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 |  Geschrieben von Dirk |
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Tauchen mit dem verrückten Hai
Eine Woche auf Malta bei Mad Shark Diving
Reisebericht von Dirk Hüll
Tja, wo fange ich an? Vielleicht einfach mit der Quintessenz für diejenigen,
die mit Geduld genauso gesegnet sind wie ich. Der Taucher der eine Basis
sucht, die ein wenig anders ist, ist bei Mad Shark genau richtig. Die kleine,
von Annette und Lothar Milling sowie Basishund Max geführte, familiäre
Basis ist gut organisiert, picobello sauber, die Leihausrüstungen sind
in einen Top-Zustand und Sicherheit ist nicht nur eine Worthülse.
Die beiden und ihre Crew geben sich alle erdenkliche Mühe und sind jederzeit
für ihre Gäste und deren Wünsche da, auch zu den unmöglichsten
Zeiten. Sie kümmern sich wirklich intensiv und liebevoll um ihre Gäste.
Die drei sind einfach zum Knuddeln. Lothar ist ein wenig Bluna,
beide sind unkonventionell, Annette ist „geradeaus“ - und Max, der heimliche
Herrscher der Basis, ist einfach nur lieb und knuffig. Auf der Basis
wird einem der Allerwerteste nicht hinterher getragen. Es ist ein miteinander,
eine Gemeinschaft auf Zeit.
All dies macht neben den Tauchgängen die Besonderheit der Basis aus
und grenzt sie vom üblichen Einerlei ab. Lothar macht auch schon mal
außergewöhnliche Tauchgänge möglich. Eine Gängelung
der Marke 18-30-50
gibt es nicht. Die Basis ist rundherum einfach nur empfehlenswert.
Vorspiel und Ankunft
Die erste Kontaktaufnahme erfolgte über den Taucher.Net-Chat, der Rest
wurde per Email geklärt. Nachfragen meinerseits wurden zügig und
geduldig beantwortet. Vor-Ort (Hotelreservierung, Transfer, ...) wurde alles
von Annette und Lothar organisiert. Der Transfer vom Flughafen zum Hotel
klappte wie am Schnürchen. Johnny Holiday war pünktlich am Gate
um mich einzusammeln, selbst beim Schleppen des Gerödels war er behilflich.
Die Abholung am Hotel zum Rückflug verlief ebenfalls ohne Probleme und
natürlich auch wieder über eine seiner Abkürzungen. Johnny
betreibt auf Malta ein kleines Travel Centre. Neben den Transfers für
Mad Shark Diving bietet er auch Malta-Rundreisen bzw. Touren für Kleingruppen
ab zwei Personen an (www.johnnyholidays.com).
Kaum im Hotel angekommen fand ich schon eine Nachricht von Annette und Lothar.
Ein kurzer Anruf bei den beiden und man traf sich ein wenig später auf
der Hotelterrasse, um bei einem kühlen Bierchen in gemütlicher
Atmosphäre über Dinge wie Einchecken, Atemgas, Uhrzeit (schnarch,
gähn) und Treffpunkt für den nächsten Morgen zu sprechen.
Wichtig war natürlich auch noch die Übergabe der aus Deutschland
mitgebrachten Würstchen für Lothar, da es auf Malta keine vernünftigen
gibt (den Blick des BGS-Beamten bei der Taschenkontrolle werde ich nie
vergessen). Der Abend endete mit einem leckeren Abendessen zusammen mit
den restlichen Tauchern. So hatte man schon mal einen Eindruck von den Leuten,
mit denen man die nächsten Tage taucht.
Einchecken und Basis
Am nächsten Morgen mache ich mich dann vor dem Aufstehen auf zur Basis.
Sie liegt unterhalb der Hotelterrasse direkt am Hafen und ist in zwei verschiedenen
ca. 50 m voneinander entfernten Gebäuden untergebracht. Man fällt
von der Hotelterrasse praktisch in das Office.
Ach ja, die Basis befindet sich in der St. Paul´s Bay im Ort Xemjija.
Xemjija selbst hat nicht so richtig viel zu bieten, aber es gibt ja Mad Shark
und Skol. Dafür hat man aber Ruhe vor dem Treiben und den Aus- und Einblicken
in Bugibba.
