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Onlinemagazin - 68. Ausgabe - Andaman Exkursion - Both Sides Of The Story - Tauchen in Thailands Norden




 Geschrieben von Hemut Ebner & Michael Böhm

Tauchsafari – Teil 1: Similans, Surin Islands, Richelieu Rock, wir kommen...

Der Abend naht - und um 18.00 h war Abfahrt zum Hafen. Hier klaffen Wunsch und Realität auseinander: Die große Besprechung und das Zusammentreffen der Teilnehmer waren für Samstag um 18.00 Uhr im Restaurant anberaumt. Wir saßen dort noch einige Zeit etwas planlos herum, bis es hieß, Gepäck verladen und aufsitzen. Mit einer erhofften Information durch das Office hatten wir Pech. Erst während der Fahrt erfuhren wir, dass die "Genesis I" im Hafen von Thap Lamu liegt und wir dort das erhoffte Briefing bekommen.



Unser Weg in den Norden

Was man zum Hafen von Khao Lak wissen muss:

Einen Hafen in Khao Lak gibt es nicht. Die Safari- und Daytrip-Boote legen in Thap Lamu ab, was etwa eine 20 - 30minütige Fahrt vom Hotel aus mit sich bringt.

Die "M/Y Genesis I" lag an der Pier - die Thaicrew sowie die deutschen Diveguides Florian und Ronny empfingen uns an Bord. Während unser Weg auf das Oberdeck führte, wurden Gepäck und die restlichen Lebensmittel verladen. Ein schöner Einstieg mittels Begrüßungspräsent (Baseballcap von Sea Bees), das ausgiebige Bootsbriefing bei kühlen Getränken, anschließend Kabineneinteilung – und dann hieß es: "Ablegen!". In der abendlichen Stimmung auf See ließ die Thaicrew ein kleines Feuerwerk am Bug des Schiffes knallen; die Knallfrösche und ein Teller mit Früchten sollten die Seegeister versöhnlich stimmen und eine gesunde Wiederkehr ermöglichen.



Während die einen ihre Kabine bezogen und die anderen ihre Ausrüstung zusammen bauten, hörte man plötzlich den lauten Ruf: "Essen!". Es war stets aufs Neue unglaublich, was Küchenfee Anchalee in ihrem kleinen Reich an Delikatessen hervor zaubert: Thai-Suppe, zwei Hauptspeisen mit Beilagen und Salat. Wenn man hier auf diesem Schiff nicht zunimmt, dann nirgends?!


Anchalee - Zauberei in der Küche

Softdrinks, Tee, Kaffee und Wasser sind im Preis enthalten, alkoholische Getränke (Bier, Wein, usw.) zu angemessenen Preisen erhältlich.

Dann ging die vierstündige Fahrt bei einem vorzüglichen thailändischen Abendessen in die Nacht, bis der Ankerplatz für die Übernachtung erreicht war: Koh Tachai.


23. April

Um 06.45 Uhr erfolgte der allmorgendliche Weckruf von Florian: "Moooorgeeeen, aufstehen, Briefing...!" Dies sollte uns während der gesamten Tour begleiten. Gegen 07.15 Uhr startete nach einem "Briefing bei (Nes)Cafe" die erste Gruppe mit dem ersten Tauchgang. Die Plattform der "Genesis I" ist leicht unterdimensioniert - und somit bot es sich an, die Großgruppe zu halbieren, so dass sich nur jeweils sechs Taucher gleichzeitig auf dem Deck in ihre Anzüge quälten. Anschließend ab ins Wasser – damit Gruppe 2 Platz fand. Die beiden Tauchgruppen gliederten sich technisch bedingt schon fast von selbst: Luft und Nitrox – "sechs Nitrox-Atmer" mit Florian und "vier Luft + zwei Nitrox-Schnaufer" mit Ronny.


Die Taucherplattform der "Genesis I"



Briefing

Der Morgenmuffeltipp:

Während des Briefings konnte der erste kleine Hunger mit Tee, Kaffee, Marmelade und Brot gestillt werden. Wer also die urlaubsunfreundliche Weckzeit scheut, wird durch einen sanften Einstieg in den Tag bei "Briefing & petit déjeuner" etwas besänftigt...



1. Tauchgang: "Koh Tachai-Reef"

Der erste Tauchgang erfolgte am Divespot "Koh Tachai Reef" nahe der Insel Koh Tachai. Da der erste Tauchgang meist auch als Checkdive dient, war dieser Platz dafür sehr gut geeignet: Nicht zu tief - und einige Sandflächen. Doch der erste Eindruck bekommt keine zweite Chance - und somit endete der Tauchgang für so manchen der Teilnehmer mit wenig Euphorie - Koh Tachai Reef ist kein Spot der ersten Klasse. Aber fortan sollte sich alles ändern...


