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 |  Geschrieben von Oli |
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| Major Jean-Maurice Authié nahm über die Stiftung
Traditionsarchiv Unterseeboote in Cuxhaven/Altenbruch Kontakt zu den
Überlebenden von U-Pfeffer auf. Von ihm erhielten sie einige durch
seinen Tauchkameraden Noel Rousset geborgene Gegenstände. Genauer
gesagt fand dieser bei der Untersuchung des Wracks nach Hinweisen auf dessen
Identität im Dieselraum eine grüne Birne mit dem Aufdruck "Reichsmarine".
Bei der Nachforschung nach dem Sinn dieser Birne, gelangte er an Emil Heber,
seinerzeit Diesel-Fahrstandsheizer. Dieser teilte Noel Rousset mit, daß
dies die Birne des Steuerbord-Dieselfahrstandes sei und als optisches Signal
gedient hatte, zur Befehlsübermittlung bei Ausfall des Maschinentelegraphen.
Bei dem im Dieselraum herrschenden Maschinenlärm konnte so die Aufmerksamkeit
des Dieselpersonals erweckt werden, so daß dieses dann das Sprachrohr
bedienen würde. Gegenüber Noel Rousset erwähnte Heber,
daß er beim Finden der grünen Birne eigentlich auch seine Tabakspfeife
gesehen haben müssen. Prompt schickte Noel Rousset Emil Heber seine
Pfeife! Und die grüne Birne - sie wurde getrocknet und in eine Lampe
geschraubt. Sie funktionierte immer noch ! Zu den weiteren geborgenen Gegenständen
gehört neben der Tabakspfeife noch ein Schild mit der Aufschrift "Druck
Motorenöl" von der Armaturentafel vom Steuerbord-Dieselmotor, ein
verrotteter Löffel, eine zur Tauchretterausstattung gehörende
Taucherbrille und ein Messergriff.
Photo © 2005 Oliver Meise
Letzterer gehörte zu einem Messer, das ein Besatzungsmitglied während
der Baubelehrung im Lloydheim hatte "mitgehen" lassen. Außerdem
hatte Noel Rousset noch einige Fläschchen Kölnisch Wasser -zT.
mit Originalinhalt- geborgen und an die Mannschaft übergeben.
Photo © 2005 Oliver Meise
All diese Gegenstände sind heute Exponate in der musealen Sammlung
der Stiftung
Traditionsarchiv Unterseeboote.
Möchte man sich einen Überblick über ein U-Boot vom Typ
IX C machen, scheut aber den Aufwand an einem Wrack tauchen zu gehen, kann
man ein solches U-Boot auch trockenen Fußes erkunden. Hierzu muß
man jedoch entweder nach Chicago in den USA reisen, oder nach Birkenhead
in Großbritannien. In Chicago kann man im dortigen Museum
of Science and Industry an einer "Virtual Tour" teilnehmen und
per Internet und auch real im Typ IX C-Uboot U 505 herumspazieren.
Dieses U-Boot wurde 1944 von einer U-Jagdgruppe aufgespürt und so
stark beschädigt, daß es von seiner Mannschaft in sinkendem
Zustand aufgegeben wurde. Bevor es aber vollständig sinken konnte,
war ein amerikanisches Enterkommando an Bord gekommen und verhinderte ein
weiteres sinken.
In Birkenhead befindet sich schließlich noch U 534. Dieses
Boot vom Typ IX C/40 wurde am 5. Mai 1945 durch Flugzeuge im Kattegat versenkt
und 1993 wider gehoben. Im Anschluß wurde es in das Historic
Warship Museum in Birkenhead, Wirral bei Liverpool gebracht und kann
heute besichtigt werden.
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06.10.2008 21:28 Taucher Online : 220 Heute 20160, ges. 29208907 Besucher
 
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