TRIOX - eine Alternative für Sporttaucher
Am Beispiel eines Trioxtauchkurses der Tauchschule Unlimited in Wuppertal, die diesen Kurs nach
den Richtlinien von PDA durchgeführt hat.
- Was ist Triox?
- Welche Vorteile bietet Triox dem Sporttaucher
- Welche Nachteile hat Triox
- Gas-Logistik und Kosten
- Ausbildung / Kursverlauf
- Zielgruppe für diesen Kurs
- Anbieter
1. Was ist Triox
Unter Triox wird im Allgemeinen eine Atemgasmischung von 30% O2 – 30% He
– 40 % N2 verstanden. Oftmals wird in den Kursen ebenfalls ein Normoxisches
Trimix mit 21% O2 - 35 % He und 44 % N2 behandelt.
In beiden Fällen ist es Ziel, der narkotischen Wirkung von Stickstoff
durch eine Verringerung des N2-Partialdruckes entgegen zu wirken. Als Faustformel
kann man folgende Einsatztiefen angeben:
- Bis 30 Meter Luft / Nitrox
- Bis 35 Meter Triox 30/30
- Bis 55 Meter Normoxisches Trimix
- Ab 55 Metern Trimix oder Heliox
2. Vorteile für Sporttaucher
- Verringerte Narkose
Stickstoff wird zum Teil durch das nicht-narkotische Helium ersetzt
- Verringerter Atemwiderstand
Helium hat eine Dichte von 0,17 g / Liter, Stickstoff 1,17g;
die verringerte Dichte des Triox Gemisches führt nicht nur zu einer "Donald-Duck-Stimme",
sondern erleichtert ganz wesentlich die Atmung, Es kommt erst viel später
zu einer turbulenten Strömung in den Atemwegen und man ist weniger anfällig
für ein Essoufflement.
- Geringere Vereisungsneigung
Bei Entspannung des Triox kühlt Helium weniger stark ab
als normale Luft. Dies ergibt Vorteile bei Tauchgängen in kälteren
Gewässern.
3. Nachteile
Die Dekompressionszeiten werden bei zunehmender Tiefe signifikant länger
gegenüber Luft. Höhere Kosten und schwierigere Gas-Logistik.
4. Logistik und Kosten
Die notwendige Gaslogistik sowie die Preise für die Gase sind deutlich
höher als bei Luft. Ein schnelles selbstfüllen mit handelsüblichen
Kompressoren ist nicht möglich, zusätzliche Ausbildung und Speicherflaschen
sind notwendig. Es gibt nur wenige Füllstationen für Trimix und
Triox-Mischungen, während Pressluft regelmäßig und schnell
zu erwerben ist. Die meisten Basen haben Füllstation für Pressluft
und evt. Nitrox, Trimix ist die Ausnahme.
Hier lohnt sich ein Kontakt zur IG-Gase www.ig-gase.de/
An zusätzlicher Ausrüstung ist für Triox Füllungen
eine "Sauerstoff-geeignete Ausrüstung" wie bei Nitrox erforderlich. Bei
normoxischen Füllungen muss nur die Flasche für Sauerstoff geeignet
sein, da der Partialdruck der fertigen Mischung 21% nicht überschreitet.
Ein Hinweis für die Farbkennzeichnung nach DIN EN 1089-3:2004:
Für Helium/Sauerstoff:
| Gemisch Helium/Sauerstoff medizinisch:
|
| Alt |
Neu |
|
blau
blau
|
|
weiß braun
weiß
|
|
|
|
|
siehe auch Artikel: Farbkennzeichnung von Gasflaschen.
