Tauchsafari – Teil 1: Similans, Surin Islands, Richelieu Rock, wir kommen...
Der Abend naht - und um 18.00 h war Abfahrt zum Hafen. Hier klaffen
Wunsch und Realität auseinander: Die große Besprechung
und das Zusammentreffen der Teilnehmer waren für Samstag um 18.00
Uhr im Restaurant anberaumt. Wir saßen dort noch einige Zeit etwas
planlos herum, bis es hieß, Gepäck verladen und aufsitzen. Mit
einer erhofften Information durch das Office hatten wir Pech. Erst während
der Fahrt erfuhren wir, dass die "Genesis I" im Hafen von Thap Lamu liegt
und wir dort das erhoffte Briefing bekommen.

Unser Weg in den Norden
Was man zum Hafen von Khao Lak wissen muss:
Einen Hafen in Khao Lak gibt es nicht. Die Safari- und Daytrip-Boote legen in Thap Lamu ab,
was etwa eine 20 - 30minütige Fahrt vom Hotel aus mit sich bringt.
Die "M/Y Genesis I" lag an der Pier - die Thaicrew sowie die deutschen
Diveguides Florian und Ronny empfingen uns an Bord. Während unser
Weg auf das Oberdeck führte, wurden Gepäck und die restlichen
Lebensmittel verladen. Ein schöner Einstieg mittels Begrüßungspräsent
(Baseballcap von Sea Bees), das ausgiebige Bootsbriefing bei kühlen
Getränken, anschließend Kabineneinteilung – und dann hieß
es: "Ablegen!". In der abendlichen Stimmung auf See ließ die Thaicrew ein
kleines Feuerwerk am Bug des Schiffes knallen; die Knallfrösche und
ein Teller mit Früchten sollten die Seegeister versöhnlich stimmen
und eine gesunde Wiederkehr ermöglichen.
Während die einen ihre Kabine bezogen und die anderen ihre Ausrüstung
zusammen bauten, hörte man plötzlich den lauten Ruf: "Essen!".
Es war stets aufs Neue unglaublich, was Küchenfee Anchalee in
ihrem kleinen Reich an Delikatessen hervor zaubert: Thai-Suppe, zwei
Hauptspeisen mit Beilagen und Salat. Wenn man hier auf diesem Schiff nicht
zunimmt, dann nirgends?!

Anchalee - Zauberei in der Küche
Softdrinks, Tee, Kaffee und Wasser sind im Preis enthalten, alkoholische
Getränke (Bier, Wein, usw.) zu angemessenen Preisen erhältlich.
Dann ging die vierstündige Fahrt bei einem vorzüglichen thailändischen Abendessen in
die Nacht, bis der Ankerplatz für die Übernachtung erreicht war: Koh Tachai.
23. April
Um 06.45 Uhr erfolgte der allmorgendliche Weckruf von Florian: "Moooorgeeeen,
aufstehen, Briefing...!" Dies sollte uns während der gesamten Tour begleiten.
Gegen 07.15 Uhr startete nach einem "Briefing bei (Nes)Cafe" die erste Gruppe
mit dem ersten Tauchgang. Die Plattform der "Genesis I" ist leicht unterdimensioniert
- und somit bot es sich an, die Großgruppe zu halbieren, so
dass sich nur jeweils sechs Taucher gleichzeitig auf dem Deck in ihre Anzüge
quälten. Anschließend ab ins Wasser – damit Gruppe 2 Platz fand.
Die beiden Tauchgruppen gliederten sich technisch bedingt schon fast von
selbst: Luft und Nitrox – "sechs Nitrox-Atmer" mit Florian und "vier Luft
+ zwei Nitrox-Schnaufer" mit Ronny.

Die Taucherplattform der "Genesis I"
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Der Morgenmuffeltipp:
Während des Briefings konnte der erste kleine Hunger mit Tee, Kaffee,
Marmelade und Brot gestillt werden. Wer also die urlaubsunfreundliche Weckzeit
scheut, wird durch einen sanften Einstieg in den Tag bei "Briefing & petit déjeuner" etwas besänftigt...
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1. Tauchgang: "Koh Tachai-Reef"
Der erste Tauchgang erfolgte am Divespot "Koh Tachai Reef" nahe der
Insel Koh Tachai. Da der erste Tauchgang meist auch als Checkdive dient, war dieser Platz
dafür sehr gut geeignet: Nicht zu tief - und einige Sandflächen. Doch der erste Eindruck bekommt keine zweite Chance - und
somit endete der Tauchgang für so manchen der Teilnehmer mit wenig
Euphorie - Koh Tachai Reef ist kein Spot der ersten Klasse. Aber fortan sollte sich alles ändern...

