outdoor channel

Du bist hier: Onlinemagazin 76. Ausgabe Explosion im Tümpel Wetterprophet in Bedrängnis





 Geschrieben von Dr. Robert Hofrichter

Aus dem Leben heimischer Laubfrösche

von Dr. Robert Hofrichter

Vorwort, bitte aufmerksam lesen!:

Wer durch diesen Beitrag dazu inspiriert wird, die sympathischen Tierchen zu beobachten und sich in ihre Lebensräume zu begeben – und das bezieht sich nicht nur auf den Laubfrosch, sondern auf alle Amphibien –, muss vor allem eines sein: Besonders umweltbewusst und sensibel. Denn ein Naturfreund, der seltene Tiere zu Tode trampelt, ist in Wirklichkeit keiner! Amphibien und ihre Larven verkriechen sich im dichten Pflanzenteppich am Grund der Gewässer. Es ist unmöglich sie zu erkennen. Die einzige Möglichkeit um Amphibien umweltbewusst in den Laichgewässern zu beobachten ist, dies mit einem Neoprenanzug ausgerüstet, jedoch ohne Bleigewichte, frei schwebend und treibend zu tun!!! Und ohne mit den Füßen, Händen oder dem Bauch den Untergrund niederzuwalzen. Dass man die Flossen ebenfalls lieber zu Hause oder im Auto lässt, braucht gar nicht betont werden. Wenn das Wasser dafür zu seicht ist, bleibt man lieber am Ufer und beobachtet das bunte Treiben vom Ufer aus.

Mit ihnen tauchen kann man nicht wirklich, denn sie halten sich nur in der Fortpflanzungszeit oft im Wasser auf und dieses Wasser ist zum tauchen einfach viel zu seicht. Im besten Fall beobachtet man sie mit Maske und Schnorchel ausgerüstet. Ganz besonders spannend ist es, in und rund um die Tümpel an lauen Frühlingsabenden bei Windstille. An solchen unvergesslichen Abenden um den 1. Mai herum legen die Männchen so richtig los. Der Geräuschpegel schmerzt, wird fast schon unerträglich. Ausgerechnet die kleinsten heimischen Frösche machen den größten Lärm. Er ist wohl eines der niedlichsten Tiere unserer Natur, der Laubfrosch (Hyla arborea).

Hyla hyla - Laubfrosch


Kaum eine andere heimische Amphibienart erweckt so viele Sympathien, wie der Laubfrosch. Kröten sind in den Augen der Menschen oft “hässlich“, Salamander “unheimlich“ oder “giftig“. Der Laubfrosch hingegen wird allgemein als ein ansprechendes und niedliches Tier wahrgenommen. Früher war er als “Wetterprophet“ aus dem Gurkenglas bekannt. Zum Glück sind solche “lebenden Barometer“ aus Tier- und Artenschutzgründen in den letzten Jahrzehnten aus der Mode gekommen, oder genauer noch- nicht mehr erlaubt. Mit den kleinen Fröschen steht es nämlich nicht zum Besten. Fast überall gehen ihre Bestände zurück. Das auch in solchen Gebieten, wo auf den ersten Blick kaum negative menschliche Einflüsse erkennbar sind. Zerstörung von Feuchtgebieten und Landlebensräumen, Düngemittel- und Pestizidanwendung oder Fischbesatz in den Laichgewässern könnten die Gründe sein. Das alarmierende Sterben beschränkt sich aber nicht nur auf den Laubfrosch. Weltweit gehen die Bestände von Amphibien zurück, zahlreiche Arten sind bereits ausgestorben. Unberührte und abgelegene Gebiete in Australien oder Südamerika sind nicht ausgenommen. Manche Forscher vermuten hinter dem Rückgang eine Virus- oder Pilzinfektion, andere die Schwächung des Immunsystems durch die Anreicherung von schädlichen Substanzen.

