Pünktlich zur Wiedereröffnung des Unterwasserparks Ibbenbüren
hat sich Erika aufgemacht, um die ersten Impressionen für Euch einzufangen.
Im zweiten Teil der Geschichte zeigt Bärbel eine komplett andere Perspektive
des Parks - Sie konnte für uns Anfang März die komplette Landschaft
"im Trockenen" einfangen. Das wollen wir zur Eröffnung der Tauchsaison
- und für einen alternativen Eindruck- auch präsentieren.
Der Unterwasserpark öffnet seine Pforten
Nein, so ganz fertig ist der Unterwasserpark noch nicht. Die Aufgabe, die
sich Norbert Jorek da gestellt hat, ist keine schnelle Angelegenheit. Seit
mehreren Jahren baut er an dem Millionenprojekt. Der Biologe und begeisterte
Taucher hat sich einiges vorgenommen. Ein vergleichbares Objekt gibt es bisher
nicht.
Nachdem im letzten Jahr die ersten Taucher die künstliche Unterwasserwelt
mit Tempel und Höhlen erkunden konnten, wurde das Wasser wieder abgelassen
und weiter gebaut. War die Anlage schon im vergangenen Jahr spektakulär
und einzigartig, wurden noch einige Highlights hinzugefügt. Auf den
Tempel führt eine Straße zu, die beiderseits mit imposanten Statuen
begrenzt ist. Vor dem Tempel stehen ebenfalls Statuen, die ägyptischen
Altertümern täuschend ähnlich sind. Auch im Bereich der Höhlen
wurde weiter gebaut. Darüber hinaus wurde eine gründliche Reinigung
durchgeführt und das vorhandene Sediment entfernt. Der Unterwasserbereich
ist damit fertig gestellt.
Jetzt wird der Unterwasserpark geflutet und jeden Tag steigt der Wasserspiegel
um ca. 15 cm. frisches Grundwasser läuft über mehrere Schläuche
zu. Bis heute (3. August 2006) wurden an der tiefsten Stelle 3 m gemessen.
Die 3 m hohen Katzenstatuen sind schon bis auf die Ohrenspitzen im Wasser
verschwunden. Die Tempelwächter stehen bis zur Mitte im kühlen
Nass. Mit der endgültigen Tauchtiefe ist gegen Anfang September zu rechnen.
Unser Tauchgang, den Norbert Jorek uns schon vor der
Eröffnung ermöglichte, führte uns von der Nordseite her in
die Schlucht, durch eine kleine Höhle und durch den Felsengarten Richtung
Tempel.
Rechts und links säumen 3 m hohe Katzenstatuen
den Weg und an der Tempelfront erwarten uns dann bis zu 5 m hohe Figuren,
frisch aus Ägypten importiert...
Nein, natürlich nicht. Ein Bildhauer hat die
tonnenschweren Figuren gestaltet, die aus Spezialbeton gegossen wurden. Zum
Durchtauchen der großen Höhlen ist der Wasserstand noch nicht
ausreichend, aber auch so finden sich viele Perspektiven und Einblicke.
Hinter dem Wrack beginnt ein wahres Labyrinth. Verlaufen-
sprich- Vertauchen ist hier durchaus möglich! Waren in der ersten
Phase noch Steine mit Nummern als Wegweiser vorhanden, wurden jetzt unverrückbare
Messingnummern festgeschraubt. Zusammen mit einem Plan sollten diese dann
die Taucher zum Ausstieg zurückführen.
Leider ist die Sicht durch Algenbildung noch etwas eingeschränkt, dies
wird sich aber nach Aussage von Norbert Jorek ändern, sobald sich ein
biologisches Gleichgewicht eingestellt hat. Tausende Wasserflöhe wurden
heute eingesetzt, die sich fleißig mit der Vertilgung der Algen beschäftigen
sollen. Später kommen dann die großen Störe dazu und halten
die Wasserflöhe in Schach. Zudem soll ein ausgeklügeltes Filtersystem
mit Teichen zur Wasseraufbereitung für klare Sicht sorgen.
Am Samstag (5.8.06) beginnt der Tauchbetrieb. Es werden Zelte zum
Umziehen aufgestellt und der Untergrund befestigt, wie auch im vergangenen
Jahr bereits geschehen. Auf dem Gelände wird ein Dixi-Klo zur Verfügung
stehen, die Toiletten des Cafes Seerose können natürlich auch benutzt
werden, allerdings nicht in Tauchkleidung.