5. Ausbildung und Kursverlauf
Ausbildungen für Triox gibt es von namhaften Verbänden wie VDST,
PDA, GUE und einigen anderen Anbietern. Hier soll beispielhaft ein Kursablauf
nach PDA-Richtlinien (www.pdaww.com), durchgeführt
von Patrick Spieß (PDA und PDA-TEC Course Director) erläutert
werden: Theorie:
- Ausrüstungsbesonderheiten und Handhabung
- Trimm und Tarierung
- Fortbewegungstechnik
- Tauchgangsplanung
- Gefahren und Umgang mit Heliummischungen
- Dekompressionsberechnung incl. Programme
- Gasplanung
Die Theorieeinheiten wurden an einem Nachmittag und zusätzlich vor
einem Tauchgang am See besprochen. Es wurde sehr viel Wert auf die Ausrüstung
und das Handling gelegt, Unfallszenarien wurden erörtert - und später
in der Praxis geübt. Interessant waren auch das Üben von Flossenschlagtechniken;
diese Übung wurde auf einem Tisch liegend durchgeführt. Dabei hat
der Tauchlehrer die Füße geführt, so dass man recht schnell
ein Gefühl für den korrekten Bewegungsablauf bekam. Bei der Tauchgangsplanung
wurden sowohl Luftverbrauchsberechnungen unter Luftteilungs-Situation, als
auch Dekompressionsplanung mit Runtime-Tabellen erörtert. Als Planungshilfsmittel
wurde das Programm GAP (http://www.gap-software.com/) eingesetzt. Hierbei konnten
recht anschaulich die einzelnen Rechenmodelle wie RGBM/VPM oder Bühlmann
miteinander verglichen werden.
Weitere Programme: Taucher.Net Linkbereich, Dekoprogramme
Ein kurzer schriftlicher Test überprüfte das Grundverständnis
der Materie. Praxis: Insgesamt drei Tauchgänge, davon zwei mit
Triox 30/30 und einer mit normoxischem Trimix 21/35. TG 1, max. 25 Meter,
Triox 30/30; geübt wurden Sicherheitsdrill, Trimm und "Out of Air-Situationen"
TG 2 max. 25 Meter, Triox 30/30; geübt wurden Out of air incl. Maskenverlust.
Diese beiden TG wurden am Hitdorfer See durchgeführt, wobei sehr ausführlich
Tauchgangsplanung, Vor- und Nachbesprechungen durchgeführt wurden.
Als Gratis-Zugabe gab es eine Einweisung in das Tauchen mit Backplate und
Wing, incl. einiger Schrauber-Tipps, wie man so eine Konfiguration ordentlich
und sicher montiert und auf seinen Körper einstellt.
An dieser Stelle habe ich dann meinen ersten TG mit Backplate und D12 gemacht,
auch wenn die Trimmung noch etwas verbesserungswürdig ist, bin ich doch
recht angenehm überrascht, wie stabil die Lage unter Wasser ist. Schrittweise
wurde während der TG die Trimmung optimiert, auch wenn der Prozeß
noch lange nicht Abgeschlossen ist, ist doch ein erster Einstieg gelungen.
Hier ein Blick auf "Gunther" beim ersten Tauchgang...
...und hier das "gunther´sche" Ergebnis nach einigen guten
Tipps und etwas Übung.
Ein interessantes Erlebnis war, bei 3 Grad kaltem Wasser unter Gasteilung
und ohne Maske zu tauchen. Ich persönlich hätte nicht vermutet,
das mein persönliches AMV so sehr nach oben schießt. Zum Abschluss
dieser Übung hat unser TL dann auch dem anderen Teilnehmer zur Sicherheit
angeboten, einige weitere TG mit ihm zu üben, bevor er sich dem letzten,
tiefern Tauchgang anschließen darf. Die ruhige und sachliche Art, in
der der TL dem Teilnehmer die Notwendigkeit von weiteren Übungen nahe
brachte, unterstrich das professionelle Auftreten und das Einfühlungsvermögen
des frisch gebackenen Vaters von Zwillingen.
TG 3 max. 45 Meter, Normoxisches Trimix; geübt wurden Sicherheitsdrill,
out of Air, Ventilabriegelung mit und ohne Hilfe des Partners, Flossenschlagvarianten
und Notfallmanagement
Die komplette Planung von Gasmanagement, Runtime Table, Analyse, Breefing
/ Debriefing und Notfallvorsorge wurde dem Prüfling abverlangt, was zusammen
mit einer Art verschärften Gruppenführung die Prüfung darstellte.
Nachstehend die Runtime-Tabelle (ohne Deepstops) für diesen Tauchgang:
6. Zielgruppe
Dies ist ein Kurs für Taucher, die im Sporttauchbereich (bis ca. 40
Meter) Tauchgänge mit einem klareren Kopf und somit mit mehr Sicherheit
durchführen wollen. Der Erlebniswert eines TG mit deutlich weniger Stickstoff
im Kopf ist um einiges höher und rechtfertigt zusammen mit der gewonnenen
Sicherheit die deutlich höheren Kosten und den Mehraufwand.
