TRIOX - eine Alternative?

 Geschrieben von Gunther

TRIOX - eine Alternative für Sporttaucher

Am Beispiel eines Trioxtauchkurses der Tauchschule Unlimited in Wuppertal, die diesen Kurs nach den Richtlinien von PDA durchgeführt hat.

  1. Was ist Triox?
  2. Welche Vorteile bietet Triox dem Sporttaucher
  3. Welche Nachteile hat Triox
  4. Gas-Logistik und Kosten
  5. Ausbildung / Kursverlauf
  6. Zielgruppe für diesen Kurs
  7. Anbieter

1. Was ist Triox

Unter Triox wird im Allgemeinen eine Atemgasmischung von 30% O2 – 30% He – 40 % N2 verstanden. Oftmals wird in den Kursen ebenfalls ein Normoxisches Trimix mit 21% O2 - 35 % He und 44 % N2 behandelt.

In beiden Fällen ist es Ziel, der narkotischen Wirkung von Stickstoff durch eine Verringerung des N2-Partialdruckes entgegen zu wirken. Als Faustformel kann man folgende Einsatztiefen angeben:

  • Bis 30 Meter Luft / Nitrox
  • Bis 35 Meter Triox 30/30
  • Bis 55 Meter Normoxisches Trimix
  • Ab 55 Metern Trimix oder Heliox

2. Vorteile für Sporttaucher

- Verringerte Narkose

Stickstoff wird zum Teil durch das nicht-narkotische Helium ersetzt
- Verringerter Atemwiderstand
Helium hat eine Dichte von 0,17 g / Liter, Stickstoff 1,17g; die verringerte Dichte des Triox Gemisches führt nicht nur zu einer "Donald-Duck-Stimme", sondern erleichtert ganz wesentlich die Atmung, Es kommt erst viel später zu einer turbulenten Strömung in den Atemwegen und man ist weniger anfällig für ein Essoufflement.
- Geringere Vereisungsneigung
Bei Entspannung des Triox kühlt Helium weniger stark ab als normale Luft. Dies ergibt Vorteile bei Tauchgängen in kälteren Gewässern.

3. Nachteile

Die Dekompressionszeiten werden bei zunehmender Tiefe signifikant länger gegenüber Luft. Höhere Kosten und schwierigere Gas-Logistik.

4. Logistik und Kosten

Die notwendige Gaslogistik sowie die Preise für die Gase sind deutlich höher als bei Luft. Ein schnelles selbstfüllen mit handelsüblichen Kompressoren ist nicht möglich, zusätzliche Ausbildung und Speicherflaschen sind notwendig. Es gibt nur wenige Füllstationen für Trimix und Triox-Mischungen, während Pressluft regelmäßig und schnell zu erwerben ist. Die meisten Basen haben Füllstation für Pressluft und evt. Nitrox, Trimix ist die Ausnahme.

Hier lohnt sich ein Kontakt zur IG-Gase www.ig-gase.de/

An zusätzlicher Ausrüstung ist für Triox Füllungen eine "Sauerstoff-geeignete Ausrüstung" wie bei Nitrox erforderlich. Bei normoxischen Füllungen muss nur die Flasche für Sauerstoff geeignet sein, da der Partialdruck der fertigen Mischung 21% nicht überschreitet.

Ein Hinweis für die Farbkennzeichnung nach DIN EN 1089-3:2004:

Für Helium/Sauerstoff:

Gemisch Helium/Sauerstoff medizinisch:
Alt Neu
blau

blau

weiß braun

weiß





siehe auch Artikel: Farbkennzeichnung von Gasflaschen.

5. Ausbildung und Kursverlauf

Ausbildungen für Triox gibt es von namhaften Verbänden wie VDST, PDA, GUE und einigen anderen Anbietern. Hier soll beispielhaft ein Kursablauf nach PDA-Richtlinien (www.pdaww.com), durchgeführt von Patrick Spieß (PDA und PDA-TEC Course Director) erläutert werden: Theorie:

  • Ausrüstungsbesonderheiten und Handhabung
  • Trimm und Tarierung
  • Fortbewegungstechnik
  • Tauchgangsplanung
  • Gefahren und Umgang mit Heliummischungen
  • Dekompressionsberechnung incl. Programme
  • Gasplanung
Die Theorieeinheiten wurden an einem Nachmittag und zusätzlich vor einem Tauchgang am See besprochen. Es wurde sehr viel Wert auf die Ausrüstung und das Handling gelegt, Unfallszenarien wurden erörtert - und später in der Praxis geübt. Interessant waren auch das Üben von Flossenschlagtechniken; diese Übung wurde auf einem Tisch liegend durchgeführt. Dabei hat der Tauchlehrer die Füße geführt, so dass man recht schnell ein Gefühl für den korrekten Bewegungsablauf bekam. Bei der Tauchgangsplanung wurden sowohl Luftverbrauchsberechnungen unter Luftteilungs-Situation, als auch Dekompressionsplanung mit Runtime-Tabellen erörtert. Als Planungshilfsmittel wurde das Programm GAP (http://www.gap-software.com/) eingesetzt. Hierbei konnten recht anschaulich die einzelnen Rechenmodelle wie RGBM/VPM oder Bühlmann miteinander verglichen werden.

Weitere Programme: Taucher.Net Linkbereich, Dekoprogramme

Ein kurzer schriftlicher Test überprüfte das Grundverständnis der Materie. Praxis: Insgesamt drei Tauchgänge, davon zwei mit Triox 30/30 und einer mit normoxischem Trimix 21/35. TG 1, max. 25 Meter, Triox 30/30; geübt wurden Sicherheitsdrill, Trimm und "Out of Air-Situationen" TG 2 max. 25 Meter, Triox 30/30; geübt wurden Out of air incl. Maskenverlust. Diese beiden TG wurden am Hitdorfer See durchgeführt, wobei sehr ausführlich Tauchgangsplanung, Vor- und Nachbesprechungen durchgeführt wurden.

Als Gratis-Zugabe gab es eine Einweisung in das Tauchen mit Backplate und Wing, incl. einiger Schrauber-Tipps, wie man so eine Konfiguration ordentlich und sicher montiert und auf seinen Körper einstellt.

An dieser Stelle habe ich dann meinen ersten TG mit Backplate und D12 gemacht, auch wenn die Trimmung noch etwas verbesserungswürdig ist, bin ich doch recht angenehm überrascht, wie stabil die Lage unter Wasser ist. Schrittweise wurde während der TG die Trimmung optimiert, auch wenn der Prozeß noch lange nicht Abgeschlossen ist, ist doch ein erster Einstieg gelungen.

Hier ein Blick auf "Gunther" beim ersten Tauchgang...

...und hier das "gunther´sche" Ergebnis nach einigen guten Tipps und etwas Übung.

Ein interessantes Erlebnis war, bei 3 Grad kaltem Wasser unter Gasteilung und ohne Maske zu tauchen. Ich persönlich hätte nicht vermutet, das mein persönliches AMV so sehr nach oben schießt. Zum Abschluss dieser Übung hat unser TL dann auch dem anderen Teilnehmer zur Sicherheit angeboten, einige weitere TG mit ihm zu üben, bevor er sich dem letzten, tiefern Tauchgang anschließen darf. Die ruhige und sachliche Art, in der der TL dem Teilnehmer die Notwendigkeit von weiteren Übungen nahe brachte, unterstrich das professionelle Auftreten und das Einfühlungsvermögen des frisch gebackenen Vaters von Zwillingen.

TG 3 max. 45 Meter, Normoxisches Trimix; geübt wurden Sicherheitsdrill, out of Air, Ventilabriegelung mit und ohne Hilfe des Partners, Flossenschlagvarianten und Notfallmanagement

Die komplette Planung von Gasmanagement, Runtime Table, Analyse, Breefing / Debriefing und Notfallvorsorge wurde dem Prüfling abverlangt, was zusammen mit einer Art verschärften Gruppenführung die Prüfung darstellte.

Nachstehend die Runtime-Tabelle (ohne Deepstops) für diesen Tauchgang:



6. Zielgruppe

Dies ist ein Kurs für Taucher, die im Sporttauchbereich (bis ca. 40 Meter) Tauchgänge mit einem klareren Kopf und somit mit mehr Sicherheit durchführen wollen. Der Erlebniswert eines TG mit deutlich weniger Stickstoff im Kopf ist um einiges höher und rechtfertigt zusammen mit der gewonnenen Sicherheit die deutlich höheren Kosten und den Mehraufwand.

