Im Sommer 2006 versammelten sich in Traunkirchen am Traunsee Taucher, eigentlich tauchende Journalisten, zu
einem Weltrekordversuch, der die originelle Umrahmung zur Buchpräsentation "Nullzeit, Sex und Tiefenrausch"
bilden sollte. Nun, der bestehende Weltrekord wurde gebrochen und das Buch ist sehr gut gelungen und
wirklich lesenswert!
Der Weltrekord!
Die Idee war - zugegebenermaßen - sehr originell! Die beiden Buchautoren beantworteten auf einer Unterwasser
- Pressekonferenz die Fragen der ebenfalls tauchenden Journalisten. Bisher waren noch nicht allzu viele auf
diese Idee gekommen, denn der Weltrekord lag offiziell bei 12 tauchenden Fragestellern, die 1997 auf den
Kanarischen Inseln den bisherigen Weltrekord aufstellten (ein Versuch im Jahre 2005 mit 15 Reportern in Las
Vegas blieb inoffiziell).
Der Notar überprüft alles auf Richtigkeit
Damit alles seine Richtigkeit hatte, wurde von jedem Teilnehmenden der Presseausweis bzw. der Nachweis
seiner journalistischen Tätigkeit sowie ein amtlicher Lichtbildausweis durch einen anwesenden Notar penibel
überprüft und dokumentiert. Schließlich wollte man doch mit dem Rekord ins "Guinness Buch der Rekorde" - und
angemeldet war der Weltrekordversuch dort schon!
Die Teilnehmer am Weltrekord- auch Weltrekordsjournalisten genannt;-)
Schließlich waren nicht 13 oder 16, sondern 21 Journalisten bei der Unterwasserkonferenz anwesend und somit
wurde ein neuer Weltrekord aufgestellt! Geduldig beantworteten die Buchautoren die Fragen der neugierigen
Journalistenmeute und wurden dabei von einigen eifrigen Paparazzi auch noch von allen Seiten fotografiert
und gefilmt. Aber auch einige "Saboteure" oder Neider waren offenbar heimlich mitgetaucht und wirbelten nun
mit ihren Flossen munter den Schlamm auf!
Als eines der Highlights der Veranstaltung stattete Christian Redl, selbst Weltrekordhalter im
Apnoetauchen unter Eis der Konferenz einen Besuch ab. Die minütlich schlechter werdende Sicht
verhinderte jedoch fast, dass dies von allen anwesenden Pressevertretern wahrgenommen wurde.
Christian sorgte bei allen Anwesenden für Erstaunen: Der Traunsee, nicht unbedingt für seine hohe
Temperaturen bekannten, Christian in Badehose und die Teilnehmer der Unterwasserkonferenz im
Trockentauchanzug oder in Neopren gehüllt - sofort kam der Gedanke hinsichtlich "Weichei" auf. Doch mit dem
persönlichen Temperaturempfinden war sicher alles in bester Ordnung, denn "Apnoe unter Eis" klingt wahrlich
nicht nach Südseetemperaturen... Christian ist sicher einiges gewohnt.
Noch unter Wasser wurden die Bücher überreicht
Zum Abschluss bekam jeder Teilnehmer (sofern er noch sichtbar war!) bereits unter Wasser ein wasserdicht
verschweißtes Exemplar des Buches überreicht, das danach (über Wasser) auch noch nett signiert wurde. Die
abschließende, klassische, Pressekonferenz über Wasser im Landhotel Traunkirchen war dann auch für die
wasserscheuen bzw. nichttauchenden Kollegen vorgesehen. Der "ORF OÖ" war mit einem Team vor Ort und brachte
am gleichen Abend einen Beitrag im Fernsehen in "Oberösterreich heute".
Im Anschluss folgte die klassische Pressekonferenz
Anwesende Prominenz waren der Salzkammergut-Tauchpionier und Oberschatztaucher Gerhard Zauner aus Hallstatt,
der bekannte Freitaucher Christian Redl, der Fotograf und Journalist Wolfgang Pölzer sowie der "Underwater
Extreme Ironing"-Spezialist Erik Kaiser.
Und wenn der Rekord dann auch noch tatsächlich in das bekannte "Guinness Book of Records" aufgenommen
wird, dann wär das wohl für alle Beteiligten eine rechte Freude!
