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 Geschrieben von Jessica

Impfen - warum?

Im Nachfolgenden nun Wissenswertes über die einzelnen Krankheitsbilder

Index

Hepatitis A

Hepatitis B

Gelbfieber

Meningokokken-Meningitis

Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tollwut

Cholera

Diphtherie

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis)

Typhus abdominalis

Japan B-Encephalitis

Dengue-Fieber

Malaria tropica


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Hepatitis A (Infektiöse Gelbsucht)

    Erreger: Hepatitis A-Virus

    Vorkommen: Weltweit, größtes Infektionsrisiko in den Tropen, erhöhtes Vorkommen in Mittelmeerregionen

    Infektion: Durch verunreinigtes (Trink-)Wasser, Eiswürfel, Salate (mit verunreinigtem Wasser gewaschen), ungekochtes/ungeschältes Gemüse oder Obst, Meeresfrüchte (vgl. Cholera), durch direkten Kontakt zu infizierten Personen, Schmierinfektion.

    Krankheitsbild: Allgemeines Krankheitsgefühl wie Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Gefolgt von Bauchschmerzen und Gelbfärbung von Haut und Augen, als Zeichen der Leberschädigung. Bei Kindern oft beschwerdearm.

    Dauer der Erkrankung: Drei bis acht Wochen

    Letalität: 3%, besonders im Alter ab 50.

    Behandlung: Keine Behandlung bekannt, nur symptomatische Therapie (Schmerzlinderung etc.), Pflege.

    Impfung: Einzelimpfstoff gegen Hepatitis A oder Kombi-Impfstoff gegen Hepatitis A und B.

Impfschema ab erstem Lebensjahr (Kombiimpfung):
Drei Impfungen: Die ersten beiden mit vier Wochen Abstand, die dritte nach sechs Monaten

Schutzdauer: Zehn Jahre Hepatitis A (fünf Jahre für Hepatitis B)

Impfschema Einzelimpfung:

Zwei Impfungen: Die erste spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn, die zweite sechs bis zwölf Monate später. Schutzdauer: Zehn Jahre.

Die Verträglichkeit ist sehr gut, gelegentlich treten Lokalreaktionen an der Impfstelle oder ein allgemeines Krankheitsgefühl auf.

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Hepatitis B (Serumhepatitis)

    Erreger: Hepatitis B-Virus

    Vorkommen: Weit verbreitet in großen Teilen Asiens und Afrikas, gehäuft auch im Nahen Osten, Lateinamerika, Süd- und Osteuropa. Schätzungsweise ein Drittel der Weltbevölkerung (2 Milliarden) ist infiziert, 400 Millionen chronische Virusträger, über 2 Millionen Todesfälle jährlich! Hepatitis A ist tausendmal infektiöser als HIV!

    Infektion: Über Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel, Schweiß, Urin etc.), Kontakt mit verletzter Haut/Schleimhaut (gemeinsame Benutzung von Bürsten, Nagelscheren etc.), bei Piercings, Sexualkontakt, Tätowierungen usw.

    Krankheitsbild: Wie bei Hepatitis A, zusätzlich dunkler Stuhl, heller Urin. Dauer: zwei bis zwölf Wochen. Chronischer Verlauf mit Leberentzündung bei etwa 10% der Infizierten. Führt nach Jahren zu Leberzirrhose; stark erhöhtes Leberkrebsrisiko.

    Behandlung: Heilung nicht möglich (symptomatische Behandlung und Pflege des Patienten). Patienten können zu chronischen Virusträgern werden und Dritte anstecken.

    Impfung: Kombiimpfstoff, wie unter Hepatitis A beschrieben oder Einzelimpfstoff.

    Impfschema: Drei Impfungen, zwei davon in den ersten vier Wochen, die dritte nach sechs Monaten. Schutzdauer: fünf Jahre.

    Die Verträglichkeit ist allgemein gut. Berichtet wurde von gelegentlichen Lokalreaktionen an der Injektionsstelle, sehr selten allergische Reaktionen, Gelenkschmerzen, Mitreaktion des zentralen Nervensystems.

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Gelbfieber
    Erreger: Gelbfieber-Virus

    Vorkommen: In weiten Teilen Afrikas und im zentralen Südamerika

    Infektion: Stechmücken der Familie Aedes

    Krankheitsbild: Zunächst hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nasenbluten. Infolge der schweren Leberschädigung tritt nach einigen Tagen eine Gelbfärbung der Haut ein, zusätzlich blutig-schwarzes Erbrechen. Ggf. kann als Komplikation eine Nierenschädigung auftreten.

