outdoor channel

Du bist hier: Onlinemagazin 61. Ausgabe Norwegen in Bildern erzählt





 Geschrieben von Sven

UW-Impressionen aus dem Norden

Fotoauswahl Norwegen 2005 von Sven Gust

Für die meisten Taucher sind die nordischen Gewässer vollkommen unbekannt und es zieht sie im Urlaub an die gängigen Tauchplätze im Süden Europas, ans Rote Meer, oder nach Asien.

Einige wenige hingegen zieht es immer wieder in Richtung Norden, dazu zähle auch ich mich. In 2005 hatte ich das große Glück drei Touren nach Norwegen machen zu können und möchte hier eine kleine Auswahl von Fotos zeigen die in verschieden Regionen im April, Juli und Oktober bei meinen Tauchgängen entstanden sind!

Norwegen

Ich hoffe mit den Unterwassereindrücken vielleicht den einen, oder anderen positiv überraschen zu können, denn ganz sicher ist, das die norwegische Küste viele der besten Tauchplätze Europas bietet und auch den weltweiten Vergleich keinesfalls scheuen muss!

Hinweis: Die folgenden Bilder sind per Klick vergrösserbar!


Anemone Bolocera 

tuediae Kolonie Sagartia elegans

Links: Die Anemone Bolocera tuediae kann beachtliche Größen erreichen und ist meistens in Tiefen ab 35, oder 40 Metern zu finden. Sie können dann einen Durchmesser von fast 40 Zentimetern erreichen. Dieses Exemplar habe ich im Namsfjorden in Nord Trøndelag/Mittelnorwegen im April fotografiert. In den Fjorden ist es oft aus verschiedenen Gründen dunkler als vor der Küste und so fand ich hier viele der Anemonen schon in Tiefen von knapp 20 Metern bei einem Wracktauchgang.
Rechts: Eine Kolonie Sagartia elegans im Inneren eines Wracks in einem mittelnorwegischen Fjord. Diese kleinen Anemonen treten in verschiedenen Varianten auf und sind in dieser Menge eher selten zu finden. In der Mitte erkennt man deutlich die Mundöffnung, in die mit den Tentakeln die Nahrung transportiert wird. Diese besteht aus Plankton, welches aus dem Wasser gefischt wird. Man mag Anemonen auf den ersten Blick nicht unbedingt als Tiere ansehen. Wenn man allerdings z.B. nachts etwas Zeit bei einer Bolocera (linkes Bild) verbringt, so kann es passieren das sich kleine Garnelen im Licht der Lampe sammeln und man beobachten kann wie die Tentakeln sich blitzschnell um eines der Tiere schlingen wenn es mit den Nesseln in Kontakt kommt. Anschließend wird der Tentakelarm zur Mundöffnung geführt und die Beute quasi abgeleckt!


Nacktschnecke, Dendronotus frondosus Polycera 

quadrilineata

Links: Das ganze Jahr über kann man Nacktschnecken beobachten. Etwa 30 Arten gibt es entlang der norwegischen Küste. Dendronotus frondosus, oder auch mit dem deutschen Vulgärnamen Bäumchenschnecke genannt, konnte ich bisher nur im Winter und Frühjahr beobachten. Sie ist in Form, Farbe und Größe auffallend und kann eigentlich nicht verwechselt werden. Mit bis zu 10 Zentimetern Länge ist sie die größte Nacktschnecke in nordischen Gewässern. Auf dem Bild verdeckt ein Kelpblatt die hintere Körperhälfte.
Rechts: Polycera quadrilineata tritt im Winter und Frühjahr oft massenhaft in den flachen Küstenzonen auf. Auf den dunklen Laminarienblättern sind sie sehr leicht zu erkennen, auch wenn sie nur 45 Millimeter groß werden. Dieses Foto entstand ebenfalls im April vor der Küste Nord Trøndelags bei einem Tauchgang vom Hafen einer kleinen Insel aus in einer Wassertiefe von etwa fünf Metern.