Das Buch:
Nullzeit, Sex und Tiefenrausch
333 Antworten auf Taucherfragen
Leo Ochsenbauer, Klaus-M. Schremser
1. Auflage 2006,
224 Seiten,
bebildert und illustriert
ISBN 3-440-10762-0,
Kosmos Verlag, 16,95 €
Eigentlich wollte der Autor des Buches den Titel "Handbuch des unnötigen Taucherwissens" wählen, was er dann
nach Veto des Verlages fallen lies. Witzig was den Titel anbelangt, aber die Fragen im Buch sind ebenso
wenig sinnlos, wie die Antworten nutzlos. Die Autoren schaffen dabei einen Spagat zwischen interessanten
Themen (ohne ein Fachbuch zu schreiben) und Kuriosem unter Wasser. Die 333 Fragen werden von den Autoren
fachlich fundiert beantwortet- oft genug auch mit einem Augenzwinkern garniert ;-)
Die beiden Autoren nach dem Weltrekord im Traunsee
Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch das hervorragende Register des Buches.
Inhalt:
Zu diesem Buch
"Du, wir schreiben jetzt ein Buch"
Rund ums Tauchen
Zur Tauchausbildung
Material und Technik
Physik und Medizin
Auf Tauchreise
Die Unterwasserwelt
Die Tierwelt
Pflanzen unter Wasser
Wracks
Rekorde und Fakten
Nachwort von Umberto Pelizarri und Dr. Erich Ritter
Register
Bild der UW-Pressekonferenz
Leseproben:
Woher kommt der Brauch des Versenkens von Christbäumen?
Jeder Taucher hat schon einmal davon gehört oder sogar selbst dabei mitgemacht, einen Christbaum um die
Weihnachtszeit herum in den Tiefen eines Sees zu versenken. Doch dieses Tun rührt nicht etwa daher, dass
sich Taucher auch unter Wasser neues Equipment schenken möchten, vielmehr handelt es sich dabei um einen
alten Brauch, bei dem Taucher ihrer verstorbenen Kameraden gedenken. So kommen auch heute noch viele
Feuerwehrtaucher bzw. Wasserretter dieser Tradition nach und gedenken den ertrunkenen Opfern. (... gekürzt)
Weiteres Bild der UW-Pressekonferenz
Kann man unter Wasser Sex haben?
Natürlich - gesetzt den Fall, Sie können es auch noch über Wasser. Allerdings gilt es beim Unterwasser-Sex
einige "technische" Details zu beachten.
1. Die Manneskraft: Sie sinkt im Wasser tatsächlich proportional zur Wassertemperatur - warme Gefilde sind
also vorzuziehen.
2. Das Ausziehen: Die Übung "Ablegen des Geräts unter Wasser" müsste noch aus dem Grundkurs bekannt sein,
sollte aber eventuell vor einem geplanten Liebesakt aufgefrischt werden. Man muss dem Tauchlehrer ja nicht
verraten, wofür man es benötigt.
3. Der geeignete Untergrund: Als wenig geeignet erweist sich naturgemäß ein Riff, abgesehen vom Naturschutz
ist es einfach zu scharfkantig. Sandböden sind hier vorzuziehen.
4. Biologische Hemmnisse: Für den Liebesakt scheidet die Frau eine natürliche Gleitflüssigkeit aus, die
allerdings unter Wasser sehr schnell weggespült wird. Der Sandboden kann ein weiteres dazu tun, um
tatsächlich "Sand ins Getriebe" zu streuen. Feingefühl ist hier gefragt.
Und um diese Frage auch noch wissenschaftlich zu einem Abschluss zu bringen: (... gekürzt)
Und noch ein Bild der UW-Pressekonferenz
Erfreulich für den Verfasser dieser Rezension ist, dass *Der Weltverband* IOUA (International Oral
Underwater Apnoeists) im Buch auf Seite 211 erwähnt wird - er gehört schließlich zu den
Gründungsmitgliedern...
"Was sind die skurrilsten Taucharten?
Wo es Menschen gibt, gibt es auch Skurriles, so nicht anders bei den Tauchern. Wir konnten uns nicht klar
für die skurrilste Tauchart entscheiden, daher haben wir unsere persönlichen Top 5 zusammengestellt:
Platz 1: Unterwasser-Extrem-Bügeln (Underwater Extreme Ironing durchgeführt durch verschiedene Geräte-
und Freitaucher, wie etwa Erik Kaiser).
Platz 2: Unterwasser-Poppen (zertifiziert u. a. durch die IUPA, International Underwater Popping
Association, und die IOUA, International Oral Underwater Apnoeists).
Platz 3: Unterwasser-Apnoe-
Eishockey unter Eis (Länderspiel Österreich – Deutschland 2005 und Österreich – Slowakei 2006, beide Male
organisiert von Christian Redl und Jaromir Foukal)..."
