Portrait - Kurt Amsler
von Oliver Meise
Kurt Amsler, von Wädenswil am Zürichsee in der Schweiz, führt
ein wasserverbundenes Leben.
Mit neun Jahren, "infiziert" durch ein Buch des berühmten Meeresforschers
und Tauchers Prof. Hans Hass, ließ ihn der Gedanke, es seinem Idol
gleichzutun, nicht mehr los.
Abenteuerliche Eigenbauten, um unter Wasser atmen zu können, verblüfften
damals Lehrer und Schulkollegen.
Kurt Amsler wundert sich heute echt, diese Experimente überlebt
zu haben.
Seinem Vater nacheifernd, erlernte er nach Schulabschluss den Fotografenberuf,
mit dem Hintergedanken natürlich, dadurch eine Kombination mit seiner
Taucherei zu finden.
Heute ist er Vollprofi als Taucher, Fotograf und Journalist. Seine unzähligen
Reportagen in Fachzeitschriften sowie in namhaften Magazinen und Zeitungen
weltweit, haben den Lesern die Welt unter Wasser nähergebracht. Die
Spanne der dabei behandelten Themen reicht von der "normalen" Fischfotografie
....
... inklusive der dazugehörigen Makrofotografie...
...über die Modellfotografie...
..und die Ablichtung von stimmungsvollen Szenen...
.... bis hin zu archäologischen Bildern ....
...und der Wrackfotografie, wie man es hier ganz ausgezeichnet am Wrack
des französischen U-Bootes Rubis ...
.... im Laderaum eines Wracks an der ägyptischen Küste des
Roten Meeres ....
...oder anhand des deutschen Jagdflugzeugs Bf 109 vor Le Planier sehen
kann.
Auch das Fotografieren für Dokumentationen, wzB. über die Arbeit
an Unterwasserpipelines, gehört zu seinem Arbeitsspektrum.
Bereits im Jahre 1982 erregten seine Nahaufnahmen von grossen Haien
im freien Wasser grosses Ausehen in der Fachpresse.
Die Haie haben den Fotografen seit da nicht mehr losgelassen :-)
Heute setzt er sich mit Shark-Project
und der Stiftung Project AWARE
weltweit für den Schutz dieser Tiere ein, die von den Menschen in
100 Millionen pro Jahr getötet werden.
Sein erstes, im Januar 1984 erschienenes Buch "Zauberwelt der Meere",
welches als grossformatiger Bildband aufgemacht wurde, wurde europaweit
verkauft.
Einen Höhepunkt in seiner bisherigen Tätigkeit sieht Kurt
Amsler im Winter 1985. Mit Prof. Hans Hass drehte er als Kameramann den
Film "Malediven - das verwandelte Paradies".
Erstmalig und unter der Leitung von Kurt Amsler wurden zwei aktionsreiche
Direkt-Fernsehsendungen, 1986 vom Wrack der ""Jura" im Bodensee und 1987
aus der Höhle der Orbquelle im Waadtländer Jura, ausgestrahlt.
Weiter Fernsehproduktionen " Verzasca" 1991 .....
..... und "Oceanopolis" 1994" folgten.
Seine beiden Bildbände "Malediven" .....
.... und "Karibik"....
..... gewannen die höchste internationale Auszeichnung, den
"Prix Mondial du Livre d` Image Sous-Marine".
Werbeaufnahmen und Shootings für die Tauch- und Fotoindusrie runden
die die Arbeit von Kurt Amsler ab. Seit einigen Jahren ist er der offizielle
UW-Fototgraf der Schweizer Uhrenfirma ROLEX.
Neben seiner Tätigkeit als Fotograf und Journalist, kämpft
Kurt Amsler seit Jahren auch für das Überleben der vom aussterben
bedrohten Meeresschildkröten.
Gezielte Kampagnen mit seiner eigenen Organisation "SOS
Meeresschildkröten" und mit mit Reportagen und Aktionen vor Ort
trägt er dazu bei, die Öffentlichkeit aufzuklären.
Als einer der ersten Mitglieder der "ASMS" und "OCEANCARE",
engagiert sich Kurt Amsler auch stark für diese Tiere. Seine schonungslosen
Reportagen über das Leiden der Kleinwale in Gefangenschaft wurden
weltweit publiziert.
Da Kurt außerdem oft von angehenden Unterwasserfotografen um
Rat gefragt wurde, beschloß er in Les Leques an der französischen
Mittelmeerküste eine Fotoschule aufzumachen.
Les Lecques an der französischen Mittelmeerküste bietet die
besten Voraussetzungen, die verschiedenen Techniken der UW-Fotografie schnell,
effizient und in einer angenehmen Atmosphäre zu erlernen.
Hier gibt er seine, durch über 100 Auszeichnungen an internationalen
Fotowettbewerben und einen Weltmeistertitel erprobte Erfahrung an
andere Fotografen weiter.
Außer Konkurrenz. Denn 1990 zog er sich aus den Wettbewerben zurück
und nahm stattdessen den Platz in Jurys vieler großer Film- und Fotofestvals
ein.
Nach entsprechender Vorbereitung ....
.... wird an den Steilwänden der Île Verte, ....
.......beim fischreichen Leuchturm "Balise", .....
.....und als Höhepunkt, am erst kürzlich entdeckten Wrack
einer " P-38 Lightning" getaucht.
Die Fototauchgänge werden mit der "H2O", einem schnellen, speziell
zum Tauchen gebauten Schiff unternommen.
Untergebracht sind die Teilnehmer im Hotel "La
Bastide".
Dort steht ein Fotolabor und Schulungsraum zur Verfügung, so daß
man alles hat, was für die analoge und digitale Bildpräsentation
gebraucht wird.
Begleitpersonen können auch mitkommen. Die Fotoschule bietet in
diesem Jahr mit dem Advanced-Kurs
noch Fortbildung für Fotografen mit wenig Erfahrung und für
Wrackfreunde, das Super
Plus Wrack-Special an. Wer eher unternehmungslustig ist, kann mit Kurt
auf den Great
White Workshop nach Südafrika gehen, um -natürlich- Aufnahmen
vom großen Weißen zu machen, mit Robben in Kelpwäldern
zu tauchen, Kaltwasser Makro-Motive abzulichten und Pinguine und andere
Vögel auf Dyre Island zu fotografieren. Möchte man das Wissen
von Kurt auf einer individuellen Basis anzapfen, so bietet sich hierfür
die Gelegenheit bei einem COMPACT-Kurs.
Jenseits dieser Möglichkeiten bieten sich im nächsten Jahr
wieder eine Reihe von anderen Workshops. Dazu empfiehlt sich ein Blick
in die Termindatenbank auf Kurt`s Homepage www.photosub.com
Wir danken Kurt Amsler für dieses Gespräch und dass er uns die schönen Bilder für diesen Bericht zur Verfügung stellte !
Text - Oliver Meise
Bildmaterial © 2005 Kurt Amsler
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