Tauchen Allgemein

 Geschrieben von Sonja und Peter

Tauchen auf den Philippinen

Was das Tauchen betrifft, haben wir sehr unterschiedliche und fast nur positive Erfahrungen gemacht. Die Destinationen, die wir aufsuchten, haben sich in Bezug auf Sichtweiten und Unterwasserwelt stark voneinander unterschieden. Bei den knapp 70 Tauchgängen, die wir an sieben verschiedenen Orten machen konnten, haben wir immer neue Meeresbewohner entdeckt bzw. gezeigt bekommen. Vor allem die Vielzahl an Makromotiven für die Fotografie war überraschend. Kaum ein Tauchgang, an dem wir nicht mindestens eine neue Schneckenart oder ein noch nie gesehenes Krebschen zu Gesicht bekommen haben. Die Artenvielfalt liegt weit über der, die man von den Malediven oder dem Roten Meer kennt.

Tambija Olivaria


Und es wird zwar oft das Gegenteil behauptet, aber auch Großfisch sieht man auf den Philippinen! Die Wassertemperatur lag durchwegs zwischen 23 und 26 Grad, die Sichtweiten waren je nach Ort variabel, wobei 15-20 Meter schon gute Sichtweiten waren - mehr war dann eher die Ausnahme, weniger oft der Fall. Strömung hatten wir bei unseren Tauchgängen nur selten.

Die meisten Plätze werden per Boot angefahren, nur selten geht man direkt von Land ins Wasser. Als Tauchboote dienen üblicherweise die für die Philippinen typischen Bancas, das sind Holzboote mit breiten Auslegern, die je nach Größe zehn bis zwanzig Tauchern Platz bieten und sehr stabil im Wasser liegen. In seltenen Fällen sind wir auch mit einem gewöhnlichen kleinen Motorboot ausgefahren. Das Meer war bei unseren Ausfahrten meist sehr ruhig und die Fahrten recht gemütlich. Nur zwei Mal hatten wir etwas bewegteren Seegang. Zu den Ausfahrten ist positiv zu vermerken, dass sich die Basen, mit denen wir getaucht sind, nie vor längeren Anfahrten „gedrückt“ haben und auf Wunsch durchaus Ziele angefahren sind, die eine oder eineinhalb Stunden Fahrt entfernt waren.

Nur ein einziges Mal konnte eine Basis einen entfernteren Platz, den wir betauchen wollten, aus Mangel an anderen Interessenten nicht mit uns anfahren. Wir konnten besagte Stelle dann aber dennoch betauchen, da die Nachbarbasis den Platz angefahren ist. Zumeist war es aber so, dass sich die Basen bei der Wahl der angefahrenen Tauchplätze nach unseren Wünschen gerichtet haben, wenn ihnen dies nur irgendwie möglich war.

So unterschiedlich wie die Unterwasserwelt selbst waren auch die Usancen der verschiedenen Tauchbasen: von größtmöglicher Freiheit (Tiefenlimits eher nicht so wichtig, Dekotauchgänge geduldet, Tauchen ohne Guide möglich) bis hin zu exklusiv geführten Tauchgängen haben wir eine große Bandbreite an Variationen erlebt. Obwohl uns beim Kaltwassertauchen in Österreich oder auf den istrischen Wracks unsere taucherische Autonomie und Eigenverantwortung sehr wichtig sind, haben wir auf den Philippinen die geführten Tauchgänge bevorzugt: wir waren oft nur zu zweit mit dem Guide und haben unzählige Meeresbewohner gezeigt bekommen, die wir allein nie entdeckt hätten. Dabei waren uns die einheimischen Guides bei weitem lieber als die europäischen: die Filipinos sind oft an dem Ort aufgewachsen, wo sie mit uns tauchten oder kannten die Tauchplätze zumindest seit mehreren Jahren und damit de facto auch jeden Fisch beim Vornamen.

