Die Indian Ocean Diving Academy liegt nur wenige Meter vom Sunset Resort
entfernt und wird geleitet von Marc, einem sympathischen Engländer. Gleich
morgens um 8 Uhr werde ich abgeholt, damit ich mein Tauchequipment nicht
zur Basis tragen muß.
Die Formalitäten sind schnell erledigt und auf der Basis sind bereits
drei weitere Gäste dabei, ihr Equipment zusammen zu bauen. Die beiden
Australier haben eine Kamera mit großem Blitz am langen Arm dabei. Ich
freue mich darüber, hier keine Streckentaucher anzutreffen, so dass genügend
Zeit zum Fotografieren bleibt. Martin kommt hinzu, auch er hat seine Kamera
dabei. Mit dem Boot auf dem Trailer geht es rüber zur Flying Fish Cove,
fix ist das Boot im Wasser, jeder Handgriff sitzt.
Wir steigen bequem über den Jetty ein. Die Ausfahrten dauern unterschiedlich
lang, ich bin überrascht, wie unberührt die Korallen hier sind,
man schwebt in einer heilen und unberührten Unterwasserwelt. Der Ozean
hier ist voll von tropischen Fischen, farbenprächtigen Anemonen und Korallen
in einer Größe, deren Dimensionen wohl einzigartig sind.
Der erste Tauchgang führt uns an die Wand vor dem West White Beach.
Marc taucht ab um den Anker zu sichern, flugs ist das Boot befestigt und wir
stürzen uns in die Fluten. Korallen so weit das Auge reicht, bis sich
eine kleine Sandschneise vor uns in den Abgrund schlängelt. Einer der
Gruppe mimt darauf den wedelnden Skifahrer auf der Piste. Aber auch nur kurz,
zu spannend ist die Umgebung drum herum. Mein Blick hängt mehr im Blauen
als in den schönen Korallen, es könnte ja was Größeres
vorbeikommen. Das Glück habe ich an dem Tag nicht. Gegen Ende des Tauchganges
halten wir uns noch länger im flachen Bereich auf, hier tümmeln
sich viele Arten der tropischen Gesellen, Schneckchen, Sepias und geradezu
Anemonenwälder mit Scharen der munteren Clownfische.
Bei einem späteren Tauchgang in der Flying Fish Cove werden wir kurz
nach dem Einstieg von einem Adlerrochen begrüßt. Er dreht seine
Runden um uns herum, ist aber etwas scheu, als ich versuche, mich ihm auf
der Gegenrunde langsam zu nähern. Aber neugierig ist er doch, auf unserem
Rückweg kommt er noch mal vorbei und nimmt uns genauer in Augenschein.
Adlerrochen in der Flying fish cove
Nicht nur, dass die Insel auf der anderen Seite des Äquators liegt,
auch die Tauchbedingungen sind genau entgegengesetzt der bei uns gewöhnlichen
„kalt-dunkel-unklar“-Bedingungen. Die Sichtweiten sind normalerweise über
40 Meter. Die Wassertemperatur liegt bei durchschnittlich 27 Grad, auch in
den tieferen Regionen. Korallenbleiche? Keine Spur von zu sehen, hier tobt
das wahre Farbenleben. Umgepflügte Korallengärten, wie man sie vor
manchen arabischen Taucherhochburgen findet? Negativ. Alles in Takt und in
voller Blüte. Reglementierungen in Sachen Tauchzeiten oder Häufigkeiten
in der Walhaisaison gibt es hier keine.
Beim Nachttauchgang....
Die besten Tauchplätze der Insel
Es gibt zwei Höhlen, die beide in der Bucht der „Nordkurve“ liegen,
zwischen dem West White - und dem Rhoda Beach:
Bat cave
Eine Schule von Fledermausfischen und die Vielzahl von gelben Anemonen verrät
die Nähe zur Bat Cave. Die Tropfsteinhöhle liegt an der Oberfläche
und hat beeindruckende Stalaktiten.
