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 Geschrieben von Biouli

Marine Arts 2006

von Uli Erfurth

Vor wenigen Tagen erschien der neue großformatiger Kalender des jungen UW-Fotografen David Hettich "Marine Arts 2006" - und wird schnell vergriffen sein. Das garantieren 13 spektakuläre Makro-Schüsse aus dem Roten Meer und westpazifischen Korallenriffen in Kombination mit seinen Lichtbilder-Shows. Aber wenn Tiere als Objekte dienen, kommt manch eine Aufnahme nicht ohne Erklärung aus. BIO-Uli hat Abhilfe geschaffen. Ergebnis: Tolle Kalenderfotos plus spannende BIO-Texte - so kann Weihnachten kommen!

Auge des Zackenbarsches

Der Zackenbarsch aus dem Roten Meer beobachtet aufmerksam seine Umgebung. Die Augen aller Fische (Kraken) können schnell und effizient fokussieren, doch geschieht das nicht per Krümmung der fast kugeligen Linse, wie es Land-Wirbeltiere tun, sondern durch ihre Verschiebung relativ zur Netzhaut.
Diese und alle anderen Aufnahmen entstanden mit analogen
Spiegelreflexkameras und Makro-Objektiven mit 50 bis 180 mm Brennweite,
fotografiert auf Diafilm (Kodak Ektachrome VS).


Peitschenkorallengrundeln (Bryaninopus youngei)

Peitschenkorallengrundeln (Bryaninopus youngei), die im gesamten Indopazifik verbreitet sind, werden gerade einmal 3 cm groß und leben meist zu mehreren auf einer Peitschenkoralle. Diese Dornkorallen bilden ein mehrere Meter langes, drahtförmiges Skelett aus Horn und Kalk. Im Gewimmel der Polypen-Ärmchen sind die Untermieter jedoch nur schwer zu entdecken. Zur Eiablage nagt ein Paar knapp unterhalb der Spitze etwas Gewebe von der Koralle ab, die schlüpfenden Larven werden verdriftet.
Peitschenkorallengrundeln sind Folgezwitter: sie kommen als Weibchen auf die Welt und enden ab einer bestimmten Größe als Männchen.


Partnergarnele (Periclemes imperator) auf Seegurke

Seegurken werden von fast allen Tauchern unterschätzt. Einige Arten zeigen bei Bedrohung faszinierende Verteidigungsmechanismen und alle sind beim Verzehr schwach giftig. Daher haben sie im erwachsenen Zustand kaum Feinde (außer, wenn sie zu den essbaren Arten gerechnet und z.B. für den asiatischen Markt millionenfach abgesammelt werden).
Das machen sich einige Mitbewohner auf und in (!) der Seegurke zunutze, hier eine Partnergarnele (Periclemes imperator). Dieser nur 1 cm große Krabbler lebt meist paarweise auf verschiedenen Stachelhäutern und trägt ein an die Wirtsart perfekt angepasstes Farbkleid.
Die Bläschen auf der Seegurke dienen als "Taster".


Pyjama-Nacktschnecke Chromodoris quadricolor

Nacktschnecken tragen kein schützendes Kalkgehäuse. In der Gruppe der Nudibranchia reichen die Verteidigungsmechanismen ersatzweise von geklauten Nesselkapseln über Säureschutz bis hin zu Giften, die sie ihrer Nahrung entnehmen und im eigenen Zellgewebe speichern.
Hier kriecht eine Pyjama-Nacktschnecke (Chromodoris quadricolor) am helllichten Tag durch das Riff. Ohne das auffällige Farbkleid wäre sie schnell eine Fischmahlzeit, allerdings eine höchst unbekömmliche, denn sie speichert Fraßgifte von Feuerschwämmen.


Auge des Krokodilfisches

Die schwarze runde Pupille der Augen ist das einzig Auffällige bei vielen getarnt lebenden Bodenfischen.
Krokodilfische sind bis zu 1 m lang, von flachem Körperbau und - je nach Umfeld - grau-braun-grünlicher Färbung. Sie liegen bäuchlings gut getarnt zwischen Korallenblöcken und warten auf unvorsichtige Kleinfische. Als einziger Tierart wachsen den Krokodilfischen filigrane Hautfetzen über die Hornhaut, um die verräterische Pupille der Lauerjäger zu tarnen.


