckten
wir eine interessantes Tier. Es sah irgendwie aus, wie ein Wurm, so
eine Mischung aus Seeschlange und Qualle.Wir tauften es
"Ziehharmonikawurm", weil das Tier sich zusammenziehen konnte. Ich
machte ein Foto davon und beschloss, es zwecks Artenbestimmung spaeter
Markus zu zeigen. Wie sich heraussstellte, ist es eine Seegurkenart.
An dieser Stelle kam mein mitgebrachter Laptop wieder zum Einsatz. Ich
hatte diesen und eine Handvoll CDs mit in den Urlaub genommen. Ich
wollte von allen die Bilder der Digicams auslesen und am Urlaubsende
fuer jeden eine CD brennen. Das war sehr naiv von mir. Die Idee kam
zwar super an und jeder rueckte freiwillig seine Bilder heraus, doch
zum Schluss sammelten sich 2600 Bilder auf 3.5 GB an! Da reichten meine
CDs natuerlich bei weitem nicht mehr.
Nach dem Nachttauchgang am Temple gab es Abendessen. Und oben an Deck
wurde weiter gequatscht und geratscht. Nach einer Weile meinte ich zu
Doris, dass ich schon noch Lust haette, hier doch noch einen Nacht-TG
zu absolvieren. Sie war sofort Feuer und Flamme. Frank - nach einigem
Zoegern und von der Idee besessen, keinen einzigen TG auszulassen -
schloss sich uns an. Wir sprangen gegen 23 Uhr ins Wasser und haben -
trotz langweiligem Tauchplatz eine Menge gesehen, so meine ersten
beiden spanischen Taenzerinnen, die zwar absolut nicht tanzen wollten,
uns aber ihre Gelege praesentierten. Ebenso den ein oder anderen Kugel-
und Igelfisch, sowie etliche Rochen. Als wir um 0.30 wieder am Boot
waren brannte nur noch das Licht an der Taucherplattform. Alles war
ruhig, nur der Generator brummte vor sich hin. Alles schlief, nur ein
Besatzungsmitglied doeste halbwach vor sich hin, der arme Kerl musste
warten, bis wir zurueck gekommen waren, er hatte den Generator
auszuschalten.
Am naechsten Morgen hatte der Wind weiter aufgefrischt. Wir sprangen
bei Ras Umm Sid ins Wasser, als wir um die Ecke herum waren, zog auch
die Stroemung an. Am Ende der Tauchzeit aufgetaucht, war die
Tauchgruppe zerrissen und es hatte ziemlich hohe Wellen. Die Zodiaccrew
hatte Muehe, die Tauchgruppen einzusammeln, weil sie ausserdem darauf
achten musste, nicht auf das Riff gedrueckt zu werden. Endlich war die
Notfallboje von Nutzen und als letztes Team wurde unsere Dreiergruppe
eingesammelt.
Wegen des Windes beschloss die Bootscrew unter Kapitaen Habashi im
Schutze der Ras Umm Sid-Bucht zu bleiben, bis das Fruehstueck beendet
war, erst dann wuerden wir uns auf den Weg nach Tiran machen. Das war
ein weiser Entscheid, denn die Wellen waren teils so hoch, dass das
Spritzwasser des eintauchenden Buges einmal bis auf das Sonnendeck
gelangen konnte. Ausser Markus konnten es dort im Schlafsack wieder nur
zwei weiteren Personen aushalten (hallo Doris!), die dort im Schlafsack
verkrochen ein kleines Schlaefchen hielten. Einige andere mussten
leider wieder Neptun opfern, denn ein solcher Wellengang behagt
etlichen Landrattenmaegen wahrlich nicht.
Wir beendeten unsere Safari vor Tiran an den wunderschoenen Riffen,
wieder an Plaetzen, an denen moeglichst kein anderes Tauchschiff lag.
Unser Schlusstauchgang fand am Gordon Reef statt. Wir durften so lange
Tauchen, wie wir wollten, aber maximal 2 Stunden :), da wir noch zum
Hafen zurueck mussten und so haben Doris, Rainer und ich natuerlich die
volle Tauchzeit ausgereizt. Da dieser Tag zudem der Nikolaustag war,
hatte Doris sich extra ein passendes Utensil zugelegt... :) Der
laengste Tauchgang war dies jedoch nicht, zuvor hatte ein
Nachttauchgang von 126 Minuten stattgefunden.
Am letzten Tag finden nur noch zwei Tauchgaenge statt, damit eine
ausreichende Entstaettigungszeit vor dem Fliegen gewaehrleistet ist.
Etwas wehmuetig nahmen wir Abschied von den Riffen des Roten Meeres.
Wir hatten waehrend der nicht mehr ganz so stuermischen Rueckfahrt dann
die Gelegenheit, uns zu stylen. Denn wir wollten am Nachmittag in der
Wueste Quad fahren und anschliessend lecker essen gehen. Wie wir
nachher bemerkt haben, haetten wir uns das Duschen getrost sparen
koennen, denn so eine Wuestenfahrt ist eine staubige Angelegenheit. Da
ausserdem die Griffe russgeschwaerzt sind, hatten wir alle mehr oder
weniger ausgepraegt schwarze Haende.