Batfishes
Thundercliff cave (dive& walk)
In einer Tiefe von 7 Metern gelangt man zu einer Meereshöhle mit Stalaktiten
und Stalagmiten. An der Oberfläche wird das Tauchequipment abgelegt und
nach einem Fußweg von gut 70 Metern gelangt man zu einem Pool. Dort
warten zwei Überraschungen, davon ein vermutlich einzigartiges Phänomen. Die Auflösung des Geheimnisses gibt es durch Marc persönlich vor Ort.
Perpendicula wall
Viele, auch große Überhänge befinden sich an der Perpendicula
wall, kleine Höhlen und ein riesiger roter Gorgonienwald. Bei Strömung
trifft man hier öfters Tunas, Makrelen, Barracudas oder Haie.
rote Gorgonie
Rhoda wall
Die Rhoda wall ist das beste drop off der Insel. An den meisten Wänden
ist der Grund auf 100 bis 120 Metern noch zu sehen, nicht so hier. Es ist
der einzige Platz ganz ohne Grundsicht. Mit etwas Glück ein guter Platz
um Hammerhaien zu begegnen.
Facts zur Indian Ocean Diving Academie
Ausbildung: nach PADI
Ausrüstungsverleih: ja
Nitrox oder Trimix: nein
Tanks: 8 oder 12 l
Bootstauchgänge: 2 Tauchgänge am Tag mit Rückkehr zur Flying
Fish Cove, dort gibt´s zu Mittag inseltypische Gerichte.
Strandtauchgänge: In der Bucht der Flying Fish Cove, obwohl der Hafen
gleich neben dran ist, tobt hier ein überraschend vielfältiges Leben
unter Wasser.
Als wir nach einem der Tauchgänge zusammen im Golden Bosun sitzen,
frage ich Mikey nach seinen Favoriten, die er hier schon gesehen hat. Er zählt
einiges auf, alles kleiner als einen Meter. Obwohl er doch so gerne die großen
Fische sieht. Collin sitzt uns gegenüber, er hört zu. Dann fragt
er Mikey, was denn mit dem Walhai gewesen sei. Ach ja, den hätte er vergessen.
Aber das war auch nur beim Schnorcheln und zählt somit nicht. Ich verdrehe
die Augen und frage mich, ob Walhaie nicht doch sagenumwobene Geschöpfe
sind, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Meiner These wird widersprochen,
einstimmig.
Mikey beschreibt das Tauchrevier der Insel als das Snufalupogas des Indischen
Ozeans, was übersetzt in etwa Juwel bedeutet.
Heimreise
Wer hat an der Uhr gedreht? Frage ich mich, als es heißt, den Heimweg
anzutreten. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen, ich könnte gut noch
eine Weile hier bleiben. Zum Rückflug sehe ich viele mittlerweile bekannte
Gesichter an dem kleinen Flughafen.
Leider landet die Maschine mit zwei Stunden Verspätung, und ich komme
erst gegen Mitternacht im Hotel in Singapore an. Der Transfer klappt prima,
wie die ganze Organisation dieser Reise.
Stopover in Singapore
Mein Hotel, das Allson, liegt zentral im Business District, eigentlich hervorragend
geeignet, um von dort aus die Gegend zu erkunden. Kurz strecke ich auch mal
kurz die Nase nach draußen. Und beschließe nach 10 Minuten, dass
mir hier eindeutig zu viele Menschen unterwegs sind und mir der Lärm
zu viel ist. Willkommen zurück, denke ich mir.
Am nächsten Morgen steht der Transfer zum Airport schon um 10.30 Uhr
bereit, die meisten Shops und Lokale machen erst um diese Zeit auf. Für
eine Erkundung auf eigene Faust ist die Zeit zu kurz. Dafür gönne
ich mir einen guten Cappuccino im Flughafen und bummel ein wenig die Shopping-Meile
im Airport entlang.
Im Flieger zappe ich erst mal durch meine Lieblingsalben von Pink und Gnarls
Barkley, schön laut. 180 Alben stehen zu Auswahl, bei der Musik wächst
die Vorfreude auf zu Hause.
Vier Filme später landen wir auch schon in Frankfurt, die zwölf
Stunden Flugzeit waren gar nicht so lang.