Clownfisch - Weißbindenanemonenfisch Amphiprion frenatus

Clownfische wie der Weißbindenanemonenfisch Amphiprion frenatus leben in enger Symbiose mit stark nesselnden Anemonen. Sie kuscheln sich in deren Fangarme, um den Selbsterkennungsstoff des Riesenpolypen zu übernehmen. So erkennt die Anemone die Fische als Teil von sich. Als Gegenleistung verteidigen die "Nemos" sie gegen spezialisierte Fressfeinde.
In einer Anemone leben meist ein großes dominantes Weibchen mit einem kleineren Paarmännchen und mehreren sexuell unterdrückten Reservemännern.
Das auffällige Grün der Anemonententakel ist durch Millionen von lichtaktiven Symbiosealgen bedingt.


Sternschnecke - Chromodoris willani

Alle Nacktschnecken weisen neben einem mehr oder weniger bunten Mantel paarige Riechorgane und einen Kiemenkranz oder Kiemenbüschel auf. Bei den sog. Sternschnecken, hier die Art Chromodoris willani, können diese Körperanhänge bei Gefahr in das schützende Mantelgewebe zurückgezogen werden. Der Kopf mit den übrigen Sinnesorganen und der muskulöse Kriechfuß sind stets vom Mantel bedeckt.
Nacktschnecken ernähren sich räuberisch von festsitzenden Tieren wie Hydroiden, Moostierchen und Schwämmen.


Seeigel

Ein Blick von oben auf den Stachelwald eines Seeigels: im Zentrum liegt die kugelige Afterblase, in welcher der nachtaktive Aufwuchsfresser tagsüber seine verräterischen Exkremente speichert. Denn mit seinem eher kurzen Stachelwald ist er nicht vor Fressfeinden, wie Drückerfischen, sicher.
Die blauen Punkte kommen durch spezielle lichtreflektierende Eiweißkristalle im Gewebe des Seeigels zustande. Ihr Zweck ist Forschern immer noch ein Rätsel, denn Seeigel haben nur verstreute primitive Lichtsinneszellen, die nicht mehr als hell und dunkel unterscheiden können.


Partnergarnelen Periclemes colemani

Im Stachelwald des giftigen Feuerseeigels Astenosoma varium lebt ein Pärchen von Partnergarnelen Periclemes colemani. Das größere Tier ist das Weibchen. Diese Kleinkrebse leben dauerhaft auf dem Stachelhäuter und fressen organische Stoffe, die im Hautschleim ihrer Wirte hängen bleiben.
Die blauen kugeligen Stachelspitzen ihres Wirtes markieren Giftdrüsen.


Grüne Samt-Neonsternschnecke Nembrotha cristata

Die Grüne Samt-Neonsternschnecke Nembrotha cristata aus der Familie der Polyceridae hat ihr Verbreitungsgebiet von den Malediven bis Westaustralien und von Indonesien bis Mikronesien. Die Riechorgane (Rhinoporen) sind im Gegensatz zum Kiemenbüschel nicht sichtbar.
Im Gebiet gibt es viele ähnliche Formen.


Kofferfisch

Kofferfische haben einen aus verknöcherten Schuppen aufgebauten starren Körperpanzer, aus dem nur die Flossen, die Augen und das Maul beweglich herausragen.
Wie Kugel- und Igelfische können sie sich helikopterähnlich auf der Stelle drehen. Die ungewöhnlich röhrenförmig ausgezogen "Lippen" dieses Exemplars zeugen davon, dass das Foto geschossen wurde, als der Jäger einen kleinen Krebs oder ein anderes wirbelloses Tier in seinem Revier verzehrte.
Kofferfische flüchten konstruktionsbedingt nur sehr träge. Ihre Innereien sind dafür hoch-toxisch. Die auffällige Musterung hat offensichtlich Signalfunktion gegenüber anderen Fischen.


