|
|
|

 | |
Die Geschichte von Scapa Flow
Die riesige Bucht von Scapa Flow wurde schon von den Kelten als natürlicher
Hafen und Siedlungsraum geschätzt. Ihnen folgten die Wikinger, Norweger,
Schotten und Engländer.
Insgesamt finden sich ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung auf
Orkney im 4. Jahrtausend v. Chr.
Ring of Brogar
Der Bereich von Lyness auf der Insel Hoy sowie große Teile der Insel
Flotta wurde vor etwa 100 Jahren mehr oder minder zwangsenteignet und militarisiert. Scapa
Flow entwickelte sich damals zum Heimathafen der englischen Nordatlantikkriegsflotte.
Eine enorme Logistik musste aufgebaut werden. Die Zentren eben dessen waren
Lyness und Flotta. (Da sich Flotta ohnehin quasi in Staatsbesitz befand,
konnten dort nach dem militärischen Niedergang der militärischen
Ära von Scapa Flow, dort recht bequem und unbürokratisch die Ölterminals
und Pipelines gebaut werden...)
Historische Luftaufnahme von Lyness
Riesige Lager und Ölvorräte wurden angelegt. Wohnsiedlungen, Infrastruktur
errichtet. In Lyness befand sich damals ein Kino, in dem mehrere tausend Menschen
Platz hatten. Ein vergleichbares auf Flotta.
Die heutigen Mole, wo die Tauchboote anlegen, stammt ebenfalls aus dieser
Zeit.
Sonst kann man sich heute kaum mehr vorstellen, wie es bei dem wohl wuselige
Treiben hier damals wohl ausgesehen haben könnte. (Licht ins Dunkel
bringt das Scapa Flow Visitor Center -siehe in diesem Bericht ebendort!)
Aber auch Splittergräben, riesige Bunkeranlagen unter den Hügeln
von Hoy, Beobachtungsstellungen, U-Boothorchposten, U-Bootnetze und Anti-U-Bootminen
wurden installiert.
In voller Fahrt!
Im ersten Weltkrieg konnte so alle deutschen Angriffe erfolgreich abgewehrt
werden. UB-116 und das U-29 von Weddingen wurden versenkt, bevor sie hier
Unheil anrichten konnten.
Die verheerende Explosion der HMS Vanguard am 9. Juli 1917 wurde schlussendlich
auf Korditzersetzung zurückgeführt- Feindeinwirkung ausgeschlossen.
Am 5. Juni 1916 sank die HMS Hampshire mit dem berühmten Feldherren Lord
Kitchener nahe des Orkney Mainland vor Marwick Head. Das Schiff war wahrscheinlich
auf eine frisch gelegte deutsche Mine aufgelaufen. Es gab kaum Überlebende
im kalten und stürmischen Atlantik...
Lord Kitchener
Bis zum 2. Weltkrieg wurde die Bedeutung von Scapa Flow noch ausgeweitet.
Fühlte man sich hier trotz allem ziemlich sicher- blieb aber trotzdem
sehr wachsam.
Die Sounds (Lücken zwischen den Inseln, durch die die Gezeiten donnern
(!!!) wurden in der Zwischenzeit durch die Versenkung alter Schiffe gegen
eindringende feindliche U-Boote gesichert. Dennoch gelang es in der Nacht
von 13. auf 14. Oktober 1939 Kapitänleutnant Günther Prien mit
seinem U-47 in einer unmöglich geglaubten Fahrt zwischen
den versenkten Schiffen des so blockiert geglaubten Kirk Sound in den Scapa Flow zu gelangen.
Auf den beiden oberen Fotos: KaLeu Günther Prien (U-47)
Der Rest ist jedenfalls Geschichte:
In der Folge versenkte er das, in der Scapa Bay vor Anker liegende Schlachtschiff
"HMS Royal Oak". Ein Erfolg für die einen, eine unfassbare
Tragödie, die 833 Menschen das Leben kostete, für die anderen.
Ferner beschädigte er ein weiteres großes Kriegsschiff, wahrscheinlich
die HMS Iron Duke oder HMS Repulse, was weniger bekannt ist und auch
in Kriegszeiten stets geleugnet wurde.
Der Schock saß jedenfalls sehr, sehr tief in den Knochen der englischen
Militärs und Politiker, in Windeseile wurden weitere Schiffe in den
Sounds versenkt (bzw. diese zugeschüttet- die so genannten "Churchill
Barrieres") und die Sicherungsmaßnahmen noch weiter erhöht.
In der Folge sollte es keinem feindlichen U-Boot mehr gelingen, nach Scapa
Flow einzudringen.
Churchill Barrier No.1
Tausende Menschen arbeiteten hier im hohen Norden im Dienst der Royal Navy
und ihrer Subunternehmen. Nicht immer alle ganz freiwillig und/oder voller
Begeisterung, wie dieses zeitgenössische Gedicht zeigt:
This bloody town´s a bloody cuss,
No bloody trains, no bloody bus,
And no one really cares for bloody us,
In bloody Orkney.
All bloody clouds and bloody rain,
No bloody kerbs, no bloody drains,
The Council´s got no bloody brains,
In bloody Orkney.
No bloody sport, no bloody games,
No bloody fun, no bloody dames,
Won´t give their bloody names,
In bloody Orkney.
(Die Winterdepression ist hier im fast sonnenlosen Orkney-Winter auch heute
noch weit verbreitet...)
Where to go? What to do? (Hoy)
Nach dem zweiten Weltkrieg schwand das Interesse der Militärs zunehmend
an Scapa Flow und nach Jahrzehnten hektischem Treibens kehrten wieder Ruhe
und Beschaulichkeit in den Archipel ein.
|
|
TIPP: | Tauchmedizinische Abhandlungen gefällig? Dann nichts wie hin zu unserer Tauchmedizin-Seite ! |
|
| |