Inselidylle in grün & blau
Wir blieben bei der Insel, wechselten für den zweiten Tauchgang
nach dem Frühstück an den Tauchplatz "Twin Peaks". Drei
Leopardenhaie, eine relativ starke Strömung und große Felsformationen
waren die Haupteindrücke dieses Tauchgangs. Das Ganze umrahmt von
kleineren Fischschwärmen, darunter auch eine Barakudaschule.
2. Tauchgang: Koh Tachai - "Twin Peak"
Die Informationen des Briefings ließen auf Großes hoffen.
Letztendlich war es eher mittelgroß: Leopardenhaie, Muränen,
Fischschwärme, schöne Felsformationen - und das alles mit einer
leichten Strömung gewürzt.

Leorpardenhai... hautnah

UW-Menü: Rolf "an Leorpardenhai"
3. Tauchgang: Surin Insel: Koh Chi - "Lighthouse Rock"
Am Tauchplatz "Lighthouse Rock" auf Koh Chi, einer der fünf Inseln
des Surin Nationalparks (neben Koh Surin Nua, Koh Surin Tai, Koh Pakumba
und Koh Turinla) ging es nach dem Mittagessen zum dritten Tauchgang des
Tages.
Eine leichte Strömung führte uns "durch" den Tauchplatz. Während
wir uns so treiben ließen, konnten wir eine Unzahl von Seegurken
in einer interessanten Körperhaltung (Kobrastellung) beobachten. Diese
Haltung dient der Fortpflanzung. Zwischen den Felsblöcken sind immer
wieder große Schwärme Glasfische und Rotfeuerfische anzutreffen.

Aufstand der Seegurken
Nachttauchgang: Koh Surin Tai - "Ao Prakat"
Der Nachtauchgang fand wieder im geschützten Flachwasserbereich
von Koh Surin Tai statt. Wie bei Nachttauchgängen üblich, sind
nicht die großen Dinge das Besondere, sondern die Kleinigkeiten -
und davon gibt es in asiatischen Gewässern meist genug. Kugelfische
schlafen auf Tischkorallen, Porzellankrebse flüchten vor dem Licht,
Glasgarnelen tummeln sich in Felsnischen, Lobster zwischen Korallen und
noch vieles mehr. Es gab soviel zum Entdecken, dass die Zeit einfach nicht
ausreichte.

Krabbe in der Nacht
Was das Tauchen anging, so gab es nur drei Regeln, an die man sich halten
musste:
- Sicherheitsstop 5 m/3 Min. und dabei die Sicherheitsboje setzen!
- Tauchzeit max. 60 Minuten inkl. Sicherheitsstop!
- Null-Zeit-Tauchgänge, da vier Tauchgänge pro Tag möglich
waren!
Die Sicherheitsboje deshalb, weil alle Tauchgänge mit Ausnahme
der Nachttauchgänge "One way-TG" waren und überall aufgetaucht
werden konnte – das Schiff pickte die Taucher auf. Die Boje zeigte dem
eigenen Käpt´n den Standort der Taucher – aber auch den fremden
Booten - und Unfälle wurden dadurch verhindert, was bei der Fahrweise
manch thailändischer Schlauchbootfahrer nicht selbstverständlich
scheint...
24. April
1. – 3. Tauchgang: "Richelieu Rock"
Der Richelieu Rock ist für seine Felsformation mit den violetten
Weichkorallen weltberühmt - und der Chance auf Walhai. Der Name des
Tauchplatzes ist eine Schöpfung von Jacques Yves Costeau und leitet
sich von der violettfarbenen Albe (liturg. Kleidung) des französischen
Kardinals Richelieu ab.

Links ist der Grund der Namensgebung zu erkennen, rechts ist aber nicht der Kardinal.
Statt eines Walhais zeigten sich riesige Fischschwärme,
Barakudaschulen, ein... nein zwei Seepferdchen (eines echt, das andere falsch), Geisterfetzenfische, Zebra- und
Tigermuränen sowie gewaltige Zackenbarsche.

Bouillabaisse im Preview
Die Vielfalt der Weich- und Hartkorallen in ihrer Farbenpracht muss sich in keinster Weise hinter
dem Artenreichtum der Fischwelt verstecken. Bei jedem Tauchgang entdeckt
man Neues, wodurch auch mehrere Tauchgänge am selben Spot bei Weitem nicht an Reiz verlieren.


