| © 2005 Oliver Meise
Frühjahr 1944: Die Truppen der Achse Berlin-Rom
sitzen auf dem europäischen Festland noch fest im Sattel. Wegen den
alliierten Landungen in Italien und den vorwärtsdrängenden Verbänden
der Roten Armee an der Ostfront ist die Lage aber auch nicht eben entspannt.
Um so wichtiger ist für die italienische und deutsche Wehrmacht das
Heranführen von Material und Truppen an die Front. Das trifft auch
auf die deutsche Luftwaffe zu. Sie weitet ihre Anstrengungen zur Ausbildung
von fliegendem Personal weiter aus und schult dieses auch im besetzten
Ausland. So auch am 30. März.
Um 13.15 Uhr steigt vom Flugplatz Lyon-Bron,
hier liegt die dem Flughafen-Bereichs-Kommando 3/XIII St. Dizier &
Lyon bzw. dem Luftgau-Kommando Westfrankreich respektive der Luftflotte
3 unterstellte Fliegerhorst-Kommandantur A 221/XII mit der Flieger- und
Funkerschule 4, eine Maschine vom Typ Focke-Wulf 58 C auf.
Dieses zweimotorige Flugzeugmuster mit dem Beinamen
"Weihe" war 1933/1934 von Kurt Tank als Übungsflugzeug für die
Luftwaffe entworfen worden und flog 1934 zum ersten Mal. Damit war es der
dritte Typ von Übungsflugzeug, das Tank für die Luftwaffe konstruiert
hatte. Der Focke-Wulf 58 war so die Focke-Wulf 44 "Stieglitz" vorausgegangen.
Focke-Wulf 44 mit der Kennung GV+NT nach 1938
Es folgte die Focke-Wulf 56 "Stösser".
Focke-Wulf 56 mit der Kennung PI+NL nach 1938
Aber dies waren noch einmotorige Maschinen gewesen.
Man brauchte aber auch moderne Maschinen zur Zweimot-Schulung.
Die auch kurz als "FW 58" bezeichnete Maschine
mit einer Länge von 14m und einer Spannweite von 21m war vom Typ her
ein abgestrebter Tiefdecker mit zwei jeweils 240 PS starken Argus As 10
C - Achtzylinderreihenmotoren. Dieser Antrieb verlieh dem Flugzeug mit
dem Bordvorrat von 340 Litern Brennstoff sowie 34 Litern Schmierstoff eine
Maximalgeschwindgkeit von 272km/h und eine Reichweite von 800km. Je nach
Einsatzart konnten auch noch Zusatzbehälter für Treibstoff eingerüstet
werden. Dann konnte die FW 58 mit insgesamt 620 Litern Kraftstoff bis zu
1.500km weit fliegen.
Von der Konstruktion her bestand der Rumpf aus
geschweißtem Stahlrohrfachwerk mit einem darauf aufgetragenen Holzformgerüst
mit Stoffbespannung. Der Rumpfvorderteil war dabei lediglich beplankt.
In der Ausführung FW 58 A war der Rumpf aber noch fast ganz mit Stoff
bespannt. Im stumpfen Rundbug war in der militärischen Version ein
Bombenzielgerät und ein 7,9mm MG 15 von Rheinmetall mit offenem Drehkranz
untergebracht. Dazu befanden sich unter jedem Flügel Aufhängungen
für vier 25kg-Bomben. Aus Tarnungsgründen trugen die Maschinen
der wegen dem Verbot des Versailler Vertrages noch geheimen Luftwaffe dabei
am Anfang zivile Kennungen.
Bewaffneter Prototyp FW 58 V 3 mit ziliver Kennung
D - ABUO vor 1935
Schnell merkte man, wie vielseitig die FW 58 einsetzbar
war und verwandte sie nicht nur zur Umschulung von Piloten auf zweimotorige
Flugzeuge, zur Nacht- und Blindflugschulung, sondern auch noch als Schulmaschine
für die Ausbildung von Funkern, Bombenschützen und Bordschützen.
Bewaffnete FW 58 A mit ziliver Kennung D - ABUG
vor 1935
In Variationen konnte die FW 58 auch noch als
leichter taktischer Bomber, Vermessungsflugzeug, Sanitätsflugzeug,
Kuriermaschine, Verkehrsflugzeug, Nachtjäger, Zubringer- und Verbindungsmaschine
sowie Wasserflugzeug eingesetzt werden.