Am Anfang jedes Bemühens um den Artenschutz steht die Kenntnis der Lebensweise, der Biologie und der Raumansprüche der betreffenden Spezies. Manche Froschliebhaber und Gartenteichbesitzer versuchen Laubfrösche in ihren Gärten anzusiedeln, ohne jedoch die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen, ja ohne diese überhaupt zu kennen. Solche Maßnahmen haben für die Art überhaupt keinen Erhaltungseffekt. Wichtig ist zu wissen, dass Laubfrösche wie auch alle anderen Amphibienarten in den meisten Ländern unter (strengem) Schutz stehen. Ihre Entnahme aus der Natur ist somit untersagt und strafbar.

Was die angeblichen meteorologischen Fähigkeiten des Laubfrosches betrifft, sei gleich am Anfang vorweggenommen: Er kann das Wetter nicht vorhersagen. Über Jahrhunderte glaubte man, dass er vor Schlechtwetter am Boden seines Glases hockt und quakt, als Ankündigung von Schönwetter hingegen auf die kleine Leiter klettert. Die Unzuverlässigkeit, mit der er seinen Dienst als Wetterprophet verrichtet hat, führte dazu, dass der Laubfrosch im Gurkenglas aus der Mode gekommen ist .

Die große, vor allem in den Tropen verbreitete Familie der Laubfrösche (Hylidae) fasst etwa 630 Arten in 35 Gattungen zusammen. Davon gehören etwa 300 Arten der Gattung Hyla an, jener Gruppe, zu der unser heimischer Wetterprophet zählt. Bei den Laubfröschen handelt es sich um eine überwiegend neuweltliche Familie: Alle Gattungen mit Ausnahme von Hyla und Nictimystes leben in Amerika. Die Gattung Hyla kommt außer in Afrika fast weltweit vor. Die Verbreitung unseres Laubfrosches, Hyla arborea, reicht bis nach Vorderasien.

Hyla Arborea

Lebensraum

Die bevorzugten Lebensräume der Laubfrösche liegen vor allem im Tiefland oder in breiten Tälern ehemaliger Flußauen. Die Tiere besetzen verschiedenste Gewässertypen. Wenn sie die Wahl haben, bevorzugen sie wärmere Gewässer mit ausgedehnten Flachwasserbereichen und Pflanzenbewuchs. Experten erkannten um 1990 herum, dass Laubfrösche Laich- und Fortpflanzungsgewässer unterscheiden. Nicht jedes Gewässer, an dem Laubfroschmännchen rufen (Rufgewässer = Laichgewässer) ermöglicht eine erfolgreiche Reproduktion.

Die Kaulquappen halten sich bevorzugt an der Wasseroberfläche auf und sind dadurch eine leichte Beute für Jäger wie Fische und Vögel. Jeglicher Fischbesatz wirkt sich auf den Laicherfolg somit negativ aus. Auch hohe pH-Werte und toxische Metall-Ionen haben einen schädigenden Einfluss, genauso wie die Eutrophierung der Gewässer (zu viele Nährstoffe), Pestizide und Herbizide. Oft gibt es erfolgreiche Laubfroschgemeinschaften in Gewässern, die auch für andere Amphibienarten geeignet sind. Laichgewässer, die sich als keine Fortpflanzungsgewässer erweisen, stellen eine "Laichfalle" dar und bedeuten einen Verlust für die Population. Dies müsste auch bei jeder Wiederbesiedlungsmaßnahme oder beim Aussetzen von Laubfröschen berücksichtigt werden.

Laubfroschmännchen sind in Bezug auf die Laichgewässer nicht unbedingt Ortstreu. Wenn mehrere geeignete Gewässer in Umkreis sind, wechselt ein Teil der Männchen das Laichgewässer. Und nach welchen Qualitätskriterien suchen sie Laubfrösche ihre Gewässer aus? Wichtige Aspekte der Habitatwahl bei Laichgewässern sind etwa ausreichende Besonnung, möglichst keine Zuflüsse, die das Wassers abkühlen, ausgedehnte Flachwasserbereiche, Vegetation mit vertikalen Strukturen, kein Fischbesatz, kein zu hoher pH-Wert sowie kein Einsatz von Pestiziden und Insektiziden in der Umgebung