Nicht sinnvoll ist dieser Kurs für Taucher die wissen, dass
sie direkt in den technischen Bereich möchten. Für diese Gruppe
empfiehlt sich ein TEK-Kurs bei einer der üblichen Anbieter.
7. Anbieter von TRIOX Kursen
- PDA www.pdaww.com
- VDST www.vdst.de
- GUE www.gue.com
Voraussichtlich werden später weitere Anbieter von Kursen und
Ergänzungen zur Thematik im Ausbildungsforum eingestellt.
© Gunther Maassen
Einen Erfahrungsbericht einer Taucher.Net-Leserin (Annerose Mildenberger)
zu einem Triox-Kurs können wir euch an dieser Stelle anbieten. Sie besuchte
vor kurzem ein Triox-Seminar des Hessischen Tauchsportverbandes:
Trioxseminar beim HTSV April 2006
Da ich den Unterschied beim Tauchen mit Luft bzw. heliumhaltigen Gemischen
kenne, mein Tauchpartner ein Brevet für den Urlaub brauchte, habe ich
mich entschlossen, einen Kurs zu belegen. Der HTSV hat gerade passend dazu
in einem fahrbarer Strecke den Trioxkurs angeboten.
Kursziel:
Planung, Vorbereitung und Durchführung von Tauchgängen mit 21/35
und 30/30 Trimixgemischen bis 45 m Wassertiefe
Voraussetzungen:
- 18 Jahre
- CMAS *** oder vgl.
- Nitrox*
- 100 TG´s, davon 15 mit Nitrox, 2 innerhalb 8 Wochen vor dem
Kurs
- Gültige Tauchtauglichkeit
Ausrüstung:
- Kaltwassertaugliche Ausrüstung mit 2 ersten Stufen und 2 Automaten
- Ausreichend große Flasche(n), O2-tauglich
Ca. 4 Wochen vor dem Kurs kamen die Info´s zum Kursverlauf mit der
Möglichkeit auch nachzufragen. Für mich gestaltete sich die Zeit
vor dem Kurs etwas chaotisch, da mein Trockentauchanzug zum vierten Mal beim
Hersteller wegen der gleichen Undichtigkeit war.
1. Tag, 22. April 2006
Wir mussten schon relativ früh losfahren, da das Vereinsheim des WSV
Großkrotzenburg ca. 140 km von uns entfernt lag. Es klappte alles wunderbar
bis nach Großkrotzenburg. Dort haben wir dann eine längere Ortsfahrt
gemacht, bis wir den See gefunden haben. Wir sind dann gleich rein, haben
uns in einen Kurs gesetzt. Leider war es der falsche ;-) Wir fanden dann
aber schon noch den richtigen. Nach der Flaschenabgabe, begang Volker mit
der Einführung in den Kurs. Jeder stellte sich vor.
Teilnehmerstruktur:
3 TL´s, davon zwei mit Trimixausbildung, einer mit Trimixerfahrung,
die an der Abnahmeberechtigung interessiert waren,
2 Taucher, die schon Trimixerfahrung hatten,
4 Taucher, für die Trimix noch ein Buch mit 7 Siegeln ist.
Ich natürlich, wie man es so gewohnt ist, als einzige Frau :-)
Theorie:
Medizin und Physik, insges. 115 min, von Derk kompetent gehalten:
- Wieso Trimix?
- MOD
- Standardgemische
- Info Bestandteile
- Joule-Thompson-Effekt
- Argon
- ENP
- CNS, OTU
- Essoufflement
- RBC Rigity
- Hypothermie
- PFO
- Dalton
Nach einer Pause kam dann der Bereich Ausrüstung 1,5 Stunden, der sich
weitgehend mit der Theorie des Nitrox** deckt. Man merkt schon, aus welcher
Richtung die Ausrüstung geprägt ist :-) Eindeutig aus der DIR-Schiene.
Für die die noch nie etwas davon gehört haben, war das schon ein
ziemlicher "Kulturschock" :-) Wenn man wie ich mit einem Taucher regelmässig
tauchen geht, der nach DIR konfiguriert ist, kennt man sich etwas aus :-)
- Automaten * Flaschen, Ventile
- Zusatzausrüstung (reel, spool, Boje, Hebesack)
- Argon
- Trocki
Der nächste Theorieteil war die Tauchgangsplanung, 2 Stunden
- Regeln Helium Deko
- Etwas zu den Tabellen, die verwendet werden sollen.