    Letalität: 60%! aufgrund schwerster Organschädigungen.

    Behandlung: Da die Krankheit lebensbedrohend ist, ist unbedingt ärztliche Behandlung angezeigt !

    Impfung: Einmalige Injektion ca. zehn Tage vor der Abreise.

    Schutzdauer: Zehn Jahre, Vorbeugung gegen Mückenstiche (vgl. Malaria)! Die Gelbfieberimpfung zählt zu den bestverträglichen Impfungen. Der Impfstoff ist jedoch nur bei speziellen Gelbfieber-Impfstellen (z. B. den Gesundheitsämtern) erhältlich. Wie bereits erwähnt, ist sie bei Einreise in viele Länder Vorschrift!

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Meningokokken-Meningitis
    Erreger: Bakterium Neisseria meningitidis

    Vorkommen: Weltweit, insbesondere in arabischen Ländern, Afrika, Indien und Nepal

    Infektion: Tröpfcheninfektion - meist von asymptomatischen Trägern (infizierten Personen ohne Krankheitssymptome), die den Erreger im Hals-Nasen-Rachen-Raum beherbergen.

    Krankheitsbild: Eitrige Gehirnhautentzündung, die mit Kopfschmerzen und Fieber beginnt. Es folgen Nackensteife (Kopf kann nicht nach vorn geneigt werden, um das Kinn auf die Brust zu legen), Bewusstseinseintrübung, unter Umständen Schock. Die Erkrankung kann plötzlich auftreten und führt innerhalb weniger Stunden bereits zur Bewusstlosigkeit !

    Behandlung: Antibiotika

    Impfung: Totimpfstoff gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W135 und Y. Die Impfung schützt nicht vor dem in Europa überwiegenden Typ der Gruppe B!

    Impfschema: Einmalige Impfung ca. 14 Tage vor Reiseantritt, Schutzdauer 3-5 Jahre.

    Die Verträglichkeit ist recht gut. Bisher bekannte Nebenwirkungen sind leichte Lokalreaktionen (Rötung und Schwellung der Haut mit Schmerzempfindlichkeit), gelegentlich leichtes Fieber, Müdigkeit, Frösteln.

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Tetanus (Wundstarrkrampf)

    Erreger: Bakterium Clostridium tetani

    Vorkommen: Weltweit, leben im Erdboden, verfügen über unbegrenzte Lebensfähigkeit

    Infektion: Wundverschmutzungen, auch über kleinste Hautverletzungen ("Bagatellen"). Desinfektion der Wund mit Jod (-ersatz) angeraten, kleinere Blutungen schwemmen den Erreger aus, sind also durchaus hilfreich.

    Krankheitsbild: Zunächst Schluckbeschwerden, dann Krämpfe der Zungen-, Gesichts- und Kiefermuskulatur, später auch der Rumpf- und Nackenmuskulatur.

    Der Tod tritt meist durch Atemlähmung ein !
    Behandlung: Tetanus-Immunglobulin-Gabe, Antibiotika, intensivmedizinische Überwachung.

    Impfung: Da die Impfschemata von Tetanus und Diphtherie identisch sind, werden in der Regel Kombinationsimpfstoffe verabreicht.

    Impfschema: Grundimmunisierung durch zwei Teilimpfungen mit zwei Wochen Abstand, die dritte Teilimpfung nach weiteren sechs bis zwölf Monaten. Zur Auffrischung eine einmalige Impfung nach Ablauf der Schutzdauer von zehn Jahren.

    Die Verträglichkeit ist gut, Nebenwirkungen sind gelegentliche Lokalreaktionen wie Schmerzen, Rötung, Schwellung an der Einstichstelle.

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Tollwut

    Erreger: Tollwut-Virus

    Vorkommen: Weltweit, überwiegend in Entwicklungsländern

    Infektion: Infektiöse Tiersekrete (Speichel nach Bissverletzung, Kratzverletzung). In Europa: Biss durch Hund, Katze und Fuchs. In Amerika zusätzlich durch Fledermäuse. In Afrika: Hund, Katze, Schakal, Mungo, Fledermäuse; in Asien zusätzlich der Wolf.