In Mitteleuropa erstreckt sich die Fortpflanzungszeit der Laubfrösche von etwa Mitte April bis Ende Mai. Die Männchen wandern längere Zeit vor den Weibchen an das Laichgewässer und beginnen bei günstigen Wetterverhältnissen – möglichst mild und windstill soll es sein – mit dem Rufen. Die Weibchen kommen nur für die Nacht der Eiablage in das Laichgewässer und verschwinden am nächsten Tag wieder. Entsprechend wenig weiß man über ihre Lebensweise. Während der Paarung werden die Weibchen in der Achselgegend umklammert (diese Umklammerung bei Amphibien wird in der Biologie Amplexus genannt). Der Laich wird in Form kleiner Klümpchen von 5 bis 50 Eiern abgelegt, wobei ein Weibchen bis zu 50 solcher Klümpchen in einer Nacht ablegen kann. Die Entwicklungsdauer und das Wachstum sind temperaturabhängig; manchmal schlüpfen die Kaulquappen bereits nach 2 bis 3 Tagen aus den Eiern. Interessant ist, dass konstante mittlere Wassertemperaturen um etwa 15°C für die Entwicklung nicht so günstig sind. Die Kaulquappen wachsen kaum, zeigen eine hohe Mortalität und gelangen nicht zur Metamorphose. Temperaturschwankungen bis zu 20°C zwischen 10 und 30°C sind hingegen für die Entwicklung optimal. Die Metamorphose setzt dann nach 50 bis 70 Tagen ein.

Der Sommerlebensraum

Als Sommerlebensraum bevorzugen die grünen Juwelen sonnenexponierte, gewässernahe Standorte mit einer Krautschicht und einer darüber liegenden Strauch- oder Baumschicht. Am häufigsten findet man die Tiere auf Brombeeren, Himbeeren und anderen großblättrigen Pflanzen. Manchmal sitzen Laubfrösche auch auf Schilf oder sogar auf Nadelbäumen. Wie schon im Fall der Laichgewässer, haben sie auch bei der Wahl des Sommerquartiers hohe Ansprüche. Sie brauchen eine intensive Besonnung, möglichst viele blühende Pflanzen und damit ein ausreichendes Nahrungsangebot, großblättrige Pflanzen, höhere Büsche, Sträucher und Bäume, eine hohe Luftfeuchtigkeit und windgeschützte Standorte.

Ungehinderte Sonneneinstrahlung ist für die Laubfrösche lebensnotwendig – auch daran erkennt man, dass dies eine tropische Verwandtschaft ist. Viele gute Sommerlebensräume haben den Charakter eines Randstreifens: Gewässer-, Wald-, Weg-, Graben-, Wiesen- oder Feldrand. Randstreifen sind ökologisch äußerst wertvoll. Es sind Bereiche, die vom Menschen oft nur extensiv genutzt werden und daher wenig beeinträchtigt sind.

Erwachsene Tiere findet man am Boden praktisch nur im Frühjahr. Im Sommer sind sie fast ausschließlich auf der Vegetation, in einer Durchschnittshöhe von 0,5 bis 2 m zu finden. Später im Jahr steigen sie sogar bis in eine Höhe von 10 m.

Besonders vorteilhaft – nicht zuletzt bei Wiederansiedlungsversuchen – sind Biotope mit mehreren geeigneten Gewässern, die durch Hecken, Staudenbewachsenen Gräben oder anderen Leitstrukturen vernetzt sind. Diese Vegetationsstreifen ermöglichen einen Wechsel zwischen den einzelnen Gewässern und bilden geeignete Ruhe-, Sonnen- und Nahrungsplätze.

Ernährung

Ausgewachsene Laubfrösche fressen am Tage relativ selten. Besonders beim Sonnenbad fällt es ihnen schwer unnötige Bewegungen zu machen. Erst in der Dämmerung und vor allem in der Nacht entfalten sie ihre Aktivität. Und was fressen sie besonders gern? Die effektivste Methode zur Untersuchung des Nahrungsspektrums ist eine Analyse der Kotballen. Man findet sie auf den bevorzugten Sitzplätzen der Laubfrösche, also auf den Blättern verschiedener Sträucher. In einer Studie aus dem Jahr 1986 dominieren in der Laubfroschnahrung vor allem Fliegen und Mücken mit fast 50 % Anteil. Beliebt sind auch solche Käfer, die sich auf Blüten aufhalten. Zusätzlich werden Spinnen, Ameisen, Schmetterlinge, Wanzen, Ohrwürmer und andere Insekten gefressen. Schnecken und Würmer scheinen dagegen in ihrer Ernährung keine große Rolle zu spielen.

