Tauchen auf Nabucco Island
Das Tauchen im Maratua-Atoll ist ein Highlight, was die
Unberührtheit der Spots anbelangt. Insbesondere die Tatsache, dass
- maximal 10-14 Taucher auf einem Boot Platz finden
- und zudem nie zwei Boote den gleichen Spot anfahren (es sei denn,
es wird so gewünscht)
schließt praktisch jede Art von "Massentaucherei"
aus.
Besonderheiten des Tauchens rund um Maratua
Die U/W-Fauna zeigt sich von ihrer schönsten
Seite. Vom Pygmäen-Seepferdchen bis zum Manta - also von Makro bis
Großfisch - wird alles geboten, was das Taucherherz höher schlagen
lässt.
Der kleine Star der U/W-Welt: Das Pygmäenseepferdchen
Adlerrochen im Tief(en)flug
Schildkröten "satt"
In den meisten Tauchgebieten weltweit eine Rarität,
im Maratua-Atoll nahezu "taucherischer Alltag": Schildkröten. Bei
einem Tauchgang zehn bis zwanzig - bisweilen äußerst stattliche
- Schildkröten zu sehen ist hier nicht unmöglich, sondern vielmehr
wahrscheinlich.
Motive non stop... part I
Big Fish Cave
Eine Höhle in rund 40 m Tiefe - etwa 5 - 10 m breit
- ist ein Divespot, der etwas anspruchsvoller Art. Stimmen die Lichtverhältnissen,
so hinterlässt dieser Tauchgang einen unvergesslichen Eindruck.
Als Zugabe dann nebenbei ein weiteres "Hai-Light": Meist schläft
in der Höhle ein Leopardenhai.
Ein "aufgewecktes" Kerlchen - dieser Leopardenhai
wurde im Schlaf überrascht
Motive non stop... part II
Gelblippen-Seeschlangen
Wer hat´s gewusst? Seeschlangen leben nicht ausschließlich
im Meer. Eine lange Zeit des Tages (und der Nacht) verbringen sie an
Land. Beispiel: Die Gelblippen-Seeschlange (Laticauda colubrina)
Bild links: Die Gelblippen-Seeschlange bei einem
Schläfchen auf einer Sandbank im "Channel" vor Nabucco.
Bild rechts: Auf der Jagd im Riff
Seeschlangen sind um ein Vielfaches giftiger als ihre
Verwandten an Land. Das Toxin wirkt schon in geringen Mengen tödlich;
so ist zum Beispiel das Gift der Ruderschwanz-Seeschlange etwa 45 mal stärker
als das der Grünen Mamba. Seeschlangen sind jedoch absolut nicht aggressiv.
Nicht die feine Taucher-Art, aber der Beweis, dass
die Schlangen absolut nicht "beißfreudig" sind.
Zudem haben sie ihre Giftzähne nicht an der Maulspitze,
sondern weit hinten im Rachen, wodurch es ihnen unmöglich ist, grössere
Bisse auszuführen. Sie ernähren sich von Fischen und Krebstieren,
jagen also unter Wasser. Allerdings müssen sie zum Atmen an die
Oberfläche. Dabei allerdings sollte man eine Seeschlange nicht stören...
Angeblich gibt es ein Gegengift in Australien... doch bewältigt
man ein paar Tausend Kilometer in 15 Minuten?!
Bild oben: Eine Seeschlange auf dem Weg "nach oben"...
Bild unten: Auch auf Nabucco läuft einem so ab und zu eine
"Gelblippen-Seeschlange" über den Weg...
Motive non stop... part III
Tauchspot "Bigfish Country"
Ist der Sprung in die Tiefe erfolgt, merkt man schnell,
was Strömung heißt. Selbst als absoluter Gegner eines "reefhooks"
(Riffhaken) ist diese Einrichtung an diesem Spot nicht unsinnig, besonders
für den U/W-Fotografen, der gelegentlich seine zweite Hand benötigt.
Hält man sich nicht an einem Fels fest, nimmt die Strömung
mit dem Taucher ihren Lauf. Man wartet an der Riffkante in einer Tiefe
von rund 25 m ähnlich einem Catwalk auf die Divas der Tiefe - zumeist
Riffhaie. Aber auch so mancher Hammerhai hat hier schon seine Bahnen gezogen...
Ganz weit weg... und die Strömung
bläst dann auch noch "Gestrüpp" vor die Linse.
