ein Tauchtrip auf die Gewürzinsel der Karibik - von Achim
R. Schlöffel
Juli 1498. Frederico Juan Rodriguez ist müde. Er harrt seit nunmehr
4 Stunden im Krähennest aus und hat noch weitere 2 Stunden bis zur Ablöse vor sich. Frederico ist erst 26 Jahre alt, aber er ist ein alter
Mann. Seit seinem achten Lebensjahr fährt er zur See. Die schlechte
Verpflegung, Skorbut, Wassermangel und Unterernährung haben an seinem
Körper gezehrt. Seine Zähne sind bis auf 3 Stück bereits alle
ausgefallen und die verbliebenen Stummel schmerzen und sind von Karies zerfressen.
Seine Sehkraft hat merklich nachgelassen und er muss die Augen zusammenkneifen
um die Details am Deck unter sich scharf erkennen zu können. 87 Mann
waren sie an Bord, als sie vor 8 Monaten von Spanien aus in See stachen.
Aber Unfälle, kleine Gefechte und Krankheiten haben die Mannschaft unter
Christoph Columbus auf 62 Mann zusammenschrumpfen lassen. Frederico starrt
durch den Dunst der das Schiff einhüllt nach vorne. Ist dort etwas gewesen?
Zeichnet sich dort an der Kimm eine Küstenlinie ab? Er blinzelt und
versucht erneut in dem grauen, alles verschlingenden Dunst etwas zu fokussieren.
Im selben Augenblick reißt der Vorhang aus Nebelschwaden auf und Frederico
erblickt eine sanft geschwungene Küste, mit dick bewaldeten Hängen,
die in einer Wolkenkrone verschwinden und die üppige Vegetation nur
erahnen lassen. Das Meer ist spiegelglatt und ein mit Palmen bestandener
weißer Sandstrand bildet einen scharfen Kontrast zum satten Dunkelgrün
der Insel. „Land in Sicht!“
Info-Steckbrief
Grenada ist in jedem Fall eine Reise wert. Sowohl über wie auch unter
Wasser gibt es allerlei zu entdecken und zu beobachten. Es gibt für jeden
Geldbeutel passende Unterkünfte, näheres siehe die Übersicht
im Anschluss. Die Zimmerpreise reichen von 60 USD bis 600 USD pro Nacht.
Die allgemeine Infrastruktur ist gut, allerdings sollte man immer
im Auge behalten dass man in der Karibik ist und alles einen Tick langsamer
geht. Eventuelle Probleme werden nicht immer so ernst genommen, wie man
das vielleicht selber gerne hätte. Als Tourist sollte man sich darauf
einstellen und eine entsprechende Portion Geduld und etwas Humor mitbringen.
Das Stromnetz auf der Insel ist „amerikanisch“, lose verkabelt, und
daher nicht immer das zuverlässigste. In den meisten Hotels stehen
sowohl 230 Volt mit Eastern-Caribbean-3Polsteckern, als auch 110 Volt mit
US-Stecker zur Verfügung. Adapter sollte man mitbringen, da diese
nicht überall zu haben sind.
Die Landeswährung ist „EC – „Eastern Caribbean Dollar“. US-Dollar
und Reisechecks werden aber ebenso akzeptiert wie die gängigen Kreditkarten.
Der Umrechnungskurs EC zu USD ist. 2,65 (1USD = 2,65 EC)
Mietwagen
Es gibt eine Vielzahl von Autovermietungen. Die meisten größeren
Hotels vermieten ebenfalls. Der Preis liegt im Schnitt bei 50 USD pro Tag,
für einen Jeep etwa fünf Dollar teuerer. Unbedingt darauf achten,
dass im Mietpreis die Versicherung enthalten ist. Ich würde
auf Grund der z.T. schlechten Straßen zu einem Jeep raten. Es muss
ein Führerschein erworben werden, der 12 USD kostet und drei Monate
gültig ist. Der eigene Führerschein und der Pass sind hierzu vorzulegen.
Wer den Linksverkehr
scheut und sich die Detektivarbeit beim Aufsuchen der Sehenswürdigkeiten
ersparen will, ist mit einem Minitaxi gut beraten. Das Hotel ist gerne
beim Buchen eines Taxis und / oder Guides behilflich.
Tauchen
Was das Tauchen angeht, haben wir uns für den größten Anbieter der Insel,
Aquanauts entschieden uns waren bestens bedient.
Für weiter Infos oder Buchungen:
Bei einem längeren Aufenthalt empfiehlt es sich, die günstigen
Tauchpakete zu buchen.