Die Hauptnahrung der Laubfrösche sind demnach fliegende Insekten, und zwar solche Arten, die Blüten der Gebüsch- und Hochstaudenschicht aufsuchen. Dieser Standort ist als Futterplatz ideal: Die Blüten locken ständig neue Insekten an, und die Frösche müssen für die Nahrungssuche nicht viel Energie verschwenden. Der Rückgang des Blütenangebotes in vielen Gebieten ist sicher einer der Gründe für das Verschwinden der Frösche. Besonders dort, wo Insektiziden und Pestiziden eingesetzt werden, gibt es keine Laubfrösche mehr.

Feinde

Da die Kaulquappen der Laubfrösche meist dicht unter der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie für Räuber gut sichtbar. Laubfrösche bevorzugen oft temporär austrocknende Gewässer, da in solchen keine Fische leben. Molche und andere Amphibienarten, beziehungsweise ihre Larven, können als Räuber auch eine Rolle spielen. Sie fressen sowohl den Laich als auch die Kaulquappen der Laubfrösche. Trotzdem sind ideale Fortpflanzungsgewässer anderer Lurcharten gleichzeitig auch für den Laubfrosch geeignet. In Untersuchungen wurde in dieser Hinsicht keine wesentliche Konkurrenz zwischen den einzelnen Lurcharten festgestellt. Verschiedene Vogelarten, darunter Eulen, Bussarde, Möwen, Reiher und Neuntöter, gehören zu den größten natürlichen Feinden des Laubfrosches. Im Wasser und auf den Bäumen macht auch die Ringelnatter Jagd auf sie.

Tagesaktivität

Während der Laichzeit halten sich Laubfrösche tagsüber unmittelbar in der Nähe der Laichgewässer auf. Sie sind nachtaktiv, obwohl sich bei Populationen in höheren Gebirgslagen manchmal das Aktivitätsoptimum in den Tag verschiebt. Nach längeren kühleren Wetterperioden oder im Herbst ist das Sonnenbaden sehr ausgeprägt. An heißen Sommertagen wandern die Frösche dagegen gerne in den Halbschatten in tiefere Stockwerke der Vegetation. Die stockwerkartige Struktur ihrer Sommerlebensräume ist daher sehr wichtig. Auch an Regentagen sitzen die Laubfrösche meist versteckt zwischen den Blättern.

Jahreszyklus

Die Laichzeit beginnt je nach Witterung frühestens Mitte April, spätestens Anfang Mai. Bei günstiger Witterung – das bedeutet für die Laubfrösche vor allem höhere Temperatur – kommen aber einzelne Männchen bereits Ende März in die Nähe der Laichgewässer. Das Laichen beginnt bei Laubfröschen nicht durch ein schlagartiges Einsetzen der Wanderung wie bei den Grasfröschen und Erdkröten. Sie sind also keine Explosivlaicher, wie die Fachbezeichnung für das Phänomen der plötzlich einsetzenden Wanderung mit abertausenden Lurchen lautet. Auch das Ende der Laichzeit kann nicht mit einer bestimmten Zeit festgelegt werden. Die Anzahl der rufenden Männchen geht im Frühjahr nur langsam zurück und einzelne Männchen rufen noch Wochen nach dem Ablaichen. Die Laichzeit ist somit viel länger als bei anderen heimischen Amphibienarten und kann bis zu 70 Tage dauern.

Obwohl der Aktionsradius der meisten Laubfrösche relativ gering ist, gibt es doch auch Tiere, die bis über 1.500 m vom Laichgewässer angetroffen werden oder in andere entfernte Laichgewässer übersiedeln. Ab September wächst die Mobilität der Laubfrösche, plötzlich werden auch bisher unbesiedelte Bereiche aufgesucht. Vielleicht hängt diese erhöhte Mobilität mit der Vorbereitung auf den Winter zusammen und mit der Wanderung in die Winterlebensräume, beziehungsweise Überwinterungsplätze.