Blauer Lippfisch - Labrus bimaculatus Blaugestreifter Springkrebs - Galathea strigosa

Links: Der Blaue Lippfisch Labrus bimaculatus ist sicherlich der auffälligste Fisch des Nordostatlantiks. So prächtig ist zwar nur das Männchen gefärbt, jedoch können die schlichten Weibchen im Notfall auch das Geschlecht wechseln. Bei den Gefleckten Lippfischen, welche in Südnorwegen sehr häufig vorkommen, ist das sogar Normalität und die Fische wechseln im Laufe ihres Lebens mehrfach das Geschlecht. Mit viel Glück kann man einen blauen Lippfisch in der Umwandlungsphase sehen. Er ist dann zwar bräunlich gefärbt wie ein Weibchen, jedoch gemasert wie ein Männchen!
Rechts: Galathea strigosa, oder auch „Blaugestreifter Springkrebs“, ist bei Nachttauchgängen allgemein häufig zu beobachten. Man muss jedoch schon etwas genauer in Felsspalten leuchten um ihn zu entdecken. Meistens huscht er dann schnell davon, manchmal verweilt er aber auch neugierig, oder kehr nach kurzer Zeit wieder zum Höhleneingang zurück. Man kann sie bereits in wenigen Metern Wassertiefe finden. Sie können etwa 10 Zentimeter lang werden und haben auffällig borstige Scheren und Beine.


Leng - Molva molva Dorsch/Kabeljau - Gadus morhua

Links: So nahe kommt man dem Leng (Molva molva) normalerweise nur mit etwas Glück und viel Geduld! Dieser hier wurde, nachdem ich einige Tauchgänge in seinem Revier gemacht hatte, immer zutraulicher und neugieriger. Den Lichtkegel einer schwachen Lampe habe ich auf dem dunklen Fels kreisen und zucken lassen, was den Fisch letztlich aus seiner Höhle gelockt hat. Als diese Hemmschwelle erst einmal überwunden war begleitete mcih der Leng anschließend fast 20 Minuten entlang der Felswände!
Dieser schlanke Fisch gehört übrigens auch zu den Dorschfischen. Auf dem Foto kann man deutlich die markante Bartel unter dem Maul sehen. Dieses Tastorgan ist typisch für Vertreter dieser Familie. Ähnlich wie der Dorsch, oder auch Kabeljau genannt, ist das Filet des Lengfisches sehr wohlschmeckend.
Rechts: Auch hier ist die Bartel auffallend. Dieser Dorsch/Kabeljau Gadus morhua ruht nachts am Meeresgrund und ist vom Licht der Lampe geblendet. Normalerweise ist der Dorsch ein ausgesprochener Fluchtfisch an den man kaum dichter als ein bis zwei Meter herankommen kann. Nachts ist es aber durchaus möglich sich bis auf wenige Zentimeter zu nähern um ein Foto zu machen.
Dieses Foto entstand im Frühjahr in Mittelnorwegen. Den ganzen Sommer sind in dieser Region keine Nachttauchgänge möglich gewesen, da die Sonne nicht, bzw. nur teilweise, unterging.
Der Dorsch ist in Europa einer der wichtigsten Speisefische und es wird aktuell befürchtet das die Bestände in der Nordsee so stark überfischt wurden das sie nicht mehr zu retten sind!


Atlantische Zwergsepia - Sepiola atlantica Atlantische Zwergsepia - Sepiola atlantica

Li./Re: Auf diesen beiden Fotos ist eine Atlantische Zwergsepia Sepiola atlantica zu sehen. Die Fotos entstanden im Oktober bei einem Nachttauchgang in einem Fjord östlich von Kristiansand in Südnorwegen, direkt bei der Basis von Frank Resagk. An diesem Tauchplatz konnte ich bei verschiedenen Nachttauchgängen einige ungewöhnliche Tiere beobachten, darunter auch diesen winzigen Tintenfisch.
Die Sepia schwebte durch das schwarze Wasser und schwamm dann zum Sandboden, wo sie sich vergrub um dem aufdringlichen Taucher und dem Blitzlicht zu entgehen. Obwohl ich genau beobachtet hatte wo sich die Sepia vergraben hatte konnte ich sie kaum noch entdecken und fragte mich an wie vielen dieser Tiere ich wohl schon vorbei schwamm ohne sie zu bemerken.
Der Mantel des Tieres ist etwa 20 Millimeter lang, die Armen besitzen etwa nochmals dieselbe Länge. Gut zu erkennen sind die Saugnäpfe an den acht Armen, die großen Augen und die dünnen Flossen seitlich am Schirm.