26.07.2008 02:34 Taucher Online : 48 Heute 758, ges. 27764029 Besucher
 
|
|



 Zu unserer Kooperationsseite...
 Barleber See, Magdeburg (24.07.2008) Hallo, mehrmals waren wir im Barleber See, Magdeburg. Wahrscheinlich auch noch lange nicht das letzte Mal. Die Anfahrt planten wir bisher immer über den Surfereinstieg des Segelvereins. Mit etwas (mehr)
 Fühlinger See, Köln (24.07.2008) Hallo Tauchergemeinde Gestern nachmittag gings mal wieder an den Fühlinger See,das Wetter war gut also ließ das gute Tauchgänge vermuten,aber als wir auf dem Parkplatz ankamen und so viele Taucher (mehr)
 Walchensee, Galerie dazwisch.. (22.07.2008) Tauchbericht vom 22.07.2008 Der Wasserstand hat sich schon lange wieder normalisiert, jedoch sind die Sichtverhältnisse mehr als Bescheiden. Beim abtauchen wird er erst ab ca. 16 m klar. Auch sind in (mehr)

|
|
 Lahami Bay, Berenice (22.07.2008) Zehn Tage Aufenthalt ab Ende Juni im Anschluss an eine Tauchsafari. Sehr schöne Resortanlage. Die isolierte Lage im Süden Ägyptens hat auch ihre Vorteile: noch ist es hier unten vergleichsweise (mehr)
 Hotel Alpino Atlantico (16.07.2008) Ruhig schlafen und gut frühstücken direkt am Meer, Ausblick von der Frühstücksterrasse ist überwältigend schön! Hotel tipp topp, superfreundliches Personal, geht nicht, gibt´s nicht. Strand fußläufig (mehr)
 Cala Joncols Hotel (13.07.2008) Grundsätzlich können die Berichte/Beschreibungen des Hotels so hingenommen werden. Der Service im Hotel ist stimmig, das Essen ist gut. Leider wird frischer Fisch frittiert und zum Nachtisch gab es (mehr)

|
|
 Clownfish Travel, Philippine.. (18.07.2008) Harry, großes Dankeschön an Dich! Erst hat Harry dafür gesorgt, dass mein Freund und ich letztes Jahr einen traumhaften Urlaub auf den Philippinen erlebt haben und dann hat er mir sogar nen (mehr)
 Bluewater Safaris (13.07.2008) Dem vorhergehenden Bericht kann ich nur zustimmen. Ich habe vom 16.06.08 bis 23.06.08 an einer Marinepark-Tour von Bluewater-Safais teilgenommen. Start und Endpunkt der Tour war Port Ghalib. Die (mehr)
 Tauchertraum.com (23.06.2008) Unsere Erfahrungen mit dem Reiseveranstalter www.tauchertraum.com Wir waren vom 06.05. bis 31.05.2008 auf YAP und Palau (Peleliu und Korror). Da es unsere Hochzeitsreise war sollte es natürlich (mehr)

|
|
 M/Y Ultimate (24.07.2008) Wir waren vom 10. bis 17. Juli mit der MY/ Seawolf Ultimate auf Nordtour ( Wracktour ). Ich kann die Nordtour mit diesem Boot nur empfehlen. Boot: Absolut Top mit drei Decks Besatzung: immer (mehr)
 M/Y Thunderbird (23.07.2008) Ich war vom 10ten bis 21 Juli 2008 auf der M/Y Thunderbird. Dies war meine erste Tauchsafari, und die Thunderbird inklusive Crew hat es für mich zu einem echt unvergesslichen Erlebnis gemacht. Der (mehr)
 MY Sheena (23.07.2008) Normalerweise gehöre ich nicht zu denen die Reiseberichte schreiben, aber nachdem ich den Bericht von „Carlitos0815“ gelesen habe, werde ich das jetzt doch mal versuchen. Auch wir hatten uns die (mehr)

|
|
|
|
|