War man "erfolgreich" oder nicht - nach einer gewissen
Zeit wird zum Aufbruch geblasen und der Taucher entschwebt im Sog der starken
Strömung. Dort wo der "Kanal" nach Nabucco führt (in Richung des
Atollinneren), scheinen riesige Barakuda-Schulen ihren Stammplatz gefunden
zu haben. Zwei oder drei oder mehr dunkle Wolken ziehen über den Köpfen
der Taucher ihre langsamen, aber stetigen Bahnen. Die Wolken schließen
sich zusammen und bilden eine schier undurchdringbare Barrakuda-Wand - in
Verbindung mit dem tiefen Blau des Meeres ein optischer Eindruck der Extraklasse.
Barrakudas, wohin das Auge reicht...
Besonders an den Außenbereichen des Atolls ist bisweilen
"Bigfish" angesagt. Adlerrochen, ob als Schule oder kleine Gruppe schweben
vorbei, der ein oder andere Riffhai zieht seinen Bahnen in der Strömung
und in den sandigen Senken des Riffs ruht sich auch ab und zu ein Riffhai
aus.
Motive non stop... part IV
Mandarinfische
Mit etwas Glück gelingt einem ein Schnappschuss mit
Seltenheitscharakter: Mandarinfische, dem ein oder anderen Taucher nur
bekannt vom Titelfoto des Kataloges eines bestimmten Tauchreiseveranstalters.
Süßwasser-Quallenseen
Ob als Tagesausflug oder als Kurztrip, die Süßwasser-Quallenseen
auf Kakaban und auf Maratua gehören ins Pflichtprogramm. Man muss
wissen, dass Süßwasser-Quallenseen sehr selten sind - und in
unmittelbarer Umgebung von Nabucco Island sind derer gleich zwei. In den
Seen wird geschnorchelt - inmitten von Tausenden von Quallen. Aber auch
dabei gehört natürlich eine gewisse Rücksicht ins Pflichtenheft.
Allzu schnell ist mit ungestümen Flossenschlägen so manches
der possierlichen Tierchen zweigeteilt.
Auf Kakaban-Island ist der größere der beiden
Seen. Man erreicht den See nach einem längeren Fußmarsch auf
einem Holzsteg durch den Dschungel. Der präparierte Weg ist allerdings
baufällig und dementsprechend gefährlich.
Es gibt drei Arten von Quallen in den Seen,
neben Seesternen, diversen bunten Schwammarten und Fischen .
Maratua bietet ebenso einen kleinen, aber feinen See.
Dieser ist in einem etwas 20-minütigen Fußmarsch durch den
Dschungel erreichbar. Der Weg durch die Mangroven ist abenteuerlich,
bereitet aber viel Spaß. Es ist ratsam, Kleidung zu tragen, die
auch schmutzig werden darf. Ein wasserdichter (Ruck-)Sack ist nicht zwingend,
aber sinnvoll. Als Schuhwerk sind Tauch-Füßlinge die erste Wahl
- diese bieten ausreichend Schutz, sind für das Wasser geeignet und...
man spart sich das Tragen.
Die Seen sind keine reinen Süßwasserseen. Der
Grund der Inseln ist Korallengestein und dementsprechend durchlässig.
Somit findet auch ein Austausch mit dem Meer statt, weshalb der Pegelstand
der Seen auch den Gezeiten unterliegt. Ebenso der Zugang zum See; ist
der Hinweg eher "trocken", so ist der Rückweg größtenteils
vom Meer geflutet.
Tipp:
Der See auf Maratua weist die gleiche Flora & Fauna auf wie
der See auf Kakaban, nur die Anreise ist deutlich kürzer. Meist wird
der Trip zum Quallensee auf Maratua verbunden mit einem Spaziergang im
Ort "Bohe Silian". Wer hier nur Füßlinge dabei hat... Übrigens - alle
Ausflüge kosten pro Person 10,- Euro Aufpreis.
Mantas...
Sangalaki - DER Manta-Treffpunkt schlechthin - sowie
Insel mit zahlreichen schönen Tauchspots, die überwiegend im 10m-Tiefenbereich sind. Einziger "Minuspunkt": Das Meer ist an dieser
Stelle
"prallgefüllt" mit Plankton - aber deswegen sind ja die Mantas genau
hier...
Übrigens: Menschen mit empfindlicher Haut verspüren die
Planktonsuppe als ein leichtes Brennen auf der Haut.
Schorcheln & Tauchen - umgeben von Mantas
Nacht-Tauchgänge der leichten Art
Nacht-Tauchgänge innerhalb des Maratua-Atolls in
max. 10 m Tiefe - in unmittelbarer Nähe von Nabucco Island.
Die meisten Divespots sind mit Anfahrtszeiten von 15 - 30 Minuten
zu erreichen.
Sieht aus wie eine Alge, "bewegt" sich wie
eine Alge... ist aber keine
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