Inselidylle in grün & blau


Wir blieben bei der Insel, wechselten für den zweiten Tauchgang nach dem Frühstück an den Tauchplatz "Twin Peaks". Drei Leopardenhaie, eine relativ starke Strömung und große Felsformationen waren die Haupteindrücke dieses Tauchgangs. Das Ganze umrahmt von kleineren Fischschwärmen, darunter auch eine Barakudaschule.

2. Tauchgang: Koh Tachai - "Twin Peak"

Die Informationen des Briefings ließen auf Großes hoffen. Letztendlich war es eher mittelgroß: Leopardenhaie, Muränen, Fischschwärme, schöne Felsformationen - und das alles mit einer leichten Strömung gewürzt.


Leorpardenhai... hautnah



UW-Menü: Rolf "an Leorpardenhai"


3. Tauchgang: Surin Insel: Koh Chi - "Lighthouse Rock"

Am Tauchplatz "Lighthouse Rock" auf Koh Chi, einer der fünf Inseln des Surin Nationalparks (neben Koh Surin Nua, Koh Surin Tai, Koh Pakumba und Koh Turinla) ging es nach dem Mittagessen zum dritten Tauchgang des Tages.

Eine leichte Strömung führte uns "durch" den Tauchplatz. Während wir uns so treiben ließen, konnten wir eine Unzahl von Seegurken in einer interessanten Körperhaltung (Kobrastellung) beobachten. Diese Haltung dient der Fortpflanzung. Zwischen den Felsblöcken sind immer wieder große Schwärme Glasfische und Rotfeuerfische anzutreffen.


Aufstand der Seegurken


Nachttauchgang: Koh Surin Tai - "Ao Prakat"

Der Nachtauchgang fand wieder im geschützten Flachwasserbereich von Koh Surin Tai statt. Wie bei Nachttauchgängen üblich, sind nicht die großen Dinge das Besondere, sondern die Kleinigkeiten - und davon gibt es in asiatischen Gewässern meist genug. Kugelfische schlafen auf Tischkorallen, Porzellankrebse flüchten vor dem Licht, Glasgarnelen tummeln sich in Felsnischen, Lobster zwischen Korallen und noch vieles mehr. Es gab soviel zum Entdecken, dass die Zeit einfach nicht ausreichte.


Krabbe in der Nacht



Was das Tauchen anging, so gab es nur drei Regeln, an die man sich halten musste:

- Sicherheitsstop 5 m/3 Min. und dabei die Sicherheitsboje setzen!
- Tauchzeit max. 60 Minuten inkl. Sicherheitsstop!
- Null-Zeit-Tauchgänge, da vier Tauchgänge pro Tag möglich waren!

Die Sicherheitsboje deshalb, weil alle Tauchgänge mit Ausnahme der Nachttauchgänge "One way-TG" waren und überall aufgetaucht werden konnte – das Schiff pickte die Taucher auf. Die Boje zeigte dem eigenen Käpt´n den Standort der Taucher – aber auch den fremden Booten - und Unfälle wurden dadurch verhindert, was bei der Fahrweise manch thailändischer Schlauchbootfahrer nicht selbstverständlich scheint...



24. April

1. – 3. Tauchgang: "Richelieu Rock"

Der Richelieu Rock ist für seine Felsformation mit den violetten Weichkorallen weltberühmt - und der Chance auf Walhai. Der Name des Tauchplatzes ist eine Schöpfung von Jacques Yves Costeau und leitet sich von der violettfarbenen Albe (liturg. Kleidung) des französischen Kardinals Richelieu ab.


Links ist der Grund der Namensgebung zu erkennen,
rechts ist aber nicht der Kardinal.


Statt eines Walhais zeigten sich riesige Fischschwärme, Barakudaschulen, ein... nein zwei Seepferdchen (eines echt, das andere falsch), Geisterfetzenfische, Zebra- und Tigermuränen sowie gewaltige Zackenbarsche.


Bouillabaisse im Preview


Die Vielfalt der Weich- und Hartkorallen in ihrer Farbenpracht muss sich in keinster Weise hinter dem Artenreichtum der Fischwelt verstecken. Bei jedem Tauchgang entdeckt man Neues, wodurch auch mehrere Tauchgänge am selben Spot bei Weitem nicht an Reiz verlieren.




