Der wunderschöne Archipel Palau bietet alles,
was sich abenteuerlustige Taucher wünschen können – Wracks, Drift-Tauchgänge,
Blue Holes und gigantische Höhlen. Der einzige Nachteil dieses pazifischen
Paradieses besteht darin, dass es soweit entfernt ist. Wer aber einmal dort
war, möchte nie wieder weg.
In Palau zu tauchen ist einfach fantastisch: spektakuläre Drop-offs,
zahlreiche Raubfische, wirbelnde Flossen von Barrakudas. Jackfish und
anderen Großfischen. Der berühmte Blue Corner ist vielleicht das
schönste Tauchrevier der Erde.
Geographische Daten
Der Palau-Archipel besteht aus mehr als 300 Inseln. Dabei handelt es sich
um die Spitzen einer Gebirgskette, die sich vor etwa 35 Millionen Jahren
vom Grund des Ozeans erhob, als die Pazifische und die Philippinische Platte
der Erdkruste aufeinander stießen. Die Bedeutung dieses geologischen
Phänomens besteht für den Taucher darin, dass die Inseln aus einem
Gemisch aus Vulkangestein und porösem Kalkstein bestehen - ideal für
die Bildung großer Korallenriffe und tunnelähnlicher Systeme,
die in wie Kathedralen anmutende, riesige Hohlen führen.
Palau (früher Belau) liegt am westlichen Ende der Karolineninseln
von Mikronesien. Die Wirtschaft dieses kleinen Staates, der erst 1994 die
vollständige Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten erlangte,
ist stark vom Tauchtourismus abhängig, besonders von zahlungskräftigen
Besuchern. Regierung, Tauchleiter und Fischer bilden ein Netzwerk lokaler
Initiativen und setzen sich für eine sorgfältige Überwachung
der stark betauchten Riffe und Wracks ein, um die Einzigartigkeit der Unterwasserwelt
von Palau zu schützen und so dieses Mekka der Taucher aus aller Welt
zu erhalten. Die Inseln mit ihrer Hauptstadt Koror auf Arakabesan haben
nur etwa 17000 Einwohner.
Maritimes Leben
Eines der artenreichsten Korallenriffe der Welt bedeckt die Schluchten
und Felswände der Inseln. Etwa 700 Korallen-, 1500 Fisch- und 700 Vogelarten
sind hier heimisch. Dieser ökologische Reichtum wird durch eine Verbindung
von alter Tradition und moderner Gesetzgebung bewahrt.
Die Einheimischen sind stolz auf ihre Fertigkeiten beim Fischen und befolgen
alte Regeln, die so genannten bul, die den Fischbestand erhalten und Laichgebiete
schützen. Es ist gesetzlich verankert, dass ausgewiesene Gebiete von
den Koror State Rangers überwacht werden, die speziell für den
Schutz dieses empfindlichen Ökosystems gegründet wurden.
Eine Attraktion Palaus ist die große Zahl von Spots, die nur eine
kurze Bootsfahrt von den Haupttauchzentren entfernt liegen. Wracks wie die
Bichu Maru und die Iro sind gut erhaltene Überbleibsel der Schlachten
des Zweiten Weltkriegs und zerknautschte Flugzeugrümpfe bedecken den
Meeresgrund. Wo das Inselplateau in die Tiefen des Ozeans abfällt, können
sie fantastisches Wall-Diving erleben. Die besten Stellen sind Blue Corner,
die Ngmelis Wall und der Big Drop-off. Meist handelt es sich um Drift-Tauchgänge,
aber die geschützten Atolle Pinchers Lagoon und Kayangel können
auch weniger erfahrene Taucher erkunden.
Die Inseln sind von Höhlen zerfressen und man findet beeindruckende
Stalaktitenformationen in Chan-delier Cave, Sias Tunnel, und eine gigantische,
einer Kathedrale gleichen Höhle in Blue Holes. Bei fast jedem Tauchgang
begegnet man Großfischen. Für echte Haifans sind Shark Alley
und Blue Corner ein Muss: Es sind zwei ideale Plätze, um das Leben am Ende
der Nahrungskette zu beobachten: von pirschenden Haien bis zu vorbei gleitenden
Mantarochen.
Hier ist Weltklasse-Tauchen möglich! Der Reichtum des maritimen Lebens
ist hier überall von hoher Qualität. Er umfasst prächtige
Korallenriffe und garantiert Begegnungen mit Großfischen. Blue Corner
befindet sich am Rand des seichten Plateaus im Südwesten von Ngeru-kewid
(Seventy Islands). Es wird von kräftigen Strömungen umspült,
die für ein unglaublich reichhaltiges Nahrungsangebot sorgen. Der Spot
ist Fortgeschrittenen zu empfehlen. Taucher müssen sich am Riff einhaken,
zum Beispiel an abgestorbenen Korallen oder eigens dafür angebrachten
Riffhaken, um die Grauen- und Weißspitzenriffhaie beobachten zu können,
die im kristallklaren Wasser am Rande des Drop-offs schweben. Die Sichtweite
kann hier bis zu 45 m, mitunter aber auch nur (sic!) 18 m betragen. Neben Haien
gibt es Königs-, Dickkopf- und Blauflossen-Makrelen sowie Hundezahn-Thunfische.
