Text: © 2001 Oliver Meise
Alle nichtgekennzeichneten Photos: © 2001 Olaf Will
-Keine Gewährleistung-
Dieses ca. 15kg schwere Kreislaufgerät wurde zwar schon vor zwei
Jahren auf der Boot 1999 vorgestellt, mir scheinen aber doch einige Änderungen
vorgenommen worden zu sein.Deshalb auch einige Detailphotos. Hier zunächst
links ein Bild von der Boot 2000.
 
Rechts davon das Ausstellungsstück LAR VII auf der Boot 2001 in Düsseldorf. man sieht in der älteren Version,daß auf der kleinen Sauerstoffflasche eine größere
Nitroxflasche aufgeflanscht ist.
Auf dem neueren Photos erkennt man die Positionierung der Nitroxflasche auf dem Rücken.
Hinzu kommen unterschiedliche Finimeter und eine neue Tarierweste.Diese verfügt auch über eine eigenständige inflatorunabhängige Aufblasvorrichtung.
 

An den Funktionen hat sich im Vergleich zum älteren Modell wahrscheinlich nichts geändert,mehr am Erscheinungsbild.Im großen und ganzen sieht dieser
Rebreather wie ein schwarzer Dolphin-Rebreather aus,der auf dem Bauch getragen wird.Zusätzlich hat dieser Rebreather noch eine weitere Atemgasflasche (auf
dem Rücken) und einige weitere Features,wie zB. die deutlich kleinere 1,5 L (O2-) Atemgasflasche (200 bar ,nichtmagnetisch wegen Magnetminenzündern nach
MIL-M-19597C bzw. STANAG 2897 Klasse A) unter dem Panzer. Einige kleine Änderungen wurden offensichtlich auch an der Ventilkonstruktion
vorgenommen.Sie tragen der Tatsache Rechnung,daß die Nitroxflasche nicht mehr vorne auf der O2-Flasche hängt,sondern auf dem Rücken. Außerdem hat man
der Nitroxflasche am MD-Schlauch zum Rebreather noch eine manuelle Trennung spendiert,
 
und statt der Ein- und Ausatembeutel aus Kunststoff solche aus Leder.Im Bild hier erkennbar ein Teil des Beutels in hellbrauner Farbe oben Links im Bild.

So kann man , anders als beim LAR VI (nur O2-CCR) , während des Tauchganges mittels eines Hebels oben links im Gehäuse zwischen dem Gebrauch als
geschlossenem Sauerstoffrebreather und halbgeschlossenem Nitroxrebreather umschalten.


Im militärischen Bereich bedeutet dies wohl,daß man sich im Nitrox-Tiefenbereich halbgeschlossen anpirscht und dann die letzte Strecke im O2-Tiefenbereich
blasenfrei und geräuscharm (STANAG 1097) im geschlossenen Modus herankommt. Typische Aufgabenbereiche sind mit diesem Rebreather die VSW- (Very
Shallow Water = Flachwasser), MCM- (Mine Counter Measure = Antiminenmaßnahmen), SDV- (Scubadiver Delivery Vehicle = Tauchertransporter) Tätigkeiten
sowie das Ubootein- und ausschleusen und das reguläre Kampfschwimmen bei Betriebstemperaturen zwischen -1 und +35°C. Steht von vornherein die
Verwendungsart fest, kann man ggfs. auch auf eine der beiden Flaschen verzichten.Allerdings kann man dann nicht unterwasser zwischen den CCR /SCR
-Betriebsarten hin- und herschalten. Wahlweise kann dieser Rebreather auch so montiert werden,daß er seinen Platz auf dem Rücken hat. Anders als beim
Dolphinrebreather findet man hier oben auf dem Panzer nicht einfach die Ausströmöffnung für die Atemluft die aus dem Kreislauf ausgesondert wird,sondern noch
einen kreisförmigen zusätzlichen Blasendiffusor.

So wird die austretende Luft in viele kleine Blasen zerteilt die dann an der Oberfläche annähernd nicht mehr wahrnehmbar sein sollen.Neben dem Umschalthebel
findet man noch eine Vorrichtung die ähnlich aussieht wie die Luftdusche der zweiten Stufe eines Preßluftatemreglers. Dahinter verbirgt sich aber nur die manuelle
Vorrichtung, O2 in den Kreislauf befördern zu können.
Die Ausfällung des CO2 findet auch bei diesem Rebreather mit dem üblichen DiveSorb von Dräger statt. Offizielle maximale Tauchtiefen im geschlossenen
Sauerstoffmodus sind 10msw, mit dem NATO-Nitrox B (EAN 60) im SCR-Modus bis zu 24msw. Die Tauchzeiten mit Sauerstoff sollen maximal 60 min., mit dem
Nitrox B aus der größeren Flasche gegen 240 min betragen.
Der Preis für diese nicht offiziell zu kaufende Rebreatherversion soll werksseitig bei ca. 20.000 DM liegen. |