In Kürze wird mit dem Bau der festen Gebäude begonnen, die dann
im nächsten Frühjahr den Tauchern viel Komfort bieten werden. Auch
ein Parkplatz in nächster Nähe wird dann eingerichtet. Bis jetzt
ist Parken nur auf dem allgemeinen Besucherparkplatz möglich. Zum Transport
der Tauchausrüstung sollen speziell hergerichtete Sackkarren dienen.
Leider stehen diese zur Zeit noch nicht zur Verfügung.
Wer jetzt schon im Unterwasserpark tauchen will, sollte daran denken, dass
durch den niedrigen Wasserstand noch nicht alle Höhlen betauchbar sind.
Zur Zeit beträgt die durchschnittliche Tauchtiefe zwischen 1 und 2,5
m, was sich aber täglich verbessert. Die Wassertemperatur betrug heute
(3.8.06) 16 Grad, was angesichts der kalten Grundwasserzuführung überraschend
warm ist. Ein halbtrockener Anzug ist jedoch unbedingt erforderlich. Je nach
Wetterlage wird sich das Wasser aber schnell weiter erwärmen.
Anmeldung ist Pflicht und kann über ein Formular auf der Webseite: www.naturagart.de vorgenommen
werden. Dort sind auch die Tauch- und Sicherheitsregeln zu finden.
Auf Sicherheit wird großen Wert gelegt. Geplant ist, die Notausstiege
mit Notrufvorrichtungen zu versehen. Notfälle werden dann mit einem
Boot abgeholt.
An den Wochenenden wird es voll werden, die Zahl der Taucher wird dann begrenzt.
Wer die Möglichkeit hat, sollte einen Besuch von Montag bis Freitag
einplanen. Nachttauchgänge sollen auch möglich sein.
Ein Kompressor steht zur Verfügung, bezüglich Ausrüstung
sollte nachgefragt werden. Der Tauchbasenleiter Helmut Schüßler
beantwortet alle Fragen ehrlich und kompetent.
Bilder und Text von Erika Engelhardt
Eiswandern im Teich
Perspektivenwechsel auf die trockene Seite des Unterwasserparks
Himmel: Bewölkt. Leichter Schneefall.
Temperatur: Zu niedrig für Frostbeulen wie mich.
Für einen kalten Sonntag im März eigentlich das optimale Kamin-
und Bärenfell-Wetter...
Aber die Gelegenheit ist günstig - und wird wohl auch so
schnell nicht wieder kommen - für eine Führung durch den Park.
Zu Fuß, denn das Wasser ist derzeit abgelassen. Und ist der Park erst
einmal wieder geflutet, wird das Wasser wohl auch mal drin bleiben.
Helmut Schüssler, Leiter der Unterwasserpark Tauchbasis, führt
uns den Weg entlang, den wir sonst tauchender Weise zurücklegen würden.
Wir laufen auf den Eingang zu, und im Vergleich zu meinem letzten Tauchgang
vor sechs Monaten erkenne ich diesen kaum wieder. Wände sind gewachsen,
Neue sind hinzugekommen.
Die Einflugsschneise
Beim klettern durch die Höhlen achten wir darauf, auf dem Eis nicht
auszurutschen. Wie einfach und mühelos schwebt man als Taucher doch
sonst hier entlang. Mal eben tiefer einatmen und zwei, drei Flossenschläge...
und schon geht es eine Etage höher. Winterfest mehrlagig eingepackt
und mit derben Schuhen bewegen wir uns zu Fuß eher weniger graziös
in den verschiedenen Ebenen.
Ich stelle mir vor, durch eine der Höhlen zu kommen und am Ausgang einem
Stör in die Augen zu sehen, der mal eben meine Größe hat.
Ob das je der Fall sein wird, läßt sich nicht vorher sagen. Aber
der Gedanke reizt und macht schon Lust, hier möglichst bald wieder schwebender
Weise hier durchzubummeln.
Noch sind sie klein, die Störe im Teich-Aquarium... und dürfen
noch nicht in den Unterwasserpark.
Neugierig sind sie ja... ich frage mich, wer da wen hinter der Scheibe beobachtet?!
Stört die Störe nicht!
Zur Mittagszeit kam die Sonne mal kurz raus. Wie gerufen, um in den Höhlen
zu fotografieren. Später werden Seerosen einige Höhlendächer
bewachsen. Damit werden sie dicht, bieten aber dennoch die Möglichkeit,
aufzutauchen falls es erforderlich sein sollte. So groß hatte ich die
Höhle gar nicht in Erinnerung, aber das liegt vermutlich an der Perspektive
vom Boden aus ;-)
Ob wir beim Tauchen den gleichen Weg wohl wieder finden
werden? Auf der naturagart-Website ist unser Weg eingezeichnet- auf der Seite
"Unterwasserpark"- dort "Tauchgang". Ich habe da meine Bedenken, zu verwinkelt
ist das Ganze, ein Blick nur mal rüber ans andere Ende nicht möglich.