Das Froschkonzert: die Rufe der Laubfrösche

Das Rufen der Laubfroschmännchen stellt die wohl auffälligste Verhaltensweise dieser Tierart dar. Wenn jemand meint, das Quaken gleichbedeutend mit Quaken ist, dann irrt er: Man unterscheidet mehrere Rufe mit verschiedenen Funktionen. Die Werberufe als Paarungsrufe erwecken die Aufmerksamkeit von laichbereiten Weibchen. Bei mehreren Hyla-Arten wurde nachgewiesen, dass Weibchen auf diese Rufe mit direktem Zuwandern reagieren. Außerdem werden dadurch andere Männchen an wenig genutzte Laichgewässer gelockt. Revierrufe dienen dem Einhalten der Individualdistanz, Kummerrufe (= Schreckrufe) kommen bei beiden Geschlechtern vor und deuten auf Gefahrenquellen hin und Solitärrufe schließlich werde immer wieder von einzelnen Männchen abgegeben.
Das macht sich der moderne Froschbeobachter zunutze, um die gut getarnten und kaum auffindbaren Laubfrösche doch orten zu können: Durch das Abspielen eines Tonbandes mit Solitärrufen kann man Männchen zum Rufen anregen und so Aufschlüsse über Vorkommen und Verbreitung bekommen.

Eine interessante Beobachtung machten Wissenschaftler Anfang der 1990er: Von den bis zu 70 oder mehr Tagen der Laichperiode sind nur etwa maximal 50 wirkliche "Ruftage". Die begrenzte Anzahl der Ruftage könnte mit dem hohen Energieverbrauch der Männchen beim Rufen zusammenhängen, gehören doch die Paarungsrufe zu den Tätigkeiten mit dem höchsten Energieverbrauch in einem Laubfroschleben. In dieser Zeit verlieren die Männchen etwa 13 % an Gewicht. Die Weibchen nehmen beim Laichen 17 % ab.

Die Zahl der rufenden Männchen nimmt in der zweiten Nachthälfte rapide ab, trotzdem findet man immer wieder Einzeltiere, die bis in frühe Morgenstunden rufen.

Wiederansiedlungsversuche

Verschiedene Autoren beurteilen das Thema "Wiederansiedlung von Laubfröschen" unterschiedlich. Viele lehnen solche Versuche überhaupt ab. Andere berichten von mehreren Versuchen, die jedoch erfolglos blieben, manche aber auch von erfolgreichen Versuchen.

Hyla meridionalis
Hyla meridionalis

Öfters werden in Gebieten, wo Laubfroschpopulationen bereits vor langer Zeit zusammengebrochen sind, rufende Männchen festgestellt. In vielen Fällen handelt es sich um ausgesetzte Tiere, manchmal leider auch um den Mittelmeer-Laubfrosch Hyla meridionalis. Diese Versuche, so gut sie auch von Tierfreunden gemeint sind, führen nicht zu einem Erfolg. Für Wiederansiedlungen ist eine große Anzahl von Individuen erforderlich. Das wichtigste sind Habitate ausreichender Größe, die Lebensräume also. Besonders Gewässer mit ausgedehnten Flachwasserbereichen und Vegetation sind geeignet. Auch Sommerlebensräume mit vielen Sträuchern müssen in der nächsten Umgebung vorhanden sein. Himbeeren und Brombeeren sind bei Laubfröschen besonders beliebt.
Wiederansiedlungen können ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung dieser Art sein. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie nur an solchen Stellen durchgeführt werden, wo die Biotopansprüche der Laubfrösche in jeder Hinsicht erfüllt werden: Laichmöglichkeit, Sommerlebensraum, Vegetation mit großblättrigen Pflanzen und vielen vertikalen Strukturen, genügend Blüten, die Insekten anlocken und weiteren. Solche Aktionen sollten und dürfen nur unter fachkundiger Anleitung im Rahmen großräumiger Projekte und nicht von Privatpersonen durchgeführt werden. Es erübrigt sich zu betonen, dass nur heimische Laubfrösche (Hyla alborea) und nicht Mittelmeer-Laubfrösche (Hyla meridionalis) ausgesetzt werden dürfen.