Nicht sinnvoll ist dieser Kurs für Taucher die wissen, dass sie direkt in den technischen Bereich möchten. Für diese Gruppe empfiehlt sich ein TEK-Kurs bei einer der üblichen Anbieter.

7. Anbieter von TRIOX Kursen

- PDA www.pdaww.com

- VDST www.vdst.de

- GUE www.gue.com

Voraussichtlich werden später weitere Anbieter von Kursen und Ergänzungen zur Thematik im Ausbildungsforum eingestellt.


© Gunther Maassen



Einen Erfahrungsbericht einer Taucher.Net-Leserin (Annerose Mildenberger) zu einem Triox-Kurs können wir euch an dieser Stelle anbieten. Sie besuchte vor kurzem ein Triox-Seminar des Hessischen Tauchsportverbandes:

Trioxseminar beim HTSV April 2006

Da ich den Unterschied beim Tauchen mit Luft bzw. heliumhaltigen Gemischen kenne, mein Tauchpartner ein Brevet für den Urlaub brauchte, habe ich mich entschlossen, einen Kurs zu belegen. Der HTSV hat gerade passend dazu in einem fahrbarer Strecke den Trioxkurs angeboten.

Kursziel:

Planung, Vorbereitung und Durchführung von Tauchgängen mit 21/35 und 30/30 Trimixgemischen bis 45 m Wassertiefe

Voraussetzungen:
  • 18 Jahre
  • CMAS *** oder vgl.
  • Nitrox*
  • 100 TG´s, davon 15 mit Nitrox, 2 innerhalb 8 Wochen vor dem Kurs
  • Gültige Tauchtauglichkeit
Ausrüstung:
  • Kaltwassertaugliche Ausrüstung mit 2 ersten Stufen und 2 Automaten
  • Ausreichend große Flasche(n), O2-tauglich

Ca. 4 Wochen vor dem Kurs kamen die Info´s zum Kursverlauf mit der Möglichkeit auch nachzufragen. Für mich gestaltete sich die Zeit vor dem Kurs etwas chaotisch, da mein Trockentauchanzug zum vierten Mal beim Hersteller wegen der gleichen Undichtigkeit war.

1. Tag, 22. April 2006

Wir mussten schon relativ früh losfahren, da das Vereinsheim des WSV Großkrotzenburg ca. 140 km von uns entfernt lag. Es klappte alles wunderbar bis nach Großkrotzenburg. Dort haben wir dann eine längere Ortsfahrt gemacht, bis wir den See gefunden haben. Wir sind dann gleich rein, haben uns in einen Kurs gesetzt. Leider war es der falsche ;-) Wir fanden dann aber schon noch den richtigen. Nach der Flaschenabgabe, begang Volker mit der Einführung in den Kurs. Jeder stellte sich vor.


Teilnehmerstruktur:


3 TL´s, davon zwei mit Trimixausbildung, einer mit Trimixerfahrung, die an der Abnahmeberechtigung interessiert waren,

2 Taucher, die schon Trimixerfahrung hatten,

4 Taucher, für die Trimix noch ein Buch mit 7 Siegeln ist.

Ich natürlich, wie man es so gewohnt ist, als einzige Frau :-)


Theorie:

Medizin und Physik, insges. 115 min, von Derk kompetent gehalten:

  • Wieso Trimix?
  • MOD
  • Standardgemische
  • Info Bestandteile
  • Joule-Thompson-Effekt
  • Argon
  • ENP
  • CNS, OTU
  • Essoufflement
  • RBC Rigity
  • Hypothermie
  • PFO
  • Dalton

Nach einer Pause kam dann der Bereich Ausrüstung 1,5 Stunden, der sich weitgehend mit der Theorie des Nitrox** deckt. Man merkt schon, aus welcher Richtung die Ausrüstung geprägt ist :-) Eindeutig aus der DIR-Schiene. Für die die noch nie etwas davon gehört haben, war das schon ein ziemlicher "Kulturschock" :-) Wenn man wie ich mit einem Taucher regelmässig tauchen geht, der nach DIR konfiguriert ist, kennt man sich etwas aus :-)

  • Automaten * Flaschen, Ventile
  • Zusatzausrüstung (reel, spool, Boje, Hebesack)
  • Argon
  • Trocki
Der nächste Theorieteil war die Tauchgangsplanung, 2 Stunden
  • Regeln Helium Deko
  • Etwas zu den Tabellen, die verwendet werden sollen.