Frage an den Tauchprofi:
Welches ist das falsche Seepferdchen?


Nachttauchgang: Koh Tachai - "Ranger Bay"

Zum Nachttauchgang ging es dann wieder zurück nach Koh Tachai, in eine geschützte Bucht, wo auch eine Ranger Station existiert. Dieser Tauchgang verlief eher eintönig, ohne Höhen und Tiefen – im wahrsten Sinne der Worte. Ein paar große Krabben und ein Bleigurt waren die Ausbeute der nächtlichen Exkursion.


25. April

1. Tauchgang: Koh Tachai - "Twin Peak"

Heute sollte unser Glückstag sein! Denn kaum waren wir abgetaucht, hörte man aus allen Richtungen ein deutlich vernehmbares "ping ping ping". Einige Taucher hatten Shaker und Tankbanger dabei, und dieses nervtötende Geräusch konnte nur eines bedeuten: Etwas Großes war in der Nähe. Und dann sahen wir sie: MANTAS, zwei prächtige Exemplare ihrer Spezies gaben uns die Ehre ihres Besuches. Ca. ¼ Stunde kreisten sie um und zwischen uns Tauchern. Für einige der Teilnehmer waren es die ersten Mantabegegnungen - so mancher Tauchertraum erfüllte sich. Während des restlichen Tauchganges waren die Augen stets ins offene Wasser gerichtet, verbunden mit der Hoffnung auf eine erneute Begegnung mit den Mantas. Zwei Leopardenhaie und eine Schule Falterfische bildeten einen würdigen Abschluss dieses Tauchgangs.




Manta & Leopardenhai


2. Tauchgang: Koh Tachai - "Twin Peak"

Da der erste Tauchgang so faszinierend war, sollte noch "eins draufgesetzt" werden. Nach 2½ Stunden Oberflächenpause nichts wie rein. Denkste, dieses mal blieben die Mantas aus. Zum Schluss hatte Michi dann doch noch eine lustige Begegnung mit einer Seeschlange:
Zwischen Korallen erblickte er eine Seeschlange und machte ein paar Fotos. Durch den Blitz motiviert schwamm die Seeschlange plötzlich zu ihm. Das war aber dem Fotografen nicht besonders recht - und als sie plötzlich dicht vor der Kamera auftauchte und sich um den Blitzarm schlängelte, bekam sie mit diesem eine Kopfnuss – natürlich unabsichtlich. Beleidigt kehrte sie zu ihrem Korallenblock zurück.


Gedanken einer Seeschlange: Dieser Taucher - so ein Rüpel!


3. Tauchgang: Koh Bon - "West Ridge"

Eine kräftige Dünung während des Tauchganges sollte ihn interessant werden lassen. Drei Flossenschläge vor und zwei zurück. Während des Tauchganges kamen wir auch zu einem Korallen–Trümmerfeld. Natürlich stellten wir uns die Frage: "Tsunami, oder nicht?" Später erfuhren wir, dass dieses Trümmerfeld durch Gezeiten und Brandung entstand und schon lange so existiert. Doch plötzlich - als wir auftauchen wollten - kam er: Ein Manta! Er umkreiste uns ein paar mal und verschwand auch wieder so schnell, wie er kam.


Traumhafte Inseln!


Nachttauchgang: Koh Bon - "Beach"

Schon nach kurzer Zeit gab es kleine Probleme: Eine leere Taucherlampe und ein defekter Fotoapparat, daher erfolgte schnell die Entscheidung, den Tauchgang abzubrechen. Incident Pit lässt grüßen...


Nachttauchgang - der Divespot bei Tag

Übernachtet wurde auch vor Similan Nr. 8. Am Abend lagen die Genesis I für kurze Zeit neben einem - für Safariboote riesigen - Schiff der Siam Divers (siam-divers.com), wo wir Wasser übernahmen. Auf Similan Nr. 8 gibt es eine Quelle, an der Süßwasser gebunkert werden kann. Das Schiff der Siam Divers, so erfuhren wir, kreuzt als "schwimmendes Hotel" bei den Similans und wird per Speedboat mit Nachschub und Touristen versorgt. Der Gast wählt die Dauer seines Aufenthalts auf dem Cruiser.



Taucher-Sprachkurs:

Malaysisch für Taucher:
Similan steht für die Zahl neun.

Thailändisch für Taucher:
Koh bedeutet Insel.


