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Inselrundgang
keine Kobra, nur ein Baumstamm
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Der Urwald auf der
Ilhéu das Rolas ist frei von Schlangen (im Gegensatz zur Hauptinsel,
hier residiert die schwarze Kobra) und deshalb ideal um in die immergrüne,
wild wuchernde Schönheit eines tropischen Gewächshauses einzutauchen.
Die gesamte Insel wurde bis vor 20 Jahren als Kokosplantage genutzt, davon
ist nichts mehr geblieben - die Natur hat in der kurzen Zeit einen ursprünglichen
Zustand wiederhergestellt.
Empfehlenswert ist ein früher Start, gegen 06:00 Uhr morgens, um
die ca. dreistündige Wanderung noch in den kühleren, angenehmen
Morgenstunden abschließen zu können.
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Im Morgengrauen starten wir am östlichen Teil der Insel und folgen
dem Weg hinter der großen Bar, vorbei an einem Hotelgärtner,
der die Papayas für den Tag erntet. Entlang des Strandes Praja Santo-Antonio
führt unser Weg langsam in das grüne Dickicht. Der Geruch nach
frischen Blumen, faulenden Wasserpflanzen, immergrünen Farnen – der Geruch
des Urwalds, einer üppigen und rastlosen Natur, empfängt uns und
macht bewusst wo wir uns befinden. Nach kurzer Zeit, bereits im dichten
Grün treffen wir auf ein Gehege, in dem drei Hausschweine im
tiefsten Schatten ihr Leben genießen.
Das Leben sprießt geradezu in diesen Breiten.
Wir folgen in etwa der Küstenlinie, unseren Weg müssen wir uns
nun selbst suchen. Durch Farne, Kannas und vor allem Kokosbäumen in
jeder Größe – aber auch Bergen von gefallenen Kokosnüssen
aus denen das neue Leben sprießt - geht es mal langsamer, mal schneller.
Immer wieder können wir die traumhaften Strände und Buchten, die
sich rund um die Insel ziehen, sehen. Natürlich begegnen wir hier keiner
Menschenseele. Teilweise gibt es Pfade, aber auch einfach „der Nase entlang“
– wie wir es machen – ist möglich, die Gefahr des Verlaufens ist auf
dem Eiland nicht gegeben.
Baccardi-Feeling
Nach ungefähr 2/3 der Wegstrecke erreichen wir einen Uferbereich
ohne Palmen, dafür mit hellgrünem „Rasen“ und stoßen
auf ein „Spouting Horn“. Die See hat sich einen Tunnel durch die
Felsen gegraben und stößt nun bei jeder Welle eine Gischtfontäne
aus einer am Ufer liegenden Öffnung aus. Begleitet wird das Schauspiel
durch Töne, die zwischen lautem Wehklagen und Elefantentröten variieren.
Der "Wasserspeier"
Etwa drei Stunden nach Beginn unseres Rundgangs kommen wir via Praja
de Café, vorbei am Fischerdorf, zurück in die Hotelanlage - rechtzeitig
zum Frühstück. Der eisgekühlte Fruchtsaft schmeckt wie nie
zuvor.
Hinweis: Festes Schuhwerk und eine lange Hose sollten für
den Rundgang selbstverständlich sein. Ein Stock oder Stück Holz
für dichtere Spinnweben ist ebenfalls hilfreich. Für einen Marsch
in den Morgenstunden empfehlen wir pro Person 1l Wasser mitzunehmen, bei
späteren Spaziergängen entsprechend, der Tagestemperatur angemessen,
den Wasservorrat aufstocken!
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24.07.2008 10:04 Taucher Online : 149 Heute 4050, ges. 27727446 Besucher
 
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