Für das Einchecken und das Organisatorische ist Annette zuständig.
Sie ist dabei sehr gründlich und gewissenhaft. Brevet, Tauchtauglichkeitsattest
und Logbuch müssen vorgelegt werden. Im Logbuch stöbert Annette
ausführlich, um sich einen Eindruck vom Taucher, dessen bisherigen Tauchgängen
und seiner Erfahrung zu machen. Sie verlässt sich dabei neben dem geduldigen
Papier vor allem auf ihr Gespür. Ist alles vollständig, erfolgt
die übliche Unterschriftenorgie.
Nach dem Einchecken darf ich mich dann endlich tauchfertig machen. Also samt
Gerödel zum Kompressorraum getingelt und dort alles verstaut. Die Jackets
und Anzüge werden an Ständern aufgehängt, der Rest der Ausrüstung
wird in Plastikkörben oder den großen blauen I…-Taschen in einem
Regal verstaut. Das praktische an diesen Ständern ist, dass sie nach
den Tauchgängen vor den Kompressorraum gerollt werden. Dort werden die
Anzüge und Jackets mit Süßwasser von der Crew gespült.
Für den Rest der Ausrüstung stehen zwei mit Wasser gefüllte
Fässer zur Verfügung, wobei eines für die „wohlriechenden
Füßlinge“ (mit Desinfektionsmittel) bestimmt ist.
Der Kompressorraum ist das Prunkstück der Basis. Der Boden ist gekachelt,
so sauber das man von ihm essen könnte. Die Wände sind bis zur
Decke weiß gefliest, die Decke getäfelt. Ein klasse Aushängeschild,
das für die Basis spricht.
Lothars Metier ist der papierfreie Teil des Tauchbetriebes. Einen Check-Dive
im klassischen Sinn gibt es normalerweise nicht, der Chef (eigentlich
Annette, sie hat die Fäden- nein, eher die Taue in der Hand) hat seine
eigenen Kriterien und guckt sich die Leute während des ersten Tauchganges
sehr genau an. Sollten Unsicherheiten bestehen, steht Lothar mit Rat und Tat
hilfreich zur Seite, entweder durch Begleitung bei den Tauchgängen oder
mit einem "Trainingstauchgang".
Im Gegensatz zu den anderen Tauchbasen auf Malta führt Mad Shark - von
Mai bis Oktober – fast ausschließlich Bootstauchgänge durch. Dadurch
sind die Tauchgänge zwar etwas teurer, aber man erreicht die Tauchplätze
bequemer, da das Tauchen von Land aus etwas beschwerlicher ist. Außerdem
kann man sich zwischen den Tauchgängen ausbreiten und ist bezüglich
der Wahl der Tauchplätze flexibler. An 6 von 7 Tagen der Woche steht
das stilvolle Tauchboot zur Verfügung.
Es liegt keine 50 m vom Kompressorraum entfernt. Das Gerödel muss also
nicht weit geschleppt werden. Um den Transport der Flaschen (mit einem Wagen)
kümmert sich die Crew und hofft auf die eigentlich selbstverständliche
Hilfe der Gäste. Das Boot wird von allen gemeinsam beladen.
Das Boot
ist ein typisch buntes maltesisches Luzzo (diese Boote haben Stil !), das den
Tauchern genug Platz zum Anrödeln und Relaxen bietet. Es ist, wer hätte
es anders erwartet, in einem klasse Zustand.
Sammy - der Kapitän - ist eine Nummer für sich. Hat er gute Laune,
ist er zu allerlei Späßen aufgelegt. Ist er mal mit dem linken
Fuß zu erst oder zu früh aufgestanden grummelt er vor sich hin
und ist etwas ruhiger (kenne ich doch von irgendwoher).

Sammy, Kapitän der Delphino
Die Zeit bis zum Erreichen des ersten Tauchplatzes und zwischen den Tauchgängen
kann zum Sonnenbaden, Schlafen oder für einen kleinen Snack genutzt
werden. Sammy verkauft nämlich an Bord neben Soft-Drinks leckere, von
seiner Frau zubereitete Sandwiches.
