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Onlinemagazin - 73. Ausgabe - Lohnenswert - Phuket in der Low Season - Tauchplätze der Overnight Tour




 Geschrieben von Helmut Ebner

Die Tauchplätze der
"Overnight Tour nach Phi Phi Island"



Wracktauchen an der "King Cruiser"

Bei der King Cruiser handelt es sich um eine Katamaranfähre (85 m lang, 25 m breit), die am 4. Mai 1997 auf dem Weg von Phuket nach Phi Phi unterwegs war und auf das Anemonenriff gelaufen ist. Sie kam nur mehr ein kurzes Stück, bis sie in nächster Nähe sank. Zum Glück ohne ein Menschenleben zu fordern.

Die King Cruiser vor ihrem Untergang
Die "King Cruiser" vor ihrem Untergang
Die King Cruiser sinkt
"Alle Mann von Bord!" - der Untergang der "King Cruiser"

Schiffswrack der King Cruiser
Die "King Cruiser" sinkt

Mittlerweilen gehört dieses Wrack zu den beliebtesten Tauchplätzen vor Phuket. Neben einer guten Sichtweite kommt es gelegentlich vor, dass an diesem Spot auch Mantas und Walhaie vorbei schauen.

Ein Walhai am Schiffswrack der King Cruiser
Walhai am 21.10.2006 am Wrack der King Cruiser
Schiffswrack der King Cruiser
Die Decks brechen ein, das Oberdeck ist heute auf 18 m



Die Schiffsschraube errecht man auf 32 m - dies ist zugleich die tiefste Stelle an diesem Tauchplatz. Das gesamte Wrack ist zum Teil mit Hart- und Weichkorallen bewachsen. Der Artenreichtum an diesem Wrack ist unglaublich: Leoparden- und Bambus- und Weißspitzenriffhaie, Barrakudas, Schildkröten, Schnecken und Fischschwärme aller Arten. Für Abwechslung ist gesorgt. In den vergangenen Jahren brachen Teile der einzelnen Decks (ursprünglich waren es vier Decks) immer wieder ein, mittlerweile ist das Oberdeck bereits in 18 m Tiefe.

Schiffswrack der King Cruiser
Fischschwärme fanden hier ein neues Zuhause.


Koh Bida Nok und Koh Bida Nai (Phi Phi Island)

Spricht jemand vom Tauchen auf Phi Phi Island, so ist es in der Regel "Koh Bida Nok" oder "Koh Bida Nai" gemeint.

Koh Bida Nok auf Phi Phi Island
Koh Bida Nok (links) und
Koh Bida Nai (rechts) auf Phi Phi Island

Koh Bida Nok
Koh Bida Nok



Hierbei handelt es sich um zwei herrlich bewachsene Inseln. Die Tauchplätze bieten Steilwände, aber auch schräg abfallende Sand- und Korallenflächen bis auf 25 m und 30 m Tiefe. Seeschlangen, Schildkröten, Langusten und noch vieles mehr geben sich hier ein Stelldichein.

Weichkorallen
Weichkorallen...
Drachenkopf
...und Drackenkopf



Losama Bay (Phi Phi Island)

Das Südende von Phi Phi Ley wurde häufig als wunderschöne Kulisse für so manchen Film verwendet - nicht nur im Film "The Beach" mit Leonardo di Caprio. Der Tauchplatz "Losama Bay" liegt zwischen zwei Inseln.

Losama Bay auf Phi Phi Island
Tauchen in der Losama Bay auf Phi Phi Island
Ein Hauch von Höhlentauchen auf Phi Phi Island
Ein Hauch von Höhlentauchen auf Phi Phi Island


Das Tauchen in einer kleinen Höhle ist ein Teil der Taucherlebnisse vor Phi Phi Island. Treffen mit Muränen, Skorpionfischen, Zackenbarschen und vielem mehr in Kombination mit maximalen Tauchtiefen von rund 18 m stellen die Grundlage für "easy" und schöne Tauchgänge dar!

