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Du bist hier: Onlinemagazin 68. Ausgabe Andaman Exkursion Both Sides Of The Story Tauchen in Thailands Süden





 Geschrieben von Hemut Ebner & Michael Böhm

Tauchsafari – Teil 2: Ab in den Süden...

30. April

Die Überfahrt nach Koh Ha dauerte etwa vier Stunden. Die See war, wie fast während der gesamten Tour, extrem ruhig - was für die Jahreszeit äußerst selten ist. Mit Beginn der "Regenzeit" ist das Meer häufig unruhig, doch die Seegeister waren uns erneut wohl gesonnen.


Unser Weg in den Süden




Taucher-Sprachkurs:


Koh Ha heißt übersetzt Fünf Inseln. Jede Insel ist zudem mit einer Nummer als ihrem eigentlichen Namen versehen. Jai steht für groß – also insgesamt sind es sechs Inseln: "Fünf Inseln groß", die anderen heißen "Fünf Inseln Nr. 1, 2, 3, 4 und 5".



1. Mai

1. Tauchgang: Koh Ha Jai - "Twin Cathedrals"

Dieser Tauchplatz ist nicht sehr weitläufig, aber dafür außergewöhnlich. Eine betauchbare Höhle mit zwei "Kathedralen" gab ihm den Namen. Der Höhleneingang liegt zwischen 10 und 14 Metern - das Mitnehmen einer Lampe ist angeraten.


Die Inseln "Koh Ha" im Überblick
© Archiv Koh Lanta Diving Center / H. Senasana (http://www.kohlantadivingcenter.com)



2. Tauchgang: Hin Muang

Hin Muang und Hin Daeng, die ca. 200 m von einander getrennt liegen, sind zwei Riffe ca. 30 Seemeilen südwestlich von Koh Lanta inmitten der Andamanen See.
Hin Muang besteht aus drei Felsen mit schön bewachsenen Steilwänden, die bis auf ca. 70 m senkrecht abfallen. Ein Auge sollte immer ins tiefe Blau gerichtet sein, wie gesagt - die Chancen auf "Großes" sind groß (jedoch nicht so bei diesem Tauchgang).


Hin Daeng in der Abendstimmung


Hin Muang ist ein länglicher Felsen mit Steilwänden, die bis auf ca. 70 m abfallen, das Riffdach erhebt sich bis auf 8 – 16 m.
Hin Daeng ragt bei Ebbe aus dem Meer; zwei bis drei Felsspitzen kennzeichnen den Divespot, dessen Steilwände bis in etwa 60 m Tiefe führen, der überwiegende Teil des Riffdachs liegt bei ca. 10 m Tiefe.
Beide Riffe sind sehr schön bewachsen und fischreich. Die Chance auf Großfische (Manta, Walhai) aber auch auf Fischschwärem (Schwärme Makrelen, Barrakudas, Füsiliere) ist durchaus hoch. Mit mäßiger bis starker Strömung muss gerechnet werden. Beide Tauchplätze gehören mit Sicherheit zu den weltweit besten Tauchspots!


Glasfische in Hülle und Fülle




Taucher-Sprachkurs:


Hin = Fels, Muang = purpur/lila, Daeng = rot
Hin Muang bedeutet also "violetter Felsen" und Hin Muang steht für "roter Felsen".

Und zur Erinnerung:
Koh = Insel, Ha = fünf, Jai = groß




Farbenfrohe Weichkoralle


3. Tauchgang: Hin Daeng

Leider sind auch an diesem Tauchplatz häufig andere Gruppen vor Ort. Eine "taucherische Niveau-Etage" tiefer bewegt sich das Ganze, wenn es Taucher sind, die von gesittetem Tauchen weit entfernt sind. Wie auch, wenn der Guide selbst ein schlechtes Vorbild darstellt. Denn kaum erscheint ein Manta "zu Besuch", musste der Guide ihn auch schon anfassen. Das alles gepaart mit permanenter Geräuschuntermalung durch Shaker und Tankbanger – das missfällt selbst dem gutmütigsten Manta - und weg war er...


(Japanische) Taucher an der Leine


Nachttauchgang: Koh Ha "Saam = Nr. 3"

Saam bedeutet drei. Die Insel kann problemlos umrundet werden; eine Tauchrichtung gegen den Uhrzeigersinn bot sich aufgrund einer leichten Strömung an. Trotz der uns bekannten Gruppe Japaner (mit Unterwasserflutlichtern) von Hin Daeng traute sich eine Seespinne und zahlloses Getier aus dem Makrobereich vor die Tauchermaske. Dazu ein Potpourri aus kleinen Fischen inmitten von Haarseesternen - oder auch unzählige Röhrenwürmer... interessant zu fotografieren.


