Im Süden von Phuket

 Geschrieben von Helmut

Mit drei Tauchbasen im Süden von Phuket

von Helmut Ebner

Nach der Safari in der Andamanen See mit Sea Bees zu den Similan Inseln, hatten mein Buddy Oliver Moser und ich Anfang Dezember 2005 noch ein paar Tage Zeit, um den Süden von Phuket unsicher zu machen. Dabei wollten wir uns nicht auf eine Basis beschränken, sondern möglichst viele unterschiedliche Tauchplätze und Tauchboote kennen lernen.

Nemo in Thailand


Wir beschlossen mit diesen Tauchbasen zu tauchen:

Armin`s Diveteam
Santana Diving
Sea Bees

Beim Buchen stellten wir fest, das viele Basen inzwischen keine eigenen Tagesboote mehr besitzen, sondern sich bei anderen Veranstaltern einbuchen. Gründe hierfür sind sowohl die steigenden Kosten als auch der größerer Arbeitsaufwand, der mit einem eigenen Tauchboot verbunden ist. Deshalb haben sich Unternehmen entwickelt, die nur Tagesboote besitzen.

Bei allen drei Basen ist der Abholdienst vom Hotel im Preis inklusive und funktionierte hervorragend. Auf den Booten selber unterscheiden sich dann die Leitungen. Das schmackhafte Essen ist bei allen im Preis enthalten, die Getränke nicht immer. Als Atemgase standen stets Luft und Nitrox zur Auswahl. Bei allen Ausfahrten waren Tauchguides und Bootbesatzungen sehr bestrebt, den Gästen alle Wünsche zu erfüllen.

1. Ausflug - Armin`s Diveteam

Eine der schönsten Tagestouren hatten wir mit Armin von Armin`s Diveteam. Wir fuhren mit einem Boot von South Siam zu den Plätzen King Cruiser, Shark Point und Ko Doc Mai.
Das Boot ist sehr schön und komfortabel. Neben zwei Duschen und zwei Toiletten gibt es einen sehr gepflegten klimatisierten Trockenbereich. Ein schmackhaftes Mittagessen und alle alkoholfreie Getränke sind im Buchungspreis enthalten. Armin hat sich sehr bemüht und uns so viel wie möglich bei den einzelnen Tauchplätzen gezeigt.

Armins Dive Team - im Süden von Thailand Armins Diveteam - Im Süden von Thailand
Oliver und Armin (li), im Vordergrund rechts - Armin

So betauchten wir die King Cruiser kreuz und quer. Der Katamaranrumpf ermöglichte uns, zwischen den beiden Rümpfen durch zu tauchen. Weiter ging es zur Winsch am Heck, wo wir einen Bambushai fanden, der sich dort versteckt hatte. Zum Abschluss entdeckten wir am Oberdeck des Wracks noch einen Leopardenhai.

King Cruiser - Thailand

Beim zweiten Tauchspot, dem Shark Point, fanden wir wundervolle Korallen vor und wieder einen Bambushai, so dass dieser Spot seinen Namen auch verdiente.

Shark Point - Thailand
Shark Point

Der dritte Tauchgang fand am Ko Doc Mai Ost statt. Hier gibt es nicht nur eine schön bewachsenen Steilwand, wo wir ein Seepferdchen und eine Seeschlange aufspürten, sondern auch eine echtes Highlight in Form einer Höhle mit drei Kammern. Die dritte Kammer hat die Form eines Doms und besitzt eine Luftkuppel. Hält man in dieser Kuppel den Tauchcomputer aus dem Wasser, so zeigt er immer noch die Tauchtiefe von 7,6 Meter an.

Achtung: Die Höhle ist nichts für Anfänger! Es ist in ihr teilweise dunkel und eng, daher sind perfektes Tarieren und eine stabile Psyche die Voraussetzung für das Betauchen.

2. & 3. Ausflug - Santana Diving

Gabbi von Santana Diving war unser Guide auf der MV Coral Cruiser. Dies ist ein Schiff für Tagesausflüge für bis zu 40 Taucher und steht unter französischer Führung.

