Sangat Island ist Teil der Region Palawan - der landschaftlich schönsten
Region der Philippinen neben den Reisterassen in Nordluzon - und liegt eine
knappe Bootsstunde von der Insel Busuanga, auf der sich der Flughafen befindet,
entfernt. Auf dieser Insel befindet sich nur das
Sangat
Island Reserve.
Strand vom Sangat Island Resort
Das Resort hat einen guten Standard, besonders empfehlenswert für Ruhesuchende
und (sportliche) Honeymooners ist die Villa: sie liegt in einer eigenen kleinen
Bucht, die nur per Paddelboot erreichbar ist. Reizvoll ist die Tierwelt auf
der Insel: Affen und Leguane sind immer zugegen, erstere brechen durchaus
auch in die Bungalows ein und schaffen dort ein wenig Chaos.
Leguane auf Sangat amüsieren die Urlauber
Die Qualität des Essens unterlag Schwankungen, war aber zumeist recht
gut. Besonders geschätzt haben wir die Hilfsbereitschaft aller Mitarbeiter
des Resorts, insbesondere das Engagement von Ilona und Bart, die einerseits
die Basis leiten und andererseits den Gästen auch bei allgemeinen Fragen
weitergeholfen haben. Wir haben die entspannte Art der beiden vor allem auch
beim Tauchen sehr geschätzt. Basis und Ausrüstung sind in einem
Top Zustand.
Das Tauchgebiet in der Coron Bay ist wegen seiner Wracks berühmt. Das
Sangat Island Resort bietet dabei einen ganz wesentlichen Vorteil: die 12
teils sehr großen - bis zu 200m langen - japanischen Wracks aus dem
2. Weltkrieg liegen buchstäblich vor der Haustür des Resorts: es
sind nur 15 bis 30 Minuten Fahrtzeit zu den besten dieser Kriegs-Artefakte.
Die Basen, die diese Plätze von Coron aus anfahren, haben einen weitaus
längeren Weg (über ein Stunde) und kommen dementsprechend seltener.
Aufbauten eines Wracks
Wir konnten diese Wracks zu jeder Tages- und Nachtzeit betauchen und Ilona
und Bart waren stets sehr bemüht, die Wünsche der Taucher bei der
Wahl der Tauchplätze zu berücksichtigen. Nachts waren die Ausfahrten
manchmal etwas komplizierter, da die benachbarte Perlenfarm die nächtlichen
Tauchboote nicht besonders schätzt.
Bullaugen (Click zum Vergrössern)
Die Wracks liegen in einer angenehmen Tiefe: bei maximal 40 Metern ist der
tiefste Punkt erreicht, einige Wracks liegen auch im 20 Meter Bereich. Ideal
für Nitrox, das wir immer auf den Punkt genau nach Wunsch gemischt bekommen
haben! (Für die tieferen Wracks haben wir gern ein 30er Gemisch genommen.)
Bei den Wracks handelt es primär um Fracht- und Kühlschiffe. Das
einzige Kriegsschiff ist die Akitsushima. Die Sichtweiten liegen im Schnitt
bei 5-15 Metern. Genauere Beschreibungen zu Größe und Tiefe der
Wracks finden sich auf der Homepage des Resorts.
Schildkrötenpanzer im Inneren der Irako.
Mich durchzuckt der Gedanke: „Hoffentlich kennt Ibing den Weg zum Ausgang
besser!“
Viele der Wracks können bei entsprechendem Kenntnisstand und funktionierender
Tarierung auch penetriert werden. Dabei haben wir den Guide Ibing sehr geschätzt,
der uns viele unvergessliche Tauchgänge beschert hat. Das eine oder andere
Mal haben wir die Wracks nur beim Ab- und beim Aufstieg von außen gesehen.
Das war schlichtweg phantastisch! Am abwechslungsreichsten war die Irako,
immer neue Routen durch das Wrack hat Ibing uns gezeigt, immer neue und immer
engere Gänge sind wir durchtaucht.
Aber auch Akitsushima, Taiei Maru und Olimpia Maru haben viel zu bieten
für Liebhaber von „versunkenem Schrott“. Die kleineren und weniger tief
gelegenen Wracks sind zwar durchaus auch für noch weniger erfahrene
Taucher geeignet, aber gerade bei den Wracks von Sangat Island zahlt es sich
aus, schon ein wenig mehr Erfahrung zu haben - man hat dann einfach mehr
vom ganzen Tauchurlaub.
Ein Highlight ganz anderer Art ist der Barrakuda Lake:
Dieser Süßwassersee hat wie viele heimische Seen eine Sprungschicht
bei 13 Metern. Darunter kühlt das Wasser aber nicht ab, sondern seine
Temperatur steigt bedingt durch eine Schwefelquelle am Seegrund auf bis zu
37 Grad. Die Unterwasserlandschaft ist teilweise durch felsige Steilwände
gekennzeichnet und hat mich an meine Lieblingstauchplätze in Österreich
erinnert - mit einem feinen Unterschied: die Sichtweite im Barrakuda Lake
betrug an die 30 Meter! In einer Tiefe von etwa 30 Metern beginnt eine trübe
Schwefelschicht, durch die sich die Sichtweite schlagartig verschlechtert
- weshalb es mehr Spaß macht, weiter oben zu tauchen. Zu sehen gibt
es ein paar Salzwasserfischarten, die sich in den See verirrt haben, Grundeln
und Welse sowie Putzergarnelen, die bereitwillig Maniküretätigkeiten
unter Wasser übernehmen.
Die Putzergarnelen im Barrakuda Lake
haben bereitwillig Manikürearbeiten übernommen
Das kleine Hausriff von Sangat, das in der Regel unbegleitet betaucht werden
kann, ist zwar an sich nichts Besonderes, eignet sich aber gut für entspannte
Nachttauchgänge oder einen Eingewöhnungstauchgang.
Einsiedlerkrebs - Nachttauchgang am Hausriff
Tierwelt - Auszug aus dem Logbuch:
Im Tauchgebiet gesehene Tiere - die bei diesen Tauchgängen aber für
uns generell eher im Hintergrund standen - waren u.a.: unterschiedliche
Schneckenarten, Plattwürmer und Garnelchen, ein Aal, Einsiedlerkrebse,
Hummer, Fangschreckenkrebse, Rotfeuerfische, Drachenköpfe, Steinfische,
Schriftfeilenfische, Blaupunktrochen, Kugelfische, Fledermausfische, Korallenwelse,
Trompetenfische, Kaninchenfische, neugierige Anemonenfische, Harlekin Süßlippen,
Füsilierschwärme, etc.pp.
Fangschreckenkrebs, Black Island Wreck
TIPP:
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