Du möchtest einen regelmäßige Mail wenn es was etwas Neues auf Taucher.Net gibt? Dann trag Deine Email-Adresse in unsere Mailingliste ein, und so bist Du up to date was sich auf unseren Seiten tut. Versprochen!
Gulf Air (19.05.2012) von 3.5.12 bis 18.5.12 von Frankfurt über Bahrain nach Manila und zurück. Gewählt wegen dem günstigen Preis von 680 € p.P und den kurzen Stop Over Zeiten - auf dem Hinflug 1:45 Stunden - auf dem (mehr) Ukraine International Airlin.. (12.05.2012) Geflogen: Am 5.5.2012 von Wien (VIE) nach Odessa (ODS) und am 11.5. wieder zurück. Die riesige Bucht von Odessa ist ein gigantischer Schiffsfriedhof. Der Zweite Weltkrieg tobte hier zwei Mal in (mehr) Luxair (12.05.2012) War vom 04.05.2012 bis 11.05.2012 in Marsa Alam. Den Flug habe ich über Luxair gebucht. Die Fluglinie transportiert das Tauchgepäck immer noch kostenlos. Das Gepäck musste vorher angemeldet werden (mehr)
Aktuelle Clubberichte:
Sporttaucher Schwandorf (23.05.2012) Schwandorfer Sporttaucher eröffnen Jubiläumssaison am Attersee Mit Traditionen soll man nicht brechen – getreu dieser Maxime machte sich bei verheißungsvollem Wetterbericht eine Gruppe der (mehr) Tauchclub Wasserbüffel, OÖ (21.05.2012) Bin über den CMAS*-Kurs zum Tauchclub Wasserbüffel gekommen und dort wegen der tollen Leute gleich Mitglied geworden. Kann diesen Club allen, die vor allem gern in heimischen Gewässern tauchen gehn, (mehr) World of Divers Club (04.05.2012) Tja, was soll ich noch sagen, außer das es jedesmal nur Klasse ist mit den Leuten was zu unternehmen und Spaß zu haben. Egal was bis jetzt an Events anstand, kam man nie ohne Lachkrämpfe nach hause. (mehr)
Akt. Restaurantberichte:
Biergarten Vinogradoff, Odes.. (20.05.2012) Die schöne Gasthausbrauerei liegt in prominenter Lage am Stadtpark von Odessa. Pils, helles und dunkles Bier wird hier selbst gebraut und schmeckt wirklich gut. Der Gasthof erinnert absichtlich oder (mehr) Kompot, Odessa (19.05.2012) Kompot bedeutet auch auf Russisch oder Ukrainisch das, was man vermutet: Nämlich Kompott! Das ist bei uns ein zuckersüßer Nachtisch, aber im „Kompot“ ist es eine kalte fruchtig- erfrischende (mehr) Steakhouse Meat & Wine, Odes.. (18.05.2012) Das Steakhaus gehört wohl zu den besten Adressen in Odessa. Es liegt direkt an der Derybasivska, der Fußgängerzone in der Innenstadt. Nicht nur die Steaks sind HERVORRAGEND, die Küche hat einen (mehr)
Akt. Veranstalterberichte:
Omneia - Tauchen und Reisen,.. (24.05.2012) Die Sucht nach Mee(h)r! Brothers - Daedalus - Elphinstone Safari April 2012 Die Sonne neigt sich dem Horizont zu und taucht den Hafen Ras Ghalib in ein goldenes Licht. Sanft wiegt sich das Schiff in (mehr) Norway-Team-Frank (21.05.2012) Reisebericht vom 13.05.- 19.05.2012 Kristiansand Norwegen. Zu Gast beim Norway Team Frank! Zu sechst machten wir uns auf den Weg von NRW aus in den Norden nach Kristiansand. Über die Fährpassage (mehr) Intodeep Tauch- & Abenteuerr.. (19.05.2012) Auf der Boot 2012 lernten wir die Truppe von Intodeep kennen und buchten gleich zwei Reisen. Eine in den Komodo-Nationalpark im April, die andere nach Galapagos Anfang Dezember. Da Intodeep zu diesem (mehr)