Die spektakulären Wall-Dives von Cozumel, die Wracksports rund um Cancún
und das Höhlentauchen in den Cenotes im Inland sind die Attraktionen,
die Taucher auf die Halbinsel Yucatán locken – eines der berühmtesten
Reiseziele der Karibik.
Die bedeutendsten Tauchgebiete auf der mexikanischen Halbinsel YUCATÁN
liegen an der Nordostspitze rund um Cancún und die Insel Cozumel.
Im Inland, nicht weit entfernt von der Küste und entschieden weniger
bekannt, finden Taucher die versteckten Schätze der Cenotes. Diese großen
Schlundlöcher und Höhlen, die sich im Kalksteinbett der Halbinsel
durch Erosion und Veränderungen des Meeresspiegels über Millionen
von Jahren gebildet haben, sind äußerst mysteriöse geologische
Erscheinungen. Die tiefen Wasserbecken auf ihrem Grund laden zum Höhlentauchen
ein - eine spannende Angelegenheit in kristallklarem Nass.
Geographische Daten
Die Halbinsel Yucatán im Südosten Mexikos trennt den Golf von
Mexiko im Westen vom Karibischen Meer im Osten. Ihre Nordostspitze markiert
außerdem das nördliche Ende eines Barriere-Riffs, das sich längs
der mittelamerikanischen Küstenlinie bis nach Honduras ausbreitet. Es
ist das längste Riff seiner Art auf der Nordhalbkugel.
Das eigens gebaute Ferienzentrum bedeckt die gesamte Küstenlinie einer
29 Kilometer langen Sandbank direkt unterhalb der Nordostspitze der Halbinsel.
Es hat sich zu einem beliebten Tauchzentrum mit einer guten Infrastruktur
entwickelt, in dem für alles gesorgt ist, was der Besucher braucht.
Etwas weiter südlich von Cancún erhebt sich etwa 13 Kilometer
vor der Küste die Insel Cozumel aus dem Karibischen Meer. Sie ist etwa
50 Kilometer lang und misst an der breitesten Stelle 16 Kilometer. Die spannendsten
Spots befinden sich am südwestlichen Ende der Insel, wo das Riff steil
in die Tiefen des Ozeans abfällt.
Einige Cenotes befinden sich südlich, etwas weiter landeinwärts
von Cancún. Sie werden von Tauchexperten zu den besten Höhlenspots
der Welt gezählt. Ein großer Teil dieses unterirdischen Systems
ist noch vollkommen unerkundet.
Maritimes Leben
Obwohl in den Riffen um Cancún viele Taucher unterwegs sind, ist das
Leben im Meer noch vielfältig und in großem Überfluss vorhanden.
Große Schwärme von Schnappern und Süßlippen umschwimmen
die gesunden Korallen und gewaltigen Vasenschwämme, von denen einige
mehr als 100 Jahre alt und über ein Meter hoch sind, also ganz besondere
Sehenswürdigkeiten dieses Gebiets darstellen. Gruppen von Adlerrochen
erscheinen häufig bei einigen der bekannten Spots, ebenso große
Zackenbarsche.
Die Drop-offs und die starken Auftriebe in den Gewässern rund um Cozumel
sorgen für ein etwas wilderes Leben im Meer als auf dem Festland. Grüne
Meeresschildkröten sowie Unechte und Echte Karettschildkröten nisten
auf der Insel. In den etwas geschützteren Buchten bekommt man mit etwas
Glück sogar eine Karibische Seekuh zu sehen. Cozumel ist berühmt
für seine Schwarzkorallen und wurde 1980 zum Meeresschutzgebiet erklärt.
Die Riffe und Wände bestätigen die Richtigkeit dieses Schutzes
durch ihren Überfluss an Meereslebewesen.
Tauchspots
Der größte Nachteil beim Tauchen in Cancún sind die Menschenmassen.
Dennoch haben die Spots viel zu bieten, darunter tolle Wracks - eines davon
wurde extra für Taucher versenkt - und sehr belebte Riffe. In Xcaret
gibt es ein gut geschütztes Tauchgebiet. Im Allgemeinen sind die Riffe
vor Cancún seichter als die im Süden und die Strömungen
sanfter. Dadurch eignen sie sich besonders gut für Anfänger und
noch etwas unerfahrenere Taucher.
Auf der Insel Cozumel gibt es eine aufregende Wand und einen steilen Drop-off.
Zwei der bekanntesten Spots, das Palanca- und das Colombia-Riff, bieten besonders
beeindruckende Riffwände, die in wahre Untiefen abfallen. Die meisten
Tauchgänge hier sind Drifttauchgänge und erfordern die nötige
Erfahrung und Ausrüstung, um sie sicher meistern zu können. Auf
den Inseln gibt es jedoch auch geschütztere Gebiete wie zum Beispiel
die Chancanab-Lagune, die ein sehr guter Spot für ruhigere, sanftere
Tauchgänge inmitten einer gesunden Fischpopulation ist.
