Der TR 66 befindet sich nicht in einer Kiste, sondern liegt in einem
gelben Stoffbeutel der mit dem Tauchretter 9,3kg wiegt.

Die Packmaße des TR 66 in seinem Beutel sind 40 x 36 x 18cm. Zieht
man an der schwarzen Kunststoffschlaufe in der Mitte,kann man die Klappen
des Beutels nach oben,unten,rechts und links öffnen.

Das entnommene Kreislaufgerät sieht mit Vor- und Rückseite
wie folgt aus:
 
Hierbei fällt die Ähnlichkeit im Grundaufbau zum Dräger-Tauchretter
für U-Bootfahrer des II. Weltkrieges ins Auge.

Kommandant und Besatzungsmitglied 1939 bei Austauchübung
mit Tauchretter im Tauchtopf Kiel
Hauptbestandteil des 8,3kg schweren TR 66 ist auch hier ein Ausatembeutel,
der auch als luftgefüllter Rettungskragen verwendet werden kann. Dieser
Ausatembeutel faßt 17 Litern Inhalt und besteht aus einem gummierten
Baumwoll-Köperstoff
in Ringform. Durch diese Form ist sichergestellt,daß er gut um den
Hals des Benutzers paßt und ihm eine sichere Lage im Wasser ermöglicht.
Dazu trägt auch der oben im Bild gezeigte graue Schrittgurt bei. Von
oben auf den nach RAL 2000 signalorange gefärbten Rettungskragen gesehen,
findet sich auf dessen rechter Seite das Überdruckventil.

Gleich links davon befindet sich das Mundstück mit den schwarzen
Ein- und Ausatemschläuchen aus einer Neopren-NK-Mischung.

Das rote Mundstück befindet sich auf der verchromten Ventilmundstück
mit dem schwarzen Walzenschieber. In der Ventilbox befinden sich Ein- bzw.
Ausatemventile. So ist sichergestellt,daß beim Ausatmen das verbrauchte
Atemgas nur in den Ausatemschlauch und beim Einatmen das Atemgas nur aus
dem Einatemschlauch kommt.

Den Walzenschieber sieht man in der Ansicht von vorn besonders deutlich.

Möchte man das Mundstück unter Wasser aus dem Mund nehmen,
kann man durch ein Betätigen des Walzenschiebers ein Eindringen von
Wasser in den Kreislauf verhindern. Unter dem Ventilmundstück mit
dem roten Mundstück sowie dem Rettungskragen mit seinen Atembeuteln
befindet sich die gelb lackierte Montageplatte, ein Formteil aus GFK. Sie
ist über Gurte am Rettungskragen befestigt. Auf ihr sind die weiteren
Bestandteile des Geräts montiert. Auf der Rückseite sieht man
davon jedoch kaum etwas.

Die Vorderseite ist dagegen reich bestückt.

So zB. mit der farblos eloxierten und dann grau gestrichenen Druckgasflasche.
Sie ist umgefähr in Flaschenmitte mit einer breiten wiederverschließbaren
Gummischnalle auf der gelben Montageplatte fixiert. Die Druckgasflasche
ist 320mm lang, hat einen Durchmesser von 83mm und ist für den Betrieb
mit Nitrox 50 vorgesehen, wovon auch ein breiter blauer Streifen nahe des
Flaschenhalses mit der weißen Aufschrift "50% O2"
kündet. Die 0,8 Liter Atemgas fassende Druckgasflasche besteht aus
Leichtmetall, ist zur Verwendung mit einem maximalen Fülldruck von
200 atü bestimmt, und wird mit einem Prüfdruck 300 atü getestet.
Dies sind für den Fülldruck umgerechnet 196,2bar und für
den Prüfdruck 294,3bar. Auf dem hinteren Ende ist die 1,8kg schwere
Druckgasflsche dann noch mit einer weißen Aufschrift versehen, nämlich
mit den Worten: "Darf nur an besonderen Füllständen gefüllt
werden."

Gemeint sind die "Füllanlagen Mischgasflaschen für Tauchretter"
der Deutschen Marine mit der PINr 3655-10900. Zu guter Letzt sind auf der
Schulter, wie auf alle Atemgasflaschen, noch die übllichen Daten eingeschlagen
wzB. Werkstoff,Hersteller,Herstellungsjahr,TÜV-Zulassung, maximaler
Betriebsdruck und Prüfdruck.
Oben auf der Druckgasflasche befindet sich das Dräger-Flaschenventil.

Es besteht aus oliv lackiertem Messing und verfügt über eine
stopfbuchslose Spindelführung. Als Stoßschutz sind ist das Bedienelement
am Ventil -das Handrad- in schwarzem Gummi ausgeführt worden. Damit
der Nutzer des TR 66 die Drehrichtung fühlen kann, befinden sich auf
dem Gummihandrad einseitig in den Gummikörper auslaufende Griffnoppen.
Dieses Ventil ist über ein verchromtes Rohr mit einem Kupferdichtring
am Hochdruckansschluß mit dem Druckminderer verbunden.

