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Tauchers Kronleuchter

 Geschrieben von Oli

Tauchlampen aktuell

von Oliver Meise

Wenn man heutzutage eine Tauchlampe erstehen möchte, wird man zwangsläufig mit einem ganzen Wust von Abkürzungen konfrontiert als da wären Halogen, HLX, IRC, HID, LED, Bleigel, NiCd, NiMh, Lilo, LiPo und LiMn. Dies sind nicht etwa Typbezeichnungen der Firma Binford, welche den Heimwerkern unter uns wieder ein neues Spielzeug für den Hobbykeller beschert, sondern die Kurzbezeichnungen für den Brenner und den Akku der Tauchlampe. Diese weisen zT. recht beachtliche Unterschiede auf, weshalb hier kurz auf die oa. Abkürzungen eingegangen werden soll:

Halogen: Dies ist die klassische Lampe mit einem Birnchen. In diesem befindet sich ein Halogengas.

Durch Strom wird ein spiralförmiger Wendel aus Wolfram im Birnchen zur Weißglut gebracht. Überspannung und Halogengas lassen das Birnchen etwas heller leuchten als ein normales Birnchen. Die Überspannung reduziert jedoch je nach Höhe der Überspannung die Lebensdauer des Birnchens.

HLX: Dies ist die Abkürzung für Hochleistungs-Xenon-Halogenbrenner. Im Prinzip ist so ein Brenner das Gleiche wie ein Halogenbrenner. Im Birnchen des HLX-Brenners befindet sich jedoch kein "normales" Halogen, sondern Xenongas.

Dadurch wird eine höhere Brenntemperatur des Glühwendels möglich. Die Lichtausbeute gegenüber normalen Halogenbrennern ist ca. 50% höher. Das Licht erscheint dadurch heller und weißer. HLX-Brenner können zusätzlich mit Überspannung betrieben werden, was noch mehr Lichtausbeute bringt. Doch die höhere Brenntemperatur und eine Überspannung reduzieren gleichzeitig die Lebensdauer des Birnchens. Während eine normale Halogenbirne es auf 500 bis 2000 Betriebsstunden bringt, muß man bei HLX-Brennern von einer Betriebsdauer von nur 50 bis 100 Stunden ausgehen.

IRC: Dies ist das Kürzel für die Wörter InfraRed Coating. Birnen dieser Art sind ebenfalls Halogenbrenner, jedoch wurde der Glaskolben innen mit einer speziellen Beschichtung versehen.

Diese läßt das Licht passieren, reflektiert aber die infrarote Hitzestrahlung zurück auf den Glühfaden. Dies reduziert den Wärmeverlust und erhöht damit die Lichtausbeute. Der Hersteller Osram gibt zu seinen IRC-Birnen an, daß diese bis zu 45% weniger Energie als Standard-Halogenlampen benötigen und eine doppelt so hohe Lebenserwartung haben.

HID: Dieses Kürzel steht für High Intensity Discharge bzw. für einen Brenner, in dem die Birne bei Hochintensiver Entladung ohne einen Wendel brennt.
Genauer gesagt befinden sich im Birnchen zwei Elektroden.

Beim Einschalten dieser Birne wird ein Zündfunken von bis zu 25.000 Volt Spannung erzeugt, der das unter rund 30 bar Druck stehende Gas im Birnchen ionisiert und das nichtleitende Inertgas in gut leitendes Plasma verwandelt. Für das Auge macht sich das in Form eines Lichtbogens zwischen den beiden Elektroden im Birnchen bemerkbar. Nach der Zündung regelt die Elektronik des Mikrochips das Ganze bis auf eine Erhaltungsspannung des Lichtbogens von 60 bis 90 Volt zurück.


Elektrochip in einer HID-Lampe

Der Vorteil dieser Technik: der Lichtbogen läßt sich mit weniger Energie unterhalten, als ein Wendel in einer Halogenbirne zum Brennen braucht. Während bei Halogen- und HLX-Brennern 90 Prozent der verbrauchten Energie nur zur Wärmeerzeugung aufgewendet wird, stehen HID-Brenner mit einer dreimal besseren Energiebilanz als Halogen & Co. da. Dies bedeutet entweder dreimal längere Brennzeiten bei Verwendung des gleichen Akkus wie bei einem Halogenbrenner oder eine gleich lange Brennzeit wie bei einem Halogenbrenner bei einem dreimal kleineren Akku. Und obendrein ist die HID-Birne auch noch heller. Mit rund 5.000 Betriebsstunden sind HID-Brenner auch deutlich langlebiger als Halogen- oder HLX-Brenner.