Das passt jetzt richtig gut zum Thema Snack:
Ende September können die Wellen rund um Malta das Boot schon mal zum
Schaukeln bringen und bei sehr empfindlichem Magen zu Farbveränderungen
führen. So geschehen. Aber auch das war kein Problem. Sofort wurde die
nächste Anlegestelle angelaufen und der Leidende von Annette mit dem
Jeep abgeholt.
Sicherheit
Jeder will sie, möchte aber nix von den Vorkehrungen spüren oder
durch sie eingeschränkt werden. Es muss halt einfach klappen wenn Not
am Mann ist. Bei diesem schwierigen Spagat ist das Basenteam sehr geschickt.
Es sind drei Sauerstoffnotfallkoffer (Boot, Basis, Jeep) vorhanden. Jeder dieser
Koffer enthält eine SOP für Notfälle in Deutsch und Englisch
mit Ablaufplan und dem entsprechenden Notruftext. Die Dekokammer ist von
der Basis aus in 15 Minuten erreichbar. Bei den Landtauchgängen ist
immer eine extra Sicherung an der Küste vorhanden.
Fühlt sich jemand nicht wohl, wird von Annette ein Arztbesuch organisiert.
Weiter hilfreich: zur Linderung der Folgen des Tauchentzugs darf Max stundenlang
gekrault werden.
Im Diveroster werden neben der obligatorischen Rückkehr ;-) auch Dauer
und Tiefe der Tauchgänge festgehalten. Auch wenn die Notwendigkeit der
Regel „Der erste Tauchgang ist der tiefste“ inzwischen diskutiert wird, achtet
der Staff auf die Einhaltung, da dies ein Plus an Sicherheit bringt.
(Leih)-Ausrüstung
Die Leihausrüstung ist in einem Top-Zustand, sauber, gepflegt und ordentlich
gewartet. Die Ausrüstungsgegenstände sind neu oder zumindest neuwertig.
Die im Jahr 2000 angeschafften Komplettausrüstungen werden zurzeit sukzessive
durch neue der Firmen Seemann Sub (Regler, Jackets) und Bare (Anzüge)
ersetzt.
Ein Teil der Automaten und Jackets ist bereits 2005 angeschafft worden. Der
Rest folgt 2006. Die verbleibenden 4 Jahre „alten“ Seaway-Regler dienen
dann nur noch als Ersatz. Ab 2006 gibt es auch neue 7 mm Nasstauchanzüge
von Bare in den Größen 36 – 48 für Frauen bzw. 46 – 60 für
Männer. Geräteflossen stehen in den Größen S – XL und
Jackets in XS – XL zur Verfügung.
Lampen (Treble Light MX 6) und Tauchcomputer (Aladin Sport und Suunto Gekko,
tw. resetfähig) können ebenfalls geliehen werden. Für die
tiefenscheue männliche oder weibliche Begleitung stehen gegen eine geringe
monetäre Gegenleistung Schnorchel-Ausrüstungen bereit.
Wie das Bild des Kompressorraumes unschwer erkennen läst sind genug
10- und 12-Liter (lang) Stahlflaschen mit DIN-Ventilen vorhanden. Die Flaschen
sind von 2003 und in sehr gutem Zustand. Gefüllt werden sie mit zwei
K14 Bauerkompressoren. Standardnitrox und Gasmischungen mit mehr „Volt“
sind möglich.

Wie aus einer fernen Welt - das Steuerruder an der Imperial Eagle
Ausbildung
Ausgebildet wir nach PADI (bis DM; Nitrox, weitere Specialties nach Absprache)
und CMAS (VDST) bis zum TL-Assi und bei entsprechender Teilnehmerzahl auch
bis zum TL. Für die Ausbildung steht neben dem Schulungsraum der Pool
des Hotels Ambassador zur Verfügung. Die Ausbildung orientiert sich
mehr an der Praxis als stur an Verbandsrichtlinien. Die von Lothar gesetzten
Qualitätsstandards sind hoch, so sind z.B. maximal 2 Tauchschüler
mit einem TL unter Wasser. Schwerpunkt der Ausbildung sind die Tarierung,
die Tarierung, sowie die Tarierung und die allseits geliebten Übungen
mit der Maske und dem Atemregler, wobei die von den Verbänden geforderten
Übungen und Ausbildungsinhalte natürlich nicht vernachlässigt
werden. Am Ende der Ausbildung steht ein eigenverantwortlicher Taucher, der
das Wort Buddy nicht nur schreiben kann.