Seehecht - Merluccius merluccius stachelige Seespinne - Lithodes maja

Links: Normalerweise bekommen Taucher den Seehecht Merluccius merluccius höchstens im Fischgeschäft zu Gesicht, denn sein Lebensraum ist die Tiefsee. Selten halten sie sich flacher als in 150 Metern Tiefe auf, dennoch konnte ich bei Nachttauchgängen im Oktober in Südnorwegen zwei der Fisch in nur 20 und 30 Metern Tiefe entdecken und fotografieren.
Rechts: Diese stachelige Seespinne Lithodes maja ist der kleinere Verwandte der berühmt-berüchtigten Kamtschatka-Krabbe, welche gewaltige Dimensionen erreichen kann und derzeit immer südlicher entlang der norwegischen Küste anzutreffen ist. Diese verwandte Art sieht man auch in Mittelnorwegen oft an Steilwänden und Wracks.
In der Nahaufnahme ist gut zu erkennen wie gut die Krabbe vor Feinden durch die spitzen Dornen auf ihrem Panzer geschützt wird. Der lange Dorn über den Augen ist leider in dieser Ansicht nicht zu erkennen, darunter jedoch dafür gut die Mundwerkzeuge.
Diese Seespinne findet man an Steilwänden oft dicht bei der Anemone Bolocera, hier jedoch in einem kleinen Hafen im Namsfjorden in Nord Trøndelag.


Heck des 

Motorschiffs Øya M/S Seattle Wrack der Tom B.

Links: Das Heck des Motorschiffs Øya ist ein schönes Fotomotiv. Das Wrack steht in der Nähe von Kristiansand aufrecht auf dem Sandgrund und wird von einigen Lippfischen bewohnt. Leider ist das Holzschiff schon recht stark zerfallen und bietet wenige Details. In einer Tiefe von etwa 20 Metern hat man dafür aber genügend Zeit sich alles in Ruhe anzuschauen und auch für Anfänger ist dieser Tauchplatz gut geeignet.
Mitte: Die M/S Seattle sank ebenfalls in der Nähe von Kristiansand in Südnorwegen. Sie geriet zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hier zwischen die Fronten der deutschen Angreifer und norwegischer Verteidiger und wurde in diesem Zusammenhang versenkt.
Heute ist die Seattle sicherlich für Taucher das bekannteste Wrack Norwegens und liegt in einer Wassertiefe von 25 bis 70 Metern. Das Foto zeigt eine, mit Seescheiden bewachsene, Reling um einen Niedergang am Heck des Wracks. Die Sicht war an diesem Tag im Oktober nicht besonders gut und da es stark regnete war es am Wrack dunkler als normal.
Im Vergleich zu den nördlicher gelegenen Unglücksschiffen finden sich hier in Südnorwegen leider nur noch verhältnismäßig wenige Details, da die Wracks hier allgemein wesentlich häufiger betaucht werden.
Rechts: Taucher am Wrack der Tom B. : Trümmerteile liegen auf dem hellen Sand, im Hintergrund erheben sich schemenhaft die Umrisse des Wracks. Die Tom B. liegt dicht vor den Felsen, an denen sie einst Strandete und ist heute die Heimat für viele Lippfische, Lengs, Pollacks, Köhler und andere Meeresbewohner.


Wrack des Küstenmotorschiffs Hamo Wrack des Küstenmotorschiffs Hamo Propeller des deutschen Minensuchboots M-468