Die weitere Entwicklung brachte dann die FW 58
B, sie wurde ein Verkaufsschlager und kam als Exportware nach Ungarn, Argentinien,
der Türkei, Schweden und Holland.
Bewaffnete FW 58 B mit ziliver Kennung D - OKAO
vor 1935
In Brasilien wurde sie ab 1937 von den Oficinas
Gerais da Aviacao Naval in Galleao zunächst in Form von 11 Bausätzen
aus Deutschland zusammengebaut, dann
sogar in 15 Exemplaren in Lizenz gefertigt. Die
FW 58 B war aerodynamisch verbessert worden indem zB. der Rumpf bis hinter
die Kabine verplankt wurde und einen geschlossenen Glasbug mit Kuppellafette
erhielt.
Bewaffnete FW 58 B
Auch in diese Kuppellafette, dem sogenannten A-Stand,
wurde ein 7,9mm MG 15 eingebaut.

Die aerodynamisch verkleidete Blechhaube in der
Glaskanzel unter dem Bugschützen enthielt das Bombenzielgerät,
welches ebenfalls durch den vorderen Bordschützen bedient wurde.

In den offenen MG-Stand hinter dem Cockpit, dem
B-Stand, wurde auch ein MG 15 eingebaut.

Die offizielle militärische Variante der
B-Version wurde dann FW 58 C genannt und hatte statt der Glasnase einen
vollkommen geschlossenen bzw. verplankten Bug und eine Kabine für
sechs Passagiere. Die beiden MG 15 fehlten bei dieser Version in der Regel.
Je nach Nutzungszweck setzte sich die Besatzung einer FW 58 aus vier Mann
zusammen: z. B. einem Piloten, einem Funker und sechs Fluggästen in
der Rolle als Zubringer- und Verkehrsflugzeug.
FW 58 C mit ziviler Kennung D - OCRQ vor 1935
In der Rolle als Schulflugzeug für Bordfunker
bestand die Besatzung aus einem Piloten, einem Funker und zwei Lehrern,
einem Pilot, zwei Bombenschützen und einem Lehrer. In der Verwendung
als Schulflugzeug für Bombenschützen oder einem Pilot, zwei MG-Schützen
und einem Lehrer in der Rolle als Schulflugzeug für Bordschützen.
Die Schulflugzeuge trugen meist einen hellen Farbanstrich.
FW 58 C mit militärischer Kennung GO + BA nach 1938
Bei der in Lyon-Bron aufgestiegenen Maschine handelt
es sich dann auch um ein Schulflugzeug, mit dem Bordfunker in Funknavigation
ausgebildet werden sollen. An Bord der Maschine mit der Werknummer 3652
und der militärischen Kennung TD+QE befindet sich, anders als es der
Nutzungsplan vorsieht, der Pilot Hauptfeldwebel Ernst Chronz und statt
zwei nur ein Lehrer: Unteroffizier Otto Steinbach.
FW 58 C mit TD-Kennung und dunklem Anstrich 1942
auf dem Flugplatz Radom in Polen
Außerdem zwei Funkschüler statt einem:
Unteroffizier Kurt Becker sowie Gefreiter Rudolph Schiere. Ohne besondere
Zwischenfälle überquert die Weihe die Alpen und nähert sich
dem See bei Bourget. Beim Überfliegen des Sees kommt es auf der Höhe
zwischen Châtillon und Chindrieux wegen eines Flugfehlers im Tiefstflug
zu einer Berührung der Seeoberfläche. Die Maschine überschlägt
sich und stürzt ab. Hierbei fallen der Pilot Hauptfeldwebel Ernst
Chronz und der Funkschüler Unteroffizier Kurt Becker. Der Lehrer Unterofizier
Otto Steinbach und der Funkschüler Gefreiter Rudolph Schiere sterben
fast an Schock und Unterkühlung - der See hat gerade mal noch 3°C!!! Die beiden werden aber von französischen Fischern aus Conjoux gerettet
und mehrere Tage bei ihnen daheim wieder aufgepäppelt. Als Dank für
die Rettung und gute Pflege seiner Männer veranlasst der Kommandierende
Luftwaffenoffizier in Lyon-Bron bei der Polizei, daß fünf inhaftierte
Bürger aus Conjoux freigelassen werden.
