Nach dem Start in Lissabon bekommen wir gegen 1.30 Uhr morgens ein Abendessen
serviert, was nun eigentlich keiner mehr braucht. Dafür werden wir
am Morgen 20 Min. vor der Ankunft vom Kapitän mit der Meldung geweckt,
dass wir gleich landen. Ein Ansturm auf die wenigen Toiletten beginnt. Und
wo ist der Kaffee oder wenigstens eine Kleinigkeit zu trinken? Gott-sei-Dank
wurden wir vorgewarnt: wir haben in Lissabon noch einige Flaschen Mineralwasser
mitgenommen, die uns ein „Überleben“ die nächsten
1 ¼ Std. Stunden ermöglichen.
In der kleinen und sehr schwülheißen Ankunftshalle kommt man
zuerst an den Gesundheits-Schalter und legt die Impfpässe mit der Gelbfieberimpfung
vor. Mit den dann abgestempelten Einreisekarten geht’s weiter zu den Schaltern
der Einreisebeamten. Und was jetzt kommt, übersteht man am Besten mit
viel Geduld, Vorurlaubsstimmung und siehe oben – mit Mineralwasser. Die
Einreise dauert endlos; ständig drängen sich Menschen vor oder
werden nach vorne gebracht; der „Immigrationman“ scheint die Pässe
und die Einreisekarten auswendig zu lernen und die Quittungen für die
bezahlte Einreisegebühr sind handschriftlich gemalte Kunstwerke (folglich
dauert die Ausfertigung dieser auch etwas länger als üblich).
Endlich passieren wir den Schalter und sind nun in der kleinen kombinierten
Gepäck-, Ankunfts- und Zollhalle. Auch hier Chaos, Hitze und Menschenmassen;
die Gepäckstücke müssen geöffnet werden und werden von
Beamten in weißen Handschuhen abgetastet. Ein OK Zeichen mit Kreide
aufgemalt und – unglaublich – wir dürfen endlich die Halle verlassen.
Ein "bisschen" Chaos am International Airport von Sao Tomé
Vor dem Flughafen (nicht das was wir darunter verstehen) finden
wir uns in weiteren Menschentrauben wieder, aber Dank der Personenbeschreibung,
die wir von Kim und Mirko zugesendet bekommen haben, entdecken wir sie
sehr schnell. Denn – Kim hat hellblonde Haare, sowie Mirko einen ungewöhnlichen
Bart - und sind damit hier leicht zu erkennen.
Nachdem alle Mitfahrer des Kleinbusses nach Rolas, da sind, fahren wir
los. Die ersten Eindrücke von Citadé Sao Tomé und dann endlich
der heiß ersehnte Kaffee in einem kleinen Cafe neben dem Hotel Miramar.
Dieser Stopp ist Standardprozedere für die frisch eingereisten Touristen
– und der Sao Tomésische Kaffee schmeckt himmlisch und weckt die Lebensgeister.
Vom Flughafen zur Stadt geht es entlang der Bucht von Praia Lagarto
Hier erzählen uns Kim und Mirko schon Einiges über Sao Tomé
é Principé.
Ein Beispiel: vor ein paar Tagen ist das einzige Flugzeug abgestürzt, welches die beiden Hauptinseln miteinander verbunden hat. Die
Toten wurden von Sporttauchern der französischen Basis Club Maxel geborgen. Es folgt keinerlei Untersuchung der Ursachen. Was
passiert ist,
ist eben passiert - Afrika. Oder: es gibt keinen Hochseehafen.
Die Schiffe werden auf dem offenen Meer entladen und dann in kleineren Schiffen
an Land gebracht. Das gilt auch für Erdöl und Benzin.
Je länger wir zuhören, desto weniger können wir glauben,
was wir hören. Jedoch nach ein paar Tagen vor Ort wird sich das alles
für uns zusammenfügen.
Wir haben nun noch eine zweieinhalbstündige Fahrt in einem etwas betagten
Kleinbus vor uns. Zuerst durch die Hauptstadt Sao Tomé, dann durch
die „Vorstädte“ hinaus entlang der Küste Richtung Süden –
immer am Rande des allgegenwärtigen Urwalds. Die Dörfer werden
immer ärmlicher: Holzhütten, mehr oder wenig verfallen. Es gibt
hier keinen Strom, also auch kein Licht, kein fließendes Wasser und
die Eindrücke sind für uns, die wir noch nicht in Westafrika waren,
unglaublich und fast zuviel auf einmal.
Baustil am Stadtrand von Sao Tomé Stadt
Die Straße ist der Lebensmittelpunkt. Dorfbewohner und ihre Haustiere
- von Hühnern, Ziegen, Schweinen bis hin zu Kühen – stehen an
und auf der Straße. Der wenige Verkehr stört nicht und wenn es
wirklich eng wird, hilft ein kleiner Schritt auf die Seite um den – wie uns
doch öfter scheint – unvermeidlichen Unfall zu vermeiden. Mensch, Tier
und Fahrzeug, eingespieltes Team oder einfach nur Glück?
mit zunehmender Entfernung zu Sao Tomé Stadt verändert
sich auch der Baustil
Wo immer der Bus entlang kommt, laufen Kinder herbei und rufen „Doce Doce“
(sprich: doß doß). Das stammt aus einer längst vergangenen
Zeit. Wenn die reichen Plantagenbesitzer oder ihre Gäste die Dörfer
besuchten, brachten sie Süßigkeiten für die Kinder mit. Daher
noch heute dieser Ruf, wenn die „reichen“ Touristen auftauchen.
"Doce doce"
Jeder Flusslauf den wir passieren ist voll mit Menschentrauben, heute ist
Waschtag. Ungewöhnlich hierbei die Trockenmethode; die frisch gewaschenen
Kleidungsstücke werden entlang der Strasse oder teils auch auf der
Strasse ausgebreitet – die dadurch zur farbenfrohen Piste mutiert.
Waschtag
Nach knapp 60km (oder ortsüblich in Zeit ausgedrückt - 2,5
Std) erreichen wir die Bootsanlegestelle bei Porto Allegre. Hier beginnt
die kurze (15 Min.) Überfahrt auf die Hotelinsel Rolas.
TIPP:
Saba & St. Eustatius - ein ausgefallenes Tauchreiseziel. Was es hier zu sehen gibt erfährst Du hier.
Libyen (29.05.2008) (mehr) Thailand (20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr) Österreich (19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt
2.562 Kilometern im Nordosten an die Tschechische Republik, im Osten an
die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien (mehr)
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