Die Tauchbasis im Pestana Equator wird durch Nicole, Kim und Mirko geleitet.
Die Drei sind keine Unbekannten in der Tauchszene. Diving Cres und das Water
World in El Qusier sind u.a. mit diesen Namen verbunden.
Die Basiscrew (Links im Bild Mirko und Kim)
Die Basis besteht aus einem kombinierten Empfangs- und Equipmentraum, der
im offenen zweiten Stock die Schulungsräumlichkeiten beinhaltet. Der
Wasch- und Trockenbereich ist großzügig angelegt und lässt
keine Beengtheit aufkommen. Zehn komplette Ausrüstungen und mehr als
40 Flaschen in Größen von 10 bis 15 Liter (DIN und INT) reichen
für das Aufkommen vor Ort völlig aus. Der Lehnhart & Wagner
Kompressor ist gut gewartet, die Luft sauber und trocken.
Über das Hotel stehen mehrere Boote für die Ausfahrten zur Verfügung.
Jedes mit Sauerstoff, Notfunk und Erste Hilfe Koffer. Bei geringerem Aufkommen
eine kleine Motorjacht für bis zu 6 Personen (leider ohne Sonnenschutz), bei größerer
Auslastung auch ein entsprechendes Schiff mit einem Fassungsvermögen
von bis zu 16 Personen.
Das kleine Boot
Zwei erfahrene Guides und vier weitere Hilfskräfte sorgen für die
Belange rund um die Basis. Die beiden Guides sind bereits seit Jahren vor
Ort und haben für das Hotel vor der Basiseröffnung die Tauchunternehmungen
geleitet. Natürlich kennen die Beiden Ihr Revier im Schlaf.
Was erwartet nun den Tauchgast vor Ort. Zuerst einmal der Atlantik und das
bedeutet von ruhiger See bis zur extremen Strömung mit Atlantischer
Wellenwucht ist alles möglich. Die Sichtweiten können 2-3 Meter
betragen, aber eben auch glasklare 30–40 Meter. Zudem ist der Atlantik
ein Ozean der schnellen Wechsel; Tauchgänge mit Bojen sind daher selbstverständlich.
die Kraft des Atlantik ist auch bei ruhiger See nicht zu unterschätzen
Die Unterwasserwelt ist vielfältig. In der Farb- und Schwammvielfalt etwas
weniger als der diesbezüglich verwöhnte Asienurlauber kennt, in
Anzahl von Fischarten und Fischgrößen aber ein Revier, welches
auch verwöhnte Fotografen nicht enttäuschen wird.
Brassen, Drückerfische, Drachenköpfe, Barsche, Barrakudas, Muränen,
Rochen, Mantas und Haie. Teils in beeindruckenden atlantiktypischen Größen.
Im November vielleicht auch Walhaie wie uns erzählt wurde, auf deren Route die Inselgruppe liegt
– was will man mehr?
Diving Sao Tomé gibt aktuell 10 erschlossene Tauchplätze
an. Neun davon liegen rund um Rolas in einer maximalen Entfernung von 15
min.. Sete Pedras, die Felsengruppe im offenen Meer wird in knapp 40 min.
erreicht.
Die Anzahl der möglichen Tauchplätze ist noch viel höher,
alleine um Rolas scheint sich an jeder Ecke ein lohnendes Plätzchen
für einen Ausflug „nach unten“ zu befinden. Ein Tauchurlaub über
zwei Wochen wird nicht durch Wiederholungen geprägt sein.
Die Tauchplätze sind auf der Seite von Diving Sao Tomé beschrieben,
und zeichnen sich durch vielfältige Unterwasserlandschaft von Riffen,
über Canyons, Grotten und kleinen Höhlenformationen aus. Die Tauchtiefen
liegen im Schnitt zwischen 15 und 30 Meter. Dies ist auch das Limit der Basis.
Ehrlich gesagt – außer bei Sete Pedras haben wir keinen Platz
gefunden der uns tiefer führen würde. Die Mehrzahl der Tauchplätze
sind – Strömungsverhältnisse vorausgesetzt – auch für Anfänger
geeignet.
Sete Pedras ist das aktuelle "Hai"light der Basis. Die
Felsengruppe im offenen Meer ist fast schon ein Garant für die eleganten
Räuber, die Strömungsverhältnisse an den Felsnadeln sichern
die tägliche Mahlzeit. Ammenhaie gehören zum Alltagsbild und mit
etwas Glück, welches uns versagt blieb, auch Hammerhaie. Große Barrakudaschulen umkreisen
die Taucher, die Felsenöffnungen sind von Muränen, Kraken und Langusten
besiedelt.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte für uns Taucher selbstverständlich sein, vor allem bei diesen klimatischen Verhältnissen. Besonders bei diesem Reiseziel empfiehlt sich die Beachtung der goldenen Regel für Taucher, denn weder auf Rolas noch auf Sao Tomé gibt es eine Druckkammer. Dekompressionsunfälle können nur in Libreville, Gabun oder in Lagos, Nigeria behandelt werden. Diese Ortschaften
sind nur über unregelmäßige Flugverbindungen erreichbar!
Resümee: Fischreiches Gewässer mit abwechslungsreichen Gebieten.
Die Tauchplätze sind sowohl für Anfänger als auch Erfahrene
gut geeignet. Die Willkür des Atlantischen Ozeans sollten aber auch Fortgeschrittene nicht unterschätzen.
Die Basiscrew ist höflich und zuvorkommend, die Guides verstehen Ihr
Geschäft und führen die Tauchgänge unauffällig und effektiv.
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