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 Geschrieben von Stefan

Ein Tauchgang und mehr


Der kleine Doppeldecker holpert über den Rasen des Flugplatzes von Korbach. Ein kurzer Wortwechsel mit der Flugleitung und die Maschine rast mit Vollgas über die Startbahn und hebt nach unglaublich kurzer Strecke ab. Oliver zieht das Flugzeug in einer engen Steilkurve gen Süden und es folgt ein grandioser Flug über die einsamen Täler Waldecks. Durch die veränderte Perspektive nehme ich intensiv wahr, wie schön die Gegend, in der ich seit Jahren wohne, eigentlich ist. Auf den Straßen unter uns ist kaum etwas los, so früh am Morgen schlafen noch alle. Die sich uns bietende Perspektive vom Edersee ist atemberaubend.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Unter uns taucht der Ort Niederwerbe auf. Kurz darauf glitzert der Edersee dunkel und geheimnisvoll unter unseren Tragflächen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Oliver zieht eine Kurve über die Sperrmauer, die von hier oben unglaublich zerbrechlich aussieht. "Die Lancasters würden uns jetzt genau begegnen" tönt es aus dem Headset. Bei Schloss Waldeck legt er die Maschine erneut in eine scharfe Linkskurve, um die Tauchzone 1 für meine Luftaufnahmen direkt anzufliegen. "Mach Dich bereit, ich nehme jetzt Fahrt weg". Ich neige mich so weit es geht seitlich aus dem Rumpf des Doppeldeckers und der Wind schlägt mir mit Orkanstärke ins Gesicht. Im Kamerasucher sehe ich die Umrisse der seeseitig mit gelben Bojen abgegrenzten Taucherbucht und das beinahe schwarze Wasser des Edersees.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Meine Blicke versuchen sich ins Wasser zu bohren, aber natürlich kann ich die 31 Meter tief im See verborgene Bericher Brücke nicht einmal schemenhaft erahnen. Meine Gedanken gehen zurück auf einen Tauchgang vor einiger Zeit, als ich zusammen mit Hans mal wieder versucht hatte, das ultimative Foto von der Brücke zu schießen. Der Edersee hatte Vollstau und wir brauchten nur die kleine Treppe zu überwinden, um ins Wasser zu gelangen. Hans nahm Peilung auf die Brücke und meinte, sie müsse heute bei ca. 31 Metern liegen. Nach einem kurzen gegenseitigen Check der Ausrüstung tauchten wir ab und nahmen Kurs auf die Brücke. Es ging über eine sanft abfallende Ebene bis auf etwa 14 Meter, dann wurde es steiler. Bei 26 Metern lag eine Mulmwolke vor uns im Wasser, "aha, da hat wieder einer die Brücke nicht gefunden und ist umgekehrt" dachte ich mir. Bei 30 Metern wurde ich auch etwas nachdenklich. Eigentlich mussten wir sie langsam sehen. Auch Hans wirkte jetzt etwas verunsichert und schaute etwas öfter auf seinen Kompass. Offenbar hatten wir sie wirklich verfehlt. Waren wir nun schon vorbei, oder noch kurz davor? Es war verdammt dunkel hier unten und außerdem herrschte eine ziemlich schlechte Sicht, die mir den ganzen Tauchgang bezüglich meiner geplanten "ultimativen Fotos" recht fraglich erscheinen ließ. Offenbar meinte Hans, wir wären noch vor der Brücke und taucht weiter in östlicher Richtung. Ein paar Wurzeln tauchten auf und kamen wir irgendwie bekannt vor.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Die Sicht wurde immer schlechter, dann waren plötzlich Pflastersteine unter uns. Die Zufahrtsstraße zur Brücke? Nein, aber ich brauchte tatsächlich eine Weile, um zu begreifen, dass wir genau über der Brücke gelandet waren.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Der See war nur derart voll, dass die Brücke noch ein wenig tiefer lag, als von uns erwartet. Die Sicht war aber so miserabel, dass ich Hans ein Zeichen machte, gleich Kurs auf die Klostermauer zu nehmen - eine wirkliche Herausforderung für den armen Hans, der heute wie bei allen gemeinsamen Fototauchgängen die Führung hatte. Nach der langen Suche waren wir schon kurz vor der Deko und jetzt hieß es, im freien Wasser das Bärental zu überqueren, um zu den Mauerresten zu gelangen. Um Luft zu sparen und möglichst nicht zu sehr in die Dekozeit zu gelangen, tauchten wir über der Brücke bis auf 15 Meter auf und nahmen Kurs auf das Plateau, auf dem die Überreste des Dorfes und die Reste der alten Klosterkirche stehen. Diesmal hatten wir mehr Glück und fanden unsere "Fotolocation" auf Anhieb.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Hier oben war auch die Sicht viel besser und ich konnte wenigstens brauchbare Fotos von der Klostermauer mit Heimnehmen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