Nun ging es an´s rechnen. Die Einweisung dazu fand ich richtig nett. Es hiess, wir rechnen nun ein Beispiel. Dann duerft ihr selbst rechnen. Das Beispiel rechnen erfolgte so. Es wurden die TG-Daten aufgelegt und dann das Ergebnis. Dann durften wir rechnen. Für die Streberecke kein Problem, für den Rest gestaltete es sich schon etwas schwieriger. Die Streberecke war recht schnell fertig und musste dann ausdisskutieren, ob wir als Flaschengrösse lieber eine 15 er oder D7 nehmen bzw. D12 oder D10 300 bar :-) Berechnet/bestimmt wurden: Welches TMX, MOD, CNS, END, Deko incl. Verbrauch, Gasverbrauch, benötigte Flasche

Im letzten Teil des Tages beschäftigten wir uns mit der Tauchpraxis (1h) d. h. es wurde besprochen, was wir morgen machen und die DVD vom VDST gezeigt.

Den Abschluss des Tages bildete ein kurzes Feedback der Teilnehmer. Da wir schon ein Stückchen zu fahren haben, haben wir uns ein Zimmer genommen, um das ganze etwas geruhsamer anzugehen. Abends gingen wir dann in der Gruppe zum Spanier essen.


23. April, Tauchpraxis am See Grosskrotzenburg. max. WT 17 m

Es erfolgte eine kurze Vorbesprechung, wie der Tag so laufen sollte und die Einteilung in Gruppen.

Ich war beim ersten TG mit Derk und 2 völlig DIR-konfig.-Tauchern in der Gruppe. Zuerst wurde die Ausrüstung der Teilnehmer angeschaut und Verbesserungsvorschläge gemacht. Bei den DIR-Tauchern ging es natürlich schon sehr ins Detaill. Ich fand es schon nett :-) Es war angenehm, dass mich Derk gefragt hat, ob es mir nicht zu viel DIR wird. Auch bei meiner Ausrüstung gab es ruck-zuck ein paar kleine Veränderungen. Ich habe sie zum Anlass genommen, meine Ausrüstung im Nachhinein noch etwas aufzuräumen. Bin aber noch dabei, da es schon länger klar ist, dass es noch ein paar Veränderungen geben wird, die aber auf Grund meines Trockiproblems noch nicht umgesetzt wurden.


1. TG: 4er-Gruppe; Ventilmangment

Wir tauchten ab, waren ja schon vorgewarnt, aber dass die Sicht so besch... ist. Man musste schauen, dass man sich in der Gruppe nicht verloren hat. Würde mal sagen, max. 75 cm Sicht, egal auf welcher Tiefe. Wir haben die Übung gezeigt bekommen, naja soviel man davon sehen konnte und sie dann innerhalb des TG´s zweimal gemacht. Ich merkte schon, dass mein Trocki nicht passt... Nachbesprechung. Es erfolgte dann eine größere Pause, in der wir gegessen, geredet, diskutiert haben... Für den 2. TG erfolgte dann ein Gruppen- und TL-Wechsel.

Bei der Besprechung hieß es Ohne-Luft-Übung, Boje am reel/spool schießen, Ventilmanagment. Da ich noch nie eine Boje mit spool/reel geschossen habe, bekam ich es erklärt, nicht UW gezeigt. Im Nachhinein muss ich sagen, die Erklärung war recht verwirrend und nicht stimmig. Habe es mir dann zu Hause per Mail von dem TL, bei dem ich den Nitrox** machen werde, erklären lassen und dann auch verstanden.

Sicht war wie gehabt besch... Hatte zeitweise Probleme zu sehen, was der TL von mir wollte. Erstes Mal Boje mit spool schiessen, naja... Die Übungen wurden gemacht. Hinterher Nachbesprechung, wo ich auch gefragt habe, ob ich Boje schießen nochmals für nächstes Mal üben soll. Wäre nicht nötig. Kein klares Feedback für mich.

