Bild des Monats

 Geschrieben von Fototeam

Foto des Monats

von der Taucher.Net Fototruppe

Es war nicht einfach, das schönste Bild aus der Menge der guten Einsendungen zu wählen. Schlussendlich fiel unsere Wahl auf den kleinen Fangschreckenkrebs, der von Andreas fotografiert wurde.



Herzlichen Glückwunsch, Andreas! Wir freuen uns schon jetzt auf weitere gute Fotos von Dir. Hier der Link zu seiner kompletten Serie.

Mit dem Tauchen begonnen habe ich 1997. Den Kurs zum OWD und auch den zum AOWD (1998) habe ich dabei noch in heimischen Gewässern absolviert. Inzwischen bin ich jedoch zum reinen Warmwassertaucher geworden, was auch daran liegt, dass es in Hessen nicht gerade viele Gewässer gibt, die zum Tauchen freigegeben sind. Trotz dieser Beschränkung des Tauchens auf den Urlaub kann ich inzwischen auf knapp 500 Tauchgänge zurückblicken. Grund hierfür ist natürlich auch, dass ich glücklicherweise dieses Hobby mit meiner Frau teilen kann, und so fast jeder Urlaub seit 1997 ein Tauchurlaub war.

Mit der Unterwasserfotografie habe ich dann 2000 begonnen. Meine Ausrüstung besteht aus einer Minolta 600si Classic Kamera, einem Minolta 5400HS Blitz und zwei Sigma Objektiven (105mm Macro / 18mm Weitwinkel). Das Unterwassergehäuse stammt von UK-Germany.

Zu den bisher von mir betauchten Gebieten gehören u. a. Bonaire (Niederländische Antillen), Ägypten, Thailand und die Philippinen. Auf den Philippinen ist auch das Foto entstanden, genauer gesagt im Mai 2006 in Sabang (Mindoro) am Tauchplatz "Dry Dock".

In dem ganzen Tauchurlaub war ich immer hinter Fangschreckenkrebsen her, sobald sich einer blicken ließ. Faszinierend an diesen Krebsen ist zweifelsohne das Farbenspiel, was sie in meinen Augen zu idealen Motiven macht. Etwas problematischer ist dann aber eine Aufnahme aus nächster Nähe zu machen, da sich diese Gesellen doch recht schnell in ein Versteck zurückziehen, sobald man eine gewisse Distanz unterschreitet.

Bei allen Fotografen wollen wir uns auf diesem Wege für die eingesendeten, gelungenen Fotos recht herzlich bedanken.

Gunther, Harry und Uli
- das Taucher.Net Foto-Team -

Das Foto könnt Ihr hier als Postkarte versenden!


Einige Informationen zum Fangschreckenkrebs (aus Wikipedia):

Merkmale
Einige Arten werden bis zu 30 cm groß, wobei die meisten viel kleiner sind. Der Carapax bedeckt bei Fangschreckenkrebsen nur den hinteren Teil des Kopfes und die ersten 3 Segmente des Thorax. Es handelt sich hauptsächlich um aggressive Einzelgänger, die die meiste Zeit ihres Lebens versteckt zwischen Felsen und Steinen oder in komplizierten Gangsystemen im Sand des Meeresbodens verbringen, wo sie geduldig auf Beute warten. Sie verlassen ihre Behausung normalerweise nur zur Nahrungssuche, oder um in ein neues Versteck umzusiedeln, und sind meist nachtaktiv. Der Großteil der Arten lebt in tropischen und subtropischen Meeren, zum Beispiel vor Florida und Kalifornien, oder um Thailand, aber es gibt auch Arten in kälteren Gebieten.

Fangschreckenkrebse kommen in einer Vielzahl von Farben vor, von unauffälligen Braun bis zu leuchtenden Neonfarben. Ihre auf Stielen sitzenden Komplexaugen sind extrem hoch entwickelt und können sich unabhängig voneinander bewegen.

Des Weiteren sind die Tiere anscheinend hochintelligent, speziell für einen Vertreter der Crustacea. Sie sind langlebig und verfügen über ein komplexes Verhaltensrepertoire, so benutzen zum Beispiel einige Arten fluoreszierende Muster auf ihrem Körper dazu, mit anderen Individuen zu kommunizieren. Außerdem haben sie ein hochentwickeltes Sozialverhalten, besonders bei Territorialkämpfen. Sie lernen schnell und verfügen über ein gutes Erinnerungsvermögen.

Es wird nach "Schmetterern" und "Speerern" unterschieden. Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan. Die zweiten Maxillipeden sind gewaltige Keulen, denen die "Schmetterer" ihren Namen verdanken. Die unter dem Körper zusammengefalteten Fangarme haben am Ende harte Verdickungen, mit denen der Krebs seine Opfer erschlagen kann.

Indem sie Teile des Exoskeletts verhaken, spannen die starken Muskeln an und lassen die Fangarme in einer explosionsartigen Bewegung vorschnellen. Der Bunte Fangschreckenkrebs entwickelt dabei eine Beschleunigung von 100 km / s² und schleudert seine Fangarme dabei 100-mal schneller nach vorne als die Boxhiebe eines Schwergewichtlers - und das im Wasser! Dabei werden rund 470 Kilowatt pro kg erzeugt, gut 70-mal soviel Energie, wie in einem Formel 1 - Boliden steckt. Wenn die Fangarme in knapp 3 Millisekunden durchs Wasser sausen, bilden sie winzige Gasbläschen, die dann jäh implodieren und so das Opfer betäuben. Dieser Effekt ist als Kavitation bekannt. Der Aufprall ist heftig genug um die Schalen oder Panzer von Meerestieren zu zertrümmern und sogar dünnes Glas zu zerschmettern; wovon Experten aus dem Aquariumsbereich öfter berichten.

Die drei folgenden Beine dienen als Fangarme. Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten oder aufspießen und zum Mund führen. Des Weiteren gibt es noch drei Paar Schreitbeine (Thorakopoden) und fünf Paar Schwimmbeine, die auffallend blattförmigen Pleopoden.

Lebensweise
Die Tiere leben territorial. Die Tiere kommunizieren mit ihren wimpelartigen Fortsätzen am Kopf, was offensichtlich bei Revierstreitigkeiten gegenseitige Tötungen verhindert. Sie scheinen relativ intelligent zu sein, denn man kann ihnen kleine Kunststücke beibringen und erkennen ihren Pfleger (auch nach Jahren noch) am Gesicht wieder.

Alle Stomatopoden sind getrenntgeschlechtlich. Die Weibchen betreiben eine sehr intensive Brutpflege, indem sie bis zu 50.000 Eier verkitten und bis 10 Wochen mit sich herumtragen. Sie müssen in dieser Zeit die Nahrungsaufnahme einstellen. Manche Arten sind monogam, andere wiederum verlassen sich nach der Paarung oder suchen sich einen weiteren Partner. Aus den Eiern schlüpfen fast durchsichtige Larven mit weitgehend ausgebildeten Gliedmaßen, die die ersten 3 Monate im pelagischen Zustand verbringen. Sie können sich in ihrer Lebenspanne bis zu 30 mal fortpflanzen.

Weitere schöne Foto: www.fangschreckenkrebse.de & Google-Images


Infos

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