"Aufnahmen im Kasten? tönt es aus dem Headset. Oliver dreht noch eine Ehrenrunde über die "Promihalbinsel" Scheid, dann schwenken wir ab in Richtung Korbach, wo noch ein langer Arbeitstag auf uns wartet.

Die Tauchgebiete

Tauchzone 1

Diese Tauchzone umfasst das Bärental und die Fischbucht. Sie ist durch gelbe Tonnen markiert und hat drei mögliche Einstiege.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

1. Einstieg "Denkmal"

Dieser Einstieg ist nach einem zwischen Straße und See errichteten Denkmal benannt. Der unmittelbare Einstieg am Ufer ist sandig und nicht besonders befestigt.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Das Ufer fällt auch hier angenehm flach ab.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Vor dem Abtauchen kann man also genug Zeit mit einem ausführlichen Briefing verbummeln.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Von dieser Stelle aus gelangt man zur "Dorfstelle Berich" mit den Überresten des versunkenen Dorfes. Am besten, man taucht von hier in Richtung auf die markante, bei Vollstau einzeln im Wasser stehende Eiche los (Erklärung folgt bei der Beschreibung des Einstiegs "Eiche"), um dann bei halber Luft in Richtung Norden zu schwenken und dann im flachen Wasser des Uferbereichs in Richtung Osten zurückzutauchen. Schon kurz nach dem Start werdet Ihr die ersten Grundmauern von Berich auf dem plateauartigen Tauchgebiet erkennen können.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Eine Übersicht über die damaligen Grundmauern zu bekommen ist aber schwierig, da die Steinblöcke zT. recht wild Durcheinanderliegen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Die maximale Tiefe beträgt hierbei etwa 16 Meter, Vollstau vorausgesetzt. Auf dem Rückweg, im Flachwasserbereich, warten Fischschwärme auf Euch. Vielleicht begegnet Ihr dort einem kapitalen Ederseehecht.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Besonders bei einem Nachttauchgang ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Und wenn Ihr schon nicht die größten Hechte seht, läuft Euch sicherlich mal ein kleiner über den Weg.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Wenn nicht, liegen im Flachwasserbereich meist ein paar interessant anzuschauende Wurzeln herum.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Wenn Ihr feststellt, dass Ihr wieder in Richtung Süden taucht, seid Ihr am Ausgangspunkt eures Tauchgangs angekommen.