Fast 50 Jahre ruht die FW 58 C vergessen im See...
1987 fand die französische Tauchgruppe "Fahrenheit 32" erste Hinweise
auf das Wrack; 1988 tippte man aufgrund einiger Echolotortungen auf eine
bestimmte Fundstelle, ohne diese Informationen weiter verifizieren zu können.
1993 erzählte ein alter Fischer einem in seiner Freizeit tauchenden
Mitarbeiter der Firma Hydrokarst diese Geschichte. Als es der Zufall so
will und er mit seiner Profiausrüstung ganz in der Nähe arbeitet,
macht er sich mit dieser - einem Tiefenmesser und einem ROV - auf die Suche.
Noch im Dezember 1993 findet er das Wrack der FW 58 C in 112m Tiefe, filmt
es und... bleibt mit dem ROV stecken! Erst im April 1994 kann er mit
einem anderen ROV sein im Dezember festgehaktes ROV freibekommen. Bei der
Gelegenheit werden auch die GPS-Daten für das Wrack festgehalten.
1998 vermisst die Ifremer den See und stellt für das Wrack ebenfalls
GPS-Daten fest. Diese stimmen mit Daten überein, die das lokales Tauchteam
"Fahrenheit 32" schon 1988 festgestellt hatte. Damals wurde der Datensatz
noch einem unbekannten Unterwasserhindernis zugeschrieben.
Die ersten Taucher besuchten das Wrack am 2. Oktober 2004. Hierbei
handelte es sich um das NPSFQQA-Team.
Das bestand aus Jean-Marc Blache, Marc Donzel, Alain Pinot, Jérôme
Mazier, Marco Stroppa, Bernard Genier, und Eric Wenger. Mit im Boot: Der
Zeitzeuge Roger Pilloud. Er sah damals den Absturz. Die Taucher des Teams verwendeten
bei ihrem Tauchgang einen Bottommix von Trimix 11/65, einen Travelmix von
Trimix 21/35 der auch zur Deko auf 63m eingesetzt wurde, einen Travelmix
von Trimix 40/15 zur Deko auf 30m und Reinsauerstoff zur Deko auf 6m.
Im Jahr darauf verabreden sich zwei weitere Taucher zu einem Tauchgang
am Wrack: Stéphane Havard
und Philippe Cathiard. Beide kennen sich schon lange und haben bereits
einige tiefe Wracks erkundet, Philippe ist außerdem ortskundig, da
er am See die Tauchbasis Savoie
Plongee betreibt. Beide einigen sich darauf, im Oktober an Allerheiligen
mit dem Boot rauszufahren, um mal zu schauen, ob sie mit den zur Verfügung
stehenden GPS-Daten das Wrack der FW 58 aufspüren und mit ihren Inspiration-Rebreathern
betauchen können. Gesagt - getan. An Allerheiligen treffen sie sich,
bringen ihr Boot zu Wasser und schaffen ihre Kreislaufgeräte sowie
Stageflaschen mit den Bailoutgasen an Bord.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Da später nicht viel Platz auf dem Boot ist, legen sie schon mal
die Trockis an. Dann fahren sie raus auf den See und setzen Kurs auf die
ihnen bekannte Position. Nach einigem Suchen und unter Dazuschalten ihres
Sonars machen sie schließlich das Wrack in 113m Tiefe aus.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Nachdem sie eine Abstiegsleine ausgebracht und ein PTG mit Sauerstoff
in 6m Tiefe abgelassen hatten, legten sie die restliche Tauchausrüstung
an und jumpten ins kühle Nass.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Schnell wird abgetaucht und in 30m Tiefe die Schicht zwischen dem grünlichem
Oberflächenwasser und dem pechschwarzen, eiskalten Tiefwasser durchstoßen.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Weiter geht es im freien Fall nach unten. Dank dem 10/70er-Trimixgemisch
ist der Kopf klar und die Vorsicht gemahnt nun bei Annäherung an den
Seeboden die Fahrt zu bremsen. Schließlich will man nicht wie
eine Granate aufschlagen oder sich in Netzen am Wrack verheddern. Aber
derartige Sorgen erweisen sich als überflüssig: Die Abstiegsleine
schlängelt sich auf einem netzfreien Teil des Wracks. Nachdem unsere
Augen das Wrack in einen ersten Augenschein genommen haben und wir seine
Lage auf dem Seeboden erkannt haben, machen wir das Wrackteil mit unserer
Abstiegsleine als den sehr gut erhaltenen rechten Flügel aus. Vor
lauter Freude jubeln wir in unsere Mundstücke! Die Maschine steht
wie bei einem Ringelpietz fast auf ihrer Nase. Jedenfalls ist diese bis
zum Cockpitrand im Mulch des Seebodens verschwunden und der Rumpf ragt
gute fünf Meter hoch "in die Luft". Sie starten ihre Wrackerkundung
oben am Flugzeugschwanz und umkreisen ihn. Der Lichtkegel aus Philippe`s
Lampe fällt auf die linke Seite des normal abgestrebten Seitenleitwerks
aus Leichtmetall. Die weiß bemalte Stoffbespannung mit dem Hoheitszeichen
ist noch erstaunlich gut erhalten.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Das gleich trifft auf die rechte Seite des Seitenleitwerks zu.