Ein dringender Apell an Gartenteichbesitzer und “falsche“ Tierliebhaber: Keinesfalls Tiere aus der Natur entnehmen, um sie zu Hause im Garten auszusetzen!



TIPP:Wie wirds am nächsten Wochenende? Aktuelle Sichtweiten aus Europa und der ganzen Welt gibts in unseren Sichtweiten-Seiten!


12.10.2008 08:17 Taucher Online : 62
Heute 1650, ges. 29312909 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Unsere Produkt-Datenbank!
Über 2000 Tauchartikel mit detaillierten Daten!
Vergleichen lohnt sich!


Zu unserer Kooperationsseite...




 Forum Ausrüstung
Auszug aus diesem Forum:

3mm shorty oder 0,5mm lang
vom 08.08.2006 : Hallo zusammen, ich kann mir aussuchen, ob ich auf den Malediven für 28 Grad Wassertemperatur einen vor Ort vorhandenen 3mm ... [mehr]

Schlauchlänge?
vom 08.08.2006 : Hallo mal ne Frage: Bei dem Bild des Monats (Ausgabe 69) ist im Vordergrund ein Taucher zu sehen der einen extrem langen ... [mehr]

Warum Zensur?
vom 08.08.2006 : Hallo liebe Redaktion! Ich habe eure Seite sehr geschätzt. Habe diverse Fragen gestellt, Fragen beantwortet und Bewertungen ... [mehr]


   Unsere Linkdatenbank:
Drei zufällige Tauchlinks:

Tauchcentrum Wien
Seit 1981 sehen wir es als unsere Aufgabe, unseren Kunden, alles anzubieten, was Sie für die Ausübung Ihres phantastischen Sportes benötigen.

Deepdiving.net : The Pearse Resur..
Deep cave diving in the Pearse Resurgence. Also pages on the equipment used including rebreathers.

Yahoo! Groups : Tekdiving
Yahoo! Groups : Tekdiving


   Akt. Veranstalterberichte:
Aqua Active Agency
(07.10.2008) Haben wiederholt bei AquaActiveAgency gebucht und sind wie immer sehr zufrieden! Nette und kompetente Mitarbeiter, die wirklich jede Frage beantworten können. Guter Infotransfer, gute Betreuung, (mehr)

Aqua Active Agency
(30.09.2008) Wir haben auch das erste Mal über AAA gebucht. Sind vom Ablauf sehr zufrieden gewesen. Das einzige was zu bemägeln war ist, dass am Flughafen in Hurghada draußen bei der Abholung nicht AAA sondern (mehr)

Indo-Diver.com
(19.09.2008) Tauchen im Bunaken - Nationalpark und in der Straße von Lembeh Sulawesi/ Indonesien August 2008 Mittlerweile sind wir schon wieder 5 Wochen in Deutschland und bald wieder reif für ein (mehr)




COCOS ISLAND
Gruppenreise

Tauchsafari
Okeanos Aggressor
inkl. Flug mit Iberia
von Deutschland über Madrid
2 Zwischenübernachtungen,
8 Nächte an Bord in Doppelkabinen, Vollpension, alkoholfreie Getränke,
5 Tauchtage mit 3 - 4 Tauchgängen täglich

Termin: 28.09.-09.10.07
Reisepreis p.P.: € 2590,-
zzgl. Steuern € 190,-

Weitere Informationen

   Akt. Fluglinienberichte:
Lauda Air
(29.09.2008) Im August Wien...Marsa Alam Da schon im Frühjahr gebucht waren 10 KG Tauchgepäck frei. Hin und Rückflug pünktlich..in Wien sogar 20 Minuten zu früh zurück. Personal am Boden sowie in der Luft (mehr)

Air Malta
(24.09.2008) Als wir am 10.9.2008 2 Stunden vor Abflug beim CheckIn stehen um für den direkt bei MaltaAir gebuchten Flug mit Tauchgepäck einzuchecken, meint der Mann am CheckIn – „Sie wollen auch noch mit, die (mehr)

Air France
(23.09.2008) Bei Air France ist das Tauchgepäck kostenlos bis 23 kg. (mehr)




© 1997-2008 Taucher.Net GmbH - powered by TNetHosting