LED: Diese Abkürzung bedeutet Light Emitting Diodes. Zu Deutsch: Licht aussendende Dioden. Dies sind Leuchtquellen, die auf der Halbleitertechnik basieren.

Der Knüller an diesen Lichtquellen ist, daß die Dioden den Strom direkt in Licht umwandeln. Heißt: diese Lichtquelle brennt mit weniger Akku länger als die oa. Brennertypen. Zudem sind LED fast nicht kaputt zu kriegen und haben eine Lebensdauer von 50.000 bis 100.000 Betriebsstunden.

Bleigel: Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem Akku um einen solchen aus Blei. Diese sind billig, haben einen nur sehr kleinen Memoryeffekt und entladen sich auch nur geringfügig. Diesen Vorteilen steht entgegen,daß Akkus dieser Art meist groß und schwer sind und lange Ladezeiten haben. Obendrein sollte man dafür sorgen, daß Bleigel-Akkus auch hin und wieder ab- und aufgeladen werden wenn man sie nicht braucht. Ladegeräte für diese Akkus sollten über einen Überladungsschutz verfügen. Leider sind Bleigel-Akkus für Tauchgänge in Kaltwasser unter Null Grad eher nicht geeignet. Sie können ca. 500 Mal wieder geladen werden.

NiCd: Dies ist die Abkürzung für die Metallbestandteile dieses Akkus, nämlich Nickel-Cadmium. Die Ladetechnik ist hier robust und einfach. Die geringe Energiedichte im Akku hat eine nur geringe Selbstentladung zur Folge. Dummerweise haben Akkus dieser Art jedoch einen Memoryeffekt, so daß Tauchlampen mit NC-Akkus einen hohen Pflegeaufwand haben und regelmäßig ent- und beladen werden müssen. Obendrein ist das Cadmium in diesen Akkus nicht gerade umweltfreundlich und muß am Lebenszeitende speziell entsorgt werden. Im Dezmber 2004 hat der EU-Ministerrat eine Richtlinie verabschiedet, nach der die Verwendung von Cadmium eingeschränkt werden soll. Stimmt das EU-Parlament zu, wird dies innerhalb von zwei Jahren in jedem EU-Mitgliedsland -auch Deutschland- Gesetz, so daß es voraussichtlich dann keine NiCd-Akkus für Tauchlampen mehr geben wird.

NiMh: Auch dies ist eine Abkürzung für die Metallbestandteile des Akkus, nämlich Nickel-Metallhydrid. Akkus dieser Art sind schnelladefähig. Leider reagieren diese Akkus empfindlich auf Überladungen und haben es auch mit der Selbstentladung. Hinzu kommt eine etwas aufwändigere Ladetechnik. Die Entschädigung liegt in einer hohen Energiedichte und einem eher geringen Lazyeffekt. Letzteres ist sowas wie der Memoryeffekt der NiMh-Akkus; er kann durch gezieltes Entladen und Laden wieder auf Vordermann gebracht werden. Manchmal bleibt aber etwas Kapazitätsverlust zurück. Ein Nachteil für Taucher in eher kühleren Gewässern: niedrige Temperaturen ab etwa Null Grad bringen bei NiMH-Akkus einen Leistungsabfall mit sich. NiMh-Akkus können rund 500 bis 1.000 Mal geladen werden.

Lilo und LiPo: Auch hier bezeichnet das Kürzel die Metallbestandteil des Akkus, nämlich Lithium-Ionen bzw. Lithium-Polymer. Akkus dieser Art waren mal recht teuer, was nun aber nicht mehr so der Fall ist. Ansonsten gibt es viel positives zu berichten: Lilos sind klein, sehr leicht und können mit kurzen Ladezeiten aufgeladen werden. Ein Memoryeffekt ist nicht vorhanden und die Selbstentladung kann man vergessen. Obendrein funktionieren diese Akkus auch bei Temperaturen unter Null Grad gut, so daß sie eigentlich für den Einsatz in kalten Gewässern prädestiniert sind. Wichtig: ein spezielles Ladegerät, daß auf diese Akkus geeicht ist. Wenn man die Lilos regelmäßig nach Benutzung wieder auflädt, verlängert sich ihre Lebensdauer deutlich und man kann sie rund 1.000 Mal wieder aufladen. Der Siegeszug der Lilos hat jedoch einen Dämpfer erhalten: in einigen Notebooks der Hersteller Dell, HP und Fujitsu Siemens waren angeblich schadhafte Lilos überhitzt und hatten in der Folge einige Notebooks abgefackelt. Die betroffenen Firmen starteten Rückrufaktionen ihrer Produkte. Von mit Lilos betreibenen Tauchlampen sind bisher einige wenige Fälle bekannt, wo die Lampen trotz der vorhandenen Sicherheitsschaltungen auseinandergefetzt sind.

