Es ist einfach und ungefährlich, sich auf den Philippinen „frei“ zu
bewegen, und wenn man zwei - drei Wochen zur Verfügung hat, ist es nicht
notwendig, die gesamte Reise vorab in einem Reisebüro zu buchen. Wir
haben lediglich die Flüge bis zu unserem ersten Reiseziel gekauft und
per Mail direkt im Resort die ersten Übernachtungen reserviert.
In Folge haben wir unsere Reisepläne von Woche zu Woche nach Lust und
Laune gestaltet und es dabei als sehr positiv erlebt, das eine oder andere
Mal ein paar Tage länger bleiben zu können, wenn es uns gut gefallen
hat - so sind wir bei unserer ersten Station statt vier Tagen fast vierzehn
Tage geblieben. Und es war auch ein Gefühl sensationeller Freiheit, einfach
früher abzureisen, ohne durch bereits bezahlte Zimmerbuchungen, Tauchpakete
oder Flüge „festgehalten“ zu werden, falls Unterkunft oder Tauchbasis
doch nicht unseren Erwartungen entsprochen haben.
Ausgesprochen hilfreich bei der Reiseorganisation war die Printversion
des Philippinen Guides
von Jens Peters und ein philippinisches Wertkartenhandy (recht einfach in
Manila zu organisieren, ein entsperrtes Handy mitzunehmen ist vorteilhaft).
Sowohl Unterkünfte als auch Inlandsflüge oder Tickets für
Schifffahrten lassen sich in den meisten Fällen kurzfristig organisieren.
Die meisten philippinischen Unterkünfte abseits von den Haupttouristenzentren
in Boracay und Puerto Galera sind einfach ausgestattet. Einen vier- oder fünf
Sterne Standard wie auf den Malediven oder in besseren Hotelanlagen am Roten
Meer wird man nur selten finden. Das Preisniveau ist auch entsprechend niedriger.
Sehr positiv ist uns aufgefallen, dass es praktisch keine großen Hotelkomplexe
gibt, sondern meist nur kleine Anlagen mit wenigen Bungalows, die im landestypischen
Stil gebaut sind. Klimaanlagen und Warmwasser gehören nicht zur Standardausstattung,
was wir als nicht störend empfunden haben. Es gibt auch Unterkünfte
ohne fließendes Wasser, man „duscht“ dann mit einem Eimer Wasser, aus
dem man Wasser mit einer Kelle schöpft - auf diesen „Luxus“ haben wir
verzichtet.
Strom gibt es an abgelegeneren Orten manchmal nur abends - bei unserer Reise
war das in Sangat Island und im Dolarog Resort in El Nido der Fall. Für
das Laden von Lampen und Kamera - die wir bei jedem Tauchgang benutzten -
muss man sich dann entsprechend organisieren.
Die philippinische Küche hat nicht ohne Grund einen etwas zweifelhaften
Ruf, trotzdem haben wir es mit ein bisschen Ehrgeiz immer wieder geschafft,
ganz vorzüglich zu essen. Am besten ist man dran, wenn man irgendwo einen
gerade frisch gefischten Fisch erwischt, den man sich zubereiten lässt.
So haben wir in einem Strandlokal von Alona Beach auf Panglao die besten Riesengarnelen
unseres Lebens gegessen - sie waren eben gerade zufällig da.
In Bezug auf den Service innerhalb der Resorts tut man gut daran, von europäischen
Vorstellungen ein wenig zu abzurücken: es kann schon passieren, dass
das Zimmer einmal nicht gemacht wird (am besten freundlich nachfragen, dann
klappt es meist für den Rest des Aufenthalts), dass Gerichte auf der
Speisekarte stehen, die es nicht gibt oder dass uns ganz einfach erscheinende
Dinge nicht ganz so glatt laufen und viel länger dauern, wie wir es gewohnt
sind. All das wird aber wettgemacht durch die freundliche und liebenswerte
Art, mit der sich die Hotelangestellten um die Gäste und deren Wünsche
bemühen. Wesentliche Dinge wie z.B. rechtzeitige Transfers zu Flügen
haben auf unserer Reise immer völlig problemlos geklappt.
TIPP:
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