2. Einstieg "Eiche"

Dieser wird gekennzeichnet durch eine markant auf der Spitze einer Landzunge stehenden Eiche. Eigentlich. Denn bei Vollstau steht die Eiche schon mal einsam und verlassen im Wasser.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Den Einstieg kann man aber auch bei Vollstau nicht übersehen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Der Einstieg bietet sowohl bei Vollstau wie auch unter normalen Bedingungen angenehme Randbedingungen, so dass man in seiner unmittelbaren Umgebung noch bequem im Wasser stehen kann.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Von diesem Einstieg aus bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten für einen Tauchgang an. In Richtung Osten gelangt man zur so genannten Klostermauer.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Sie liegt bei Vollstau in etwa 17 Metern Wassertiefe.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Danach könnte man noch einen Bogen in Richtung Norden in das Bärental hinein schlagen und eventuell große Hechte beobachten. Meist treiben die sich im Flachwasser zwischen Algenkram oder versunkenem Holzgestrüpp herum.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Mit ein bisschen Glück könnt Ihr die sogar "auf Arbeit", als beim jagen sehen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Taucht man in der Verlängerung der Landzunge weiter, kann man mit einigem Glück die Reste der Bericher Brücke finden.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Doch Vorsicht! Verfehlt man die bei Vollstau auf 31 Meter liegende Brücke, landet man außerhalb der Tauchzone und das könnte teuer werden. Außerdem solltet Ihr den aktuellen Status der "Brücke" bei den ansässigen Tauchbasen erfragen. Mal ist die "Brücke" legal, mal eher weniger... Auf jeden Fall sollten nur sehr erfahrene Taucher den Ausflug zur Brücke wagen und auf 30 Metern in nur 4 Grad kaltem Wasser sollte man sich auch auf den Vereisungsschutz seines Reglers verlassen können. Beim Einstieg Eiche kann man Dank eines langsam abfallenden Ufers auch wieder bequem den Edersee verlassen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Alternativ kann man vom Einstieg Eiche aus auch noch in Richtung Westen tauchen. Auf diese Weise gelangt man in die Fischbucht.

3. Einstieg "Fischbucht"

Dieser Einstieg ist "halblegal", das heißt, in der Praxis wird nichts gesagt, wenn man sich als Taucher diszipliniert verhält. Wenn man bei Vollstau dicht am Ufer entlang in östlicher Richtung lostaucht, gelingt es in der Regel, innerhalb der gedachten Bojenlinie der Tauchzone zu bleiben. Im Flachwasserbereich auch hier schöne Wurzeln.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Trotzdem erfragt man besser bei den örtlichen Tauchbasen den aktuellen Status um nicht außerhalb der Bojenlinie zu geraten. Weiter östlich gelangt man zu einer schönen Steilwand. Diese ist schon im oberen Bereich recht urwüchsig.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Weiter unten setzt sich dies so fort.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Je nach Wasserstand kann man der Steilwand bis in eine Tiefe von 26m folgen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Taucht man an der Steilwand entlang, biegt man dann schon fast automatisch in die malerische Fischbucht ein.

Tauchzone 2

auch "Sitte" genannt

Dieses Tauchgebiet befindet sich auf der Edersee-Randstraße zwischen Waldeck und der Sperrmauer, also am Ostufer des Sees. Fährt man auf der Seestraße am See, erkennt man diesen Einstieg zumeist an dem Vollgeparkten Parkplatz auf der anderen Straßenseite :-) Zum Einstieg am See muss man dann auch regelmäßig in vollem Gerödel über die Straße wieseln. Ist im Sommer diese mal gut befahren und brät die Sonne einem im Neopren, kann das auch schon mal schweißtreibend werden. Aber zum Glück ist der Weg nicht weit. Der Einstieg befindet sich nicht weit weg vom Ufer und besteht aus Steintreppen und einem roten Geländer.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

In dem durch gelbe Tonnen gesicherten Tauchgebiet findet man vor allem einen Geröllabhang.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Dieser ist mit großen Steinen durchsetzt.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

In diesem Bereich gibt es aber auch noch ein paar schöne Steilwände und Holzartefakte.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Besonders schön: die Baumwurzeln.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Im Frühjahr kann man unter den überhängenden Ästen und dem versunkenen Gebüsch ganze Schwärme von Jungfischen wzB. diesem Jungbarsch beobachten:
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Versunkene Gebäudereste gibt es in dieser Tauchzone nicht, dafür ist in diesem Gebiet meist die Sicht besser als in der Zone 1. Die Tauchtreppe macht dann den Ausstieg wieder recht bequem.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr


Jahreszeiten

Die beste Jahreszeit für Tauchgänge am Edersee sind der Mai und der Juni. Zu dieser Zeit ist der See meist randvoll und die Talsperre ist fast am überlaufen, wie man in folgendem Bild sehen kann wo nur noch knapp 20cm dazu fehlen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Ist das Frühjahr feucht gewesen, kommt es dann nicht selten zu einem Überlaufen der Talsperre. Dies sieht recht spektakulär aus und erfreut das Auge der Touristen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Zu dieser Zeit ist die Sichtweite im See auch am besten. Der Juli ist auch noch schön, aber die Tauchgänge in den versunkenen Bäumen der Ufervegetation aufgrund geringeren Wasserstandes nicht mehr möglich. Ab September fehlt zumeist so viel Wasser in der Talsperre, dass der Tauchbetrieb leidet. Unentwegte tauchen auch im Winter im Edersee wzB. hier in der Tauchzone 1 am Einstieg "Denkmal" :
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Im Januar ist meist wieder genug Wasser im See, aber die Sichtweiten sind absolut nicht vorhersehbar. In dieser Zeit gibt es alles, vom reinen Tasten bis zu wirklich guten Sichtweiten. Aber egal ob Sommer oder Winter - die Ederseekulisse ist immer eine Augenfreude. Vor allem Abends nach einem schönen Tauchtag.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Sicherheit

"Der Edersee ist ja nur ein Binnensee", diese Weisheit hat in den vergangenen Jahren einigen Tauchern das Leben gekostet. Dabei wären die Fehler alle vermeidbar gewesen, hätte man den Edersee als schwieriges Tauchrevier ernst genommen.
Der Edersee ist kalt, tief und dunkel und allzu häufig sieht man nichts. Die Kälte bekommt man mit geeigneter Technik noch recht leicht in den Griff. Im Winter gehören dazu Trockentauchanzüge oder im Frühjahr sehr gute Halbtrockentauchanzüge außerdem immer kaltwassertaugliche Regler samt Ersatzregler mit separater erster Stufe. Die Tiefe kann man meiden, wenn man in den flacheren Gebieten, wie der Dorfstelle Berich bleibt. Mit der Dunkelheit und der schlechten Sicht muss man im Kopf klarkommen. Sie sind von allen genannten Schwierigkeiten die Gefährlichsten. Wenn Ihr mit einem weniger erfahrenen Tauchpartner im Edersee taucht, verwendet bei zweifelhaften Sichtverhältnissen in jedem Fall eine Buddyline, damit Euer Partner in einem unbeobachteten Moment nicht verloren geht. Ich kenne zwei Fälle, in dem der Tod des Tauchpartners durch diese simple Maßnahme mit Sicherheit hätte vermieden werden können. Wer in klaren Gewässern tadellos tarieren kann, ist nicht davor sicher, wenn er bei schlechter Sicht nur nach Tiefenanzeige tarieren soll, die Kontrolle zu verlieren. Plötzlich findet man sich allein in dreißig Metern wieder und dort ist es stockfinster. Panik ist dann sehr leicht die Folge.
Nehmen Sie zu tiefen Tauchgängen wie zum Beispiel zur Brücke nur erfahrene Taucher mit. Eine Ersatzlichtquelle gehört auch unbedingt mit dazu, da man in größerer Tiefe im Edersee ohne Licht seine Instrumente nicht ablesen kann.

Der Edersee, ein Familienziel.

Wassersport.

