Zum Abschluss der Reise haben wir nochmals einen Ortswechsel vorgenommen:
Es ist empfehlenswert, Cabilao nicht nur als Tagestrip von Panglao aus anzufahren,
sondern ein paar Tage direkt vor Ort zu verbringen. Die Überfahrt samt
Gepäck mit den Sea Explorers hat tadellos funktioniert und man verliert
auf diese Art und Weise keinen einzigen Tauchgang.
Auf der kleinen Insel Cabilao gibt es nur wenige Resorts. Am empfehlenswertesten
ist das La Estrella Resort, das sich nur zwei Gehminuten von
der Basis der Sea Explorers befindet. Das Resort der Sea Explorers selbst
ist zwar neuer und schöner gestaltet, befindet sich aber relativ weit
von der Tauchbasis entfernt, die direkt vor den interessantesten Plätzen
von Cabilao liegt. Die Taucher werden dann tagtäglich morgens per Boot
zu Basis gefahren (ca. 20-30 Minuten Fahrtzeit) und verbringen dort den ganzen
Tag, ohne zwischendurch auf ihre Zimmer zu können.
Das La Estrella Resort ist recht einfach, aber optisch nett gestaltet. Das
Essen ist ganz gut - einmal hatten wir einen ausgezeichneten Fisch, einer
dieser wunderbaren Glücksfälle, die einem auf den Philippinen immer
wieder passieren können, aber nicht planbar sind: er war eben gerade
frisch gefangen und ist einfach mit ein paar Kräutern gegrillt auf unseren
Tellern gelandet…
Die Tauchplätze von Cabilao übertreffen jene von Balicasag an
Attraktivität. Die schönsten Tauchgänge hatte ich bei „Lighthouse“,
„Fallen Tree“ und „Gorgonian Wall“. Alle drei Plätze sind keine zehn
Fahrtminuten von der Basis entfernt. Aber eigentlich ist es egal, wo das
Boot genau ankert und auch direkt vom Ufer aus kann man ins Wasser: eine
lange, beeindruckende und stellenweise sehr tiefe Steilwand läuft rund
um die Insel - so konnte ich gleich mehrere Tage lang bei jedem Tauchgang
meiner Vorliebe zu Steilwand-Tauchgängen frönen.
Die Sichtweiten lagen etwas über denen von Balicasag, die Anzahl der
im Wasser befindlichen Taucher war geringer. Die Hammerhaie, für die
Cabilao bekannt ist, trifft man nur mit Glück - ich habe sie nicht gesehen,
fand das aber eigentlich komplett nebensächlich.
Die Wand beginnt je nach Einstiegsplatz auf einer Tiefe von 7-15 Metern
etwa 100 Meter vom Ufer entfernt. Davor befindet sich sandiger Untergrund,
der mit einer gesunden Hartkorallenlandschaft bewachsen ist und perfekt zum
Austauchen geeignet ist.
Die Wand ist wunderschön mit riesigen Gorgonien und Weichkorallen bewachsen
und die durchwegs ausgezeichneten Guides haben den Tauchern bei jedem Tauchgang
viel gezeigt. Gesehen habe ich auf den neun Tauchgängen vor Ort sehr
viele für mich neue Tiere, aber auch alte Bekannte, u.a. eine Seeschlange,
unterschiedliche Schlangenaale und Muränen, Anglerfische, Geisterpfeifenfische,
einen Blatt Stirnflosser, Pygmäen Seepferdchen, verschiedenste Schnecken-
und Plattwurmarten sowie Krebse und Garnelen, juvenile Fledermausfische, Makrelen,
ein Thunfisch, ein Riesenbarrakuda, Schriftfeilenfische, Kugelfische, Sepia
& Oktopus, etc. Absolut empfehlenswert sind auch die Nachttauchgänge
in dem seichteren Bereich vor der Steilwand, die man direkt vom Ufer aus unternimmt.
Cabilao ist definitiv ein Platz, an dem wir wieder einmal tauchen wollen
- nicht zuletzt auch deshalb, weil Peter dieses Vergnügen aufgrund einer
Erkältung entgangen ist. Die Philippinen werden uns bestimmt wieder sehen!
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