Muräne


Und sie haben sich als „Guides“ im eigentlichen Sinne verstanden, nicht als „Aufpasser“, die schon profilaktisch mit drakonischen Maßnahmen bei Regelüberschreitungen drohen: wir haben den Guides meist vorher geschildert, wie wir gern tauchen (langsam!) und was wir gern sehen wollen - oft konnten wir uns noch nicht bekannte Tierarten regelrecht „bestellen“. Zeitliche Beschränkungen gab es bei den Tauchgängen praktisch nie - es sei denn, dem Guide ist vor uns die Luft ausgegangen.

Besonders „abenteuerliche“ Tauchgänge haben wir aus Selbstschutz eher vermieden - schließlich war die nächste Dekokammer meist sehr, sehr weit weg und wäre nur per Flugzeug erreichbar gewesen.

Übrigens sind uns am Ende der Reise die Ideen für weitere Tauchdestinationen auf den Philippinen noch lange nicht ausgegangen: wir hätten völlig problemlos noch weitere 5-6 Wochen anschließen können und die Entscheidung, welche Orte wir nicht anfahren werden, ist uns am Ende nicht leicht gefallen. Gute Tauchguides zu Tauchplätzen und Tauchgebieten auf den Philippinen sind „diving southeast asia“ (Periplus Action Guides, David Espinosa) und „Dive Guide - The Philippines“ von Jack Jackson.








Infos

Du möchtest einen regelmäßige Mail wenn es was etwas Neues auf Taucher.Net gibt? Dann trag Deine Email-Adresse in unsere Mailingliste ein, und so bist Du up to date was sich auf unseren Seiten tut. Versprochen!


09.02.2012 12:47 Taucher Online : 211
Heute 8523, ges. 59086487 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Unsere Produkt-Datenbank!
Über 2750 Tauchartikel mit detaillierten Daten!
Vergleichen lohnt sich!


Wir haben auch
eine LiveCam!



Forum TEK-Diving

Auszug aus diesem Forum:


ANDI Diveplanner
vom 12.01.2012 : Hallo zusammen! Hat einer von euch erfahrungen mit der ANDI Gap-Software bzw. kennt einer von euch den Unterschied zur ... [mehr]

P-Weight und / oder Storage Pack
vom 11.01.2012 : Hallo, ich versuche gerade, meine Monoflaschenausrüstung hinsichtlich des Trimms zu optimieren. Dabei geht es um die ... [mehr]

VDST Tech: Sinn von Trimix 30/30 und Tiefenlimit 90m bei Trimix** ?
vom 11.01.2012 : Warum wird denn eigentlich beim Triox Trimix 30/30 als Grundgemisch eingesetzt? Narkoseminimierung beim 43m (1,6bar) bzw. 37m ... [mehr]

Tauch-Seiten.de

Aktuelle Tauchplätze:

Bells, Dahab
(08.02.2012) Wenn man zum Blue Hole fährt, dann sollte man Bells nicht vergessen. Bells liegt etwa 100m zu Fuss vom Beduinenlager beim Blue Hole entfernt. Also erst mal Fussmarsch. Aber er lohnt sich, (mehr)

Zakynthos
(07.02.2012) Griechenland war lange ein Traumziel für Taucher. Klares, warmes Wasser, Höhlen, Grotten und Wracks zogen die Neptunsjünger magisch an. Dann wurde das Rote Meer immer leichter erreichbar und damit (mehr)

Attika Autofriedhof Athen
(03.02.2012) Ein sehr interessanter Tauchgang befindet sich nur 10 km vom Kap Sounion im Süden Attikas entfernt. Unzählige Autos, Autoteile, ganze Motoren, oder gar LKWs verstreut im klaren Wasser in Tiefen (mehr)




MountainBIKE RoadBIKE UrbanBIKING outdoor klettern CAVALLO AnglerNetz taucher.net planetSNOW