MV Coral Cruiser - Thailand
MV Coral Cruiser

Obwohl es für recht viele Taucher ausgelegt ist, ließen der große Trockenbereich und das Oberdeck genügend Platz, so dass kein Engegefühl aufkommen kann. Essen und alkoholfreie Getränke sind wieder im Preis inbegriffen. Das Schiff bietet auch zwei Toiletten, aber keine Duschkabinen, für diesen Zweck stehen am Heck lediglich zwei Abspülschläuche zur Verfügung.
Am ersten Tag fuhren wir die Tauchspots Ko Dock Mai Ost, das Anemonen Reef und Ko Doc Mai West an. Gleich zu Beginn entdeckte Gabbi einen Fetzengeisterfisch. Auch Seepferdchen und die Seeschlange ließen nicht lange auf sich warten, so dass wir genügend attraktive Photomöglichkeiten hatten.

Seepferdchen - Thailand
Seepferdchen

Fetzengeisterfisch - Thailand
Fetzengeisterfisch

Es gab leider nur ein Manko: Da der Seegang an diesem Tag etwas höher war, fuhren mehrere Boote gleichzeitig dieses Reef an. Als Folge davon kam es leider verstärkt zum Rudeltauchen.

Unsere zweiten Tagestour mit Santana Diving, führte zu den Phi Phi Inseln.

Phi Phi Islands - Thailand


Phi Phi Islands - Thailand

Auch hier fanden wir tolle Steilwände und einiges an Meeresfauna vor. Absolute Highlights waren eine Seeschlange bei der Jagd, vorbeiziehende Barrakudas und die vielen verschiedenen Nacktschnecken.

4. & 5. Ausflug - Sea Bees

Diese Ausfahrt erfolgte auf dem eigenem Boot der Sea Bees, der Excalibur 2.

Excalibur - Sea Bees - Thailand Als Guides standen uns Uwe und Alex zur Seite. Die Excalibur 2 ist ein wirklich luxuriöses Schiff und bietet Platz für 32 Gäste. Für deren Komfort sorgen neben zwei Toiletten auch vier Duschen (zwei am Heck und zwei Duschkabinen). Sehr positiv sind auch die Fächer für alle Kleinigkeiten, die trocken bleiben müssen. Davon gab es im Trockenbereich eine genügende Anzahl. Im Gegensatz zu den anderen beiden Touren sind hier nur Essen, Tee und Kaffee im Preis inbegriffen, alle Getränke müssen eigens bezahlt werden.

Tauchen auf der Excalibur

Bei der ersten Tour standen noch einmal das Wrack der King Cruiser und Ko Doc Mai West auf dem Programm. Auch hier erlebten wir wieder traumhafte Tauchgänge an diesen Tauchspots.

Doc Mai West - Thailand

Ko Doc Mai

Die zweite Tour führte zu den Tauchspots Radcha Noi „Plateau“, Radcha Noi „Banana Bay“ und Racha Yai Nr.3. Unsere Erwartungen an das Plateau waren sehr hoch, da wir auf Mantas erwarteten. Diese ließen sich leider nicht blicken, statt dessen sahen wir bei wirklich starker Gegenströmung lediglich zwei große Barrakudaschulen. Diese Strömung fehlte zum Glück in der Banana Bay und in Radcha Yai Nr.3, allerdings waren die Tauchplätze auch nicht besonders eindrucksvoll. Das einzige Highlight dieser Tauchgänge war eine Begegnung mit einem Leopardenhai. Für erfahrene Taucher die spektakuläre Unterwassererlebnisse suchen, sind diese beiden Tauchspots daher nur eingeschränkt zu empfehlen. Allerdings bieten sie sich auf jeden Fall für Ausbildungstauchgänge an.



Fazit

Obwohl alle drei Tauchbasen und die Tagesboote sehr unterschiedlich sind, kann ich alle uneingeschränkt empfehlen – es hängt halt davon ab, was einem selber am Wichtigsten ist!

Armin`s Diveteam ist eher für Individualisten. Hier steht ganz klar die hervorragende und sehr persönliche, individuelle Betreuung im Vordergrund, weniger der Luxus. (Leserbewertungen zu Armins Dive-Team)

Santana Diving bietet gut organisierte Ausfahrten an, die kaum Wünsche offen lassen. Aufmerksame Guides betreuen die Taucher so, dass sie wirklich schöne Tauchgänge erleben können. (Leserbewertungen zu Santana Diving)

Sea Bees bietet sehr komfortable Ausfahrten und sind in Bezug auf Bequemlichkeit und Luxus hervorragend. Weder Schiff, noch Personal bieten Anlass für Kritik. (Leserbewertungen zu Sea-Bees - Chalong/Phuket)


© Text 2005 by Helmut Ebner
© Bilder by Helmut Ebner
© Bild „Excalibur 2“ mit freundlicher Genehmigung by Sea Bees


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