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Begegnungen mit Haien
Wo begegnet man an den Brothers den Herrschern der Meere nun am ehesten,
welche Punkte versprechen die besten Chancen auf ein téte-á-téte
mit den kraftvoll-eleganten Räubern? Basierend auf fünf Brotherssafaris
in den letzten 3 Jahren und unzähligen Gesprächen mit ortskundigen
Guides haben wir für die häufigsten Haiarten die besten „Treffpunkte“
festgehalten:
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Hammerhaie
Sichtungen der in der Gunst der Taucher hoch stehenden Haispezies, in den
meisten Fällen bis zu 400cm große Bogenstirn-Hammerhaie, finden
fast ausschließlich beim ersten Tauchgang des Tages statt, vorzugsweise
dann, wenn man bereits als erste Tauchgruppe im Wasser ist. Konzentriert
trifft man sie meist nur an zwei Stellen an:
Zum einen am Nordplateau von Little Brother, zum anderen bei Big Brother
in der Nähe des Wracks der Numidia. Gemeinsam ist beiden Plätzen,
dass diese Begegnungen eher in größeren Tiefen über 40 Metern
und mehr in Richtung Freiwasser orientiert zu Stande kommen. Verhält
der Taucher sich hierbei ruhig austariert und verzichtet auf unnötige
Bewegungen, so zeigen sich Hammerhaie oftmals neugierig und nähern sich
dem Taucher dann bis auf wenige Meter.
Graue Riffhaie
Prinzipiell kann man dieser bis zu 240cm großen Gattung an den Brothers
überall und auch bei jedem Tauchgang begegnen, drei Plätze stechen
jedoch besonders hervor:
Die Putzerstation an der Nordspitze von Little Brother und die Südplateaus
beider Inseln, wo er oftmals um die Riffabgewandten Ankerseile seine Kreise
zieht. Diese soziale und sehr neugierige Art, leicht erkennbar durch den
schwarzen Saum an der Schwanzflosse in Verbindung mit einer hellen Spitze
der Rückenflosse, lässt sich dann oftmals auch lange und ausgiebig
beobachten.
Fuchshaie
Die eher scheuen und metallisch glänzenden Haie mit der charakteristischen
Verlängerung der oberen Schwanzflosse scheinen eine ausgeprägte
Vorliebe für die Südplateaus der beiden Inseln entwickelt zu haben.
Selten in Tiefen oberhalb von 20 Metern anzutreffen, kreisen sie oftmals
in unmittelbarer Nähe zu den Ankerplätzen der Safarischiffe, wo
sie recht häufig beim letzten Tauchgang des Tages beobachtet werden
können.
Vorsicht: Nähert sich ihnen nur ein Taucher der Gruppe zu zu
schnell oder kommt ihnen zu nah, verschwinden sie oftmals für längere Zeit in unerreichbare
Tiefen!
Seidenhaie
Der durchschnittlich bis zu 250cm große Hai mit abgerundeter Schnauze
und seidig glänzender grün-grau-brauner Färbung ist an den
Brothers recht häufig anzutreffen. Neben dem Nordplateau des „kleinen
Bruder“ findet man ihn auch an Big Brother, dort bevorzugt in dem Gebiet
zwischen den beiden Wracks der Numidia und Aida.
Oder schauen Sie abends einfach mal vom Deck aus auf das von den Booten erleuchtete
Wasser, welches diverse Fischschwärme anzieht: Hier ziehen Seidenhaie
auf der Jagd häufig direkt unter der Wasseroberfläche ihre Kreise.
Schwarzspitzen-Riffhaie
Optisch dem grauen Riffhai recht ähnlich (Rückenflosse mit schwarzer
statt mit heller Spitze), ist der Schwarzspitzenriffhai jedoch meist nicht
größer als 170cm und scheint sich nahe der Oberfläche am
wohlsten zu fühlen. Er hält sich, meist an den Seitenwänden
beider Inseln, recht nah am Riff auf und zeigt weder ausgesprochene Scheu
noch Neugierde.
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Fazit
Beide Inseln zusammen sind ein winziger Kosmos, der nahezu die komplette
Tier- und Pflanzenwelt des Roten Meeres beheimatet. Wer Haibegegnungen als
Highlights einer solchen Tour betrachtet und nicht ausschließlich als
alleinigen Grund dafür; wer dazu bei der Suche nach den großen
Räubern die Augen für die anderen Schönheiten vor Ort nicht
verschließt, der wird meist auch vollständig zufrieden gestellt
wieder zurück nach Hause reisen.
Nicht verschwiegen werden soll, dass das Tauchen vor Ort häufig nicht
so relaxt verläuft wie auf vielen anderen Safaritouren: Der Ein- und
Ausstieg aus den Zodiaks, gerade bei hohem Wellengang, kann sich für
Unsportliche schon einmal anstrengender gestalten. Grundfertigkeiten wie
Tarierung und „Boje setzen“ sollten sicher sitzen. Heftige und häufig
auch wechselnde Strömungen sowie ein ins bodenlose abfallende Drop-off
stellen mehr Anforderungen an taucherische Fähigkeiten als die meisten
anderen Gebiete.
Dazu kommen noch die oftmals schnell durchzuführenden Abstiege, das
offene Meer rund um die beiden Inseln - nicht alles, was spannend ist, ist
dabei auch immer für jeden noch entspannend....
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07.07.2008 01:48 Taucher Online : 46 Heute 649, ges. 27353135 Besucher
 
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