Der Edersee wird nicht nur von Tauchern frequentiert, sondern auch noch von Surfern, Seglern.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

 Für die Segler gibt es auch eine kleine Marina am See.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Die einzigen, die auf dem See noch mit Verbrennungsmotor fahren dürfen, sind die Boote der Schule für die Wasserskiläufer, die auch auf dem Edersee zuhause sind.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Für Sommerfrischler verkehrt sogar ein Fahrgastschiff, das ein wenig über den See dampft und auf dem man sich auch die Sperrmauer seeseitig anschauen kann.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Wildpark

Am Südufer des Sees, genauer im Bericher Holz, gibt es einen sehenswerten 80 ha großen Wildpark. Er beherbergt heimische und ehemals heimische Tierarten wie Damm- und Rotwild, Muffelwild, Wildschweine, Luchse, Wölfe und die possierlichste aller Landplagen, den Waschbären.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Sie sind im Wildpark so zutraulich, dass sie einen auch recht nahe an sich heranlassen. Beziehungsweise gerne Menschen "untersuchen" :-)
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Sehenswert ist auch die Greifvogelschau vor der grandiosen Ederseekulisse.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Hierbei bekommt man die Vögel auch aus nächster Nähe zu sehen.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Aber nicht nur die Adler sind dort an Menschen gewöhnt, auch die Uhus aus dem Streichelzoo lassen sich gerne berühren.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Deshalb kann man sie auch manchmal in Großaufnahme ablichten - wenn sie nicht gerade über eine fette Maus nachdenken :-)
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Die Zufahrt zum Wildpark findet man in etwa auf halber Strecke zwischen der Sperrmauer und Bringhausen.

Schloss Waldeck

Über dem See thront das Wahrzeichen der Gegend, die trutzige Burg Waldeck.
 

Photo © 2005 Stefan Baehr

Sie war einst Stammsitz der Grafen zu Waldeck, heute stellt sie sich als ein Schlosshotel mit First-Class Komfort und verschiedenen Restaurants dar. Von der Burg aus hat man einen grandiosen Blick über den See bis hin zur Sperrmauer.
 

Edersee im Herbst 1931

Das vom 1. April bis 31. Oktober geöffnete Burgmuseum bietet interessante Einblicke in das Leben im Mittelalter, insbesondere in die damalige Gefängnispraxis. Die Ausstellung "Hinter Schloß und Riegel" vergegenwärtigt nicht nur die Leibes- und Todesstrafen welche auf der "Peinlichen Gerichtsordnung Karls V" basierten, sondern auch den Alltag einer damaligen Verwahranstalt für Frauen und Männer. Ausstellungsstücke wzB. ein Pranger, das Drillhaus, ein Schandpfahl, eine Prügelbank, ein Prügelbock, Richtbeile, ein Richtschwert und ein Rad sowie einige Zellen lassen im Verbund mit drei Hörspielen nach Originalvorbild dem Besucher sicherlich den ein oder anderen Schauer über den Rücken laufen.

Sommerrodelbahn

Um die Jüngsten in der Familie zufrieden zu stellen, empfiehlt sich ein Ausflug zur Sommerrodelbahn in Niederwerbe. Dort wurde in den letzten Jahren ein richtiger kleiner Vergnügungspark aufgebaut.

Sperrmauermuseum

Am Fuße der Sperrmauer, auf der Hemfurther Seite, ist das Sperrmauermuseum in einem ehemaligen Gebäude des Kraftwerkes untergebracht. Dort ist die gesamte Geschichte des Edersees akribisch dargestellt. Ein Besuch lohnt sich unbedingt, auch wenn die Treppe neben der Sperrmauer hinab, nur für sportliche Leute geeignet ist.

Rundflüge

Bei der Organisation von Rundflügen über den Edersee kann Euch der Verfasser helfen. Email an stefan.baehr@pixelvalue.com genügt.









Infos

Leider gibt es auch immer wieder Tauchunfälle. Unsere Unfallseiten bieten die Möglichkeit, darüber zu diskutieren und aus Fehler anderer zu lernen. Ein sensibles Thema - deshalb werden Postings in diesem Forum kontrolliert freigegeben.


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