Beim Asiaten hat man uns trotzdem bedient :) und im Freifluftkaffee hat
dann jeder sein Getraenk und seine Shisha erhalten.
Um 9 Uhr mussten wir am naechsten Morgen von Bord, damit das Schiff
fuer die naechste Truppe, die in wenigen Stunden eintreffen wuerde,
parat gemacht werden konnte.
Den Vormittag konnten wir am Pool des Hotels Cleopatra und seinem
eiskalten Pool verbringen, bevor wir zum Flughafen gebracht wurden.
Dort fand der herzzerreissende Abschied von Markus und den anderen
statt. Independence, ich komme wieder, der naechste Vollcharter ist
schon gebucht und einige der Teilnehmer von dieser Runde kommen auch
dann wieder mit! Wenn das nicht das groesste Lob fuer die Betreiber und
die Crew ist!
Wehmutstropfen bleibt noch, dass Markus' Unterwassergehaeuse einen Riss
bekommen hatte. Auch wenn es Glueck war, dass ihm seine Videokamera
nicht abgesoffen ist, ist es doch traurig, dass wir so kein Video von
der Gruppe hatten. Alles, was uns bleibt, sind 2600 Bilder :)
Unser aller Dank gilt Markus, der es wieder einmal geschafft hat, die
Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Zudem waren
unsere Tauchgaenge so geplant, dass wir fast nirgendwo den Tauchgang
mit anderen Gruppen teilen mussten. Dies gilt natuerlich insbesondere
fuer die Wracktauchgaenge!
Hier noch ein paar Eckdaten zur M/Y
Independence:
Stapellauf: Ende 2000
Laenge: 24m
Breite: 6.5m
5 Kabinen fuer je 2 Personen + 2 Deckschlaeferplaetze
Motor: 480 PS
Generator: 40kW (nur ueber Nacht ausgeschaltet, so dass genug Strom
fuer Lampen etc. zur Verfuegung steht)
Ausstattung: Klimaanlage im Salon und den Kabinen, TV, DVD Player,
CD-Player, Radio, 40qm-Sonnendeck, schalldichter Kompressor,
Nitroxmischanlage, 30x 12l Aluflaschen mit vorwiegend DIN Anschluessen,
6.5m (150 PS) Zodiac.
Letzter Trockendockaufenthalt: Januar 2005
Im Preis inbegriffen sind: Vollpension mit Tee, Kaffee, stillem Wasser,
Tauchguide, Non-limit Tauchen mit Luft, Transfer.
Zusatzkosten: Visum (15$), Ras Mohammed Schutzgebuehr (5$/Tag), Non
limit EAN (70 Euro/Woche), sonstige Softdrinks (5 Euro/Tag oder 20
Euro/Woche), Bier (1.50 Euro/Dose), Quadfahren (25 Euro) und sonstige
Angebotene Wassersportaktivitaeten, wie Wakeboard, Wasserski und
Monstertube, zu denen unsere Gruppe leider wegen der kurzen Tage nicht
gekommen ist, da wir es vorgezogen haben, lieber 3 TG am Tag zu machen.
WICHTIGER HINWEIS:
Im März veranstaltet Taucher.Net in Zusammenarbeit mit den
Eignern der Independence, Markus Ebert und Frank Jahrsdoerfer, ein
Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es:
1. Preis: 2 Personen eine Woche Safari auf der Independence
2. Preis: 1 Person eine Woche Safari auf der Independence
3. Preis: 1 AOWD Kurs ohne Schulungsmaterialien
4. Preis: 1 Nitrox Kurs ohne Schulungsmaterialien
5. - 8. Preis: DVD "Die besten Tauchspots im Roten Meer"
9.-15. Preis: Independence T-Shirt
Mit anderen Tauchern chatten? Das geht? Klar - auf unserer Chat-Seite! Hier sind regelmäßig viele Taucher versammelt, die über alle sinnvollen oder sinnlosen Themen rund ums Tauchen diskutieren. Schau doch einfach mal rein!
Dive Expert-Tours , Südafr.. (12.05.2013) Ich habe vom 02.04. bis zum 09.04.2013 das Angebot vom Dive Expert „Sardinen Run“ in Port Elizabeth Süd Afrika bei Rainer Schimpf gebucht. Rainer hält was er verspricht, neben der sehr familiären (mehr) Clownfish Travel (29.04.2013) Auch ich kann nur sagen: alle Flossen hoch für Clownfish Travel! Für uns war es die erste Philippinen-Reise, daher wussten wir nicht genau, was wir überhaupt erwarten können. Harry hat auf unsere (mehr) SAM Reisen (26.04.2013) Wir waren vom 11.-18.04.2013 auf der Quick Shadow/ Safari südliches Rotes Meer unterwegs – gebucht über SAMreisen. Die Abwicklung mit SAMreisen war, wie immer super und ohne Probleme. Was nicht (mehr)
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