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Onlinemagazin - 69. Ausgabe - TA 35 aka Giuseppe Dezza - Das Schiff




 Geschrieben von Oli und Harry

Guiseppe Dezza - der Anfang

Erster Name: RN Pilade Bronzetti

Der erste Name des Schiffs war RN Pilade Bronzetti. Major Pilade Bronzetti war ein italienischer Freiheitskämpfer und Nationalheld.

In der Schlacht von Volturno hielt er am 1. Oktober 1860 mit nur 270 Gebirgsjägern das strategisch wichtige Castello di Morrone gegen eine Übermacht von 4.000 Feinden und fiel dabei.

Ursprünglich schon 1913 bei Nicolo Odero & Co. in Genua-Sestri Ponente als Querspant-Stahlbau auf Kiel gelegt, lief die RN Pilade Bronzetti am 26. Oktober 1915 vom Stapel.

Diesem Schiff lagen britische Pläne zugrunde, nämlich ein Entwurf nach Pattison auf der Basis von Konstruktionen der berühmten Thornycroft-Werft von 1912-1913. Diese wurden von der Odero-Werft aptiert und in Pläne für eine eigene Klasse umgewandelt: der Indomito-Klasse. Innerhalb dieser Klasse gab es mehrere Serien, die in Details voneinander abwichen.
Die RN Pilade Bronzetti gehörte zur Rosolino Pilo-Serie, die ansonsten noch die Schwesterschiffe RN Rosolino Pilo, RN Giuseppe-Cesare Abba, RN Giuseppe Missori, RN Antonio Mosto, RN Ippolito Nievo, RN Francesco Nullo und RN Simone Schiaffino umfaßte.




Technische Daten:

In Bezug auf die technischen Charakteristika der Rosolino Pilo-Klasse, insbesondere auch auf diejenigen der RN Pilade Bronzetti, liegen in der einschlägigen Literatur unterschiedliche Angaben vor. Dies ist zB. beim Schiffsdeplacement unterschiedlichen Maßeinheiten geschuldet, bei der Bewaffnung ganz einfach aber auch schon mal der mangelnden Dokumentation von baulichen Veränderungen während Kriegszeiten.

Recht einheitlich wird die Schiffslänge der RN Pilade Bronzetti mit 73m angegeben, ebenso wie die Schiffsbreite mit 7,32m und die Besatzungsstärke von 85 Mann.
Das Deplacement wird als Konstruktionsdeplacement im Weyer von 1918 mit 700t angegeben. Bei diesem -größten- Deplacement hatte der Zerstörer einen Tiefgang von 2,78m.
Der Antrieb des Schiffes besteht aus vier Thornycroft-Ölkesseln, die in zwei Kesselräumen untergebracht sind und Dampf für zwei Satz Tosi-Turbinen in zwei Maschinenräumen erzeugen. Diese Turbinen vermögen bis zu 16.000 wPS zu erzeugen, die an zwei Wellen abgegeben werden. Diese wiederum wirken auf zwei dreiflügelige Schrauben mit einem Durchmesser von jeweils 1,30m.
Bei Höchstfahrt sollte diese Maschine eine Konstruktionsgeschwindigkeit von 35 Knoten erreichen. Bei der Meilenfahrt wurden aber nur 30 Knoten erreicht.
Die Reichweite betrug mit dem maximalen Treibstoffvorrat von 150t an Bord bei 15 Knoten Fahrt 1.700 Seemeilen. Bei 32 Knoten Fahrt waren es mit der gleichen Menge Treibstoff immer noch 440 Seemeilen.

Die Bewaffnung der RN Pilade Bronzetti wird im Weyer von 1918 mit 1x 12cm L/40, 4x 7,6cm und 2x 45cm Torpedorohren angegeben.
Dr. Aldo Fraccaroli gibt in der offiziellen Marinepublikation "I cacciatorpediniere Italiani" eine Ursprungsbewaffnung der RN Pilade Bronzetti von 4x 7,6cm L/40, 2x 7,6cm L/30 und 4x 45cm Torpedorohren an.

Nach seinem Stapellauf wurde der Zerstörer beschleunigt ausgerüstet, da die italienische Kriegsmarine dringend moderne Zerstörer brauchte um im Krieg bestehen zu können. Deshalb wurde das Schiff schon am 15. Dezember 1915 als Cacciatorpedini, zu deutsch: Torpedobootszerstörer -eine Vorläuferbezeichnung des heutigen Kriegsschiffstyps "Zerstörer"- in Dienst gestellt. Als taktische Kennung führte es nun die Buchstaben BR am Bug.








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