Links: Taucher am Wrack des Küstenmotorschiffs Hamo in einem Hafen im Namsfjorden in Mittelnorwegen im April. Die Sicht ist hier meistens ziemlich gut und liegt nicht selten bei knapp 40 Metern. Als das Foto entstand war sie etwas geringer, da bereits Schmelzwasser aus den umliegenden Bergen in den Fjord geflossen war. Der Winter wurde auch dem Schiff selbst zum Verhängnis: Lasten aus Eis und Schnee versenkten das Schiff buchstäblich in dem kleinen Hafen. Heute liegt es gut erhalten in einer Wassertiefe von 7 bis 20 Metern und bietet vielen Tieren Unterschlupf.
Mitte: Nochmals die Hamo. Zu sehen ist hier ein Taucher vor dem Bug des Schiffes. Dahinter erhebt sich die Hafenmole, am Steven kann man kleine weiße Anemonen sehen und links einen Teil der Ankerklüse. Wenn man den Hafen, in welchem das Wrack heute liegt, erreicht kann man sich kaum vorstellen das hier ein so großes und erstklassiges Wrack liegt. Das Küstenmotorschiff füllt dann auch den Hafen in ganzer Länge und Breite aus und seit Bergungsversuche scheiterten können nur noch kleinere Boote und Schiffe einlaufen!
Rechts: Einer der Propeller des deutschen Minensuchboots M-468 in Sør Trøndelag. Das Schiff lief auf eine deutsche Mine als es einen Konvoi eskortierte und liegt heute gut erhalten auf hellem Sandboden. Die Sichtweiten sich oft erstklassig und viele Details machen jeden Tauchgang hier besonders spannend. Zu sehen gibt es beispielsweise noch die Wasserbomben in den Wurfvorrichtungen. Es lassen sich auch viele Kleinteile finden. Da das Wrack sehr ungeschützt liegt, von keiner Basis angefahren wird und man es nur mit exakter GPS-Position findet wird hier nur relativ selten getaucht.


Rotzunge - 

Microstomus kitt Grauer Knurrhahn - Eutrigla gurnardus auf Kliesche - Limanda limanda

Links: Eine Rotzunge Microstomus kitt überlegt noch ob sie flüchten soll. Entlang der schwedischen Westküste und der ganzen norwegischen Küste ist dieser Plattfisch eigentlich recht gewöhnlich. Man findet ihn meistens einzeln, oder paarweise auf felsigem Untergrund oder Sand. Wie bei allen Plattfischen passt sich die Färbung der Umgebung an. Gut zu erkennen sind die wulstigen Lippen, die hoch hervorstehenden Augen für einen erstklassigen Rundumblick und der Flossenansatz. Wenn man etwas vorsichtig ist kann man sich diesem Fisch relativ leicht nähern.
Rechts: Ein echter Schnappschuss ist dieses Foto eines Grauen Knurrhahns Eutrigla gurnardus, welcher gerade auf einer Kliesche Limanda limanda liegt. Der Knurrhahn war zunächst vor mir geflüchtet und hatte sich dann zufällig genau hier wieder auf den Boden gelegt. Der Knurrhahn verfügt über einige umfunktionierte Flossenstrahlen unter dem Bauch. Hiermit kann er sich kriechend über den Grund bewegen und nach Nahrung suchen.
Beide Fotos entstanden bei Nachttauchgängen im Oktober in Südnorwegen, Region Aust-Agder.


kleiner Wittling - Merlangius merlangus auf Haarqualle - Cyanea capillata Qualle

Links: Die Feuerqualle ist den meisten Tauchern eher aus unangenehmen Begegnungen bekannt. Dieser kleine Wittling Merlangius merlangus, hier gerade über dem Schirm der gelben Haarqualle Cyanea capillata zu sehen, braucht vor den Nesseln jedoch keine Angst zu haben. Ebenso wie die Bastardmakrele ist der Wittling immun gegen das Nesselgift und die Jungfische nutzen den Schutz der Qualle um das besonders gefährliche erste Lebensjahr zu überstehen. So sieht man zwischen dem Tentakelschweif einer großen Qualle oft einen ganzen Schwarm der kleinen Fische. Dabei ist es nicht ganz einfach sich der Qualle und den Fischen zu nähern ohne selbst in Kontakt mit den nesselbesetzten Tentakeln zu kommen.
Rechts: Was am Strand angespült wie ekeliger Schleim aussieht ist unter Wasser ein faszinierendes Tier, welches wie ein Wesen aus einer anderen Welt durch das Wasser schwebt und sich mit kraftvollen Pumpbewegungen des ganzen Körpers fortbewegt. Der Schirmdurchmesser kann übrigens in den arktischen Regionen bei dieser Qualle bis zu zwei Meter betragen, die Nesselfäden sind dann bis zu 30 Meter lang!