Frage an den Tauchprofi: Welches ist das falsche Seepferdchen?
Nachttauchgang: Koh Tachai - "Ranger Bay"
Zum Nachttauchgang ging es dann wieder zurück nach Koh Tachai, in eine geschützte
Bucht, wo auch eine Ranger Station existiert. Dieser Tauchgang verlief
eher eintönig, ohne Höhen und Tiefen – im wahrsten Sinne der
Worte. Ein paar große Krabben und ein Bleigurt waren die Ausbeute
der nächtlichen Exkursion.
25. April
1. Tauchgang: Koh Tachai - "Twin Peak"
Heute sollte unser Glückstag sein! Denn kaum waren wir abgetaucht,
hörte man aus allen Richtungen ein deutlich vernehmbares "ping ping
ping". Einige Taucher hatten Shaker und Tankbanger dabei, und dieses nervtötende
Geräusch konnte nur eines bedeuten: Etwas Großes war in der
Nähe. Und dann sahen wir sie: MANTAS, zwei prächtige Exemplare
ihrer Spezies gaben uns die Ehre ihres Besuches. Ca. ¼ Stunde kreisten sie um und
zwischen uns Tauchern. Für einige der Teilnehmer waren es die ersten
Mantabegegnungen - so mancher Tauchertraum erfüllte sich. Während
des restlichen Tauchganges waren die Augen stets ins offene Wasser gerichtet,
verbunden mit der Hoffnung auf eine erneute Begegnung mit den Mantas. Zwei
Leopardenhaie und eine Schule Falterfische bildeten einen würdigen
Abschluss dieses Tauchgangs.


Manta & Leopardenhai
2. Tauchgang: Koh Tachai - "Twin Peak"
Da der erste Tauchgang so faszinierend war, sollte noch "eins draufgesetzt"
werden. Nach 2½ Stunden Oberflächenpause nichts wie rein. Denkste,
dieses mal blieben die Mantas aus. Zum Schluss hatte Michi dann doch noch
eine lustige Begegnung mit einer Seeschlange:
Zwischen Korallen erblickte er eine Seeschlange und machte ein paar
Fotos. Durch den Blitz motiviert schwamm die Seeschlange plötzlich
zu ihm. Das war aber dem Fotografen nicht besonders recht - und als sie
plötzlich dicht vor der Kamera auftauchte und sich um den Blitzarm
schlängelte, bekam sie mit diesem eine Kopfnuss – natürlich unabsichtlich.
Beleidigt kehrte sie zu ihrem Korallenblock zurück.

Gedanken einer Seeschlange: Dieser Taucher - so ein Rüpel!
3. Tauchgang: Koh Bon - "West Ridge"
Eine kräftige Dünung während des Tauchganges sollte ihn
interessant werden lassen. Drei Flossenschläge vor und zwei zurück.
Während des Tauchganges kamen wir auch zu einem Korallen–Trümmerfeld.
Natürlich stellten wir uns die Frage: "Tsunami, oder nicht?" Später
erfuhren wir, dass dieses Trümmerfeld durch Gezeiten und Brandung
entstand und schon lange so existiert. Doch plötzlich - als wir auftauchen
wollten - kam er: Ein Manta! Er umkreiste uns ein paar mal und verschwand
auch wieder so schnell, wie er kam.

Traumhafte Inseln!
Nachttauchgang: Koh Bon - "Beach"
Schon nach kurzer Zeit gab es kleine Probleme: Eine leere Taucherlampe
und ein defekter Fotoapparat, daher erfolgte schnell die Entscheidung,
den Tauchgang abzubrechen. Incident Pit
lässt grüßen...

Nachttauchgang - der Divespot bei Tag
Übernachtet wurde auch vor Similan Nr. 8. Am Abend lagen die Genesis
I für kurze Zeit neben einem - für Safariboote riesigen - Schiff
der Siam Divers (siam-divers.com), wo wir Wasser übernahmen. Auf Similan
Nr. 8 gibt es eine Quelle, an der Süßwasser gebunkert werden
kann. Das Schiff der Siam Divers, so erfuhren wir, kreuzt als "schwimmendes
Hotel" bei den Similans und wird per Speedboat mit Nachschub und Touristen
versorgt. Der Gast wählt die Dauer seines Aufenthalts auf dem Cruiser.
Taucher-Sprachkurs:
Malaysisch für Taucher:
Similan steht für die Zahl neun.
Thailändisch für Taucher:
Koh bedeutet Insel.
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26. April
1. Tauchgang: Similan 9 (Koh Bangu) - "North Point"
"North Point" ist eine große Felsformation mit Korallengärten,
an der sich Haie ihr Stelldichein geben. Doch nicht bei jedem Tauchgang,
und so kam es, dass sich erst kurz vor Ende des Tauchganges noch ein kurzer Blick
auf zwei Leopardenhaie ergab. Der eine war gänzlich fotoscheu,
dem Zweiten wurde es erst zu blöd, als Helmut eine Makroaufnahme von
seinem Auge machen wollte.