    Vorsicht walten lassen bei Wildtieren, die plötzlich zahm erscheinen!
    Krankheitsbild: Erste Symptome sind melancholische Verstimmtheiten, Fieber, Übelkeit, Angstzustände, Reizbarkeit. Später kommen Krämpfe der Rumpfmuskulatur sowie der Extremitäten hinzu, dann fortschreitende Nervenlähmung. Der Tod durch Atemlähmung erfolgt meist innerhalb einer Woche!

    Behandlung: Nicht möglich. Bei Verdacht auf Infektion wird eine sofortige Impfung durchgeführt, die nachträglich einen Schutz aufbauen soll.

    Die Wunde soll ausgewaschen und desinfiziert werden.
    Impfung: Totimpfstoff, Drei Teilimpfungen an den Tagen 0, 28, 56. Bei akutem Verdachtsfall an den Tagen 0, 7 und 28. Erste Auffrischung nach zwölf Monaten.
    Schutzdauer: Drei bis fünf Jahre.

    Verträglichkeit gut, gelegentlich allgemeines Krankheitsgefühl, Lokalreaktionen an der Einstichstelle.

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Cholera
    Erreger: Bakterium Cholera-Vibrion

    Vorkommen: Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika

    Infektion: (Trink-) Wasser, Nahrungsmittel wie ungekochtes oder ungeschältes Gemüse und Obst, Meeresfrüchte und Fische, Salate (mit verunreinigtem Wasser gewaschen), Speiseeis. Es gilt die Regel: Peel it, grill it, boil it or forget it ! (schäl, grill oder koch es, sonst vergiss es !)

    Krankheitsbild: Dünndarminfektion. Erbrechen, Durchfall (immer dünner werdend bis hin zur Fast-Farblosigkeit bei Wasserkonsistenz). Führt schnell zur Austrocknung des Körpers. Unbehandelt kann die Erkrankung tödlich enden.

    Behandlung: Flüssigkeits- und Mineralstoffzuführung (Trinklösung oder Infusionen).

    Impfung: Einmalige Schluckimpfung (nüchtern).

    Schutzdauer: Zwei Jahre.

    Kaum Nebenwirkungen, gelegentlich weiche Stühle.

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Diphtherie

    Erreger: Bakterium Corynebacterium diphteriae

    Vorkommen: Weltweit, wieder vermehrt in osteuropäischen Staaten, weshalb die Bedeutung der Impfung auch für West- und Mitteleuropäer wieder an Bedeutung gewinnt.

    Infektion: Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen), gelegentlich Schmierinfektion (durch unzureichenden Händehygiene).

    Krankheitsbild: Häufigste Form ist die Rachendiphtherie. Sie beginnt mit leichtem bis mäßigem Fieber und Schluckbeschwerden sowie Schwellung von Lymphknoten und Ohrspeicheldrüse und weißlichem Belag an Mandeln und Rachen. Bei Ausbreitung der Bakterien kann es zu schweren Verlaufsformen kommen.

    Behandlung: Antibiotika, Anti-Serum vom Pferd.

    Impfung: Siehe Impfschema von Tetanus. Die Schemata sind gleich, daher werden Kombinationsimpfstoffe empfohlen.

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Poliomyelitis (Kinderlähmung)
    Erreger: Poliomyelitis-Viren

    Vorkommen: Weltweit; durch die Bemühung der Weltgesundheits-Organisation (WHO) die Krankheit auszurotten, Vorkommen überwiegend in Teilen Afrikas und Asiens. Überraschenderweise trat die Erkrankung vor allem in den Niederlanden vor einigen Jahren wieder gehäuft auf (Folge von Impfmüdigkeit). Deshalb gehört die Impfung auch weiterhin zum Standardprogramm.

    Infektion: Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen), durch verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel, ungekochtes/ungeschältes Gemüse und Obst (vgl. Cholera).

    Krankheitsbild: In den meisten Fällen (90%) symptomlos! Bei etwa 5-8% grippeähnliche Symptome (Hals- und Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl). Bei etwa 5% der Infizierten folgt eine Gehirn(haut)entzündung. Bei etwa 1% der Patienten kommt es zur eigentlichen Lähmung mit Erschlaffung der Extremitätsmuskulatur.

    Behandlung: Keine.

    Impfung: Einmalige Schluckimpfung bei Kindern; Erwachsene: zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen, die dritte nach sechs bis zwölf Monaten.

    Schutzdauer: Zehn Jahre.

    In besonderen Fällen (HIV-Patienten, Reiseimpfung, immunsuppressive Patienten) empfiehlt sich eine Impfung mittels Injektion.