LiMn: Dieses Kürzel steht für die Metallbestandteile Lithium und Mangan. Akkus dieser Art haben die gleichen Vorteile wie Lilos. Unterschied: sie sind ein wenig sicherer, aber auch teuerer als Lilos. Negativ: eine längere Lagerung wirkt sich nachteilig auf die Lebenszeit der Akkus aus!

Steht man vor einer Kaufentscheidung, sollte man zunächst überlegen wofür man eine Tauchlampe braucht und wo man sie einsetzen möchte

Fotografen und Videofilmer legen Wert auf die Farbtemperatur des Lichts. Diese wird in Kelvin gemessen. Die HID-Birne D2S von Philips liefert eine Farbtemperatur von 4.200 Kelvin, während die von Walch Allyn 5.500 bis 6.000 Kelvin abfunzelt. Hierzu muß man wissen, daß für Filmer das Tageslicht eine Farbtemperatur von 5.700 Kelvin hat. Fehlt unter Wasser viel Licht und möchten die Filmer an Tageslichtwerte herankommen, so werden sie einen HID-Brenner benutzen, der den gewünschten Farbtemperaturwert liefern kann. Hierbei kommt die blaue Tönung des Lichts unter Wasser überall dort besonders gut zum Tragen wo klares Wasser ist. Denn der Blauanteil am Licht verschwindet unter Wasser zuletzt, so daß die Reichweite eines solchen Lichts zum Beispiel beim Tauchen in Höhlen und klarem Wasser sehr schöne Ergebnisse bringt. Möchte man damit aber in den Tropen ein Riff in zehn Meter Tiefe ausleuchten, ist noch genug Tageslicht da und der blaue Lichtanteil ist eher nicht gefragt. In diesen Bereichen haben Halogenbrenner mit ihrem wärmeren Licht und den höheren roten Lichtanteilen die Nase vorn. Dafür können Hochleistungs-Halogenbrenner aber auch nur bis zu 3.800 Kelvin erreichen. Mit Hochleistungs-LED sind Farbtemperaturen von 3.500 bis 6.500 Kelvin möglich. Dieser Effekt wird vor allem mit auf LED abgestimmten Reflektoren erzielt.

Unterm Strich kommt es bei der Wahl der Tauchlampe neben dem Einsatzbereich also auch ein wenig auf den persönlichen Geschmack an, welches Licht man mag.

Ein weiterer Gesichtspunkt, da wiederkehrender Kostenfaktor, ist die Lebensdauer der Brenner. Halogenbirnen sind am unempfindlichsten und mit 5 bis 15 Euro auch am preiswertesten. Diese Brenner kann man fast beliebig an- und ausknipsen. Je leistungsfähiger die Brenner werden, desto zickiger wird das mit der Lebensdauer. Dies geht von den heißer brennenden und mit Überspannung betriebenen HLX-Brennern bis hin zu den HID-Brennern. Die HID-Brenner von Welch Allyn können rund 1.000 Mal gezündet werden bevor sie streiken, die D2 von Osram bzw. die D2S von Philips bringen es auf rund 3.000 Zündungen.


Links Osram, rechts Welch Allyn

Jede Zündung bewirkt hier Mikroschäden an den Elektroden. Ganz besonders schädlich sind Heißzündungen, weshalb man HID-Brenner auch nicht andauernd ein- und ausschalten sollte. Am besten schaltet man sie beim Beginn des Tauchgangs oder später ein und dann bei Tauchgangsende wieder aus. Gedanken in Richtung "Ausschalten & Strom sparen" sollte man sich hier verkneifen um die Anschaffung eines neuen Brenners im Wert von ca. 90 bis 130 Euro möglichst weit nach hinten zu schieben. Eine löbliche Ausnahme: die LED`s. Wie oa. sind diese ziemlich unkaputtbar.

Aus dem Gesagten ergibt sich, daß die optimale Tauchlampe eigentlich eine Mischung aus Halogen-, HID- und je nach Geschmack noch LED-Lampe sein sollte.
HID und ggfs. LED für tiefe und dunkle Tauchgänge, Halogen für flache hellere Tauchgänge.