Nun ging es an´s rechnen. Die Einweisung dazu fand ich richtig nett.
Es hiess, wir rechnen nun ein Beispiel. Dann duerft ihr selbst rechnen. Das
Beispiel rechnen erfolgte so. Es wurden die TG-Daten aufgelegt und dann das
Ergebnis. Dann durften wir rechnen. Für die Streberecke kein Problem,
für den Rest gestaltete es sich schon etwas schwieriger. Die Streberecke
war recht schnell fertig und musste dann ausdisskutieren, ob wir als Flaschengrösse
lieber eine 15 er oder D7 nehmen bzw. D12 oder D10 300 bar :-) Berechnet/bestimmt
wurden: Welches TMX, MOD, CNS, END, Deko incl. Verbrauch, Gasverbrauch, benötigte
Flasche
Im letzten Teil des Tages beschäftigten wir uns mit der Tauchpraxis
(1h) d. h. es wurde besprochen, was wir morgen machen und die DVD vom VDST
gezeigt.
Den Abschluss des Tages bildete ein kurzes Feedback der Teilnehmer. Da
wir schon ein Stückchen zu fahren haben, haben wir uns ein Zimmer genommen,
um das ganze etwas geruhsamer anzugehen. Abends gingen wir dann in der Gruppe
zum Spanier essen.
23. April, Tauchpraxis am See Grosskrotzenburg. max. WT 17 m
Es erfolgte eine kurze Vorbesprechung, wie der Tag so laufen sollte und
die Einteilung in Gruppen.
Ich war beim ersten TG mit Derk und 2 völlig DIR-konfig.-Tauchern
in der Gruppe. Zuerst wurde die Ausrüstung der Teilnehmer angeschaut
und Verbesserungsvorschläge gemacht. Bei den DIR-Tauchern ging es natürlich
schon sehr ins Detaill. Ich fand es schon nett :-) Es war angenehm, dass mich
Derk gefragt hat, ob es mir nicht zu viel DIR wird. Auch bei meiner Ausrüstung
gab es ruck-zuck ein paar kleine Veränderungen. Ich habe sie zum Anlass
genommen, meine Ausrüstung im Nachhinein noch etwas aufzuräumen.
Bin aber noch dabei, da es schon länger klar ist, dass es noch ein paar
Veränderungen geben wird, die aber auf Grund meines Trockiproblems noch
nicht umgesetzt wurden.
1. TG: 4er-Gruppe; Ventilmangment
Wir tauchten ab, waren ja schon vorgewarnt, aber dass die Sicht so besch...
ist. Man musste schauen, dass man sich in der Gruppe nicht verloren hat. Würde
mal sagen, max. 75 cm Sicht, egal auf welcher Tiefe. Wir haben die Übung
gezeigt bekommen, naja soviel man davon sehen konnte und sie dann innerhalb
des TG´s zweimal gemacht. Ich merkte schon, dass mein Trocki nicht
passt... Nachbesprechung. Es erfolgte dann eine größere Pause,
in der wir gegessen, geredet, diskutiert haben... Für den 2. TG erfolgte
dann ein Gruppen- und TL-Wechsel.
Bei der Besprechung hieß es Ohne-Luft-Übung, Boje am reel/spool
schießen, Ventilmanagment. Da ich noch nie eine Boje mit spool/reel
geschossen habe, bekam ich es erklärt, nicht UW gezeigt. Im Nachhinein
muss ich sagen, die Erklärung war recht verwirrend und nicht stimmig.
Habe es mir dann zu Hause per Mail von dem TL, bei dem ich den Nitrox** machen
werde, erklären lassen und dann auch verstanden.
Sicht war wie gehabt besch... Hatte zeitweise Probleme zu sehen, was der
TL von mir wollte. Erstes Mal Boje mit spool schiessen, naja... Die Übungen
wurden gemacht. Hinterher Nachbesprechung, wo ich auch gefragt habe, ob ich
Boje schießen nochmals für nächstes Mal üben soll. Wäre
nicht nötig. Kein klares Feedback für mich.
