Sicherheit auf Safarischiffen

 Geschrieben von Robin Leoson und Taucher.Net

Sicherheit auf Safarischiffen im Roten Meer

Vor rund zwei Jahrzehnten begann sich am Roten Meer eine neue Form des Tauchtourismus zu etablieren - mehrtägige Tauchausfahrten mit einem Boot, die auch zu küstenferneren Riffen führten und später “Tauchsafaris” genannt wurden!

In der Anfangszeit ging es noch recht rustikal zu: getaucht wurde meist von leicht umgebauten Fischerbooten aus, Flaschen stapelten sich mangels Kompressor auf dem Deck, geschlafen wurde ausschließlich in Schlafsäcken und die Toilette befand sich auf der anderen Seite der Reling. Als Pionier bei der weiteren Entwicklung darf man wohl Rudi Kneipp bezeichnen, der die ersten ausschließlich für Tauchsafaris gebauten Schiffe einsetzte. Gut 20 Meter lang, ausgestattet mit Kabinen, Gemeinschaftssalon, Kompressor und drei Duschen/WC´s an Bord kam erstmals so etwas wie “Komfort” ins Spiel.
In den folgenden Jahren wurde dieser bei den folgenden Schiffen unterschiedlicher Anbieter immer mehr gesteigert. Jede Kabine bekam ihre eigene Dusche und ihr eigenes WC, die Klimaanlage hielt ebenso Einzug wie die TV/Video- und später DVD-Anlage im Salon.

Safariboot im Roten Meer

Aktuelle Safarischiffe, oftmals aus Stahl und über 40 Meter lang, erinnern immer mehr an kleine Kreuzfahrtschiffe, von denen aus man auch tauchen kann. Die Kabine wird mit Minibar und TV einer Hotelsuite immer ähnlicher, Besatzungsmitglieder reichen nach dem Tauchgang Fruchtsäfte und Bademäntel, die Verpflegung erreicht Restaurantniveau und stellenweise kann der Taucher nach dem Tauchgang seine müden Muskeln sogar schon in einem Jacuzzi entspannen....

Immer mehr und immer größere Schiffe, mit immer zahlreicheren Gästen, setzen auch neue Anforderungen an deren Sicherheitsstandard. Doch während sich das Komfortniveau an Bord jährlich steigert, scheint es in diesem Bereich noch grössere Defizite zu geben.







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Der Autor

Robin Leoson Robin Leoson
Wohnort Augsburg und Hamburg
Leidenschaftlicher Taucher seit 1987
Außerdem PADI Divemaster seit 1997 (1 Jahr aktiv als Divemaster tätig)
Dipl.Wirtschaftsingenieur für Seeverkehr / Dipl. Nautiker AG
Das bedeutet Kapitänspatent für alle Schiffsgrößen und Fahrtgebiete.
Man arbeitet auf Handelsschiffen, also z.B.: Frachter und Passagierschiffen als Nautischer Offizier.
Beruflich als Nautischer Offizier auf Kreuzfahrtschiffen der Hapag Lloyd - Kreuzfahrtenflotte tätig (MS EUROPA / MS HANSEATIC).
Zur Zeit 1. Offz. auf dem Hochseeschlepper und Ausbildungsschiff BMS OCEANIC in der Deutschen Bucht.

Großer Traum:

Weltweite Tauchkreuzfahrten zu den besten Tauchgebieten und -plätzen mit einem kleinen Kreuzfahrtschiff (ca. 100 m) umsetzen!


© 2006 - by Robin Leoson, Harald Mathä, Andreas Geschke und Andreas Nowotny
© Bilder by Robin Leoson, Michael Waldbrenner, Oliver Meise, Daniela Leonhardt, Feuerwehr Puchenau und Harald Mathä (mit freundlicher Genehmigung)



Infos

Scapa Flow. Wracktauchen vom Feinsten. Was dort passierte und was man dort betauchen kann - steht in unserem Scapa-Führer. Reich bebildert und mit vielen Infos zum Geschehen vor Scapa Flow findet man hier alles rund um dieses tolle Tauchgebiet.


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