26. April

1. Tauchgang: Similan 9 (Koh Bangu) - "North Point"

"North Point" ist eine große Felsformation mit Korallengärten, an der sich Haie ihr Stelldichein geben. Doch nicht bei jedem Tauchgang, und so kam es, dass sich erst kurz vor Ende des Tauchganges noch ein kurzer Blick auf zwei Leopardenhaie ergab. Der eine war gänzlich fotoscheu, dem Zweiten wurde es erst zu blöd, als Helmut eine Makroaufnahme von seinem Auge machen wollte.


Auge in Auge...


2. Tauchgang: Similan 9 - "Three Trees"

Dieser Spot besteht aus einem schönen Hart- und Weichkorallenriff, das gelegentlich von einer Schildkröte "abgegrast" wird.


Wohl bekomm´s...


3. Tauchgang: Similan 8 - "Das Wrack der Atlantis X"

Die "Atlantis X" ist 2002 aus technischen Gründen gesunken. Personenschaden konnte zum Glück verhindert werden. Obwohl das Wrack noch nicht alt ist, sind die Zerstörungen erheblich. Rund um das Wrack findet man unterschiedliche Schnecken und Fischschwärme, vereinzelt sind zwischen den Korallen Lobster zu sehen.
In der Literatur wird die "Atlantis X" auch unter der Bezeichnung "Rareung Chon" geführt. Das Wrack des ehemaligen Daytrip-Bootes schlummert vor Similan Nr. 8 am Beacon Reef in einer Tiefe zwischen 15 und 30 m.


Mystisch - die Atlantis X


Nachttauchgang: Similan 4 - Princess Bay

Aufgrund einer leichten Strömung war unsere Tauchrichtung vorgegeben. Lobster, Krabben, Einsiedlerkrebse und viel kleinstes, maritimes Leben waren die Ausbeute.


Fangschreckenkrebs



Seestern


27. April

1. Tauchgang: Similan 8 - "East of Eden"

East of Eden gehört neben Richelieu Rock zu den bekanntesten Tauchplätzen der Similan Inseln. Sehr schöne Korallengärten und große Fischschwärme gehören hier zum Standardrepertoire. Besonderheiten sind ein ca. 30 cm großer roter Anglerfisch in 32 m Tiefe, Geisterfetzenfische und Seeschlangen.


Geisterfetzenfisch im Schutzwall der Seeigel


2. Tauchgang: Similan zw. 7 und 8 - "Elephant Head (Rock)"

Elephant Head, auch oder Elephant Rock genannt, besteht aus einem, (namengebenden) Felsen über Wasser - und vielen großen Felsen unter Wasser. Diese Felsen bilden Kanäle und Höhlen, die zum Durchtauchen verlocken, was völlig ungefährlich ist. Lobster und Drachenköpfe findet man en másse. Wir hatten leider das Pech, das während unseres Tauchgang eine starke Dünung bestand.


Friedhof der Elefantenschädel


So konnten wir nur mit Mühe einen Teil der zu betauchenden Höhlen und Kanäle besichtigen. Der Luftverbrauch war aufgrund der immensen Kraftanstrengung "nicht von schlechten Eltern". Der Tauchgang endete nach 45 Minuten.
Das Einsteigen in das Boot bereitete manchem der Tourteilnehmer erhebliche Probleme, weshalb der nächste Tauchspot ruhiger gelegen sein sollte.

Zwischen dem zweiten und dritten Tauchgang bot sich die Möglichkeit einer Inselbesichtigung mit kurzer, aber anstrengender Bergwanderung. Die herrliche Aussicht entlohnte jedoch alle Strapazen – auch die der Raucher!


Susi - Crazy Climber



Iron Maiden lässt grüßen: Run To The Hills...



Insel von oben - die Idylle mit Mehrwert


3. Tauchgang: Similan 8 - "East of Eden"

Sea Bees bietet auf seinen Safaris die Möglichkeit, UW-Scooter zu fahren. Der dritte Tauchplatz des Tages eignete sich für eine Fahrt mit den Scootern (Aquazepp).


Rohr eins, zwei und drei klar zum Unterwasserschuss!


Die "Torpedos" wurden vorbereitet - und wir eingewiesen. Den Power-Schalter nach vorne gedrückt und los ging die Fahrt. Ein Looping folgte dem anderen, der Tauchcomputer hatte Mühe, das Tauchprofil zu loggen. Spaß pur!
Natürlich: Im Gegensatz zu den vorausgehenden Tauchgängen bot sich nun alles auf einmal: Der große, rote Anglerfisch auf 32 m und der dunkle Geisterfetzenfisch an einem gelben Federstern (eine ungewöhnliche Kombination)... Nur Milton, die Muräne war unauffindbar.