...was wiederum zur Idee führte, den "Ehrenwerten Weltverbandsvorsitzenden" um eine Stellungnahme zu bitten:
Wir, vom Weltverband fühlen uns sehr geschmeichelt, in dem Buch "Nullzeit, Sex und Tiefenrausch" eine
Erwähnung zu finden. Der Weltverband IOUA wurde im Dezember 2002 gegründet, der sich aus einer harmlosen
Apnoe Frage von Regine entwickelte und zu dem mutierte, was er heute ist. Auf dem eigenen Internetauftritt
http://www.ioua.de/ wird über unser Wirken ausführlich berichtet sowie auf die bereits legendären Threads
auf Taucher.Net verlinked.
Das Logo mag irritieren! Wir sind zwar etwas verrückt, aber lieb (und harmlos)
Er ist eine Ansammlung von wildfremden Leuten, die sich im Thread "der Weltverband" gefunden haben.
Dieser setzt sich zusammen aus Leuten, die Spaß am Tauchen, ebenso Spaß an der Gaudi haben und für eine
ernste Diskussion immer bereit sind. Wir sind Taucher aus allen Ecken Europas, die Freundschaften
geschlossen haben, auf die man sich verlassen kann. Leute die gegenseitig helfen, ohne dass sie sich
überhaupt vorher gegenseitig gesehen, geschweige gekannt haben.
Gleichzeitig wurden und werden die besten Brevets im Weltverband erfunden und durchgeführt, von denen die
bekanntesten Tauchorganisationen nicht mal zu träumen gewagt haben. Herauszuheben ist das aussagekräftige
TEC-DIVE Brevet vom Weltverband, das überall anerkannt wird und schmunzeln hervorruft. So haben wir eine
Vorreiterrolle für den Tauchsport übernommen.
Ich wünsche den Herausgebern des Buches weiterhin viel Erfolg und schöne Tauchgänge.
Uli Mößlang
Weltverbandsvorsitzender
-und ein letztes Bild der UW-Pressekonferenz
Fazit:
Etwas ganz Neues! Ein interessantes Buch, das aber auch zum Schmunzeln anregt und jedem Taucher
(aber auch Nichttaucher) empfohlen werden kann, der noch immer nicht weiß, wer die Tauchflasche erfunden
hat, welchen Dekostop man im Notfall am ehesten auslassen oder ob man unter Wasser Sex haben kann!
Das Buch wurde übrigens einem "Nichttaucher" gezeigt... der sich dieses Buch nach kurzem Studium sofort
begeistert ausleihen wollte!
Thai Airways International (30.04.2008) Wir sind mit Thai im April von Frankfurt nach Bangkok und zurück geflogen (20kg pro Person fei). Tauchgepäck (10kg erlaubt)war über Reiseveranstalter angemeldet, also auch beim Check-In kein Problem. (mehr) Qatar Airways (23.04.2008) Wir sind zu 6 Personen am 26.03. von FRA nach Doha geflogen. Abfertigung (5 kg Übergepäck waren kein Thema), bequemer Check-in am Ari-Rail-Terminal, Service an Bord, Verpflegung und (mehr) Air Berlin (22.04.2008) Nie wieder Air Berlin!! Bei unserem Rückflug am 20.11.07 von Sharm el Sheikh nach Hamburg wurde mein Tauchgepäck(Rollenrucksack Seemann XP) irreparabel beschädigt. Der Schaden wurde sofort am (mehr)
Nuweiba Village (12.05.2008) Das Hotel hat seine besten Tage sicherlich schon hinter sich, ist jedoch für uns absolut zufriedenstellend gewesen. Anm.: Wir hatten mit 5€ Aufpreis/Tag die teuersten Zimmer gebucht. Die Zimmer (mehr) Brayka Bay Resort - Marsa Al.. (12.05.2008) Inspiriert von einem Artikel in der Zeitschrift ´Tauchen´ habe ich für April 2006 „Brayka Bay“ gebucht.Unserer dritter Ägypten-Besuch sollte ein Volltreffer werden.Hotel super,Tauchbasis ´SEAFARI´ (mehr) Abo Nawas Resort, Marsa Alam (03.05.2008) Das Hotel ist super, man muss nur mit den Italienern und ihrem Temperament klar kommen, hat aber als Deutscher einige Vorteile z.B. beim All Inclusive. Die Tauchbasis Grand Blue ist grauenhaft. Von (mehr)