Hier im Bild führt das rechte Rohr von der Druckgasflasche in den
Druckminderer. Dieser ist ein Hebeldruckminderer und befindet sich in einem
verchromten Messinggehäuse. Dieses Gehäuse ist mit drei Schrauben
an der Montageplatte befestigt und besteht neben dem Druckminderer noch
aus weiteren Baugruppen. So befindet sich zB. wie in obigem Bild oben auf
dem Gehäuse bereits erahnbar,ein Finimeter.

Dessen Skala verläuft bis zum Wert von 250 kp/cm2 und zeigt den
Fülldruck der Druckgasflasche an. 250 kp/cm2 sind umgerechnet 248,85bar.
Rechts am Gehäuse des Druckminderers befindet sich im weiteren in
Form eines verchromten runden Knopfes ein Bypaßventil, mit dem manuell
zusätzliches Atemgas in den Kreislauf gebracht werden kann. Außerdem
führt vom Gehäuse des Druckminderers noch ein zweites,kurzes
Rohr mit Rückschlagventil ab.

Dieses verbindet den Druckminderer mit einem rohrförmigen Verteilerstück.
Dieses führt einserseits in die oliv lackierte Kalkpatrone, und andererseits
über einen schwarzen, gerippten Gummischlauch in den Ausatembeutel
im orangenen Rettungskragen.

Die Kalkpatrone besteht aus einer ovalen Büchse aus Messingblech
die oliv lackiert und am oberen Büchsenrand mit einer neonroten Papierbanderole
des Herstellers versehen ist. Auf der Banderole befinden sich ua. Angaben
über die Lagerfähigkeit der Kalkpatrone.

Die Größe der Kalkpatrone ist auf den Inhalt der Druckgasflasche
abgestimmt. Bei der Kalkpatrone handelt es sich wie bei dem Kalkbehälter
des RG-UF/M
um ein Einwegteil. Sie kann nicht geöffnet und neu befüllt werden!
Auf der ebenfalls mit einem wiederverschließbaren Gummiband auf der
Montageplatte befestigten Kalkpatrone befindet sich am oberen und am unteren
Ende ein Schraubanschluß. Wie oben schon erwähnt, führt
der untere Anschluß über das Verteilerstück und ein Rückschlagventil
in den Druckminderer. Der obere Anschluß führt über einen
der schwarzen Schläuche -es ist der Einatemschlauch- direkt zum Ventilmundstück
mit dem daran angebrachten roten Mundstück.

Unten an dem orangenen Rettungskragen befinden sich mehrere kleine mit
Druckknöpfen verschließbare Taschen. Zwei davon sind auf der
linken Seite angebracht.

Die schmale Tasche links enthält eine Seewasserbatterie. In der
Tasche daneben befindet sich eine Refelexstoffkappe mit Kinnband. Schiffbrüchige
sollen sich diese über den Kopf streifen. Reflexstreifen darauf rufen
Lichteffekte hervor, die die Aufmerksamkeit von Rettungskräften auf
den Schiffbrüchigen lenken. Dieser Effekt wird von einem durch die
Seewasserbatterie gespeisten Seenotlicht auf der Refelexstoffkappe verstärkt.
Auf der rechten Seite unten am Rettungskragen findet sich eine weitere
Tasche. In ihr ist eine Signalpfeife aus Kunststoff untergebracht.
Bild: TDv 4220/005-13
Außerdem befindet sich dort auch der Farbbeutel zur Seewassermarkierung.
Bild: TDv 4220/005-13
Schließlich befindet sich dort außerdem noch eine Sicherungsleine
aus Kunstfaser mit zwei Armschlaufen.
Bild: TDv 4220/005-13
Aber das ist noch nicht alles was sich in der gelben Bereitschaftstasche
befindet. Ein in die Tasche genähtes Etikett gibt Auskunft über
das weitere Zubehör für den TR 66:

Tragetasche, TR 66 und Handverbindungsleine = Sicherungsleine aus Kunstfaser
sind ja bereits erwähnt worden. Bei der Taucherbrille handelt es sich
um eine Einfenstermaske einfacher Art ohne Ventile usw.
Bild: TDv 4220/005-13
Die Dose mit Dichtringen ist, wie bereits oben zu sehen ist, mit Hilfe
eines Druckknopfes und zwei sich überkreuzenden Stoffriemen in der
Tragetasche befestigt.

Die Leichtmetalldose mit Kunststoffdeckel enthält diverse Kupferdichtungen
für den Mischgasflaschen-Anschlußstutzen sowei einige Gummidichtungen
für die Anschöüsse an der Kalkpatrone und an dem Einatembeutel
bzw. Rettungskragen.
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