    Nebenwirkungen können sich in leichten Durchfällen oder leichtem Fieber äußern.

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FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis)

    Erreger: FSME-Virus

    Vorkommen: Weltweit, weite Teile Europas sind infiziert (besonders Skandinavien, Süddeutschland, Österreich, Osteuropa, Russland) - jedoch nur in Lagen, deren mittlere Jahrestemperatur acht Grad nicht unterschreitet.

    Infektion: Durch Zeckenbiss (Holzbock). Hauptaktivität der Zecken liegt im Frühjahr (Mai/Juni) und im Spätsommer (September). Übertragung jedoch während der gesamten warmen Jahreszeit. Inkubationszeit: 2-28 Tage.

    Krankheitsbild: Nur bei etwa einem Drittel der Infizierten kommt es tatsächlich zu einem Krankheitsausbruch: Zunächst grippeähnliche Symptome. Bei wiederum einem Drittel der so Betroffenen kommt es zur Gehirn(haut)entzündung. Gelegentlich ist auch der Herzmuskel oder die Leber mit betroffen.

    Letalität: 2%, etwa 10% behalten bleibende Schäden wie Lähmungen; häufig Kopfschmerzen und Migräne.

    Behandlung: Antibiotika, ansonsten keine spezifische Behandlung

    Impfung: Totimpfstoff, zwei Teilimpfungen mit Abstand von drei bis vier Wochen, eine dritte Impfung nach zehn bis zwölf Monaten.

    Schutzdauer: Drei Jahre.

    Nebenwirkungen: gelegentlich Lokalreaktion an der Einstichstelle, allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, leichtes Fieber und Gliederschmerzen.

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Typhus abdominalis

    Erreger: Salmonella typhi

    Vorkommen: Besonders in Regionen mit niedrigem Hygienestandard. Hauptregionen: Nordafrika (außer Tunesien), Westafrika, Indien, Süd- und Mittelamerika.

    Infektion: (Trink-)Wasser, vgl. Cholera

    Krankheitsbild: Fieber, Abgeschlagenheit, Schwindel, Bauchschmerzen, Husten, Verstopfung und stark belegte Zunge. Ein bis zwei Wochen dauerndes hohes Fieber mit getrübtem Bewusstsein und verlangsamtem Pulsschlag, vergrößerter Leber und Milz, Hautausschlag. Ab der dritten Woche Durchfall. Komplikationen: Lungenentzündung, Darmblutung, Hirnhaut- und Herzmuskelentzündung.

    Letalität: 1-2 %. Bei 20% der Fälle tritt nach etwa zwei Wochen ein Rezidiv auf (erneuter Ausbruch). Inkubationszeit: ein bis drei Wochen.

    Behandlung: Antibiotika, symptomatische Behandlung

    Impfung: Lebendimpfstoff in einer dünndarmlöslichen Kapsel, einzunehmen 1 Std. vor dem Frühstück an den Tagen 0, 2 und 4; mind. 14 Tage vor Reiseantritt soll die Impfung abgeschlossen sein.

    Packungsbeilage beachten: Abstand zu Malariaprophylaxe, Polio-Impfung und Antibiotikaeinnahme unbedingt einhalten!

    Nebenwirkung: Häufig Übelkeit eine halbe Stunde nach Einnahme, sonst allgemein gut verträglich.

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Japan B-Encephalitis (JBE)
    Erreger: Flavi-Virus

    Vorkommen: Japan, China, Thailand, Korea, Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia, Burma, Sri Lanka, Philippinen, Nepal.

    Infektion: Stechmücken der Gattung Culex

    Krankheitsbild: Grippeähnliche Symptomatik (Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Krankheitsgefühl, Fieber). Nach einigen Tagen Beteiligung des ZNS (Nackensteifheit, Lichtempfindlichkeit, Lähmung und Muskelsteife, Krampfanfälle).

    Letalität: Erwachsene 25%, Kinder 20%, ältere Menschen bis zu 50%! Fast immer bleibende Schäden bei Überlebenden.

    Behandlung: Nicht möglich, nur symptomatisch

    Impfung: Der Impfstoff ist in der BRD nicht zugelassen, kann aber über internationale Apotheken bezogen werden. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung ist immer erforderlich!

    Nach Empfehlungen der US- und Australischen Gesundheitsbehörden ist eine Impfung dann anzuraten, wenn die Reise in ein Endemiegebiet in der Zeit von Juni - September erfolgt und ein mindestens zweiwöchiger Aufenthalt in ländlichen Gebieten geplant ist.