Ein paar für Besucher zugängliche Cenotes können ohne besondere
Qualifikationen betaucht werden.
Das Palancar-Riff
• 5 bis 40 m
• Anfänger - fortgeschrittene Anfänger, je nach Tiefe
Dies ist wohl der berühmteste Spot von Cozumel. Das Riff verläuft
auf einer Lange von knapp 5 Kilometer parallel zur Südwestspitze der
Insel und vereint seichte Driften mit tiefen Hohlen und Überhängen.
Weißer Sandboden, der zu steilen Riffwänden führt, bestimmt
das Aussehen der Riffoberfläche. Das Riff ist sehr verschachtelt, es
gibt zahlreiche Schluchten, Canyons und Höhlen, die Schlupfwinkel für
Muränen und Langusten bieten. Die größte Vertiefung des Riffs,
eine zerklüftete Kerbe, die das Hufeisen genannt wird, ist die Heimat
einiger großer Französischer Kaiserfische.
Taucher können auf dem sandigen Meeresgrund in den flacheren Bereichen
des Riffs, die als die Garten bekannt sind, Stachelrochen und gelegentlich
vorbeikommende Schildkröten beobachten. An den tieferen Stellen sind
Schwarzkorallen sehr häufig, die sich an die steilen Wände des
Riffs klammern und sich mit großen Gorgonienfächern und Röhrenschwämmen
vermischen. Schnapper, Bermuda-Blaufische und andere Kaiserfischarten scheinen
sich ebenfalls ständig hier aufzuhalten.
Dieses Wrack befindet sich direkt vor der Küste von Cancún und
wurde im Jahr 2000 als künstliches Riff versenkt. Es ist nur 46 Meter
lang, sodass es auf einfache Art und in nur einem Tauchgang vollständig
erkundet werden kann. Das Schiff liegt aufrecht auf dem Meeresgrund, während
das Heck aus ihm hervorragt, denn die General Anaya liegt auf ihren Rudern
und Höhenflossen. Die Aufbauten befinden sich nur 14 Meter unter der
Wasseroberfläche. Das vielleicht Beeindruckendste bei diesem Spot ist
eine Gruppe von Adlerrochen, die ständig um das Wrack gleiten, sowie
ein großer Schwärm von Schnappern, die sich rund um den Bug aufhalten.
In den Rumpf wurden zahlreiche Löcher geschnitten, um Tauche, n den
einfachen Zugang zu ermöglichen, sodass dieser Spot ideal für Anfänger
ist, die zum ersten Mal eine sichere Penetration durchführen mochten.
Die Cenotes
• Unterschiedliche Tiefen
• Anfänger - Profis
Die Reise von Cancún zu den Cenotes führt durch unbebaute tropische
Landschaft und ist fast genauso aufregend wie die Spots selbst. Bis heute
wurden mehr als 160 Kilometer dieser beeindruckenden unterirdischen Hohlen
und Schlundlocher erforscht und mehr als 50 Cenotes vermessen und kartographiert
- doch es gibt auch weiterhin noch viel Neues zu entdecken. Das klare Wasser
und die Komplexität der größeren Cenotes machen das Tauchen
hier zu einem wahrhaft unvergesslichen Erlebnis.
Es gibt heute einige anerkannte Spots, bei denen das Betauchen als sicher
gilt. In den großen, zerklüfteten Höhlen mit ihren Stalaktiten
und fantastischen Felsformationen herrschen wegen des kristallklaren Wassers
gute Sichtweiten.
Weitere Freizeitmöglichkeiten
Dieser Teil der mexikanischen Küste ist ein sehr beliebtes Urlaubsgebiet.
Besonders in Cancún gibt es große und moderne Hotels sowie Bars
und Nachtclubs. Touristen finden hier alle üblichen Angebote eines blühenden
Ferienzentrums. Im Erlebnispark Xcaret können Besucher eine wunderschöne
Lagune mit Flamingos bewundern und auf einige der spannendsten und buntesten
Tiere treffen, die in Mexiko heimisch sind. Dazu zählen unter anderem
Hellrote Aras, Tapire und Jaguare.
Wer sich für das kulturelle und historische Erbe der Region interessiert,
sollte die Mayaruinen in Tulum besuchen, die aus dem Jahr 1200 nach Christus
stammen. Sie sind von Cancún aus gut zu erreichen und bieten vor dem
blauen Hintergrund des Karibischen Meeres ausgezeichnete Fotomotive.
Weitere Informationen
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auch Zusatzinformationen, wie Listen zu den Tauchzentren und Reisetipps.
Und wenn Ihnen die Karibik zu weit weg ist, finden sie in den 60 in „Tauchen
Weltweit“ vorgestellten Tauchgebieten auch näher gelegene, wie zum Beispiel
Lundy Islands in England oder die Medas Inseln im Mittelmeer.
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