Seeteufel - Lophius 

piscatorius Seeteufel - Lophius piscatorius

Links: Aus der Nähe betrachtet wirkt das Auge des Seeteufels Lophius piscatorius wie das eines Aliens. Oben im Bild sieht man die „Antennen“: Flossenstrahlen, die sich bei den Anglerfischen zu einem Lockinstrument zum Beutefang entwickelt haben. Der Fisch lauert reglos und perfekt getarnt auf dem Boden und wedelt mit dem Köder (ein Hautlappen an dem besagten Flossenstrahl). Nähert sich ein neugieriger und hungriger Fisch, so ist es um ihn geschehen. Die Größe der Beute kann den Seeteufel dabei kaum einschüchtern und selbst Kormorane und Papageitaucher hat man schon in ihren Mägen gefunden!
Rechts: Der Seeteufel kennt normalerweise kaum Scheu vor Tauchern und vertraut vollkommen auf seine Tarnung. In der Tat erfordert es etwas Erfahrung um Seeteufel zu erkennen. So finde ich beispielsweise heute an Tauchplätzen die ich schon einigen Jahre betauche bei jedem Tauchgang Seeteufel, wo ich noch vor gewisser Zeit nur selten einen der Fische entdecken konnte.
Seeteufel gelten als Delikatesse und sind wohl die teuersten Speisefische Europas. Im Mittelalter weigerten sich die Fischer den seltsamen Fisch an Bord zu nehmen, da sie überzeugt waren er würde Unglück bringen.


Weichkoralle „Tote Mannshand“ - Alcyonium digitatum Norwegischer Zwergbutt - Phrynorhmbus norvegicus Roter Kelp/Palmentang - Laminaria hyperborea

Links: Die nordische Weichkoralle „Tote Mannshand“ Alcyonium digitatum ist sehr häufig an Steilwänden und Wracks zu finden. Hier wachsen Stöcke in verschiedenen Färbungen in einer Schlucht in der Brandungszone. Durch die stetige Wasserbewegungen können die Polypen auf der Oberfläche der Koralle viel Plankton als Nahrung fischen. Die glatten Korallenstöcke weiter vorne im Bild sind ebenfalls Seemannshände, jedoch mit eingezogenen Polypen.
Mitte: Der Norwegische Zwergbutt Phrynorhmbus norvegicus ist einer der schönsten Plattfische und lässt sich meisten in Wassertiefen von 20 bis 50 Metern auf felsigem Untergrund finden. Man muss schon etwas genauer hinsehen, denn der Fisch wird maximal 13 Zentimeter groß.
Was auf diesem dunklen Kelpblatt als auffällige Färbung erscheint ist auf den Unterwasserfelsen meistens eine erstklassige Tarnfarbe. Krustenalgen, Schwämme und Moostierchen färben die Steinoberfläche oft komplett in verschiedene Rottöne.
Rechts: Der Rote Kelp, oder Palmentang Laminaria hyperborea ist typisch für die Küsten Trøndelags. Die Pflanzen werden hier bis zu drei Meter hoch und bilden üppige Wälder in die es unmöglich sein kann einzudringen. Besonders spannend ist es wenn man eine lange Schlucht findet, in der man durch die Wälder, oder besser gesagt unter ihnen, schwimmt. Wenn sich über einem die Blätter in der Dünung der Wellen sanft wiegen und Schwärme von Fischen im blauen Wasser an einem sonnigen Tag kreisen wird man den Tauchgang sicherlich noch sehr lange in der Erinnerung behalten!


Köhler - Pollachius 

virens Pfauenfederwurm - Sabella pavonina

Links: Der Köhler Pollachius virens wird den meisten wohl eher als Seelachs bekannt sein. Mit dem Lachs hat der Dorschfisch eigentlich nichts zu tun, aber so verkauft er sich wohl besser.
Dieser große Schwarm von einjährigen Jungfischen hielt sich im April in einem mittelnorwegischen Yachthafen auf, war im Sommer hingegen verschwunden. Die Fische verbringen nur den ersten Lebensabschnitt in Küstennähe und bilden erwachsen ebenfalls große Schwärme um andere Fische auf offener See zu jagen. Neben dem Rotbarsch ist der Köhler der beliebteste Speisefisch in Deutschland.
Rechts: Ein Pfauenfederwurm Sabella pavonina. An einen Wurm erinnert diese elegante Erscheinung eigentlich kaum: Die etwa 100 Borsten sind zu einem prächtigen Schirm aufgespannt und filtern im Wasser nach Nahrung. Bei Gefahr verschwindet der Fächer blitzschnell in der Röhre.
Für Fotografen ist es eine echte Herausforderung diesen Röhrenwurm abzulichten, denn man kann sich ihm kaum nähern. Schafft man es dann doch, so kann man sich sicher sein das man nur einen Versuch hat - somit benötigt man allgemein schon einige Versuche bevor das erste brauchbare Foto entstanden ist!