Awards und Auszeichungen
Haben sie eine ganze Menge. Die neueste Trophäe in ihrer Sammlung ist
der "tauchen"-Award 2005, 2003 errangen Annette und Lothar (noch ohne
die Unterstützung von Max) den 2. Platz in der Kategorie "Mittelmeer".
Von der Verleihung des 2005er Awards erfuhren die beiden erst unmittelbar
vor der Verleihung. Lothar kam panisch zum Taucher.Net-Stand: „Dirk, ich
brauche dringend was zu Trinken“. Wie bitte??? Gut, Wunsch erfüllt
und Lothar war verschwunden. Was is denn nun los, dachte ich. Kurze Zeit später
kam er zurück- diesmal mit Annette. Sie war genauso aufgelöst. Wat
denn nu los? Also noch mal ´ne Runde Getränke und dann erzählte
Lothar, dass er vor wenigen Minuten von der Nominierung erfahren habe. Somit
war natürlich alles klar! (siehe auch unser Boot-2006
Tagebuch)
Von Annettes Worten bei der Verleihung möchte ich nur den folgenden
Satz zitieren: „….. und bleiben wie wir sind.“ Bitte ihr drei, tut
mir und allen anderen Gästen diesen Gefallen!
Mehrfach wurde Mad Shark vom VDST ausgezeichnet. Zweimal als „Sicherste Tauchbasis“
(2004 und 2005), darüber hinaus für die Ausstattung der Basis,
die Sicherheit der Technik und die Sicherheit der Taucher während den
VDST-Tauchlehrerprüfungen.
Die Tauchgänge
Wer von Malta „ägyptisch-viel“ Fisch und knalle bunte Farbenvielfalt
erwartet ist schief gewickelt. Malta ist anders! Was Ägypten, die Malediven
etc. an Farben und Fisch bieten, hat Malta in Form einer faszinierenden abwechselungsreichen
UW-Landschaft, „Höhlen (Grotten)“ und Wracks. Die Landschaft
besticht durch Felsbögen, Tunnel und teilweise surreale Felsformationen.
Dazu noch fast kristallklares Wasser (besonders in der Crystal Lagoon) mit
Sichtweiten bis zu 30 m und mehr. Einfach genial…..

Höhle (li.) und Crystal Lagoon (re.)
Click für Originalgröße
Normalerweise werden täglich 2 der rund 35 Tauchplätze aus Lothars
Programm rund um Malta, Gozo und Comino angefahren (30 – max. 90 Bootsminuten).
Welche es denn nun werden ist natürlich von Wind und Wetter abhängig.
Das Briefing ist so lang wie nötig und so kurz wie möglich. Alle
wichtigen Informationen zum Tauchplatz und zum Ablauf des Tauchganges werden
gegeben und durch sehr gute Tauchplatzskizzen ergänzt. Es darf solange
gefragt werden, bis alle Klarheiten beseitigt sind.
Die Zusammenstellung der Gruppen aus 2 - 6 Tauchern erfolgt anhand der Taucherfahrung.
Bei der Planung und Durchführung der Tauchgänge wird darauf und
auf die Wünsche oder auch Ängste Rücksicht genommen. So sind
an einem Tauchplatz schon mal unterschiedliche Tauchgänge möglich.
Es bewegt sich alles außerhalb der mancherorts üblichen Rudeltauch-Regularien.
Je nach Taucherfahrung ist Lothar zu allerlei „Schandtaten“ bereit.
Wer genug davon mitbringt, für den hat er das ein oder andere Schmankerl.