Es gibt noch zwei weitere Basen, „Dive Grenada“ auf der Südseite
von Grand Anse Beach gelegen. Des weiteren Scubatech Grenada, welche an
das Calabash-Hotel angeschlossen sind. Dive Grenada hat nur ein, relativ
kleines Boot, macht aber einen guten Eindruck und ist aktiv. Scubatech
war zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes auf Grund von Hurrikanschäden
nicht geöffnet. Scubatech bietet als einziges Center auf der Insel
Support für Rebreathertaucher in Form von Atemkalk und Gasen an.
Grenada hat keine eigene Druckkammer. Im Falle eines Tauchunfalls
muss der Patient entweder nach Martinique oder Barbados ausgeflogen werden.
Nicht französisch sprechenden Patienten wird dringend die Kammer in
Barbados empfehlen. Der Flug dauert eine Stunde.
Essen
Die nachfolgende Auswahl an Restaurants erhabt keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
da ich zum einen nur über Lokale schreiben möchte, die ich selbst
beurteilen kann, zum anderen weil sicher in absehbarer Zeit wieder mehr
Restaurants öffnen werden, die nach dem Hurrikan geschlossen hatten.
Cinnamon Hill Hotel & Restaurant
Wunderschön oberhalb der Südspitze von Grand Anse gelegen.
Man sitzt auf der luftigen, aber gut geschützten Empore und hat einen
fantastischen Blick über die Bucht und das gegenüberliegende
St. Georges. Internationale und einheimische Küche der gehobenen Preisklasse.
THE OWL
Unterhalb des Flamboyant Hotels gelegen, ebenfalls am Südende
von Grand Anse Beach. Bar, Restaurant, Pool, Billards. Happyhour von 16:00
bis 19:00 und 23:00 bis 24:00 Uhr.
De Big Fish
Direkt über das Wasser gebautes Restaurant. Das zum True Blue
Bay Resort gehört. Guter Service und karibischer Flair in der Windgeschützten
Bucht. Entsprechend dem Namen sind die hervorragenden Fischgerichte besonders
zu erwähnen.
The Nutmeg
Direkt am Haven von St. Georges im ersten Stock eines Hafengebäudes
gelegen, ist The Nutmeg eher ein Geheimtipp und lädt zu einem entspannten
Mittagessen beim Bummel durch die Hauptstadt ein. Durch die große,
offene Front, hat man einen schönen Blick auf den Hafen und das Treiben
um die Kreuzfahrtschiffe. Sehr gutes einheimisches Essen zu moderaten Preise.
Große Portionen!
Hotels
Die nachfolgende Auswahl an Hotels erhabt keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
und stellt nur eine Auswahl an Häusern dar, die ich selbst gesehen habe. Neben
einer Vielzahl weiterer Hotels, die in Betrieb sind, werden in den nächsten
Wochen und Monaten auch noch viele wieder eröffnet, die derzeit mit
der Behebung ihrer Hurrikanschäden beschäftigt sind.
Grand Anse Beach Resort
Großzügige Anlage mit 240 Betten, direkt am Strand gelegen.
Große Poolanlage. www.grandbeach.net
Grand View Inn
Fünf Minuten von Grand Anse in der Morne Rouge Bay gelegen, bietet
das Grand View Inn 55 großzügige Zimmer zu moderaten Preisen.
Die Zimmer sind. Z.T mit kleiner Kochzeile ausgestattet. www.grenadagrandview.com
Laluna
Exklusive Anlage direkt am Meer mit nur 16 Zimmern der oberen Preisklasse.
www.laluna.com
The Flamboyant Hotel
Inmitten einem tropischen Garten gelegenes, alteingesessenes Hotel
mit schöner Aussicht auf die Grand Anse Bay. www.flamboyant.com
True Blue Bay Resort
In der geschützten Bucht von True Blue Bay gelegen mit schöner
Poolanlage und familiärer Atmosphäre.
www.truebluebay.com
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Gulf Air (19.05.2012) von 3.5.12 bis 18.5.12 von Frankfurt über Bahrain nach Manila und zurück. Gewählt wegen dem günstigen Preis von 680 € p.P und den kurzen Stop Over Zeiten - auf dem Hinflug 1:45 Stunden - auf dem (mehr) Ukraine International Airlin.. (12.05.2012) Geflogen: Am 5.5.2012 von Wien (VIE) nach Odessa (ODS) und am 11.5. wieder zurück. Die riesige Bucht von Odessa ist ein gigantischer Schiffsfriedhof. Der Zweite Weltkrieg tobte hier zwei Mal in (mehr) Luxair (12.05.2012) War vom 04.05.2012 bis 11.05.2012 in Marsa Alam. Den Flug habe ich über Luxair gebucht. Die Fluglinie transportiert das Tauchgepäck immer noch kostenlos. Das Gepäck musste vorher angemeldet werden (mehr)