Nachwort

Die Auswahl der Fotos ist mir nicht leicht gefallen, denn alle zeigen sie einen anderen Teil der Unterwasserwelt Norwegens und sind teilweise mit spannenden Erinnerungen verbunden. Wer Lust bekommen hat noch eine größere Fotoauswahl zu sehen kann sich gerne auf meiner Internetseite www.tauchprojekt.de umschauen. Hier habe ich auch ein Fischlexikon aufgebaut und alle Meerestiere, von denen ich bisher Fotos machen konnte, beschrieben – natürlich noch lange nicht annähernd vollständig!
Ich hoffe etwas Interesse geweckt zu haben und, auch wenn die meisten Urlaubstaucher den Norden Europas aus verschiedenen Gründen wohl niemals als Reiseziel auswählen werden, einen kleinen Eindruck vermittelt zu haben dass es dort nun wirklich alles andere als öde und leblos ist!

© 2005 - Sven Gust – keine weitere Verwendung ohne Genehmigung!



Infos

Wracktauchers Paradies. Die Solomonen. Taucht ein in Olis Solomonen-Wrackführer. Dort gibt es Wracks in Hülle und Fülle, und auch zu der Historie der untergegangenen Schiffe ist jede Menge zu lesen. Tauch ein in die Solomonen


04.07.2009 10:54 Taucher Online : 118
Heute 3852, ges. 34575031 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Unsere Produkt-Datenbank!
Über 2650 Tauchartikel mit detaillierten Daten!
Vergleichen lohnt sich!


Zu unserer Kooperationsseite...


Aktuelle Tauchfotos:


 Utopia Beach
(03.07.2009, 8 Fotos)

   

 Safari Brothers-Daedalus-Elp..
(02.07.2009, 14 Fotos)

   

 Allgemein
(02.07.2009, 5 Fotos)

   

Akt. Fluglinienberichte:

Egypt Air
(03.07.2009) Nach weit über 10 Jahren Abstinenz buchte ich im Mai 2009 wieder einen Flug mit Egypt Air. Die Strecke Hurghada-Deutschland fliege ich beruflich öfter pro Jahr, im Normfall immer mit Condor. Aufgrund (mehr)

Air Malta
(27.06.2009) Und schon wieder ein Tauchurlaub auf Gozo (zu fünft) und natürlich wieder mit Air Malta von Düsseldorf am 12.06.2009 und zurück von Malta nach Düsseldorf am 21.06.2009. Mittlerweile muss man auch (mehr)

Air Berlin
(20.06.2009) Ich fliege sehr oft mit Air Berlin,auch zum Tauchen, muß aber manchmal auch auf andere Linien ausweichen. Ich bin immer froh, wenn ich wieder mit Air Berlin fliegen kann - da merkt man erst den (mehr)

Umfrage - Wirtschaftskrise und Tourismus

In wie weit wirkt sich die aktuelle Krise auf deine Urlaubsentscheidung aus? Hat sich dein Buchungsverhalten dieses Jahr verändert?

  Ich habe gebucht wie all die Jahre auch.
  Ich habe ein günstigeres Angebot gebucht
  Ich mache weniger Urlaub
  Ich habe mehr denn je gebucht.
  Ich kann dieses Jahr gar nicht in Tauchurlaub.


Nur Ergebnisse anzeigen

Forum Biologie

Auszug aus diesem Forum:


östliches Mittelmeer: fremde Prachtsternschnecken
vom 16.06.2009 : hallo, Wir haben beim Tauchen in der Türkei vor Kemer fuer das Gebiet fremde (Prachtstern)schnecken gehabt die an einem Wrack ... [mehr]

Rotfeuerfische in der Karibik
vom 15.06.2009 : Der Rotfeuerfisch hat sich weiter nach Süden in der Karibik ausgebreitet. Wir haben bei verschiedenen Tauchgängen an der Südküste ... [mehr]

Süßwasser: kannibalistische Flussbarsche?
vom 14.06.2009 : Gestern folgte mir bei einem Nachttauchgang etwa 35 Minuten lang ein großer Barsch, der die Gelegenheit nutzte, um im Schein ... [mehr]




© 1997-2009 Taucher.Net GmbH - powered by TNetHosting