Eine Inspektion der Schraube der Imperial Eagle ist ebenso möglich wie
eine Ventilspielkontrolle im Maschinenraum der Um El Faroud oder die eigene
Erfahrung wie dünn „1 Lothar“ (siehe L´Ahrax Point) ist. Auch
wenn Worte die Eindrücke der Tauchgänge nicht wiedergeben können
möchte ich kurz meine Favoriten vorstellen:
L´Ahrax Point
Überschrift im Logbuch: „Lothar taucht durchs engste Loch“
An diesem Tauchplatz muss die Maßeinheit „Lothar“ definiert
worden sein. „1 Lothar“ entspricht dem Durchmesser einer Öffnung
durch die Lothar gerade noch hindurch kommt.
Man gelangt vom Meer aus durch einen Tunnel in den Binnensee, der dort eine
eindrucksvolle Arena bildet.
Allein der Anblick der Steilküste vor dem Tauchgang und die Vorstellung
durch sie hindurch in den Bauch der Insel zu tauchen erzeugen schon ein „eigentümliches“
Gefühl.
Das Auftauchen im Kessel sollte man sich nicht entgehen lassen, die Eindrücke
sind einzigartig.
Unterhalb der Wasseroberfläche befinden sich Tunnel und kleine Höhlen.
Die Eingänge sind teilweise verdammt eng. Wer Enge und Overheadenvironment
nicht kennt oder mag sollte Vorsicht walten lassen. Das zweite Loch links
neben dem Durchbruch in der Steilküste ist wirklich so eng wie Lothar
dürr ist. Man muss schon den Bauch einziehen um durchzupassen (Bundweite
30 geht gerade so).
In den Spalten zwischen den Felsen findet man allerlei Getier, Algen, sonstigen
Bewuchs und mit etwas Glück einen Congeraal.
Lighthouse Point
Das Eintauchen in diese absolut faszinierende Unterwasserlandschaft beginnt
mit einem senkrechten Einstieg durch einen "Chimney" ins Innere dieser abwechselungsreichen
Felsformationen. Durch die Öffnungen des "Tunnelsystems" dringt immer
wieder Licht ein und erzeugt Lichteffekte, die einfach genial sind.
Es ist eine surrreale Welt. Immer wieder Blicke aus dem Fels heraus ins endlose
Blau .Traumhaft, die Gedanken sind soweit weg, wie das Blau tief ist. Ich
träum' jetzt schon wieder...
Dieser Tauchplatz bietet eine tolle Felslandschaft mit "Höhlen" und
Tunneln die sich in allen drei Dimensionen erstrecken. Vorsicht Schwindelgefahr.
;-) Wer nicht in den Felsen tauchen mag, dem bietet dieser Tauchplatz auch
„draußen“ eine sehr interessante UW-Landschaft mit verschiedenartigsten
Formen. Wer sucht, findet auch den Bärenkrebs.
Quawra Reef
Dieser Tauchplatz bietet eine sehr schöne bis 40 m abfallende Steilwand
mit drei Kavernen, die problemlos betaucht werden können. Für maltesische
Verhältnisse ist es hier „ungewöhnlich“ farbenprächtig
und bunt. In den Kavernen verstecken sich auch schon mal größere
Fische oder Schwärme. Die Wände sind herrlich bewachsen. Ein Tauchgang
einfach nur zum Genießen. Nicht spektakulär, aber schön.
Imperial Eagle
Die Imperial Eagle fuhr einst als erste Fähre zwischen Malta und Gozo.
Das schöne, Atmosphäre verbreitende, Wrack liegt auf einer Maximaltiefe
von ca. 40 m und ist mit violetten Schnecken übersät. Wenn man
an der Shotline herab gleitet, treten nach und nach die Konturen des Wracks
klarer aus dem Blau heraus.
Unvergesslich wäre übertrieben, trifft es aber fast. Das Schweben
über dem Wrack ist einfach "irre". Sicherlich gibt es größere
und spektakuläre Wracks. Die Eagle hat aber einfach Stil. Die Gänge
am Oberdeck und das Oberdeck selbst lassen sich problemlos betauchen. Die
Schiffsschraube und das Ruder sind sehenswert, liegen allerdings knapp jenseits
der 40 m-Marke.
