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 |  Geschrieben von Oli |
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Zuerst wurden sie verlacht, die "Männer in ihren fliegenden Kisten".
Doch je weiter -dank wagemutiger und kluger Pioniere- die technologische
Entwicklung fortschritt, desto mehr erkannte man den Wert von Flugzeugen.
Ausgehend von einer zivilen Nutzung setzte sich Luftfahrzeuge auch beim
Militär durch. Quantensprünge in der Entwicklung brachten vor
allem die Weltkriege, wo erstmalig auch die Marinen der Welt die Einsatzmöglichkeiten
erprobten und weiterentwickelten. Dies fand zunächst mit Hilfe landgestützter
Radflugzeuge im Einsatz über See statt- später dann mit küstengestützten
Schwimmerflugzeugen oder Flugbooten. Doch diese waren letztlich wegen der
niedrigen technologischen Entwicklungsstufe und den damit einhergehenden
geringen Reichweiten und Nutzlastzuladungen nicht wirklich befriedigend
einzusetzen, weshalb man Langstreckeneinsätze im 1. Weltkrieg auf
deutscher Seite im wesentlichen mit Zeppelinen durchführte -um zB.
Großbritannien zu bombardieren.
Neu war aber der Gedanke, die Reichweite
der Flugzeuge zu verlängern, indem man eine große Strecke hin
zum Ziel nicht flog, sondern zunächst das Angriffsflugzeug so weit
wie möglich mit einem Schiff in Richtung Ziel transportierte. Die
Stunde der ersten Flugzeugträger war geboren. Im ersten Weltkrieg
waren dies jedoch noch recht bescheidene Schiffe, die zwischen zwei oder
auch vier Flugzeuge an Bord hatten und eigentlich zivile Handelsschiffe
gewesen waren, die man nun zum Flugzeugmutterschiff umgebaut hatte. Dies
waren die Dampfer SS Adeline Hugo Stinnes, SS Answald, SS Santa Elena,
SS Glyndwr und SS Oswald. Nur ein Kriegsschiff wurde zum Flugzeugmutterschiff
umgebaut: der Kleine Kreuzer SMS Stuttgart.
SMS Stuttgart mit kastenartigem Flugzeughangar
auf dem Achterdeck Photo: Archiv Taucher.Net
Geplant war zwar auch den Großen Kreuzer SMS Roon und den
Kleinen Kreuzer SMS Stettin umzubauen. Im Oktober 1918 gab man diese
Pläne aber auf, nachdem man sich dafür entschieden hatte, das
unfertige italienische Turbinenpassagierschiff SS Ausonia zum Flugzeugträger
mit Jägerdeck, Inselaufbauten sowie Flugzeug-Hallendecks umzubauen
und dann als Flugzeugdampfer I in Dienst zu stellen.
Dem machten
aber die Waffenstillstandsverhandlungen und dann das Kriegsende einen Strich
durch die Rechnung, so daß der Rumpf des Neubaus 1922 abgebrochen
wurde. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg war der Deutschen Marine durch
den Versailler Vertrag die Weiterentwicklung dieser Waffe untersagt. Die
alliierten Marinen entwickelten die Flugzeugmutterschiffe jedoch fort und
fingen an nicht nur zivile Handelsdampfer zu diesem Zweck umzubauen, sondern
von Grund auf Kriegsschiffe zu entwickeln, die von vornherein für
den Einsatz einer möglichst großen Zahl von Flugzeugen vorgesehen
waren.
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06.07.2008 00:19 Taucher Online : 77 Heute 157, ges. 27331180 Besucher
 
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