Bunter Fangschreckenkrebs Odontodactylus scyllarus

Fangschreckenkrebse gehören zu den spektakulärsten Vertretern unter den Krebsen. Ihre vorderen Beinpaare sind zu Speeren oder Keulen umgewandelt, mit denen sie ihre Beute töten oder betäuben. "Trümmerer" sollen schon Aquarienscheiben und Finger zerschmettert haben. Im Ruhestand sind die Waffen ähnlich wie bei einer Gottesanbeterin eingeklappt.
Alle Fangschreckenkrebse sind territorial, mit den besten Augen aller Krebse und 360 Grad Blickfeld ausgestattet.
Hier ein Porträt des Bunten Fangschreckenkrebses Odontodactylus scyllarus.


Korallenwächter - Büschelbarsche (Cirrhitichys sp.)

Die räuberischen Korallenwächter oder Büschelbarsche (Cirrhitichys sp.) liegen - auf ihre Brustflossen gestützt - stundenlang auf Korallenstöcken auf der Lauer und beobachten mit rollenden Augen ihr Territorium. Korallenwächter sind Zwitter, die in ihrer Jugend weiblich sind und sich später in Männchen umwandeln können. Dann besitzt ein "Pascha" mehrere Haremsweibchen, die eifersüchtig bewacht werden.


Die 13 Hochglanz-Werke können im Format 50 x 70 cm, mit dem Kalenderium 2006 und dt./engl. Erklärungen, für 29,95 € zzgl. Versand bezogen werden über: David Hettich / Uli Erfurth

© Bilder: David Hettich, Text: Uli Erfurth / BIONAUT

P.S. Wer kennt das nicht: Tolles Foto geschossen, aber keine Ahnung, was genau abgelichtet wurde! Lösung: Kombinierte Foto-BIO-Seminare am Meer oder Fotoquiz-Veranstaltungen für Tauchschulen/Clubs! Motto: "Zeigt her eure Fotos, BIO-Experten erzählen was dazu!" Buchung: BIONAUT

biouli


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(25.11.2008) Also wir waren jetzt im Oktober auf Bonaire und hatten das Glück im Tropical Inn gebucht zu habe. Wir können den vorherigen Bericht nur bestätigen. Super Zimmer, schöne Anlage, nette Inhaber und (mehr)

Kandooma(fushi)
(24.11.2008) Kandooma (www.kandoma-maldives.com ) liegt 35km vom internationalen Flughafen in Male entfernt im Süd Male Atoll; in 45min Schnellboot-Fahrt zu erreichen ( für Gäste, die spät abends ankommen oder (mehr)

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(24.11.2008) Ok, wir hatten einen schlechten Start in Curacao, da wir genau zeitgleich mit Hurricane ´Omar´ auf der Insel ankamen. So sei denn auch entschuldigt, daß wir die ersten zwei Tage keinen Strom und (mehr)

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(26.10.2008) Nach dem Tauchen im Langhbathsee hat man nicht sehr viele Möglichkeiten etwas zu Essen oder Trinken. Nur ca 1km vom See entfernt, neben der Straße gibt es das Gasthaus in der Kreh. Eine schöne (mehr)

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(10.10.2008) Waren Ende August für 10 Tage in Tulamben und haben dort am Abend auch öfter bei Ralf in seinem Restaurant ´Safety Stop´. Können uns den Vorgängern anschließen, dass es dort leckeres Essen, nette (mehr)

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(10.10.2008) Wer mal echt gut Ägyptisch und billig Fisch essen will, ohne Angst zu haben sich zu vergiften :) Sollte mal das Joker in Sikalla besuchen. Das Restaurant liegt am Ende der Einkaufsstrasse. Nähe dem (mehr)

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vom 17.11.2008 : Nein, ich will nicht wissen was das ist, ich weiß es nämlich schon (Sorry, dass die Bilder nicht so gut sind): ... [mehr]

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vom 16.11.2008 : Hi, war heute beim tachen im See in St. Leon Rot. Dort war es so, das es ab einer tiefe von 14m es sehr stark nach Schwefel ... [mehr]

Was ist das?
vom 14.11.2008 : Mir ist beim tauchen af Koh Chang/Thailand ein Y-förmiges "Tier" aufgefallen. Dieses Y ist ein Arm, Zunge... was auch immer von ... [mehr]


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