In unmittelbarer Nähe steht eine Jesus-Statue die man sich nicht entgehen
lassen sollte. Ein irrwitziges Bild. Die Lichtreflexe lassen sie in einem
ganz besonderen nahezu mystischen Licht erscheinen.
Um El Faroud
Überschrift im Logbuch: Ventilspielkontrolle
Der Öltanker lag ursprünglich im Hafen von Valetta im Dock und
wurde nach einer Explosion an die jetzige Position gebracht. Bei einem Sturm
im November 2004 brach sie in zwei Teile. Dies tut der Attraktivität
der Faroud aber keinen Abbruch. Über das Äußere dieses Wrack
weiß ich wenig zu berichten. Ich war auf die Innereien scharf.
Also ab zum Maschinenraum. Es hat sich echt gelohnt. Das Eindringen ist nicht
ganz ohne, da sehr schnell Sediment aufgewirbelt wird und es sehr eng ist.
Der Maschinenraum ist genial. Die Kipphebel und Ventilschäfte sind einfach
geil. Ein unvergesslicher Eindruck.
Ist man über sie hinweggetaucht und wendet sich nach rechts kommt man
in einen sehr engen Raum. Hier findet man neben einer Drehbank noch allerlei
Zeugs. Ein anspruchsvollerer Spitzentauchgang.
Mit Strömung muss man hier rechnen. Zurück also entlang der Küstenlinie
und möglichst im Strömungsschatten, sonst wird der Rückweg
lang und anstrengend und die Luft knapp.
Apres Dive
Zwischen 14 und 16 Uhr trudelt man dann wieder im Hafen ein. Nachdem das
gesamte Gerödel vom Boot zur Basis geschleppt wurde, ist es dann Zeit
fürs Logbuch-schreiben, Sonne auf den Bauch scheinen lassen und ein
gepflegtes Dekobier.
Naja, es wurden mehre gemütliche Abende vor dem Kompressorraum oder
auf der Hotelterrasse des Ambassadors. Auch hier zeigten sich Annette und
Lothar von ihrer Schokoladenseite. Häufig saßen sie abends noch
mit uns zusammen.
An Lothars Geburtstag kamen die importierten Würstchen auf den Grill.
Neben Freunden und Bekannten waren auch alle Tauchgäste eingeladen.
Der Abend war lang, die Nacht kurz.
Aktionen 2006
Als Aktionen stehen fest auf dem diesjährigen Programm die Rebreather-
und die Wracktauchwoche.
Im Mai und im September bietet Mad Shark in Kooperation mit Submatix einen
Rebreather-User- und einen Rebreather-Trainer-Kurs. Bei diesen Angeboten
handelt es sich um Komplettangebote incl. Hotel, Transfers und Tauchgängen.
Während der Wracktauchwoche werden, wie der Name sagt, verstärkt
die Wracks rund um Malta, Comino und Gozo angefahren.
Weitere Infos findet ihr hier: Mad-Shark
Das Hotel
Das Ambassador
ist ein sehr preiswertes, familiär geführtes Hotel mit 46 Doppelzimmern.
Die Zimmer sind entsprechend einfach und zweckmäßig eingerichtet
aber immer sauber. Die Einrichtung ist abgesehen von der Klimaanlage eher
nostalgisch, wobei die Badezimmer der ersten 23 Zimmer im Winter auf den
neuesten Stand gebacht wurden. Der Rest folgt im nächsten Schritt.
Mad Shark hat sich die Belegung der renovierten Zimmer gesichert. Die Zimmer
verfügen über Dusche/Bad, WC und Telefon. Das Personal ist freundlich
und hilfsbereit. Echte Vorteile dieses Hotels sind die Zimmerpreise, die
Nähe zur Basis (ca. 0 m) und die ruhige Lage.
Der Pool des Hotels wird von Mad Shark zu Ausbildungszwecken genutzt. Die
Bar in Poolnähe lädt zum abendlichen Verweilen ein. Hier kann man
gemütlich sitzen und Taucherlatein lauschen oder von sich geben.
© Text - 2006 - Dirk Hüll
© Fotos - 2006 - Pascal Hageman, Dirk Hüll
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01.12.2008 16:39 Taucher Online : 179 Heute 11399, ges. 30280559 Besucher
 
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