Ich gebe zu, ich bin Wiederholungstäter...
Zum einen, weil ich bereits über den GNT schrieb, im Zusammenhang mit
dem Schlauchtauchen im März 2005 in Duisburg. Das war auch mein erster persönlicher
Kontakt mit Uli Schreiber.
Bei diesem Event kaufte ich meine ersten GNT-Handschuhe.
Zum anderen, weil es sich inzwischen ergab, dass ich selbst mit dem GNT tauche,
mittlerweile seit knapp 40 Tauchgängen.
Dieser Anzug hat wirklich das Zeug dazu, kontroverse Diskussionen hervor
zu rufen, denn alleine die Vorstellung, dass es sich um Glatthautneopren
(daher rührt der Name) handelt, vermag bei einigen Assoziationen
mit Haihaut, also einer inzwischen als veraltet geltenden Materialoberfläche,
hervor zu rufen...
aber: Haihaut ist nicht Glatthaut, Glatthaut ist nicht von vornherein zu
verdammen!
So keimte die Idee, da Uli in Duisburg wohnt und ich nahe Salzburg, das es
vielleicht eine gute Idee sei, den GNT auch dort im Salzkammergut zum Testtauchen anzubieten.
Ein Manko hat die Sache jedoch: Der GNT ist nicht irgendein beliebiger Trocki,
den man sich so lieblos überstreift wie auf einer X-beliebigen Basis.
Dafür braucht es doch ein wenig Betreuung, zumindest für die ersten
Versuche, sodass wir uns gemeinsam darauf verständigten, dass solch
ein Test wenn, nur als Team funktionieren kann!
Die Kontakte waren schnell geknüpft, schließlich gibt es (nach
persönlicher Einschätzung) in Österreich viel mehr Ganzjahrestaucher,
die auch der Termin, immerhin Mitte Januar, nicht abschreckt.
Bei einem guten halben Meter Schnee, einer Lufttemperatur von -12 Grad und
einer Wassertemperatur von 4 Grad ist es sicher nicht jedermanns Sache, überhaupt
tauchen zu gehen, geschweige denn, neue Ausrüstung auszuprobieren...
Wir waren insgesamt sechs willige Taucher- alle mit verschiedener Größe
und Proportion. Wir wählten die Basis des TFZ-Hallstättersee, da
sich dort alle Annehmlichkeiten für das Wintertauchen befinden, inklusive
beheiztem Trockenraum (zum anrödeln).
Nachdem Uli die Maße bekommen hatte und die Pakete hierher geschickt hatte,
konnten wir davon ausgehen, dass jeder seinen mehr oder weniger passenden
Anzug darin finden würde.
Dem war auch so, mit einer kleinen Einschränkung: Uli muss ein extrem
kälteresistenter Mensch sein, denn bei den gelieferten Anzügen
war wirklich nur mehr für (Funktions-)Unterwäsche Platz vorhanden
- an Unterzieher war nicht wirklich zu denken!
Verschiedene Größen - Kein Problem!
(intern sprachen wir hier von Luky Luke´s Daltons...)
Da jedoch der Gerödelraum beheizt war, traute sich ein jeder, den vorgesehenen
Anzug wenigstens zu probieren, trotz aller Skepsis. Besonders kritisch wurden
die Dreifingerhandschuhe beäugt, die, im Vergleich zu Trockenhandschuhen,
von vornherein Assoziationen mit "kalt" und "nass" hervorriefen.
Im Vergleich zu dieser, von Unkenrufen überlagerten Vorbereitung, gestalteten
sich die Tauchgänge dann doch als erstaunlich angenehm: Die Handschuhe
blieben zumeist fast trocken und damit wärmend, der Anzug an sich wurde
als komfortabel und weich empfunden, eigentlich eher vom Tragekomfort wie
ein dünnerer Nassanzug...
Auch hier zu sehen: So richtig unzufrieden wirkt niemand!
Was haben wir aus diesem ersten Test gelernt? Zuerst: Der GNT ist durchaus kältetauglich! Dann: Ein wenig weiter wäre schöner, speziell für die Frostbeulen
unter uns (wozu ich mich auch zähle) Und auch: So etwas müssen wir unbedingt wiederholen! Warum: weil es Spaß gemacht hat. Weil der GNT den Vergleich
mit anderen Trockis keineswegs scheuen muss!
Ihn hier hoch zu loben, fände ich vermessen, schließlich hat jeder
seinen eigenen Geschmack. Aber das ist doch gerade ein Argument mehr für
weitere solche Tests, oder?
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