Gerade hat es hier in Ibbenbüren noch geschüttet, der provisorische
Parkplatz steht unter Wasser, die Zelte flattern im Wind. Jetzt schaut die
Sonne zwischen den dicken Wolken durch und verspricht ein Schauspiel von
ganz besonderer Art.
Das Gelände des Unterwasserparks erinnert an eine
vollgelaufene Baustellengrube (siehe auch Online-Magazin 48 - Der Unterwasserpark). Am bequemen
Einstieg lockt jedoch das blaugrüne Wasser zum Abstieg in die Tiefe.
Unter Wasser ist das Licht diffus und jede Menge Kleinlebewesen zappeln
zu Tausenden vor meiner Maske und trüben leicht die Sicht. Links ist
eine Mauer zu sehen und das Baustellenfeeling mit Flatterband setzt sich
erstmal fort.
Nach kurzer Orientierung jedoch und links um die nächste Ecke getaucht,
beginnt ein phantastischer Tauchgang. Die Mauer weitet sich zu einem Raum
ohne Decke, der Eindruck, in einem antiken Ruinenfeld zu tauchen, entsteht.
Kleine und große Mauersteine liegen heruntergefallen umher, durch die
etwas eingeschränkte Sichtweite entstehen ständig neue Perspektiven.
Ein Raum schließt sich an den anderen, man verliert fast die Orientierung.
Plötzlich tauchen dicke runde Säulen auf, ich erinnere mich an den
Tempel von Karnak. Versteckspielen hinter dicken Säulen, dieses Mal
frei schwebend. Licht fällt durch ein Loch im Hintergrund, die
Sonne sorgt für leuchtende Strahlen. Ich kann kaum beschreiben, wie
ich mich fühle, es ist wie in einer anderen Welt. Bin ich im Fantasy-Film
oder ist’s eher Fiktion? Der Tempel ist zum Teil verschüttet, verschiedene
Ebenen lassen alles geheimnisvoll und viel größer erscheinen, als
es ist.
mystische Lichteffekte im UW-Park
Am anderen Ende scheint wieder Licht um die Ecke, es geht leicht bergan
und neue Mauern tauchen auf. Wie in einem Irrgarten fühle ich mich,
die Orientierung wird schwieriger, die Konzentration steigt. Plötzlich
taucht ein dunkles Loch auf. Kein Licht ist zu sehen. Der Eingang ist eng,
ich passe mit dem ganzen Gerödel gerade so durch. Gut, dass ich an die
Lampe gedacht habe. Im Schein der Lampe weitet sich die Dunkelheit zu einem
großen Raum, der dieses Mal oben geschlossen und deshalb ohne Licht
stockdunkel ist. Ganz hinten schimmert in der Ferne ein heller Fleck und
lockt mich weiter. Das Wasser ist hier ganz klar, kein Sediment bedeckt den
Boden. Auf der rechten Seite taucht ein Fensterbogen auf, hier könnte
man den Raum verlassen, aber ich bin so fasziniert, ich kann jetzt nicht
raus...
Fensterbogen im Tempel
Ein Raum grenzt an den anderen, große Steine liegen am Boden, verschüttete
Treppen sind erkennbar. Es geht rauf und runter. Die Tauchtiefe beträgt
zum Teil nur einen Meter, die Wasseroberfläche glitzert geheimnisvoll.
Blick zur Oberfläche
Am Ende des ersten Höhlensystems geht’s durch einen Schacht nach unten
und um die Ecke taucht der Hauptweg draußen auf. Auf dem Boden flitzen
kleine Molche umher und hier am Ausgang haben sich sogar Moostierchenkolonien
niedergelassen. Wie kleine Raupen liegen sie auf dem sauberen Boden. Der Weg
führt außen an der Höhlenwand entlang zurück, die Dunkelheit
lockt und durch ein Fenster tauche ich noch einmal nach innen. Jetzt in der
anderen Richtung sind die Perspektiven völlig neu. Inzwischen komme
ich mir eher wie in einem James Bond Film vor (da gab’s doch mal was mit
Unterwasserhöhlen).
