U 9 überlebte den 2. Weltkrieg ebenso wie die Doris
nicht. Nach 1940 abwechselnd als Schul- und als Frontboot eingesetzt, wurde
es 1942 in seine Einzelteile zerlegt und in Straßen- bzw. Flußtransport
über die Donau in das Schwarze Meer gebracht.
U 9 in Konstanza
Dort wurde es bei der 30. U-Flottille unter verschiedenen Kommandanten
eingesetzt und dann am 20. August 1944 um 10.30 Uhr früh von sowjetischen
Flugzeugen gebombt. Das so versenkte Boot wurde 1945 von den Sowjets gehoben
und nach Nikolajew gebracht. Dort wurde es als TS-16 in Dienst gestellt,
nach dem 12. Dezember 1946 aber wegen des schlechten Allgemeinzustands
verschrottet. Von diesem Boot ist ein Turmwappen -ein Eisernes Kreuz- erhalten
geblieben und befindet sich in einem russischen Marinemuseum.
Der ehemalige Kommandant von U 9 -Wolfgang Lüth- wurde zu
einem der höchstausgezeichneten Marineangehörigen und sollte
dem zum ObdM beförderten Großadmiral Karl Dönitz als BdU
im Amt nachfolgen.
Bei Kriegsende und danach als Kommandeur der Marineschule Mürwik
für die Bewachung des letzten Reichskanzlers -Karl Dönitz- zuständig,
instruierte er die Wachen sofort gezielt zu schießen wenn nicht nach
Aufforderung sofort das Losungswort gegeben würde.
Bei einer Wachrunde in der Nacht vom 13. auf den 14. Mai 1945 verweigerte
Kapitän Lüth das Losungswort.
Der Posten schoß und Lüth fiel.
|