Auge in Auge...
2. Tauchgang: Similan 9 - "Three Trees"
Dieser Spot besteht aus einem schönen Hart- und Weichkorallenriff,
das gelegentlich von einer Schildkröte "abgegrast" wird.

Wohl bekomm´s...
3. Tauchgang: Similan 8 - "Das Wrack der Atlantis X"
Die "Atlantis X" ist 2002 aus technischen Gründen gesunken.
Personenschaden konnte zum Glück verhindert werden. Obwohl das Wrack
noch nicht alt ist, sind die Zerstörungen erheblich. Rund um das Wrack
findet man unterschiedliche Schnecken und Fischschwärme, vereinzelt
sind zwischen den Korallen Lobster zu sehen.
In der Literatur wird die "Atlantis X" auch unter der Bezeichnung "Rareung
Chon" geführt. Das Wrack des ehemaligen Daytrip-Bootes schlummert
vor Similan Nr. 8 am Beacon Reef in einer Tiefe zwischen 15 und 30 m.

Mystisch - die Atlantis X
Nachttauchgang: Similan 4 - Princess Bay
Aufgrund einer leichten Strömung war unsere Tauchrichtung vorgegeben.
Lobster, Krabben, Einsiedlerkrebse und viel kleinstes, maritimes Leben
waren die Ausbeute.

Fangschreckenkrebs

Seestern
27. April
1. Tauchgang: Similan 8 - "East of Eden"
East of Eden gehört neben Richelieu Rock zu den bekanntesten Tauchplätzen
der Similan Inseln. Sehr schöne Korallengärten und große
Fischschwärme gehören hier zum Standardrepertoire. Besonderheiten
sind ein ca. 30 cm großer roter Anglerfisch in 32 m Tiefe, Geisterfetzenfische
und Seeschlangen.

Geisterfetzenfisch im Schutzwall der Seeigel
2. Tauchgang: Similan zw. 7 und 8 - "Elephant Head (Rock)"
Elephant Head, auch oder Elephant Rock genannt, besteht aus einem,
(namengebenden) Felsen über Wasser - und vielen großen Felsen
unter Wasser. Diese Felsen bilden Kanäle und Höhlen, die zum
Durchtauchen verlocken, was völlig ungefährlich ist. Lobster
und Drachenköpfe findet man en másse. Wir hatten leider das
Pech, das während unseres Tauchgang eine starke Dünung bestand.

Friedhof der Elefantenschädel
So konnten wir nur mit Mühe einen Teil der zu betauchenden Höhlen
und Kanäle besichtigen. Der Luftverbrauch war aufgrund der immensen
Kraftanstrengung "nicht von schlechten Eltern". Der Tauchgang endete nach
45 Minuten.
Das Einsteigen in das Boot bereitete manchem der Tourteilnehmer
erhebliche Probleme, weshalb der nächste Tauchspot ruhiger gelegen sein sollte.
Zwischen dem zweiten und dritten Tauchgang bot sich die Möglichkeit
einer Inselbesichtigung mit kurzer, aber anstrengender Bergwanderung. Die
herrliche Aussicht entlohnte jedoch alle Strapazen – auch die der Raucher!

Susi - Crazy Climber

Iron Maiden lässt grüßen: Run To The Hills...

Insel von oben - die Idylle mit Mehrwert
3. Tauchgang: Similan 8 - "East of Eden"
Sea Bees bietet auf seinen Safaris die Möglichkeit, UW-Scooter
zu fahren. Der dritte Tauchplatz des Tages eignete sich für eine Fahrt mit
den Scootern (Aquazepp).

Rohr eins, zwei und drei klar zum Unterwasserschuss!
Die "Torpedos" wurden vorbereitet - und wir eingewiesen. Den Power-Schalter nach vorne gedrückt und los
ging die Fahrt. Ein Looping folgte dem anderen, der Tauchcomputer hatte
Mühe, das Tauchprofil zu loggen. Spaß pur!
Natürlich: Im Gegensatz zu den vorausgehenden Tauchgängen
bot sich nun alles auf einmal: Der große, rote Anglerfisch auf
32 m und der dunkle Geisterfetzenfisch an einem gelben Federstern (eine ungewöhnliche Kombination)...
Nur Milton, die Muräne war unauffindbar.
Die Legende um Milton:
Milton ist eine zutrauliche Muräne, die gestreichelt werden will. Wenn nicht, wird sie derart aufdringlich, bis sie letztlich gestreichelt wird.
Ein Tauchguide, so die Legende, brachte Milton eines Tages Würstchen mit. Noch bevor der Guide die Würstchen auspacken konnte,
schnappte sich Milton die Würste - und den Daumen des Guides!

