An die fünfzehn ernsthafte Interessenten aus dem deutschen Sprachraum
hat es in den letzten zehn Jahren gegeben, die in Griechenland eine Basis
eröffen wollten. Wenn es denn überhaupt dazu kam, dann waren
es Eintagsfliegen, mehr als zwei Saisons durfte kaum einer der Unentwegten
die Illusion pflegen, sich in Griechenland festsetzen zu können. Der
Grund, wie in Ausgabe 37 von Taucher.Net ausführlich dargestellt:
Die rigide griechische Rechtslage erlaubt Basengründungen nur mit
ganz bestimmten Ausbilderdiplomen und bei Nachweis griechischer Sprachkenntnisse
per Prüfung. Als letzter Ausweg erscheint dennoch-unentwegten Ausländern
das Eingehen einer Partnerschaft mit einem Griechen, der über die
geforderten Voraussetzungen verfügt, aber zum Beispiel nicht die finanziellen
Mittel für die Basengründung aufbringen will oder kann. Auf den
Ionischen Inseln gibt es derzeit wieder zwei solche Versuche, beide jeweils
von Österreichern. Der eine davon auf Lefkada, jener Insel, die nach
Zakynthos und Kefalonia als nördlich nächste zu besuchen wäre.
Eine Anzahl mittlerer Hotels in den Orten Nidri und Nikiana auf der
ansonsten ähnlich wie Kefalonia geografisch schwierigen und eher
von Seglern geschätzten Insel erleichterten hier bereits seit Jahren
zwei Tauchbasenchefs, Klientel in einigermaßen ausreichender Zahl
zu finden.
Die von Seglern sehr geschätzte Großbucht von Nidri
Was allerdings wirklich die Highlights des Tauchens um Lefkada sind,
das entzieht sich auf frustrierende Weise unserer Beurteilung bis heute.
Am klarsten artikulierte bisher das Lefkas Diving Center in Nikiana sein
Angebot. Drei Plätze bot uns Chef Chalikias zu inspizieren, Hangbereiche
und Unterwasserberge im Küstenvorfeld. Sie erwiesen sich als solide
Sachen. Die Köpfe der Unterwasserberge, aus Kalk bestehend und gleichmäßig,
wie genoppt, mit Auswaschungen überzogen, glitzerten prachtvoll türkisfarben
wie matt geschliffene Edelsteine. Allerlei hübsches Getier darauf
mit wenig Mühe zu entdecken, etwa Einsiedlerkrebse mit riesigen Anemonen.
Neben diesen hübschen Plätzchen verwies natürlich auch
Chalikias noch auf die bei allen Basen beliebte Fledermaushöhle am
Südostende von Lefkada mit dem enormen Canyon davor. „Alles andere,
was er noch im Angebot habe, sei so ähnlich, bekannte der Nikianaer
freimütig und bekam dafür ein Ehrlichkeits-Bienchen. Hier wussten
wir, woran wir waren, und können das auch empfehlen.
Der Felsen, von dem sich der Fama nach
die Sapfo (Sappho von Lesbos) zu Tode stürzte.
Weitaus schwieriger die Sache mit den „Lucky SCUBA Divers“ in Nidri.
Es klang alles wundersam besser, was uns Basenbetreiber Politopoulos,
bis 2004 hier konkurrenzloser Platzhirsch, aufzählte. Ein großes
Frachterwrack habe er entdeckt, hundert Meter lang, zwanzig bis vierzig
Meter tief liegend. Hmm, das müsste dann wohl in der griechischen Wrack-Liga
ganz oben spielen. Nicht die profanen Riffköpfe gleich in der Nähe
fahre er an. Nein, fernere, mitten in der See liegende und natürlich
viel schönere mit wunderbuntem Getier in Menge.....und, Haie gäbe es da, auf denen man reiten
könne... Und schon lag ein Foto dieser Unerhörtheit in griechischen Gewässern auf dem Tisch.
Expertenmeinung allerdings scheint des Autors
nagenden Zweifel an der Seriösität der Dinge auf dieser Basis
eher zu bestätigen. Taucher.net ließ das Foto von Experten prüfen
- Ergebnis siehe Bildunterschrift. Und leider, leider, wie schon bei unserem
vorangegangenen Besuch, war Politopoulos nicht in der Lage, uns einen Termin
für die Ausfahrt zu den sagenhaften Plätzen zu bieten, der Kutter
sei (Mitte Juni) noch nicht darauf vorbereitet.
Es handelt sich hierbei um einen 6-Kiemer-Grauhai - normalerweise
Tiefseebewohner - der in flachen Bereichen kein "Auskommen" findet. Der Hai
scheint echt zu sein, ist aber in einem Zustand der totalen Erschöpfung
- sowohl Schwimmstil als auch die Maulhaltung weisen darauf hin.
Möglicherweise war der Hai zuvor von Fischern gefangen worden - oder
hatte sich in einem Netz verhängt. Nach der Freilassung wurde er dann
wahrscheinlich als "Fotomodell missbraucht".
Die Hebebrückenkonstruktion von Lefkada
Und, um die Verwirrung zu den Tauchwundern voll zu machen, in Nidri
kommt jetzt ja noch unser Neuanbieter, besagter Österreicher, ins
Spiel. Der war einst bei Politopoulos Diveguide. Dass er beschlossen hat,
überhaupt in dessen Revier ein Konkurrenzunternehmen aufzumachen,
ist da schon mal süffisant. Die Art, wie er es tut, aber unter Umständen
brisant. Denn Peter Hoss hat die Sache schlicht besser angefangen als sein
ehemaliger Chef.
