Ein Resümee muss sein...

 Geschrieben von Hemut Ebner & Michael Böhm

Resümee

Und wieder "Both Sides..." - die Webseiten verhießen das Non-Plus-Ultra der thailändischen Divespots, eine einzigartige Tour, eine spezielle Zusammenstellung (Auszug):

...Herausgekommen ist ein Angebot von Sea Bees Diving der absoluten Extraklasse... eine Tauchsafari zu veranstalten, die sicherlich ihresgleichen suchen kann...
...werden neben den weltberühmten Similan Inseln ebenso die nördliche Insel Koh Bon und der berühmte Richelieu Rock angefahren...die südlichen Tauchplätze Hin Daeng, Hin Muang und Koh Ha... Shark Point und dem Anemonen Riff sowie den Phi-Phi-Inseln bei Phi Phi Don und Phi Phi L... das Wrack der Bonsoong, der MV King Cruiser und der Yong Hua...



Thailands Tauchreviere gehören zur Spitzenklasse....



...ebenso die fantastischen Sonnenuntergänge...



...und die paradisischen Inseln.



Und trotz aller Befürchtungen sind die Riffe weitgehend unberührt.


Was sagen "Phil Collins und seine Präsentation" weiter:
Mit dieser Safari wird fast das gesamte Spektrum der Andaman See abgedeckt und ist in dieser Form bei keinem Anbieter zu finden und wird auch nur einmal von den Sea Bees Diving gefahren. Abgesehen vom logistischen Aufwand, der speziell für diese Tour notwendig ist, bietet die “Andaman Exkursion” ein Taucherlebnis der wirklich spektakulären Art... Eine Tauchsafari für echte Feinschmecker...

Ganz klar: Die Tour stellt eine echte Besonderheit im Tauchsafari-Angebot in Thailand dar. Betrachtet man jedoch die Angebote anderen Tauchbasen, so ließe sich diese Tour in leicht abgewandelter Form gewiss auch durch andere Anbieter zusammenstellen: Ein paar Tage Similans in Verbindung mit Richelieu Rock, Ortswechsel nach Phuket und dort einen Kurztrip in den südlichen Bereich, der teilweise auch mit dem Speedboat angefahren wird.
Und trotzdem fanden wir absolut kein identisches oder dem nahekommendes Angebot.

Das gesamte Spektrum der Andamanen See...: dies dürfte der Angebotspalette der Andamanen-See nicht gerecht werden. Dies wäre auch mit dieser Tour bei weitem nicht erfassbar; hier gab sich auch keiner der Teilnehmer der Illusion hin. Betrachten wir es einfach als Marketing-Gag... ;-)

Spektakulär war die Tour in jedem Fall. Die Tauchplätze rangieren in den "Top 100 der Divespots" im oberen Fünftel - weltweit. Der Grund mag jedoch mehr in der Popularität, der einfachen Erreichbarkeit und der sehr guten tauchtouristischen Infrastruktur als in der Einzigartigkeit begründet sein.
Dies zeigt sich dann in der Praxis in Form von zahlreichen Tauchschiffen - und somit Tauchern - an den diversen Spots. Das Tauchen in Thailand ist ein besonderes Erlebnis. Gepackt in eine Tour dieser Art verschafft es zudem Ruhe, Erholung... und eben die Möglichkeit, sich ohne jeglichen persönlichen Organisationsaufwand den Tauchplätzen zu näheren, die sonst möglicherweise isoliert von einander angefahren werden müssten.


Das Schiff – die "Genesis I"

Eine Tauchsafari für Feinschmecker... diesem Aspekt wurde in unübertroffener Weise Rechnung getragen. Der kulinarische Wohlfühlfaktor war erreicht, im obersten Bereich der Tauchsafari-Küchen-Sterne anzusiedeln.

Damit der Blitz der Unterwasserkamera und auch die Tauchlampe für den Nachttauchgang stets voll geladen sind, bietet die Genesis eine spezielle Ladestation an.
Was damit unabdingbar verbunden ist, ist die 24-stündige Beschallung durch den Stromgenerator. Man kann nicht beides haben – Ruhe und geladene Akkus.

...durch die Panoramafenster bietet sich bereits morgens bei Sonnenaufgang ein phantastischer Blick hinaus aufs offene Meer..., in manchen Kabinen sogar gefühlsecht mit frischem Meerwasser, welches sich aber durch schnellen Silikoneinsatz problemlos dichten ließ.

...der Sanitärbereich wurde großzügig gestaltet, so dass neben zwei Freiluftduschen auch zwei separate WC's im westlichen Stil mit Duschen zur Verfügung stehen...
Auch darin begründet sich die Einstufung der "Genesis I" in die Kategorie der Liveaboard-Boote der guten Mittelklasse – sei es, was die Größe, den Komfort, die Ausstattung, den Service und das Rahmenprogramm rund ums Tauchen anbelangt.