Seespinne



Antennenfeuerfisch


2. Mai

1. und 3. Tauchgang: Hin Muang

Während beider Tauchgänge begleitete uns ein Mobula und später ein Manta. Letzterer hatte eine Spannweite von gut vier Metern und machte es sich bei einer "Putzerstation" gemütlich. Er begleitete dabei unser Austauchen, indem er bei (für ihn) leichter Strömung auf der Stelle schwebte. Wir hingegen mussten uns an Felsen festhalten, um dem Treiben des Manta zusehen zu können. Zwischendurch drehte er eine kleine Runde und kam wieder zurück, beweisend, dass unser Unterfangen mit Flaschen und Flossen, doch ziemlich sinnlos ist - im Vergleich zur grazilen Fortbewegung dieser anmutigen Tiere. Seine Scheu war derart gering, dass er bis auf Haaresbreite an uns Taucher heran glitt - ein unbeschreibliches Gefühl.


Mobula zum Ersten...



...und Manta zum Zweiten


2. Tauchgang: Hin Daeng

Auch hier hielt sich ca. ¼ Stunde ein Manta an einer Putzerstation auf, bis besagte asiatische Gruppe kam und sich den Tauchgang "begreiflich" gestaltete. Auch dieser Manta ergriff die Flucht...

Zwischen den Tauchgängen bot sich natürlich ausgiebig Gelegenheit, mit Mantas zu Schnorcheln.


...und zum Dritten!



Florian auf der Flucht: "...der ist zu groß!"


Makro-Paradies

Doch um keine Irritationen aufkommen zu lassen: Dieser Spot bietet weit mehr als nur Mantas. Auch für den Makrofreak bleiben keine Wünsche offen.


Alles Makro...



...oder was?



Garnelen-Paradies


Dämmerungstauchgang: Hin Daeng

Mit Lampen und Fotoapparat bewaffnet ging’s an der Steilwand entlang. Man merkte, dass sich die Tagesfische langsam zurückzogen und die Nachtaktiven ihre Zeit fanden. Rotfeuerfische bei der Glasfischjagd und Barakudas auf Raubzug - mit Maßen deutlich über einen Meter Länge, gepaart mit Dunkelheit und dem plötzlichen Auftauchen dieser Fische, bis hin zu Körperkontakt "Taucher – Barakuda" – mehr als beeindruckend!


Jagd in der Dunkelheit: Ein Barakuda, ca. 150 cm...



...und noch ein Schnappschuss, im wahrsten Sinne des Wortes!



3. Mai... der letzte Tauchtag

1. Tauchgang: Koh Nung - "Chimney"

Nung bedeutet eins. Dieser Tauchplatz bei Phi Phi Island (Leonardo Di Caprio lässt grüßen mit "The Beach") könnte aufgrund der geringen Sichtweiten tagsüber auch statt Nachttauchgängen genutzt werden. Zahlreiche Korallenblöcke und relativ wenig Fisch, dazu Sichtweiten heimischer Baggerseen gestalten Tauchgänge an diesem Tauchplatz wenig eindrucksvoll. Highlight: Eine Schildkröte hielt eine Stippvisite ab.


Drehort des Films "The Beach"



"Bonjour und... au revois!"


2. Tauchgang: Phi Phi Island - Koh Bida Nok

Eher unspektakulär: Außer einer großen Grotte konnte dieser Tauchplatz mit nichts Besonderem aufwarten, die Sicht lag bei höchstens sieben bis zehn Metern.


Phi Phi Island


3. Tauchgang: "Shark Point"

Shark Point - dieser Tauchplatz besteht aus drei Riffblöcken und ist über Wasser mit einem Seezeichen markiert. Der Divespot hat seinen Namen von einem Felsen, der einer Haifinne gleicht. Unterwasser findet man das Hauptriff um den Felsen und ein paar Meter daneben ein weiteres schön bewachsenes Korallenriff mit großen Gorgonien. Trotz der schlechten Sichtverhältnisse bot dieser Platz Gelegenheit, große Seeschlangen und enorme Zackenbarsche vor die Maske zu bekommen.


hinten: Sharkpoint - vorne: Julia



Farbenpracht...



...trotz trüber Sicht



Ein letzter Blick


Ein jähes Ende

Kaum aus dem Wasser, wurden die Motoren gestartet und es ging zurück nach Phuket (Rückfahrt ca. 2 Stunden).





© Text 2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Bilder und Karten 2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Bild Koh Ha mit freundlicher Genehmigung by Koh Lanta Diving Center ( http://www.kohlantadivingcenter.com )


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13.10.2008 05:25 Taucher Online : 44
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