Kleine Nachbesprechung für alle und der zweite Kurstag ging zu Ende.
Samstag, 29. April Schönbach
Wir fuhren wieder recht früh los, da es noch weiter zu fahren war.
Der Tag beging mit Dekompressionstheorie, 1,5 Stunden, sehr kompetent von
Bernhard gehalten. Er war der Einzige der Dozenten, der auch auf Fragen ausserhalb
des Trioxkurses eingegangen ist. (Zusatz, dass ist nicht Inhalt des Kurses).
Fand ich sehr lobenswert.
Inhalte:
- Allgemeines
- Modelle, eingehen auf Modelle,
- Triox-Tabellen, Trimix-TC, Programme
- Besonderheiten Heliumdeko
Leider war die Zeit für diesen Teil zu kurz und es gibt keine Unterlagen
dazu. Hätte mir gerne den einen oder andern Teil nochmals in Ruhe angeschaut.
Theorieprüfung
Für die Theorieprüfung hatten wir 1,5 Stunden Zeit. Es gab versch.
Fragen zu der Thematik und zwei umfangreichere Berechnungen. Für diese
Berechnungen standen für neun Teilnehmer jeweils eine Tabelle zur Verfügung,
was das ganze natürlich nett gestaltete :-) Für mich waren anfangs
die Unterhaltungen unserer TL´s etwas störend, da ich etwas Zeit
gebraucht habe, mich zu konzentrieren.
Die Prüfung wurde korrigiert und wir bekamen als Ergebnis, dass wir
alle mit zwischen 52 und 58 Punkten von 60 möglichen bestanden haben.
Etwas, das alle vergessen hatten (war zu selbstverständlich) und ein
paar Kleinigkeiten wurden gesagt. Ich denke mal für den Lernerfolg wäre
es nicht schlecht gewesen, wenn die Prüfung ausgeteilt worden wäre,
dass man gesehen hätte, was man falsch gemacht hat.
Nach dem Mittagessen ging es dann zu dem See, wo die 2 noch fehlenden TG´s
gemacht werden sollten. Da es ein weiterer Weg war, habe ich meine Ausrüstung
gefahren. Dieses Mal sollten wir aus Zeitgründen beim gleichen TL bleiben.
Als Übungen waren vorgesehen. Ohne Luft, Boje schiessen, Ventilmanagment,
als tauchen im Team.
Dieser See hat max. 30 m, Sicht war meiner Meinung nach noch besch... als
am letzten WE. Schon beim Abtauchen habe ich gemerkt, dass dies nicht der
Tag für TG´s ist. Aber Frau ist ja mutig und taucht weiter. Wieder
mal musste man schauen, dass man sich nicht verliert. Für´s Ventilmanagment
war es heute nicht mein Tag, Rest der Übungen war o.k. Die Tauchzeit
gestaltete sich als recht kurz, dafür waren wir dann im Verhältnis
zu den andern Gruppen recht lange draussen und warteten, bis die andern fertig
waren. Man hätte in der Zeit schon noch etawas taucherisch machen können.
Bei der Austeilung der Abnahmekarten, war mir klar, dass ich noch einmal
tauchen muss. Es kam dann aber die grosse Überraschung, es war nicht
ein TG, sondern 2. Beim letzten Mal bekam ich auch einen TG nicht bestätigt.
Ich habe dann beim TL dreimal nach dem genauen Grund nachgefragt und bekam
keine richtige Antwort. Nochmals machen ist o.k., dann aber mit klarer Begründung,
denn wie soll es denn sonst zu einem Lerneffekt kommen?
Samstag, 13.Mai., Grosskrotzenburg
Ich habe mit Volker ausgemacht, dass ich nochmals komme, um die fehlenden
2 TG zu machen. Weiterhin war noch ein Taucher anwesend, der die Abnahmeberechtigung
wollte.
Gott sei Dank war diese Woche mein neuer Trocki gekommen, so dass ich obwohl
ich mit dem Trocki erst 1 TG gemacht habe, mich entschlossen habe, die TG´s
in dem Trocki zu machen.
1. TG Ventilmanagment und etwas bei nicht ganz so mieser Sicht tauchen.
Es hatte auch mal vielleicht an einer guten Stelle 1 m Sicht.