Die phantastische Unterwasserreise geht weiter, ein weiteres Höhlensystem
schließt sich an. Ich stelle mir vor, um die nächste Ecke kommt
ein großer Stör und erschrickt vor der blubbernden Taucherin. Das
bleibt allerdings erst einmal noch ein Traum, denn die Störe werden erst
im nächsten Jahr eingesetzt. Auch hier diffuses Licht und ab und zu
finden Sonnenstrahlen von oben ein Loch und erhellen einen kleinen Bereich.
Außerhalb der Höhlen finden sich Steine und Mauern, von Baustelle
keine Spur mehr. Nach dem Dunkel im Inneren kommt es mir draußen ungewohnt
hell vor. Die Sonne ist wieder da. Plötzlich taucht der Rumpf eines Schiffes
auf. Ein Wrack eines Lastkahnes, vollständig durchtauchbar, hat hier
seine letzte Bestimmung gefunden.
Das Wrack im UW-Park Ibbenbüren
Die große freie Fläche danach erschwert die Orientierung. Auf
dem Boden haben sich ein paar Kugelalgen verloren und die kleinen Molche gleiten
zwischendurch. Ich habe keine Ahnung, wo Norden oder Süden ist. Schon
taucht wieder eine Höhle auf, wieder ein anderer Aufbau, nein langweilig
wird’s hier wirklich nicht. Lichtspiele der langsam versinkenden Sonne zeigen
spannende Perspektiven.
Eigentlich will ich gar nicht weg hier, am liebsten gleich noch eine Runde
tauchen, obwohl der Blick auf den Computer inzwischen eine Tauchzeit von mehr
als 70 Minuten zeigt. Selbst die sonst immer drückende Blase und der
Kältereiz sind vergessen.
Ein zweiter Tauchgang folgt, bei dem der mystische Eindruck noch verstärkt
wird, da die Orientierung leichter ist. Im Grunde ist die Faszination beim
zweiten Tauchgang noch größer.
Infos:
Der Unterwasserpark Ibbenbüren bleibt noch bis zum 15. Oktober 2005
geöffnet, wird dann abgelassen und fertig gebaut. Im Sommer 2006 soll
dann die endgültige Öffnung erfolgen.
Zurzeit gibt es eine kleine Basis mit Füllstation und Toiletten. Vorherige
Anmeldung ist Pflicht.
Zum Tauchgang gibt es Orientierungshilfen, unter Wasser sind sehr dezente
Markierungen angebracht. Wegen des vielen Metalls, das verbaut wurde, kann
der Kompass nicht eingesetzt werden.
Als nächste Baumaßnahme soll eine feste Basis mit warmen Umkleideräumen,
Nass- und Trockenräumen und direkter Einstiegsmöglichkeit entstehen.
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Revolution, Sicherheit, nachhaltiger Tourismus, politische Lage, medizinische Faktoren - viele Punkte beeinflussen die aktuelle Wahl von Ägypten als diesjähriges Tauchziel. Wie sieht das bei dir aus?
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Auszug aus diesem Forum:
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Ich überlege mir als Einstieg in die Unterwasser-Makrofotografie das SAL35F18 zuzulegen; am Crop entspräche das einer ... [mehr] Deutsche Beschreibung Hugyfot-Gehäuse 450D vom 12.05.2012 : habe mir vor ein paar Tagen das Hugyfot-Gehäuse für Canon 450D zugelegt. Was ich leider nicht habe ist eine Bedienungsanleitung ... [mehr] Inon D 2000 vom 08.05.2012 : Hallo weis jemand was genaues warum der Inon D 2000 lieferschwirigkeiten hat sind die so weit im Rückstand oder was ? WIe lang ... [mehr]
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