Wo jener von der rauhen Herzlichkeit der nackten Schiffsplanke lebt
– Politopoulos‘ karger Kutter ist alles in einem, Büro, Basis, Ausrüstungslager
und Transportmittel zum Tauchplatz - da leistet sich der Österreicher
runde, professionelle Gediegenheit: Ein großzügiges, modern
ausgestattes Basenambiente gleich hinter dem Stammhotel, Empfangsraum (man
könnte sagen, Begrüßungssaal), helle, modern ausgestattete
Lehrräume, Duschen, eine luftig-schattige Trocknungskonstruktion als
Aufbewahrungslager für die Ausrüstung der Kunden. Der einzige
Haken für uns: Sein speziell ausgerüstetes, komfortables Taucherboot
konnten wir auch nur in den letzten Fertigungszügen auf der Werft
bewundern und können damit die von ihm aufgezählten Highlights
- es soll sogar ein Bomberwrack darunter sein – ebenfalls nicht nach Augenschein
bestätigen.
In jedem Falle kommt solch Power-Angebot natürlich einem hingeworfenen
Fehdehandschuh an die Konkurrenz gleich. Und Politopoulos wäre der
erste Grieche seiner Art, der den ungerührt liegen ließe...
Damit uns niemand unvollständiger Information zeihe, sei darauf hingewiesen,
dass sich zu Lefkada im Internet noch ein weiterer Anbieter tummelt (www.vassiliki.com).
Dies ist insofern interessant, da er verspricht, Tauchplätze am Südende
der Insel anzubieten. Die Plätze würden möglicherweise mit
zu den besten der Insel gehören. Unser Ansinnen 2004, diese Tauchplätze
sehen zu wollen, endete jedoch auch hier in Ausflüchten. Dies deutet
darauf hin, dass der Anbieter, ähnlich wie jener in Skala/Kefalonia,
in Konflikt mit der Hafenpolizei steht und nicht viel mehr als Schnuppertauchen
in einem begrenzten und wenig interessanten Innenbereich der Bucht bieten
kann.
Hinweise zur Basenwahl:
Neuanbieter Peter Hoss firmiert unter dem Namen Ionian Dream Divers.
Man findet die Basis am Nordausgang von Nidri (Ortsteil Perigiali), also
in Richtung der Inselhauptstadt, an einem kurzen Seitenweg gegenüber
dem Hotel Armeno.
Tel. 694 5851477, 26450 29165 Dreamdivers
Für die beiden anderen Genannten hier die websites:
Scapa Flow. Wracktauchen vom Feinsten. Was dort passierte und was man dort betauchen kann - steht in unserem Scapa-Führer. Reich bebildert und mit vielen Infos zum Geschehen vor Scapa Flow findet man hier alles rund um dieses tolle Tauchgebiet.
Singapore Airlines (30.11.2008) Wir flogen dieses Jahr im Oktober wieder mit Singapore Airlines nach Bali. Es ist einfach eine tolle Fluglinie. Nicht nur dass wir 10 kg Tauchgepäck frei hatten, wir wurden auch während des Fluges (mehr) Condor (24.11.2008) Liebe Tauchgemeinde, auch ich habe mich bezüglich der im September 2008 eingeführten Gebühr für Tauchgepäck bei Condor kundig gemacht. Vor einem Monat bei einem Ölpreis von fast 150US$ pro Barrel (mehr) TuiFly (24.11.2008) Liebe Tauchgemeinde, auch ich habe mich bezüglich der im August 2008 eingeführten Gebühr für Tauchgepäck bei TUIfly kundig gemacht. Vor einem Monat bei einem Ölpreis von fast 150US$ pro Barrel konnte (mehr)
Forum Recht
Auszug aus diesem Forum:
medizinischer Laie gibt Sauerstoff vom 13.10.2008 : Sauerstoff ist zumindest in Österreich als Medikament zu betrachten. Somit dürfte es eigentlich nur vom Arzt, allenfalls von ... [mehr] Anzeige wegen Beleidigung im Taucher.net vom 05.10.2008 : Hallo Leute,
aufpassen, es könnte sein, dass ihr ganz schnell eine Anzeige an den Backen habt.... Beleidigung, weil ihr einem ... [mehr] DIN EN 250 vom 01.10.2008 : Bin auf der suche nach der DIN EN 250.:nein
Kann einer Helfen.:sauer
Wäre Nett wenn jemand diese als Datei zur Verfügung ... [mehr]
Aktuelle Länderberichte:
Thailand (20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr) Österreich (19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt
2.562 Kilometern im Nordosten an die Tschechische Republik, im Osten an
die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien (mehr) Oman (02.09.2006) Im Norden und Nordwesten des Landes liegt die erst Ende des 20.Jhd. festgelegte Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Nordosten liegt der Golf von Oman, das arabische Meer begrenzt das (mehr)
Forum Rebreather
Auszug aus diesem Forum:
Video Weltrekordtauchgang Buddy Inspiration vom 12.11.2008 : @ All:
Ich suche seit einiger Zeit ein Video von Galileo auf Pro7. In dem Video geht es um den Weltrekordtauchgang von Manfred ... [mehr] Revision Inspiration Classic vom 02.11.2008 : Hallo!
Ich habe mir vor einiger Zeit ein gebrauchtes Inspi gekauft. Der Vorbesitzer ist verstorben (nicht beim tauchen) und ... [mehr] Hammerhead eCCR vom 01.11.2008 : Hallo Leute,
hat einer von euch Erfahrung mit einem Hammerhead eCCr ?
Die Elektronik ist ja schon lange auf dem Markt als ... [mehr]