Die Legende um Milton:


Milton ist eine zutrauliche Muräne, die gestreichelt werden will. Wenn nicht, wird sie derart aufdringlich, bis sie letztlich gestreichelt wird. Ein Tauchguide, so die Legende, brachte Milton eines Tages Würstchen mit. Noch bevor der Guide die Würstchen auspacken konnte, schnappte sich Milton die Würste - und den Daumen des Guides!



Das ist NICHT Milton!



Was passt übrigens zu Anglerfisch, Geisterfetzenfisch und Muräne? Richtig, eine Kamera. Welch ein Jammer, dies war der einzige Tauchgang, bei dem keiner von uns eine Kamera mitnahm.



Scooter Feeling

Back to the roots... damals, als man noch ohne Kamera tauchen musste. Was blieb, war die Bewunderung dieses skurrilen Fisches - und weiter ging es in rasanter Fahrt vorbei an vielen Dingen, die man bei einem ruhigen Tauchgang eingehend hätte betrachten können. Doch echte Scooter-Männer sind nicht zum Schauen unterwegs: Scooter sind Fortbewegungsmittel und machen höllischen Lärm. Vermutlich auch deshalb wollten ein vorbeiziehender Manta und alle anderen tauchenden Tourbegleiter nicht in unserer Nähe verweilen?!


Ein echter "Heliscooter in action"



Mike & The Mechanics - auch Scooter gehen kaputt - unter Wasser!


Fazit:

"Scootern" macht Spaß! Auch wenn man für die taucherischen Bedeutsamkeiten normaler Tauchgänge keine Gelegenheit findet, sollte man es einmal ausprobieren. Wenn die Aussage derer demoskopisch ist, die auf dieser Tour am Scootertest beteiligt waren, so sind 50% der Taucher der Meinung: Einmal Scooter muss sein, aber auch nicht mehr! Die weiteren 50% waren überwältigt!



Nachttauchgang: Similan 9 - "Breakfast Bend"

Wegen schlechter Sicht, hervorgerufen durch die Brandung auf der Riffaußenseite, teilten sich die Gruppen in reine Zweierteams auf. Erst ab 11 m Tiefe wurde die Sicht besser. Erwähnenswerte Highlights gab es nicht...


Ein Highlight über Wasser: Der Taucher.Net - Infoabend:

Der Abend stand im Zeichen von Taucher.Net - mit einem Infoabend zum Webportal für Taucher. Mit so vielen Fragen hatten niemand gerechnet, was aber für den redegewandten Moderator "Heli" kein Problem darstellte. Um die Nachhaltigkeit der Informationen zu gewährleisten, wurde die anwesende Tauchergemeinde mit ein paar Denkhilfen bedacht. Von Bestechung war in diesem Zusammenhang aber niemals die Rede...


Darfs a bisserl mehr sein?



Das wäre ihr Preis gewesen...



28. April

Heute erfolgte schon um 06.00 Uhr der bereits zur Gewohnheit gewordene Weckruf zum Early Morning Dive: Moooorgeeeen...!!!


1. Tauchgang: Similan 5 und 6 -"Barrakuda Point"

Die im Briefing angesprochene "mittlere Strömung" und das "Abtauchen im Freiwasser" erwiesen sich im Gegensatz zu den sonstigen Hinweisen auf Großfisch als wahr. Mit kräftigen Flossenschlägen erreichten wir den Sandgrund, auf dem sich einige Blaupunktrochen und viele Röhrenaale tummelten. Nach einer relativ kurzen Oberflächenpause ging´s dann auf zum weiten Tauchgang.


Köpfchen in die Höh´: Röhrenaale


2. Tauchgang vor Similan 3 - "Sharkfin Riff"

Der Tauchplatz erhielt seinen Namen aufgrund seiner optischen Beschaffenheit, der aus dem Wasser ragenden Felsformation. Böse Zungen behaupten, ein passenderer Name wäre "Kofferfisch Point".
Denn so viele und so große Kofferfische auf so engem Raum sind selten zu finden. Die Felsplatten sehen aus wie riesige Stufen und werden von Kofferfischen und Papageifischen regelrecht abgeschabt.
Dieser Tauchgang war der letzte der Tauchgänge bei den Similans. Nach dem Mittagessen erfolgte die Rückreise nach Ao Chalong/Phuket (Fahrzeit ca. 7-8 Stunden).


Was für ein Koffer...fisch



Tummelplatz für Kofferfische - die Treppenstufen der Riesen





© Text 2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Bilder 2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Scooter-Bild mit freundlicher Genehmigung by Rolf Kreisel


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