Schaut man sich den Lampenmarkt an, ist großflächige Enttäuschung angesagt. Für die meisten Firmen ist eine Tauchlampe eine Röhre, in der vorne ein Brenner drin ist und dahinter ein Akku. Dies bedeutet, daß der Taucher sich zwei komplette Lampen anschaffen müßte: einerseits eine Halogenlampe und andererseits eine HID- bzw. LED-Lampe. Dann müßte er ggfs. nicht nur zwei komplette Lampen beim Tauchgang mitschleppen, sondern müßte auch zweimal richtig schön viel Geld auf die Theke legen. Ein Umdenken bei der Bauweise von Tauchlampen setzt bisher nur langsam ein. Daß man zu einem Akku verschiedene Lampenköpfe -Halogen oder HID bzw. LED- benutzen kann und ggfs. zur Brenndauerverlängerung mehrere Akkus dazustecken kann ist leider nur wenigen Herstellern aufgefallen. Und diese Hersteller beschränken diese Modularität idR. auf Tanklampensysteme. Aber Tanks mit sich rumzuschleppen und rumdengelnde Kabelstrippen sind nicht was für jedermann.
Etwas fortschrittlicher: Hartenberger. Hier hat man vor ca. drei Jahren erkannt, daß man mehrere Lampenköpfe durchaus sinnvoll in einer Tauchlampe vereinen kann und hob die Mega Compact D2 aus der Taufe. Diese kann mit einem 35Watt starken HID-Brenner mit einer Betriebsdauer von 75 Minuten bestückt werden. Alternativ kann hier aber auch einen Halogenkopf von 30 Watt Stärke bzw. 50 und 100 Watt HLX einsetzen. Doch das hat mit 922 Euro nur für die Lampe mit den beiden funktionsfähigen Köpfen ohne weiteres Zubehör so seinen Preis.

Geht es besser?

Schon seit 1993 und länger auf dem Markt: Green Force Germany Ltd. Hier wurde zusammen mit der belgischen Firma Latalco BVBA der Gedanke einer Modularität weiter vorangetrieben und unter dem Label Greenforce angeboten. Neben den klassischen Tauchlampen mit einem Akku und einem fest eingebauten Brenner wurde ein System angeboten, bei dem man sich verschieden große Akkus in Stabform kaufen konnte, die man jeweils unmittelbar an unterschiedliche Lampenköpfe andocken konnte.

Mittlerweile haben sich die Wege von Green Force Germany Ltd. und Latalco getrennt. Während Greenforce-Produkte weiter von Latalco, bzw. in Deutschland von Scubapro, vertrieben werden, hat die Green Force Germany Ltd. ein neues Label auf der Taufe gehoben: Tilly Tec. Hier wurde der modulare Gedanken konsequent umgesetzt.

Jetzt kann man unterschiedlich große Akkus kaufen und sie an die unterschiedlichsten Lampenköpfe stecken. Obendrein sind diese Akkus auch noch unkompliziert miteinander verkuppelbar. Dies bedeutet, daß man als Taucher "klein" anfangen und sich dann je nach Bedarf mehr Akkuleistung oder einen anderen Brennerkopf dazukaufen kann. Da man dabei nicht jedesmal ein komplettes System kaufen muß das aus einer klassischen Tauchlampe mit einem Leuchtkopf und einem Akku besteht, fährt man nicht nur günstiger, sondern kommt unter Wasser auch mit weniger Schlepperei davon.

Was kostet der Spaß ?

Tilly Tec bietet eine aus dem NiMh-Akku MPL Eco mit einem HLX 20-Kopf bestehende Handlampe ab 211 Euro an.

Dafür bekommt man 35 Halogenwatt, die rund 70 Minuten brennen und nach vier bis fünf Stunden Aufladen auch wieder so zur Verfügung stehen.
Greenforce bietet die vergleichbare Eco STD 20 mit 35 Halogenwatt und einer Brenndauer von ca. 75 Minuten ab 271 Euro an. Sie braucht rund acht Stunden zum Aufladen.

Im Bereich LED bietet Tilly Tec zB. die aus dem NiMh-Akku MPL TT1 und dem Leuchtkopf Tri 300 TT bestehende Handlampe an.

Diese bringt rund 45 Halogenwatt, brennt 120 Minuten und ist mit Handgriff und Lader für 458,89 Euro zu haben.
Greenforce fährt den Leuchtkopf Tri 300 mit rund 35 Halogenwatt. Bei dem vergleichbaren Greenforce-Akku AA12 ergibt dies eine Brenndauer von rund 110 Minuten. Als Komplettsystem Arrow 12 Tristar kostet diese Variante inklusive Ladegerät und Kabel 568,45 Euro.

In Bezug auf HID-Technik bietet sich ein Vergleich zwischen der Tilly Tec-Handlampe in der Zusammenstellung MPL TT2 und HID 35 TT an.