Kleine Nachbesprechung für alle und der zweite Kurstag ging zu Ende.


Samstag, 29. April Schönbach

Wir fuhren wieder recht früh los, da es noch weiter zu fahren war.

Der Tag beging mit Dekompressionstheorie, 1,5 Stunden, sehr kompetent von Bernhard gehalten. Er war der Einzige der Dozenten, der auch auf Fragen ausserhalb des Trioxkurses eingegangen ist. (Zusatz, dass ist nicht Inhalt des Kurses). Fand ich sehr lobenswert.

Inhalte:
- Allgemeines
- Modelle, eingehen auf Modelle,
- Triox-Tabellen, Trimix-TC, Programme
- Besonderheiten Heliumdeko



Leider war die Zeit für diesen Teil zu kurz und es gibt keine Unterlagen dazu. Hätte mir gerne den einen oder andern Teil nochmals in Ruhe angeschaut.


Theorieprüfung

Für die Theorieprüfung hatten wir 1,5 Stunden Zeit. Es gab versch. Fragen zu der Thematik und zwei umfangreichere Berechnungen. Für diese Berechnungen standen für neun Teilnehmer jeweils eine Tabelle zur Verfügung, was das ganze natürlich nett gestaltete :-) Für mich waren anfangs die Unterhaltungen unserer TL´s etwas störend, da ich etwas Zeit gebraucht habe, mich zu konzentrieren.

Die Prüfung wurde korrigiert und wir bekamen als Ergebnis, dass wir alle mit zwischen 52 und 58 Punkten von 60 möglichen bestanden haben. Etwas, das alle vergessen hatten (war zu selbstverständlich) und ein paar Kleinigkeiten wurden gesagt. Ich denke mal für den Lernerfolg wäre es nicht schlecht gewesen, wenn die Prüfung ausgeteilt worden wäre, dass man gesehen hätte, was man falsch gemacht hat.

Nach dem Mittagessen ging es dann zu dem See, wo die 2 noch fehlenden TG´s gemacht werden sollten. Da es ein weiterer Weg war, habe ich meine Ausrüstung gefahren. Dieses Mal sollten wir aus Zeitgründen beim gleichen TL bleiben. Als Übungen waren vorgesehen. Ohne Luft, Boje schiessen, Ventilmanagment, als tauchen im Team.

Dieser See hat max. 30 m, Sicht war meiner Meinung nach noch besch... als am letzten WE. Schon beim Abtauchen habe ich gemerkt, dass dies nicht der Tag für TG´s ist. Aber Frau ist ja mutig und taucht weiter. Wieder mal musste man schauen, dass man sich nicht verliert. Für´s Ventilmanagment war es heute nicht mein Tag, Rest der Übungen war o.k. Die Tauchzeit gestaltete sich als recht kurz, dafür waren wir dann im Verhältnis zu den andern Gruppen recht lange draussen und warteten, bis die andern fertig waren. Man hätte in der Zeit schon noch etawas taucherisch machen können.

Bei der Austeilung der Abnahmekarten, war mir klar, dass ich noch einmal tauchen muss. Es kam dann aber die grosse Überraschung, es war nicht ein TG, sondern 2. Beim letzten Mal bekam ich auch einen TG nicht bestätigt. Ich habe dann beim TL dreimal nach dem genauen Grund nachgefragt und bekam keine richtige Antwort. Nochmals machen ist o.k., dann aber mit klarer Begründung, denn wie soll es denn sonst zu einem Lerneffekt kommen?


Samstag, 13.Mai., Grosskrotzenburg

Ich habe mit Volker ausgemacht, dass ich nochmals komme, um die fehlenden 2 TG zu machen. Weiterhin war noch ein Taucher anwesend, der die Abnahmeberechtigung wollte.

Gott sei Dank war diese Woche mein neuer Trocki gekommen, so dass ich obwohl ich mit dem Trocki erst 1 TG gemacht habe, mich entschlossen habe, die TG´s in dem Trocki zu machen.

1. TG Ventilmanagment und etwas bei nicht ganz so mieser Sicht tauchen. Es hatte auch mal vielleicht an einer guten Stelle 1 m Sicht.