2. TG Ventilmangment, Ohne Luft mit Aufstieg am Zweitautomaten. Nach dem
Ventilmanagment sind wir weiter abgetaucht. Leider relativ schnell, so dass
ich mit dem Druckausgleich nicht ganz nachgekommen bin und Probleme damit
bekommen habe. Irgendwann ging es überhaupt nicht mehr und ich habe mit
meiner schwachen 35W-HID-Lampe angefangen Zeichen zu machen. Musste schon
ein Weilchen wedelen, bis mich einer der beiden Herren registriert hat. Volker
wollte nun hochtauchen. Ich habe ihm aber klar gemacht, dass ich trotzdem
die Übung machen will. Denn nochmals 300 km für einen TG anzureisen,
war mir doch etwas viel. Übung gemacht, die bei vorheriger richtiger
Absprache sicher auch gleich klar gewesen waere. Ich habe diese Übung
zum 3. Mal gemacht, zum ersten Mal waren stops gewünscht. Bei den beiden
andern Malen war das nicht gewünscht. Wir haben es trotzdem auf die Reihe
bekommen, obwohl der andere Kursteilnehmer schon etwas Probleme mit der Tarierung
bei den Stops hatte. Es ist geschafft, Seminar ist abgeschlossen.
Mein Resuemee zu dem Trioxseminar:
Es wird mit dem Seminar versucht, einen Spagat zwischen Trimix und Triox
zu machen, der aber in der Realität nicht richtig funktioniert. Ob ich
ein 21/35 mit Triox-Kurs oder mit Trimixkurs tauche, die Regeln sind die gleichen,
auch wenn beim VDST ein künstliches Tiefenlimit gesetzt wird.
Bei der Theorie habe ich nicht viel Neues gelernt, ich denke mal ich habe
mich mit dem Thema schon etwas zu viel auseinandergesetzt, da ich schon mit
TMX getaucht bin.
So richtig habe ich und mein TP in den Kurs nicht gepasst. Ich werde in
nächster Zeit noch den Nitrox** machen und mit dieser Vorraussetzung
werde ich mit meinem TP einen richtigen TMX Kurs machen. Allerdings nicht
beim VDST.
Ob ich den Kurs weiterempfehlen werde, weiss ich noch nicht. Meiner Meinung
nach ist eine Ziel des Kurses den Teilnehmern auch einen Unterschied TMX/Luft
bei den TG´s bewusst zu machen. Das kann bei TG´s zwischen 10
und 20 m WT nicht funktionieren. Wenn ich den Unterschied nicht kennen würde,
glaube ich nicht, dass dieser Kurs ein Grund wäre, noch einen TG mit
TMX zu machen.
Ich werde sicher mit dem 21/35 auch in Zukunft tauchen gehen, allerdings
im Rahmen der normalen MOD ;-) 30/30 glaube ich nicht, dass ich einsetzen
werde. Ansonsten war bei dem Kurs eine nette Atmosphäre, es wurde auch
mal Spass gemacht. Auf Wünsche der Teilnehmer wie z. B. Pausen wurde
eingegangen.
Ich habe ein paar Dinge gelernt, die nicht auf dem direkten Lehrplan stehen.
;-) Außerdem hat der Kurs den Anstoß gegeben, endlich meine Ausrüstung
aufzuräumen und anzufangen, gewisse Veränderungen umzusetzen. Insgesamt
hatte ich es durch die Trockiprobleme schon etwas schwerer, als gewohnt und
ich bin froh, dass ich nun wieder einen passenden Trocki habe.
In eigener Sache: eine kleine Anmerkung an die Herren der Schöpfung.
Dies gilt nicht für alle. Ich denke aber mal, wenn es die Betreffenden
lesen, wissen sie wer gemeint ist ;-)
Ich tauche schon relativ lange und auch recht lange tief und mache
regelmaessig längere Deko-TG´s, auch unter erschwerten Bedingungen.
Mir ist es in meiner langjährigen Taucherfahrung noch nicht oft passiert,
dass ich mich nicht für voll genommen gefühlt habe. Das ist mir
in diesem Kurs mehrmals passiert. Ich habe einige Dinge zu hören bekommen,
die man zu einem Mann sicher nicht gesagt hätte. Ich appelliere deshalb
an die Herren der Schöpfung, dies in Zukunft zu unterlassen.
© Annerose Mildenberger
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