Akkutank-Lampe P1-A5
von Peter Bachmann
Der bisher im Tauchbereich unbekannte Lampenhersteller PeRoTech
präsentierte sich auf einer Tauchmesse in Kronau mit einer neuen Akkutanklampe
mit Bleigel-Akku. Nach erster Inaugenscheinnahme und einigen Informationen
des Herstellers sollte uns ein Prototyp dieser Lampe nach Norwegen auf die
"Viking Premiere-Tour" zu einem ausgiebigen Test begleiten.
Die P1-A5
Die Perotech Akkutank Lampe macht auf den ersten Blick einen stabilen,
aber ungewöhnlichen, Eindruck und ist einfach aufgebaut. Sie besitzt
keinen überflüssigen "Schnick-Schnack". Die Verarbeitung
ist sauber.
Der Lampenkopf:
- Massives eloxiertes Aluminiumgehäuse
- Magnetschalter ohne Gehäusedurchführung
- Steckverbindung mit signalfarbenem, glatten Kabel (1,4 m)
- Natron-Kalk-Hartglas DIN 8902 (10 mm Stärke)
- 50 W-Halogenkaltlichtbrenner (optional 35 W)
- Bohrung für Karabiner
Die Lampe sollte sich durch den Magnetschalter einfach An- und Ausschalten
lassen. Diese Art von Schalter hat allerdings leider auch ihre Tücken,
wie sich erst unter Wasser herausstellen sollte. Durch die dicken Handschuhe
hat man nicht immer die notwendige "Feinmotorik" und somit kommt es
leider vor, dass man zu weit dreht und die Lampe schlicht und ergreifend dunkel
bleibt. Alles Übungssache - aber eine Erwähnung wert.
Der massive Lampenkopf aus eloxiertem Aluminium
Der Lampenkopf wird mit drei O-Ringen abgedichtet. Das Wechseln des Brenners
ist denkbar einfach, da man den Kopf einfach abschrauben kann, um diesen
auszutauschen. Bei diesem Vorgang ist sauberes Arbeiten und Vorsicht geboten,
da man einen der zwei obersten O-Ringe durch das Gewinde des Lampenkopfes
beschädigen kann - hier ist sicher noch Verbesserungspotential vorhanden!
Der Lichtkegel entspricht einem Standard-Halogenkegel und ist mit 50 Watt
ausreichend hell für alle Anwendungen. Der Prototyp hatte noch keine
Befestigungslösungen, später soll die Lampe z. B. auch mit einem
Goodman-Handle lieferbar sein.
Der Akkublock:
- Aluminiumgehäuse
- Marken-Bleigel-Akku 12V / 5Ah
- Gummierte Befestigungslaschen, zur Befestigung an Taucherflaschen
mittels Flaschenspanngurt oder ähnlichen Gurten
- Steckeranschluss
- Überdruckventil
- Ladebuchse
Der Akkublock ist "quadratisch, praktisch, gut" und erspart dem
Taucher ca. 3 kg Blei. Der Akkutank ist auf einer Seite der Flaschenrundung
angepasst und mit zwei Reihen Gumminoppen versehen. Mittels des mitgelieferten
Montagegurts ist das Befestigen an der Flasche problemlos. Die Durchführung
des Gurtes am Akkublock kann auch zu einer direkten Befestigung der Lampe
am Bauchgurt verwendet werden. Der mitgelieferte Gurt hinterließ einen
wenig soliden Eindruck - die Serienmodelle werden ohne Gurt ausgeliefert und können so am Flaschengurt befestigt werden.
Die Befestigung des Akkublocks
Der integrierte 5Ah-Bleigel-Akku arbeitet ohne Memory-Effekt.
Der Lampenkopf wird durch einen einfachen Dreipolstecker an dem Akkublock
befestigt und mit einer Überwurfmutter verschraubt. Das Kabel ist ausreichend
lang und ermöglicht ein einwandfreies und unbehindertes Tragen des Lampenkopfs.
Das mitgelieferte einfache 500 mA-Ladegerät erfüllt seinen Zweck.
Zum Laden muss die Ladebuchse des Akkupacks geöffnet werden.
Fazit:
Die PeRoTech A5_P1 hinterließ insgesamt einen positiven Eindruck
. Die Brenndauer von 60 Minuten bei 50 Watt erreichte die Lampe ohne Probleme,
alternativ ist auch ein "großer" Akkublock mit 10 Ah lieferbar. Mit
einem Listenpreis von 369,- € ist ein ordentliches Preis-/Leistungsverhältnis
gegeben.
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