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Buchtipp “Tauchen Ultimativ” - darüber freut sich Taucher´s Weihnachtsbaum!
von Andreas Geschke
Der Traum vom Fliegen unter Wasser…
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Das vom Kölner BrunoMedia Buchverlag im Großformat (22 x 28cm)
herausgegebene Werk “Tauchen Ultimativ” ist weder ein Ratgeber noch ein Reiseführer;
hier wird keine Funktion eines Tauchcomputers erklärt noch wird irgendein
Tauchziel detailliert beschrieben. Was bekommt der Leser dann für €29,80,-
geboten?
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Er bekommt ein Buch in die Hand, welches - unterstützt durch über
200 zum Teil preisgekrönte Fotos und einen Text, bei dem Lesen noch
richtig Freude bereitet - jedem Taucher das vermittelt, was wirklich wichtig
ist: Ein Buch, dass die Seele des Tauchens in ihren unterschiedlichsten Formen
berührt! Nick Hanna (Text) und Alexander Mustard (Foto) vermitteln,
wie der Untertitel verspricht, auf 272 Seiten “Die Kunst, richtig zu tauchen”
und zeigen dabei auf, wie wenig diese doch mit Verbänden oder immer
neuer Technik zu tun hat. Wie ein guter Guide nehmen sie den Leser locker
an die Hand und führen ihn durch 8 wunderbare Kapitel, angefangen bei
“Der Kunst des Beobachtens”, weiter zu “Treffen mit freundlichen Monstern”
bis hin zur eigenen Entdeckung über “Die Seele der Meere”.
Haie, Wracks, Tauchausbildung: Zu jedem Thema findet sich etwas in “Tauchen
Ultimativ”, in jedem Abschnitt zeigt Nick Hanna mit schillernden Texten auf,
wie entspanntes - sprich “richtiges” Tauchen - dem Taucher erst die notwendigen
Blickwinkel ermöglicht, um dem Menschen für eine Stunde dem Fisch
näher zu bringen.
Aufgelockert wird der Text immer wieder durch passende Zitate von Victor
Hugo bis hin zu Hans Hass. Textprobe des Filmemachers Guy Chaumette: “Mit
dem Rebreather fotografierte ich kleine Tiere, als ich etwas wie einen herankommenden
Sturm hörte. Alle Fische versteckten sich. Als der Sturm näher
kam, erkannte ich eine Gruppe hektischer Taucher, die schnell vorbeischwamm.
Alle Fische verschwanden, als die Gruppe vorbeizog. Als sie weg war, kamen
sie zurück. Es war merkwürdig zu sehen, wie die Taucher weiterzogen
und alles verpassten.”
Auch dem Phänomen des geführten Rudeltauchens steht Nick Hanna
in “Der Kunst des Beobachtens” kritisch gegenüber: “Taucher verschwenden
viel Energie, nur um sich durch die See zu bewegen, schwimmen endlos weiter,
spähen um den nächsten Fels- oder Riffblock nach einem noch größeren
oder bunteren Fisch. Beim geführten Tauchen bewegen wir uns in einer
großen, lauten, Luftblasenverströmenden Masse, die wie eine Horde
Touristen hinter ihrem Schafhirten an den Sehenswürdigkeiten von Rom
oder Paris vorbeirast”.
Auch “Das Schicksal der Meere” bekommt sein eigenes Kapitel gewidmet, eingeleitet
durch Albert Einsteins großartigen Satz “Die Welt von heute als Ergebnis
unseres Denkens hat Probleme, die mit diesem Denken nicht gelöst werden
können” und gipfelnd in dem Appell des berühmten Filmemachers Howard
Hall: “Ich wünsche mir Sporttaucher, die sich gegen kommerzielles Fischen
organisieren, dort, wo es nötig ist. Es raubt die Ursprünglichkeit
der Ozeane. Leider ist die Sporttaucher-Szene so beschäftigt, ihre Mitglieder
für Korallenberührung und Mantarochen-Streicheln zu bestrafen,
dass sie keine Zeit hat, die wirklichen Probleme anzusprechen.”
Nick Hanna (Text) ist einer der bekanntesten Tauchjournalisten der Welt.
Der Mitautor des "Greenpeace Book of Coral Reefs" (1992) schrieb elf Reiseführer,
darunter den Bestseller "Rough Guide to the Millennium". Regelmäßig
verfasst er Tauchfeatures für die Reiseseiten der nationalen britischen
Presse, unter anderem für "The Sunday Times".
Alexander Mustard (Foto) ist promovierter Meeresbiologe und hat mit seinen
Bildern zahlreiche internationale Preise gewonnen, so beispielsweise 2005
den "BBC Wildlife Photographer of the Year" oder auch beim "World Festival
of Underwater Photography" im französischen Antibes.
Für wen ist “Tauchen Ultimativ” nun das passende Geschenk unter dem
Weihnachtsbaum? Für Liebhaber preisgekrönter U/W-Fotos. Für
Anfänger und Fortgeschrittene. Für diejenigen, die beim Tauchen
die Augen geöffnet haben - und für alle, die es mit Hans Hass halten:
“Leben an Land ist Exil.”
© Text Andreas Geschke
© Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von BrunoMedia
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13.05.2008 11:21 Taucher Online : 218 Heute 6500, ges. 26244513 Besucher
 
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