Weiter vom Rand entfernt findet man Napoleon-Lippfische, Löwenfische,
Gefleckte Adlerrochen, den allgegenwärtigen Clownfisch und viele andere
bekannte Arten.
Der Spot endet mit einem Dekompressionsstopp, bei dem man von der Riffplatte
in das blaue Wasser gelangt und sich zusammen mit Dunkelflossen-Barrakudas
und anderen rein pelagischen Arten treiben lässt.
DAS WRACK DER BICHU MARU
10-40 m
Fortgeschrittene Anfänger
Wracks bedecken den Meeresgrund rund um die Palau-Inseln. Sie sind Überbleibsel
der schweren Kämpfe zwischen amerikanischen und japanischen Truppen
im Zweiten Weltkrieg. Eines der schönsten Wracks ist die Bichu Maru,
ein 110 m langes Armee-Transportschiff, das auf seiner Backbordseite in 40
m Tiefe liegt. Das Wrack ist gut erhalten, die Steuerbordreling befindet
sich in etwa 10 m Tiefe.
Die am 30. März 1944 von amerikanischen Bombern versenkte Bichu Maru
ist zwar beschädigt, aber es lohnt ein Tauchgang zum noch erhaltenen
Deckaufbau und in den Rumpf des Schiffs. Die Frachträume sind leer,
sodass Taucher tief in das Innere bis in den Maschinenraum mit seinen Rohren
und Ventilen gelangen können. In der Kombüse direkt dahinter liegen
noch immer Gaskocher, Kessel und Pfannen herum und wenn sie nach draußen
zurückkehren, sollten sie im Sand unter dem Wrack nach unzerbrochenem
Porzellan suchen, das beim Sinken aus der Kombüse gespült wurde.
Um den Schiffsrumpf herum wirbeln kleine Harlekin-Süßlippen,
Sechsbinden-Kaiserfische und Achtbindengaukler. Wunderschöne Peitschenkorallen
wachsen auf dem Steuerbord-Anker. Auf Deck ist die
beeindruckende Nacktschnecke
Glossodoris egretta
besonders häufig.
JELLYFISH LAKE
Schnorcheln
Alle Erfahrungsstufen
Die Geologie von Palau mit seinen Tunnelsystemen und Höhlen im porösen
Gestein bietet ideale Voraussetzungen zur Bildung von Binnenseen. Jellyfish
Lake ist einer von 70 solcher Seen, die über den Archipel verteilt sind.
In mehreren leben Quallen, doch Jellyfish Lake ist der einzige, der für
Touristen zugänglich ist.
Der meistfotografierte Spot in Palau hat sich zu einer echten Attraktion
entwickelt, die niemand verpassen darf. Das Erlebnis, inmitten unzähliger
Quallen zu tauchen, die zum Glück keine Nesselkapseln haben, ist wirklich
einzigartig. Hier leben auch Populationen von Kardinalfischen, Meergrundeln,
kleinen Köderfischen, Krabben, Muscheln und Schwämmen. Kurz gesagt
findet der Taucher hier etwas völlig anderes als an den üppigen Korallenriffe
und Drop-offs.
Ein weiterer beeindruckender Spot, der ein spektakuläres Höhlensystem
mit an allen Stellen sicherem Zugang zur Oberfläche bietet. Die Blue
Holes sind eine tolle Ergänzung zu den erstklassigen Attraktionen von
Blue Corner. Etwas im Norden von Blue Corner befinden sich mehrere große
Öffnungen in der flachen Oberfläche des Riffs. Bei ruhigen Bedingungen
kann man direkt durch diese Öffnungen tauchen, an raueren Tagen können
die Blue Holes durch einen großen Eingang etwas weiter unten in der
Riffwand erreicht werden.
Der Taucher schwimmt einen langen Gang entlang, dessen Wände mit Hydroidpolypen
bedeckt sind, und gelangt in einen großen, offenen Raum, den vier
riesige Lichtsäulen zu stützen scheinen. Obwohl es hier bis auf
Fahnenbarsche und Mondsichel-Lippfische nur wenige Tiere zu sehen gibt,
bleibt es ein unvergessliches Erlebnis, durch die Höhlen zu tauchen,
in denen das von oben durch die Eingänge dringende Licht die schroffen
Felsen des Grundes umspielt. Durch die großen Öffnungen in der
Höhlendecke hat man direkten Zugang zur Oberfläche. Zur Abrundung
des Tauchgangs lässt man sich am besten durch eine der Öffnungen
treiben und taucht die Riffwand entlang bis nach Blue Corner.
