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Athos: „Legenden“ der wenig erfreulichen Art...
Dem Finger vom Heiligen Berg Athos überhaupt ein eigenes Kapitel einzuräumen,
mag am Ende übertrieben erscheinen. Man kann ihn ohnehin nur in seinem
nördlichen Teil, bis zum Ort Ouranoupoli, befahren, der Rest ist autonomes,
abgeschottetes Gebiet der Mönchsrepublik, für Nicht-Orthodoxe nur
nach Monate dauernder Genehmigungprozedur, und von Frauen überhaupt
nicht, zu betreten.
Ouranoupoli, der letzte Ort, an den Frauen noch dürfen...
und eines der Athos-Klöster, die ihnen verschlossen bleiben
Die Tauchgeschichte des Fingers hat allerdings gewisse historische Brisanz,
die bis ins Heute wirkt. Tatsächlich richtete sich wohl die allererste
stationäre deutsche Basis, die es jemals auf Chalkidiki gab, eben hier
ein und betauchte vorrangig die große Insel Amouliani im Nordbereich
des Athos-Golfes. Schon seit damals ist bekannt, dass die Tauchgründe
um die Insel durchaus superbe Plätze bieten. Steile, gut gegliederte
Hänge an ihrer Westseite fallen schnell auf eine Grundebene bei etwa
35 m und bieten etliches an Bewuchs und Besatz. In der „oberen Etage“ lässt
man den Tauchgang mit dem Besuch farbenprächtiger Durchhöhlungen
sowie prachtvoller, durch Bedeckung mit Meeresschirmchen weißschimmerner
Felsenflächen ausklingen. Allerdings, der damalige Basenanbieter konnte
es sich nicht verkneifen, von den dortigen Amforenplätzen zu naschen,
und dies hatte nicht nur für ihn rechtliche Konsequenzen, es führte
auch zur Schließung dieser Tauchplätze.
Amouliani: Sehenswertes am Fuß der Hänge und im
oberen Bereich
...und ein erstes, neues Basen-Pflänzchen
Das Tauchverbot galt bis zur jetzigen neuen rechtlichen Regelung, allerdings hatte es die bereits besprochene Basis
"Aqualand"geschafft, eine Sondergenehmigung für das Tauchen um Amouliani zu erwirken und experimentierte im Hotel
"Eagle’s Palace", ein paar Kilometer nördlich Ouranoupoli, bereits seit zwei Jahren mit einer Zweigniederlassung. Sicher kein
Angebot für einen reinen Tauchurlaub, aber das Hotel "Eagle’s Palace" gilt als das klitzekleine, superfeine Pendant zum
großen "Sani Beach", also als rechter Hotel-Geheimtip.
Strandexklusivität bei „Eagle’s Palace“... und eine
Basenchefin, die sich noch im Lernprozess befindet
Wer auf dieses Ticket hin anreist, der kann hier durchaus auch Befriedigung
in etlichen guten Tauchgängen finden. Dies um so mehr, da die Tauchgänge
auf Grund der geringen Kundenzahlen – man fährt selbst für nur
einen Kunden zur Insel rüber – recht individuell gestaltet werden. Allerdings,
das Bestreben der Niederlassungs-Chefin, jedem Urlauber-Tierchen sein Plaisierchen
zu lassen, kann manch anderen auch nerven, oder, wie zum Zeitpunkt unseres
Besuchs, letztlich die Anzeichen organisatorischer Schwäche tragen.
Wir hoffen, die gute Katarina ist da noch lernfähig.
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TIPP: | Welche Sprache spricht man an Deinem nächsten Tauchziel? Vokabeln gelernt? Wenn nicht - hier reinschauen! |
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13.10.2008 21:21 Taucher Online : 211 Heute 19782, ges. 29349435 Besucher
 
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