Das ist NICHT Milton!
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Was passt übrigens zu Anglerfisch, Geisterfetzenfisch und Muräne?
Richtig, eine Kamera. Welch ein Jammer, dies war der einzige Tauchgang,
bei dem keiner von uns eine Kamera mitnahm.
Scooter Feeling
Back to the roots... damals, als man noch ohne Kamera tauchen musste.
Was blieb, war die Bewunderung dieses skurrilen Fisches - und weiter ging
es in rasanter Fahrt vorbei an vielen Dingen, die man bei einem ruhigen
Tauchgang eingehend hätte betrachten können. Doch echte Scooter-Männer sind
nicht zum Schauen unterwegs: Scooter sind Fortbewegungsmittel und machen höllischen
Lärm. Vermutlich auch deshalb wollten ein vorbeiziehender Manta und
alle anderen tauchenden Tourbegleiter nicht in unserer Nähe verweilen?!

Ein echter "Heliscooter in action"

Mike & The Mechanics - auch Scooter gehen kaputt - unter Wasser!
Fazit:
"Scootern" macht Spaß! Auch wenn man für die taucherischen Bedeutsamkeiten
normaler Tauchgänge keine Gelegenheit findet, sollte
man es einmal ausprobieren. Wenn die Aussage derer demoskopisch ist, die
auf dieser Tour am Scootertest beteiligt waren, so sind 50% der Taucher
der Meinung: Einmal Scooter muss sein, aber auch nicht mehr! Die weiteren 50% waren überwältigt!
Nachttauchgang: Similan 9 - "Breakfast Bend"
Wegen schlechter Sicht, hervorgerufen durch die Brandung auf der Riffaußenseite,
teilten sich die Gruppen in reine Zweierteams auf. Erst ab 11 m Tiefe wurde
die Sicht besser. Erwähnenswerte Highlights gab es nicht...
Ein Highlight über Wasser: Der Taucher.Net - Infoabend:
Der Abend stand im Zeichen von Taucher.Net - mit einem Infoabend zum Webportal für Taucher. Mit so vielen Fragen hatten
niemand gerechnet, was aber
für den redegewandten Moderator "Heli" kein Problem darstellte. Um
die Nachhaltigkeit der Informationen zu gewährleisten, wurde die anwesende
Tauchergemeinde mit ein paar Denkhilfen bedacht. Von Bestechung war in diesem Zusammenhang aber niemals
die Rede...

Darfs a bisserl mehr sein?

Das wäre ihr Preis gewesen...
28. April
Heute erfolgte schon um 06.00 Uhr der bereits zur Gewohnheit gewordene Weckruf zum Early Morning Dive: Moooorgeeeen...!!!
1. Tauchgang: Similan 5 und 6 -"Barrakuda Point"
Die im Briefing angesprochene "mittlere Strömung" und das "Abtauchen
im Freiwasser" erwiesen sich im Gegensatz zu den sonstigen Hinweisen auf Großfisch als wahr. Mit kräftigen Flossenschlägen
erreichten wir den Sandgrund, auf dem sich einige Blaupunktrochen und viele
Röhrenaale tummelten. Nach einer relativ kurzen Oberflächenpause
ging´s dann auf zum weiten Tauchgang.

Köpfchen in die Höh´: Röhrenaale
2. Tauchgang vor Similan 3 - "Sharkfin Riff"
Der Tauchplatz erhielt seinen Namen aufgrund seiner optischen Beschaffenheit, der aus dem Wasser ragenden Felsformation. Böse
Zungen behaupten, ein passenderer Name wäre "Kofferfisch Point".
Denn so viele und so große Kofferfische auf so engem Raum sind
selten zu finden. Die Felsplatten sehen aus wie riesige Stufen und werden
von Kofferfischen und Papageifischen regelrecht abgeschabt.
Dieser Tauchgang war der letzte der Tauchgänge bei den Similans.
Nach dem Mittagessen erfolgte die Rückreise nach Ao Chalong/Phuket
(Fahrzeit ca. 7-8 Stunden).

Was für ein Koffer...fisch

Tummelplatz für Kofferfische - die Treppenstufen der Riesen
© Text 2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Bilder 2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Scooter-Bild mit freundlicher Genehmigung by Rolf Kreisel |