Diese bringt bei 4,5Ah und 12 Volt 125 Halogenwatt, brennt 90 Minuten und kostet mit Handgriff sowie Ladegerät 747,48 Euro.
Greenforce hat in diesem Segment die F 2 mit dem Lampenkopf HID 30 Compact. Bei 5 Ah und 12 Volt bringt diese 100 Halogenwatt bei einer Brenndauer von 100 Minuten. Kostenpunkt: 815 Euro.

Vergleicht man die Zusammenstellung Tilly Tec MPL TT2 & HID 35 TT mit der Hartenberger Zwillingslösung rund um die Mega Compact D2, so kostet letztere zusammen mit Ladegerät 982 Euro. Die Variante Tilly Tec würde mit einem zusätzlichen 30 Watt-Halogenkopf 106,55 Euro mehr kosten und es damit auf 854,03 Euro bringen. Im Vergleich zur Lampe von Tilly Tec würden in der HID-Variante von Hartenberger bei 4,5 Ah und 14,4 Volt für ca. 70 Minuten rund 100 Halogenwatt frei.

Brandneu als Handlampe mit Wechselköpfen: mb sub
Die Revolution genannte Handlampe kann wahlweise mit einem 30 Watt-Halogenbrenner mit einer Stärke von ca. 60 Watt, einem 9 Watt-LED-Brenner und einem 10 Watt-HID-Brenner ausgestattet werden. Der verbaute LiMn-Akku leistet 8,4 V bei 4,8 Ah und sorgt bei Maximalleistung des dimmbaren Halogenbrenners für rund 60 Minuten Licht. Im LED-Betrieb sind bei Maximalleistung 180 Minuten Betriebsdauer möglich, während es mit dem HID-Brenner nur 150 Minuten sind. Eine Modularität der Akkus wie bei Greenforce oder Tilly Tec ist bei mb sub nicht vorgesehen.

Im direkten Vergleich kostet der Pro TT HLX 30-Brenner mit dem MPL TT1-Akku ...

... samt Zubehör 303,09 Euro, während die oe. 30 Watt-Halogenlampe von mb sub 428 Euro kostet.
Bei den LED-Lampen kostet die kleinste Lösung von Tilly Tec -das Backuplight- gerade mal 159,22 Euro und kann mit drei handelsüblichen AAA-Batterien betrieben werden. Ausbeute: 25 Halogenwatt bei 300 Minuten Betriebsdauer!


TillyTec Backuplight

Bei mb sub kostet die oa. LED-Variante der Revolution 519 Euro. Möchte man beim Vergleich des modularen Systems bleiben, kostet die kleinste LED-Variante von Tilly Tec, MPL Maxi & LED W 25 nur 196,41 Euro.
Ein Vergleich im HID-Bereich ist z.Zt. leider nicht möglich, da bei mb sub der Preis für die Revolution-Lampe mit HID-Kopf noch nicht feststeht.

Unterm Strich bedeutet dies bei Tilly Tec mehr Leistung bei weniger Kosten.
Aber hält Tilly Tec auch das, was die angegebenen Daten versprechen?

Bei den bisher mit den HID- und LED-Lampen von Tilly Tec durchgeführten Tauchgängen haben die Lampen durch ihre einfache Konstruktion und Leistung überzeugt. Wassereinbrüche im Lampenkopf wie andernorts im Internet berichtet, sind bei uns nicht vorgekommen. Interessanterweise hat den anderen Berichten im Internet zufolge der Wassereinbruch im Lampenkopf nichts ausgemacht.


HID-Brenner mit verkapselter Elektronik

Die Lampen brannten weiter. Die von TN getesteten Lampen waren nicht dimmbar, was wegen der reichlich zur Verfügung stehenden Brennzeit aber auch nicht notwendig war. Dimmbare Lampen wird es nach Herstelleraussage auch nicht geben. Zum Laden müssen die Lampen nicht aufgefummelt werden, was Undichtigkeiten durch Abnutzungen beim Auf- und Zuschrauben vorbeugt. Es reicht das Einschrauben eines Ladeplugs. Die von uns getesteten Lampen überzeugen, so daß Bestnoten im Bezug auf die Modularität gegeben werden können. Die Leuchtleistungen werden stabil erbracht und befinden sich in Augenhöhe mit denen alteingesessener Lampenhersteller. Dies jedoch zu einem besseren Preis, weshalb wieder Bestnoten im Preis-/Leistungsverhältnis vergeben werden. Hinzu kommt der überzeugende Service (nicht nur uns gegenüber!). Bei welchem Hersteller kann man schon kaufen, testen und zurückgeben jenseits der gesetzlichen Gewährleistungs- und Garantievorschriften?

© 2006 Oliver Meise


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