2. TG Ventilmangment, Ohne Luft mit Aufstieg am Zweitautomaten. Nach dem Ventilmanagment sind wir weiter abgetaucht. Leider relativ schnell, so dass ich mit dem Druckausgleich nicht ganz nachgekommen bin und Probleme damit bekommen habe. Irgendwann ging es überhaupt nicht mehr und ich habe mit meiner schwachen 35W-HID-Lampe angefangen Zeichen zu machen. Musste schon ein Weilchen wedelen, bis mich einer der beiden Herren registriert hat. Volker wollte nun hochtauchen. Ich habe ihm aber klar gemacht, dass ich trotzdem die Übung machen will. Denn nochmals 300 km für einen TG anzureisen, war mir doch etwas viel. Übung gemacht, die bei vorheriger richtiger Absprache sicher auch gleich klar gewesen waere. Ich habe diese Übung zum 3. Mal gemacht, zum ersten Mal waren stops gewünscht. Bei den beiden andern Malen war das nicht gewünscht. Wir haben es trotzdem auf die Reihe bekommen, obwohl der andere Kursteilnehmer schon etwas Probleme mit der Tarierung bei den Stops hatte. Es ist geschafft, Seminar ist abgeschlossen.


Mein Resuemee zu dem Trioxseminar:

Es wird mit dem Seminar versucht, einen Spagat zwischen Trimix und Triox zu machen, der aber in der Realität nicht richtig funktioniert. Ob ich ein 21/35 mit Triox-Kurs oder mit Trimixkurs tauche, die Regeln sind die gleichen, auch wenn beim VDST ein künstliches Tiefenlimit gesetzt wird.

Bei der Theorie habe ich nicht viel Neues gelernt, ich denke mal ich habe mich mit dem Thema schon etwas zu viel auseinandergesetzt, da ich schon mit TMX getaucht bin.

So richtig habe ich und mein TP in den Kurs nicht gepasst. Ich werde in nächster Zeit noch den Nitrox** machen und mit dieser Vorraussetzung werde ich mit meinem TP einen richtigen TMX Kurs machen. Allerdings nicht beim VDST.

Ob ich den Kurs weiterempfehlen werde, weiss ich noch nicht. Meiner Meinung nach ist eine Ziel des Kurses den Teilnehmern auch einen Unterschied TMX/Luft bei den TG´s bewusst zu machen. Das kann bei TG´s zwischen 10 und 20 m WT nicht funktionieren. Wenn ich den Unterschied nicht kennen würde, glaube ich nicht, dass dieser Kurs ein Grund wäre, noch einen TG mit TMX zu machen.

Ich werde sicher mit dem 21/35 auch in Zukunft tauchen gehen, allerdings im Rahmen der normalen MOD ;-) 30/30 glaube ich nicht, dass ich einsetzen werde. Ansonsten war bei dem Kurs eine nette Atmosphäre, es wurde auch mal Spass gemacht. Auf Wünsche der Teilnehmer wie z. B. Pausen wurde eingegangen.

Ich habe ein paar Dinge gelernt, die nicht auf dem direkten Lehrplan stehen. ;-) Außerdem hat der Kurs den Anstoß gegeben, endlich meine Ausrüstung aufzuräumen und anzufangen, gewisse Veränderungen umzusetzen. Insgesamt hatte ich es durch die Trockiprobleme schon etwas schwerer, als gewohnt und ich bin froh, dass ich nun wieder einen passenden Trocki habe.

In eigener Sache: eine kleine Anmerkung an die Herren der Schöpfung. Dies gilt nicht für alle. Ich denke aber mal, wenn es die Betreffenden lesen, wissen sie wer gemeint ist ;-)

Ich tauche schon relativ lange und auch recht lange tief und mache regelmaessig längere Deko-TG´s, auch unter erschwerten Bedingungen. Mir ist es in meiner langjährigen Taucherfahrung noch nicht oft passiert, dass ich mich nicht für voll genommen gefühlt habe. Das ist mir in diesem Kurs mehrmals passiert. Ich habe einige Dinge zu hören bekommen, die man zu einem Mann sicher nicht gesagt hätte. Ich appelliere deshalb an die Herren der Schöpfung, dies in Zukunft zu unterlassen.

© Annerose Mildenberger


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