Wie soll man sich hier nur orientieren?
Einmal irgendwo reingeschaut finden sich immer weitere
neue Durchgänge, kleine Eingänge, die sich eben nicht in
Garagentorgröße auftun. Man muss schon genauer hinschauen, das
macht die Sache spannend. Kein typisch-deutsches Tauchgebiet also, in dem
man "Breitbahn einmal Ufer linke Schulter" durch den Teich paddelt. Könnte
man natürlich machen, aber dabei würde man die Hälfte verpassen.
Mindestens.
Die einzige freie Fläche ist - momentan noch
- der Weg zum versunkenen Tempel. Die zukünftigen Bewohner sind
bereits in Arbeit. Oder sogar schon ausgewachsen und bereit für Ihren
Einsatz. Die Tempelkatzen und der Bär warten schon auf ihren Einzug.
Groß sind sie, die Tempelwächter, gut drei
Meter hoch. Passend eben zum verschütteten "Atlantis", der allein ein
Bauvolumen von drei Einfamilienhäusern umfasst. So ein Tempel will auch
bewohnt sein, der Herr des Hauses ist noch in Arbeit.
Im vorderen Bereich kommen wir zu dem Baum, der in
eine flacher werdende Balkonkonstruktion reinragt. Häufig tummelt sich
in "solchen Gegenden" viel Unterwasserleben. Warten wir mal ab, was sich
da so alles entwickeln wird.
Seinen Platz im Unterwasserpark hat eins der sechs
Schiffe gefunden, die von naturagart für das Gelände angeschafft
worden sind.
Was mal eine Wiese war, ist heute dank einer Vision, viel Teichfolie, Beton,
Fels und extrem viel Resistenz gegenüber der Bremswirkung deutscher
Bürokratie, diese Unterwasserlandschaft. Sollte es einen Wettbewerb
"Innovationsbremsen des Jahres" geben, dann nominieren sich die Bürokraten
aus der Gegend um Ibbenbüren unstrittig ganz, ganz weit vorne. Interessant
hierzu zu lesen ist der Bericht auf der naturagart-Seite "Probleme". Den
weniger der Bauherr hatte, als die Behörden, deren Schreibtische und
begrenzte Sichtweisen für so ein Projekt scheinbar zu schmal sind.
Die meistgestellte Frage während der Boot 2006 an Helmut Schüssler hat
er mit "Sommer" beantwortet. O-Ton: "Nie habe ich in meinem Leben dieses
Wort so oft gesagt." Dann geht’s wieder los mit dem Tauchbetrieb. 600 Anmeldungen
liegen bereits vor.
Auszug aus diesem Forum: Umbau Submatix CCR auf Jacket proQD?? vom 07.01.2008 : Hat einer schon den Submatix-CCR 100 auf das Jacket proQD von Seaquest gesetzt? Bevor ich anfange und das Rad neu erfinde, frage ... [mehr] Rebreatherwelt vom 10.01.2008 : Hallo Leute,
wir freuen uns über neue Beiträge und Diskussionen!
Grüße Stefan
... [mehr] Fragöö vom 10.01.2008 : Hi ihr Kreisler ich habe da eine Frage bezüglich eurer tollen Geräte da!! :-)
Wie ist das atmen durch einen Rebreather? Das ... [mehr]
Thai Airways International (30.04.2008) Wir sind mit Thai im April von Frankfurt nach Bangkok und zurück geflogen (20kg pro Person fei). Tauchgepäck (10kg erlaubt)war über Reiseveranstalter angemeldet, also auch beim Check-In kein Problem. (mehr) Qatar Airways (23.04.2008) Wir sind zu 6 Personen am 26.03. von FRA nach Doha geflogen. Abfertigung (5 kg Übergepäck waren kein Thema), bequemer Check-in am Ari-Rail-Terminal, Service an Bord, Verpflegung und (mehr) Air Berlin (22.04.2008) Nie wieder Air Berlin!! Bei unserem Rückflug am 20.11.07 von Sharm el Sheikh nach Hamburg wurde mein Tauchgepäck(Rollenrucksack Seemann XP) irreparabel beschädigt. Der Schaden wurde sofort am (mehr)
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