DER „TEMPLE OF DOOM"
40 m
Profis
Unterhalb von Blue Corner, am hinteren Ende der Blue Holes, liegt der Eingang
zum Temple of Doom, einer riesigen Höhle, die sich über mehr als
100 m unter dem Riff erstreckt. Während alle anderen Höhlentauchgänge
auf dem Archipel von geringerem Schwierigkeitsgrad und damit auch für
weniger Erfahrene geeignet sind, ist der Temple of Doom, also „Schicksalstempel,"
wie der Name verrät, zweifellos nur qualifizierten und erfahrenen Tauchern
zu empfehlen. Hat man einmal den schmalen Eingang passiert, gibt es keinen
direkten Zugang zur Oberfläche mehr. Seien sie gewarnt: In den letzten
Jahren haben mindestens drei Taucher in der Höhle die Orientierung-
und auch ihr Leben verloren.
Im Innern sollte man der weißen Linie folgen, die von ortsansässigen
Tauchleitern auf die linke Höhlenwand gemalt wurde. Der Sand auf dem
Boden ist extrem fein und verlangt exzellente Tarierung, sonst wirbelt man
eine dichte Staubwolke auf und verliert die Sicht. Man kann drei gut erhaltene
Schildkrötenskelette in der Höhle finden. Eines, teilweise vergraben,
liegt nur 20 m vom Eingang entfernt. Wenn Sie sich über die durcheinander
liegenden Knochen treiben lassen, sollten Sie der Linie in den hinteren
Bereich der Höhle folgen, wo auf einem Felsvorsprung ein perfektes
Skelett liegt. Falls es die Zeit erlaubt, lohnt noch ein Blick auf die gigantischen
Stalaktiten, bevor man zum sicheren Hauptriff zurückkehrt.
Andere Freizeitmöglichkeiten
Neben der Hauptattraktion Tauchen bietet Palau seinen Besuchern auch erstklassige
Möglichkeiten zum Angeln und Kajakfahren und man kann Überbleibsel
des Zweiten Weltkriegs besichtigen, etwa auf der Insel Pelilu, die auch
für ihre Fledermaushöhlen bekannt ist. Segeltörns - vom Tagestrip
bis zur Wochentour - können meist vom Tauchleiter arrangiert werden.
Die Palauer sind ausgesprochen freundliche Menschen. Viele sprechen Englisch,
nur wenige ältere Einwohner Japanisch, da die Inseln von 1914 bis 1944
unter japanischer Verwaltung standen, bevor sie 1947 amerikanisches Treuhandgebiet
wurden. Man legt zwar Wert auf die eigene Tradition, passt sich aber auch
den Anforderungen des globalen Tourismusgeschäfts an.
Weitere Informationen
Lust auf mehr? In dem individuellen Tauchreiseführer
„Tauchen Weltweit“ finden sie nicht nur weitere Tauchspots von Palau, wie
die „Chandelier Cave“ oder den „Zero Fighter“ sondern auch Zusatzinformationen,
wie Listen zu den Tauchzentren und Reisetipps.
Und wenn Ihnen Palau zu weit weg ist, finden sie in den 60 in „Tauchen
Weltweit“ vorgestellten Tauchgebieten auch näher gelegene, wie zum
Beispiel Lundy Islands in England oder die Medas Inseln im Mittelmeer.
Detaillierte Informationen über Palau erhält man auch über das Femdenverkehrsbüro Palau in Deutschland. Farbenfrohe Brochuren sind hier kostenlos erhältlich.
Aktuelle Tauchangebote gibts auf unseren Angebotsseiten - reinschauen lohnt sich! Hier findet man Last-Minute Angebote, Specials oder einfach nur knackige Urlaube für Taucher und solche die es werden wollen. Einfach mal reinschauen!
Sporttaucher Schwandorf (23.05.2012) Schwandorfer Sporttaucher eröffnen Jubiläumssaison am Attersee Mit Traditionen soll man nicht brechen – getreu dieser Maxime machte sich bei verheißungsvollem Wetterbericht eine Gruppe der (mehr) Tauchclub Wasserbüffel, OÖ (21.05.2012) Bin über den CMAS*-Kurs zum Tauchclub Wasserbüffel gekommen und dort wegen der tollen Leute gleich Mitglied geworden. Kann diesen Club allen, die vor allem gern in heimischen Gewässern tauchen gehn, (mehr) World of Divers Club (04.05.2012) Tja, was soll ich noch sagen, außer das es jedesmal nur Klasse ist mit den Leuten was zu unternehmen und Spaß zu haben. Egal was bis jetzt an Events anstand, kam man nie ohne Lachkrämpfe nach hause. (mehr)
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Auszug aus diesem Forum:
Mini-U-Boot in Norddeutschland vom 13.05.2012 : Hi zusammen,
ich habe irgendwo gehört, dass es in Norddeutschland ein 2-Mann/Frau U-Boot gibt, mit dem einmal abgetaucht ... [mehr] Aktuelle Nummer Notfall-Hotline -> VDST vom 13.05.2012 : Hallo liebe Mittaucher,
auf der Messe Boot gab es vom VDST diese schönen Notfall-Hotline-Aufkleber. Die habe ich mir auf meine ... [mehr] Bedienungsanleitung SeaLife 1400 vom 11.05.2012 : Hallo zusammen.
Wer kann mir sagen woher ich eine ausführliche Bedienungsanleitung für die SeaLife DC 1400 bekommen kann.
Danke ... [mehr]