Resümee
Und wieder "Both Sides..." - die Webseiten verhießen das Non-Plus-Ultra
der thailändischen Divespots, eine einzigartige Tour, eine spezielle
Zusammenstellung (Auszug):
...Herausgekommen ist ein Angebot von Sea Bees Diving der absoluten
Extraklasse... eine Tauchsafari zu veranstalten, die sicherlich ihresgleichen
suchen kann...
...werden neben den weltberühmten Similan Inseln ebenso die nördliche
Insel Koh Bon und der berühmte Richelieu Rock angefahren...die südlichen
Tauchplätze Hin Daeng, Hin Muang und Koh Ha... Shark Point und dem
Anemonen Riff sowie den Phi-Phi-Inseln bei Phi Phi Don und Phi Phi L...
das Wrack der Bonsoong, der MV King Cruiser und der Yong Hua...

Thailands Tauchreviere gehören zur Spitzenklasse....

...ebenso die fantastischen Sonnenuntergänge...

...und die paradisischen Inseln.

Und trotz aller Befürchtungen sind die Riffe weitgehend unberührt.
Was sagen "Phil Collins und seine Präsentation" weiter:
Mit dieser Safari wird fast das gesamte Spektrum der Andaman See abgedeckt
und ist in dieser Form bei keinem Anbieter zu finden und wird auch nur
einmal von den Sea Bees Diving gefahren. Abgesehen vom logistischen Aufwand,
der speziell für diese Tour notwendig ist, bietet die “Andaman Exkursion”
ein Taucherlebnis der wirklich spektakulären Art... Eine Tauchsafari
für echte Feinschmecker...
Ganz klar: Die Tour stellt eine echte Besonderheit im Tauchsafari-Angebot in Thailand dar. Betrachtet man jedoch die Angebote anderen Tauchbasen, so ließe sich diese Tour in leicht abgewandelter Form gewiss auch durch andere Anbieter zusammenstellen: Ein paar Tage Similans in Verbindung mit Richelieu Rock, Ortswechsel nach Phuket und dort einen Kurztrip in den südlichen Bereich, der teilweise auch mit dem Speedboat angefahren wird.
Und trotzdem fanden wir absolut kein identisches oder dem nahekommendes Angebot.
Das gesamte Spektrum der Andamanen See...: dies dürfte der Angebotspalette der Andamanen-See nicht gerecht werden. Dies wäre auch mit dieser Tour bei weitem nicht erfassbar; hier gab sich auch keiner der Teilnehmer der Illusion hin. Betrachten wir es einfach als Marketing-Gag... ;-)
Spektakulär war die Tour in jedem Fall. Die Tauchplätze rangieren
in den "Top 100 der Divespots" im oberen Fünftel - weltweit. Der Grund
mag jedoch mehr in der Popularität, der einfachen Erreichbarkeit und
der sehr guten tauchtouristischen Infrastruktur als in der Einzigartigkeit
begründet sein. Dies zeigt sich dann in der Praxis in Form von zahlreichen
Tauchschiffen - und somit Tauchern - an den diversen Spots. Das Tauchen
in Thailand ist ein besonderes Erlebnis. Gepackt in eine Tour dieser Art
verschafft es zudem Ruhe, Erholung... und eben die Möglichkeit, sich
ohne jeglichen persönlichen Organisationsaufwand den Tauchplätzen
zu näheren, die sonst möglicherweise isoliert von einander angefahren
werden müssten.
Das Schiff – die "Genesis I"
Eine Tauchsafari für Feinschmecker... diesem Aspekt wurde in unübertroffener
Weise Rechnung getragen. Der kulinarische Wohlfühlfaktor war erreicht,
im obersten Bereich der Tauchsafari-Küchen-Sterne anzusiedeln.
Damit der Blitz der Unterwasserkamera und auch die Tauchlampe für
den Nachttauchgang stets voll geladen sind, bietet die Genesis eine spezielle
Ladestation an.
Was damit unabdingbar verbunden ist, ist die 24-stündige Beschallung
durch den Stromgenerator. Man kann nicht beides haben – Ruhe und geladene
Akkus.
...durch die Panoramafenster bietet sich bereits morgens bei Sonnenaufgang
ein phantastischer Blick hinaus aufs offene Meer..., in manchen Kabinen
sogar gefühlsecht mit frischem Meerwasser, welches sich aber durch schnellen Silikoneinsatz problemlos dichten ließ.
...der Sanitärbereich wurde großzügig gestaltet, so
dass neben zwei Freiluftduschen auch zwei separate WC's im westlichen Stil
mit Duschen zur Verfügung stehen...
Auch darin begründet sich die Einstufung der "Genesis I" in die
Kategorie der Liveaboard-Boote der guten Mittelklasse – sei es, was die Größe,
den Komfort, die Ausstattung, den Service und das Rahmenprogramm rund ums
Tauchen anbelangt.
Zwischenstation PhuketInsgesamt verbrachten die Teilnehmer der "Exkursion" im Durchschnitt
sechs Tage nicht an Bord, sondern im Resort. Sicher ein Frage des persönlichen
Anspruchs, jedoch tauchte berechtigt oder unberechtigt die Frage nach einem Rahmenprogramm
auf. Für echte Thailand-Freaks,
die zum Teil über sieben, teils mehrwöchige Urlaube in allen
erdenklichen Gegenden Thailands verbrachten, ist der Teil "zur freien Verfügung" sicher kein Manko.
Als optionales Angebot, vor allem für Newbies wäre ein Besuchsangebot der Attraktionen Phukets mit Sicherheit eine schöne Ergänzung.
Apropos "Exkursion" – es ist Haarspalterei... gewiss, aber der Begriff war sicher falsch gewählt.
Doch glaubte niemand, dass bei dieser Exkursion eine wissenschaftliche
Leitung und wissenschaftliche Ziele vorhanden sein würden... ;-)
Das sagen die Teilnehmer...
Eine kritische Betrachtungsweise versprachen wir zu Beginn dieses Tourberichts.
Subjektive Urteile und Betrachtungsweisen auch anderer Taucher holten wir ein, denn sie sind zur Vervollständigung eines Gesamteindrucks zur Tour unabdingbar.
Interviews:

Susi K. (51), >350 TG & Rolf (53) >500 TG
"Wir waren bisher sieben Mal in Thailand, davon sechs Mal zu Gast bei
Sea Bees. Fünf Mal unternahmen wir Touren mit der "Marco Polo" und
jetzt das erste Mal mit der "Genesis 1". Landtauchgänge sind in Thailand
oft mit schlechten Sichtverhältnissen unter Wasser verbunden, deshalb
wählten wir immer eine Safari als Ausgangsbasis für das Tauchen
hier. Sea Bees ist perfekt organsiert.
Ganz klar, das Tauchen bei dieser Tour war absolut super! Die Tauchplätze
Koh Bon und Koh Tachai sind einfach top! Ich finde, Similan alleine wäre
nichts gewesen, der Süden hingegen war ebenfalls super.
Das Schiff ist unserer Meinung nach veralteteter Standard. Die Kabinen
haben etwa die Hälfte der Größe der Zimmer auf der "Marco
Polo" – wir bezeichneten diese Kabinen hier spaßhalber als Wandschränke.
Aber: Wenn wir´s vorher daheim gewusst hätten, was auf uns zukommt,
hätte es uns jedoch auch nicht abgehalten."

Julia G. (23), 220 TG
"Ich kann nur sagen: Das Tauchen und die Tauchplätze sind hammergeil!"

Martin G. (54), >500 TG
"Dies war bisher meine östlichste Tauchtour. Hmm, aber ob das die Spitze
ist, was das Tauchen anbelangt, oder ob da noch mehr zu erwarten ist???
Diese Tauchgänge gehören schon zum "gehobenen Standard". Beispielsweise
Hin Daeng usw., das sind im wahrsten Sinne der Worte herausragende
Tauchplätze, weit über dem Durchschnitt.
Im Vergleich zu anderen Safaris waren die Kabinen hier am Schiff klein.
WC und Duschen sind zu wenig, die Crew war aber ok.
Ja, die Panoramafenster, die sind vielleicht ganz toll, aber nicht zu
öffnen und damit unnötig. Was ich sehr gut fand, sind die Klimaanlagen
in jeder Kabine. Ich ziehe einen direkten Vergleich mit meiner letzten
Südtour vor wenigen Monaten auf der "Whisper" in Ägypten. Die
Tour dort kostete uns 1900,- Euro – ebenfalls 14 Tage und damit preislich
um 300,- Euro weniger. Das Schiff in Ägypten war fast doppelt so groß,
jede Kabine hatte ein eigenes Bad, Dusche, WC und Fenster bzw. Bullaugen
zum Öffnen.
In Thailand ist ein ganz anderer Kulturkreis zu finden, und es ist keinesfalls
so, dass ich hier nicht wieder her will, aber nicht gleich nächstes
Jahr."
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Ein Kommentar zum Abschluss:
Wer eine perfekte Organisation und Infrastruktur zu schätzen weiß, wer ein großes Maß an Sicherheit an alle Belange rund ums Tauchen stellt, ist bei den Sea Bees bestens aufgehoben. Wir sagen Danke für diese aussergewöhnliche Tour!
Und:Thailand ist mehr als eine Reise wert!
Helmut Ebner & Michael Böhm
© Text 5/2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Bilder 5/2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
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