Monument (Phi Phi Island)

Dieser Tauchplatz befindet sich bei der Hauptinsel und wird gerne als Spot für Nachttauchgänge angefahren. Die Attraktion ist ein Monument für die Opfer des Tsunamis (25.12.2004). Dieses befindet sich in ca. 15 m Tiefe. Hat man das Pech, dass Mittauchende, die des Tarierens nicht mächtig sind, ihre sichtbaren Spuren hinterlassen, so kann es vorkommen, dass aufgrund der anschließenden schlechten Sicht das Monument nicht zu finden ist. Dieser Tauchplatz gehört maximal zur unteren Mittelklasse der Tauchspots. Er bietet außer dem Monument keine Attraktion und wenig maritimes Leben, dafür aber viel Sand.

Shark Point

Dieser Tauchplatz gehört mit Sicherheit zu den schönsten, die bei Tagestauchtouren angefahren werden. Shark Point besteht aus drei nebeneinander liegenden, kleinen Riffe, die mit den Nummern 1-3 bezeichnet werden. Nr. 1 ragt aus dem Wasser, obenauf steht das markante Leuchtfeuer dieses Spots.

Das Riff Shark Point Nr. 1 mit Leuchtfeuer
Erkennungszeichen: Leuchtfeuer am Shark Point Riff Nr. 1
Zebramuräne am Riff Shark Point Nr. 1
Eine Zebramuräne...


Das Riff Shark Point Nr. 2 ist, was den Bewuchs angeht, das schönste Riff der drei Tauchspots.

Leopardenhai am Riff Shark Point Nr. 2
Der Spot trägt seinen Namen an manchen Tagen zu Recht:
Leoardenhai am Shark Point Nr. 2

Gorgonienfeld am Riff Shark Point Nr. 2
Ein großes Gorgonienfeld,
Zeichen des herrlichen Bewuschses dieses Riffs



Shark Point Nr. 3 ist schlicht und ergreifen "nett" - und mit einer Boje gekennzeichnet.

Felsen mit vielen kleinen Muränen am Riff Shark Point Nr. 3
Felsen mit vielen kleinen Muränen
am Riff Shark Point Nr. 3


Die meisten Kapitäne lassen ihre Gäste bei Nr. 3 (Boje) über die Planke gehen und sammeln sie im Bereich Nr. 2 oder Nr. 1 wieder ein. Selbst bei gemütlicher Tauchgeschwindigkeit ist es kein Problem, alle drei Riffe zu umtauchen und im Bereich Nr. 2 den Sicherheitsstopp vor dem Auftauchen zu machen. Mit etwas Glück trifft man auf einen Leopardenhai oder einen seiner Verwandten. Wunderschöne Hart- und Weichkorallen in allen Farben, Muränen, Sepien, Drachenköpfe, Seeschlangen, verschiedene Fischschwärme sind hier regelmäßig anzutreffen. Für Abwechslung ist gesorgt - max. Tauchtiefe: 21 m, also auch ein "Easy-Dive".

Koh Doc Mai wird bei den meisten Tagestouren als letztes angefahren, da die Insel ca. 1 Stunde von Phuket entfernt liegt und einen hervorragenden Tauchgangsabschluß bietet. Abhängig von Gezeiten / Wind wird auf der Ost- oder Westseite getaucht. Die Westseite ist zum Großteil schräg abfallend, hingegen die Ostseite bietet eine sehr schön bewachsene Steilwand. Highlights sind mit unter 2 Höhlen, hierbei aber nicht die Höhlen selbst, sonder das maritime Leben rund um den Eingängen. Garnelen in allen Größen und Farben, Geisterfetzenfische, Seepferdchen, Glasfische in unglaublichen Massen um nur einiges zu nennen.

Koh Doc Mai im Mai 2006
Koh Doc Mai
gebänderte Scherengarnele bei Koh Doc Mai
Eine gebänderte Scherengarnele

Seepferdchen
Seepferdchen




© Text 2006 by Helmut Ebner
© Bilder 10/ 2006 by Ebner Helmut (mit Ausnahme der Bildern des Unterganges der King Cruiser)




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