Photo © 2005
Stéphane Havard
An der Leitwerksunterseite finden sich noch Originalbeschriftungen für
die Flugzeugwarte: "Hier aufbocken"
Photo © 2005
Stéphane Havard
Hier hinten am Rumpf sind auch die Typenschilder des Flugzeugs
mit Angaben zum Flugzeugtyp, Herstellungsjahr und Werknummer aufgenietet.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Sie tauchen nun einige Meter tiefer und schauen zurück auf das
Leitwerk. Ihren Blicken bietet sich die obere Seite des Höhenleitwerks
dar. Auch dieses trägt noch seine Originalbespannung und sitzt noch
fest auf dem hinteren Flugzeugrumpf bzw. auf einer flachen Stufe des Seitenleitwerks
auf.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Leider fehlt auf dem hinteren Flugzeugrumpf die Bespannung und man sieht
direkt auf das geschweißte Stahlrohrfachwerk.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Die Bespannung fehlt am hinteren Flugzeugrumpf auf mehreren Metern.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Aber dafür sieht man bei nur spärlichem Bewuchs an manchen
Stellen interessante Funktionsdetails des Flugzeugs.
Photo © 2005
Stéphane Havard
An anderen Stellen weiter unten am Rumpf sieht man außer
der Stahlrohrkonstruktion gar nichts mehr. Die Bespannung und die Holzverplankung
ist futsch.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Erst auf Höhe der stabiler gebauten Kabine ist wieder etwas mehr
zu sehen, wie z. B. der runde Funkpeilrahmen oben auf dem vorderen Kabinendach
und der Funkmast, von dem einst ein Funkdraht nach hinten zum Leitwerk
abgespannt war. Hie und da ist auch noch Bespannung auf dem Gerüst
der Kabine.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Vom Cockpit fehlen die nach oben wegklappbaren Glastüren und die Flugzeugnase steckt mindestens zwei Meter tief im Schlamm. Deutlich
zu erkennen ist das auf dem Mulch liegende Doppelsteuer mit den Steuerhörnern.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Die Formen sind noch die gleichen geblieben wie vor dem Absturz.

Am Wrack sieht man auf der rechten Seite des Cockpits - fast auf Höhe des Seebodens - einen kleinen Propeller außen am Rumpf kleben. Er lieferte
im Flug die notwendige Elektrizität zum Betrieb der elektrischen Anlagen
an Bord und sorgte für eine Schonung und Aufladung der Bordbatterie.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Der rechte Flügel befindet sich noch an Ort und Stelle. Seine
Substanz ist gut erhalten. Bei ihm handelt es sich um einen dreiteiligen,
einholmigen Flügel mit rechteckigem Mittelstück. Der Flügelaufbau
ist aus Metall - bis zum Holm mit Blech beplankt und dahinter stoffbespannt.
Die Querruder im Außenflügel sind zweiteilig, die Landeklappen
befinden sich zwischen dem Querruder und der Tragflächenwurzel. All
diese Details sind an dem Flügel gut erkennbar.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Auf der Flügeloberseite fehlt zum Rumpf hin etwas von der Bespannung.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Zur Flügelspitze hin ist noch einiges an Bespannung vorhanden - sogar das Balkenkreuz sieht man noch.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Auf der Flügelunterseite ist deutlich mehr Bespannung vorhanden.