Zwischenstation Phuket

Insgesamt verbrachten die Teilnehmer der "Exkursion" im Durchschnitt sechs Tage nicht an Bord, sondern im Resort. Sicher ein Frage des persönlichen Anspruchs, jedoch tauchte berechtigt oder unberechtigt die Frage nach einem Rahmenprogramm auf. Für echte Thailand-Freaks, die zum Teil über sieben, teils mehrwöchige Urlaube in allen erdenklichen Gegenden Thailands verbrachten, ist der Teil "zur freien Verfügung" sicher kein Manko.
Als optionales Angebot, vor allem für Newbies wäre ein Besuchsangebot der Attraktionen Phukets mit Sicherheit eine schöne Ergänzung.

Apropos "Exkursion" – es ist Haarspalterei... gewiss, aber der Begriff war sicher falsch gewählt. Doch glaubte niemand, dass bei dieser Exkursion eine wissenschaftliche Leitung und wissenschaftliche Ziele vorhanden sein würden... ;-)



Das sagen die Teilnehmer...

Eine kritische Betrachtungsweise versprachen wir zu Beginn dieses Tourberichts. Subjektive Urteile und Betrachtungsweisen auch anderer Taucher holten wir ein, denn sie sind zur Vervollständigung eines Gesamteindrucks zur Tour unabdingbar.



Interviews:



Susi K. (51), >350 TG & Rolf (53) >500 TG


"Wir waren bisher sieben Mal in Thailand, davon sechs Mal zu Gast bei Sea Bees. Fünf Mal unternahmen wir Touren mit der "Marco Polo" und jetzt das erste Mal mit der "Genesis 1". Landtauchgänge sind in Thailand oft mit schlechten Sichtverhältnissen unter Wasser verbunden, deshalb wählten wir immer eine Safari als Ausgangsbasis für das Tauchen hier. Sea Bees ist perfekt organsiert.

Ganz klar, das Tauchen bei dieser Tour war absolut super! Die Tauchplätze Koh Bon und Koh Tachai sind einfach top! Ich finde, Similan alleine wäre nichts gewesen, der Süden hingegen war ebenfalls super.
Das Schiff ist unserer Meinung nach veralteteter Standard. Die Kabinen haben etwa die Hälfte der Größe der Zimmer auf der "Marco Polo" – wir bezeichneten diese Kabinen hier spaßhalber als Wandschränke.

Aber: Wenn wir´s vorher daheim gewusst hätten, was auf uns zukommt, hätte es uns jedoch auch nicht abgehalten."





Julia G. (23), 220 TG


"Ich kann nur sagen: Das Tauchen und die Tauchplätze sind hammergeil!"




Martin G. (54), >500 TG


"Dies war bisher meine östlichste Tauchtour. Hmm, aber ob das die Spitze ist, was das Tauchen anbelangt, oder ob da noch mehr zu erwarten ist??? Diese Tauchgänge gehören schon zum "gehobenen Standard". Beispielsweise Hin Daeng usw., das sind im wahrsten Sinne der Worte herausragende Tauchplätze, weit über dem Durchschnitt.

Im Vergleich zu anderen Safaris waren die Kabinen hier am Schiff klein. WC und Duschen sind zu wenig, die Crew war aber ok.

Ja, die Panoramafenster, die sind vielleicht ganz toll, aber nicht zu öffnen und damit unnötig. Was ich sehr gut fand, sind die Klimaanlagen in jeder Kabine. Ich ziehe einen direkten Vergleich mit meiner letzten Südtour vor wenigen Monaten auf der "Whisper" in Ägypten. Die Tour dort kostete uns 1900,- Euro – ebenfalls 14 Tage und damit preislich um 300,- Euro weniger. Das Schiff in Ägypten war fast doppelt so groß, jede Kabine hatte ein eigenes Bad, Dusche, WC und Fenster bzw. Bullaugen zum Öffnen.

In Thailand ist ein ganz anderer Kulturkreis zu finden, und es ist keinesfalls so, dass ich hier nicht wieder her will, aber nicht gleich nächstes Jahr."





Ein Kommentar zum Abschluss:

Wer eine perfekte Organisation und Infrastruktur zu schätzen weiß, wer ein großes Maß an Sicherheit an alle Belange rund ums Tauchen stellt, ist bei den Sea Bees bestens aufgehoben. Wir sagen Danke für diese aussergewöhnliche Tour!

Und:Thailand ist mehr als eine Reise wert!

Helmut Ebner & Michael Böhm








© Text 5/2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm
© Bilder 5/2006 by Helmut Ebner und Michael Böhm


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