Leider ist viel davon in Fetzen gerissen.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Dafür sieht man dort das Balkenkreuz deutlicher.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Ist man beim rechten Flügel auf Höhe des in der Motorgondel
befindlichen Fahrwerkschachts, sieht man, dass sich das einziehbare
und hydraulisch abbremsende Normalfahrgestell in ausgefahrenem Zustand
befindet.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Taucht man nun zum linken Flügel hinüber, kann man feststellen,
dass die Bespannung an der Tragflächenwurzel schnell zum zerfallen
neigt. Weiter nach oben ist die Bespannung besser erhalten. Auf der Tragflächenunterseite
kann man so auch noch Teile der Kennung entziffern wie z. B. hier das "E" aus:
TD+QE
Photo © 2005
Stéphane Havard
Hier am linken Flügel befindet sich das Einziehfahrwerk in
eingefahrenem Zustand.
Photo © 2005
Stéphane Havard
Weder im rechten noch linken Flügel befand sich ein Motor.
Motoren einer FW 58 C auf dem Flughafen von Kirkenes
von vorne
Beide müssen beim Aufschlag auf das Wasser oder auf dem Weg zum
Seeboden herausgerissen worden sein. Gerüchten zufolge soll nicht
weit weg vom Wrack einer der beiden 240 PS starken
Argus-Motoren im Schlamm stecken. Gefunden hat ihn aber bisher noch niemand.
Die Argus AS 10 C -Maschine: Antrieb in der FW 58, FW
189 und Fi 156
© 1998 Sergio
Luis dos Santos
Nachdem Stéphane und Philippe sich am Wrack sattgesehen hatten,
kehrten sie um und tauchten entlang des Führungsseils wieder auf.
Für die 17 Minuten am Wrack waren 100 Minuten Dekozeit fällig
geworden. Am gleichen Tag tauchten Stéphane und Philippe nocheinmal.
Diesmal waren für rund 20 Minuten am Wrack knapp 120 Minuten Deko
zu absolvieren gewesen, wie es im folgenden auch die aus ihren VR 3-Tauchcomputern ausgelesenen Daten zeigen.

Photos © 2005
Stéphane Havard
Das NPSFQQA-Team bzw. das Teammitglied Bernard Genier hat an dem Wrack
auch ein kleines Video gedreht, das man sich durch das Anklicken des folgenden
Bildes anschauen kann:
T-Shirt Design © 2004 Lionel Cabé ,
Photo © 2004 Jean-Marc
Blache , Video © 2004 Bernard
Genier
Seit 1998 denkt man an eine Bergung des Wracks.
Gegenwärtig gibt es nämlich nur eine einzige noch existierende
FW 58. Dabei handelt es sich um eine der in Brasilien für die dortige
Luftwaffe bzw. Marinefliegerei in Lizenz gefertigte Maschine der Version
FW 58 B2 mit der brasilianischen Werknummer 215. Sie war 1978 vom Luftfahrthistoriker
Alberto Gunther Fortner als Flugzeuggerippe auf dem brasilianischen Flugplatz
Carlos Prates gefunden und dann von 1981 bis 1998 im Museu
Aeroespacial in Rio de Janeiro restauriert worden.
16. Oktober 1998: die fertig restaurierte FW 58 ist soeben
bei Anwesenheit
ehemaliger brasilianischer Piloten der Maschine enthüllt
worden
© 1998 Sergio
Luis dos Santos
Die große Tiefe, in der sich die FW 58 C befindet, hat eine Bergung
des Wracks im See von Bourget bisher aber ebenso verhindert, wie das Versprechen
der Taucher gegenüber dem einzigen noch heute lebenden Besatzungsmitglied, die Position dieses Kriegsgrabs seiner Kameraden nicht zu verraten ...
For the kind permission to use his nice underwater-pictures, we thank
Stéphane Havard from www.watalibi.com
and his friend Philippe Cathiard from Savoie
Plongee! Thank you very much!
We also wish to express our gratitude to Bernard Genier and his friends
from the NPSFQQA-Group
for donating the Video which was made during their dive in 2004 ! This
also applies to the kind permission to use the photo of Jean-Marc
Blache which shows the T-Shirt that was designed in 2004 of Lionel
Cabé.
Furthermore I want to send my Thanks over the Atlantic to Mr. Sergio
Luis dos Santos in Brazil for his groundbreaking research on the airplane-type
Focke-Wulf 58 and his kind donation of contemporary photos of the last
surviving FW 58 and one of it`s engines !
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