    Für den "Normaltouristen" ist das Risiko einer Erkrankung recht gering. Reisende mit geringem Infektionsrisiko sollten Expositionsprophylaxe gegenüber Insekten betreiben (vgl. Malaria).

    Verträglichkeit: Gut, es wurde vereinzelt über verzögerte (2-3 Tage) allergische Reaktionen berichtet.
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Dengue-Fieber

Nicht in der Impftabelle erwähnt, da es keinen Impfschutz gibt. Die Erkrankung ist jedoch durchaus von Bedeutung für Fernreisende.

    Erreger: Flavi-Virus, Familie Togaviren Typ 1-4

    Vorkommen: Tropische und subtropische Gebiete Süd- und Südostasiens, südl. Pazifik, Mittel- und Südamerika, Karibik und (West-)Afrika.

    Infektion: Stechmücken der Familie Aedes

    Krankheitsbild: Es gibt zwei Typen: klassisches und hämorrhagisches Dengue-Fieber.

    klassisch: Nach 5-8 Tagen Inkubationszeit grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, starke Rücken- und Gelenkschmerzen. Langwierig, heilt aber ohne Komplikationen und hinterlässt eine lebenslange Immunität, allerdings nur gegen diesen einen Virustyp (von vieren). Eine erneute Infektion mit einem der anderen drei Typen kann hämorrhagisches Dengue-Fieber auslösen!

    hämorrhagisch: Akutes hämorrhagisches Fieber mit Dengue-Symptomatik und zusätzlich spontaner Blutungsneigung und Verwirrheitszuständen. Außerdem Schock, Blutdruckabfall, Atemnot.

    Letalität: 5%. Kinder zwischen drei und 15 Jahren werden eher infiziert als Erwachsene. Warum dies so ist, ist bisher ungeklärt.

    Behandlung: Keine, nur symptomatisch. Bei hämorrhagischem Fieber wegen der Blutungsneigung kein Aspirin zur Fiebersenkung geben (wirkt blutverdünnend).

    Prophylaxe: Mückenschutz (vgl. Malaria)! Alle Wasserbehälter verschließen (Mückenlarven leben im Wasser).

    Impfung: Bisher nicht existent. Vakzine sind in der Erprobung, jedoch umstritten, da eine Impfung evtl. das Tor für hämorrhagisches Fieber öffnet (da der Körper durch die Impfung bereits Antikörper gebildet hat).

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Malaria tropica
    Erreger: Plasmodium falciparum

    Vorkommen: Tropische und subtropische Gebiete in Nord-, West- und Ostafrika, Mittel- und Südamerika, Indien, Vorder- und Südostasien.

    Infektion: Weibliche Anophelesmücke (da die Übertragung von Mensch via Mücke zurück zum Menschen stattfindet).

    Krankheitsbild: Inkubationszeit 7-14 Tage (vereinzelt mehrere Monate). Fieber ist das Leitsymptom! Jedes unklare Fieber nach/während einer Reise in Infektionsgebiete sollte als Malaria betrachtet werden und, sofern kein Arzt verfügbar ist, zu einer ersten Eigentherapie führen (vgl. Malaria-Stand-by im Folgenden).

    Im Vergleich zu anderen Malaria-Formen ist die Malaria tropica lebensbedrohend! Nur frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Malaria verläuft sehr uncharakteristisch, weshalb eine exakte Diagnose ohne Laborbefund schwer ist.

    Weitere Symptome können Bewusstseinstrübung, komatöse Zustände, Herzrasen, Erbrechen, Durchfall, Schock, Leber- und Milzschwellung, Gelbfärbung der Haut sein. Typisch ist ein unrhythmischer Fieberverlauf.

    Weltweit sterben bis zu 3 Mio. Menschen jährlich an Malaria tropica. 300-500 Mio. werden jährlich infiziert! (Quelle: WHO)

    Prophylaxe: Mückenschutz (Tragen von Arm und Bein bedeckender Kleidung in den Abend- und Nachtstunden, Hautlotion zur Insektenabwehr, Moskitonetze) sowie medikamentöse Prophylaxe. Eine Impfung gibt es nicht, vollständige Sicherheit bietet die Prophylaxe nicht!
Chemoprophylaxe
Prophylaxe bedeutet die vorbeugende Einnahme von Medikamenten, um den Ausbruch einer Infektionserkrankung zu vermeiden. Eine Prophylaxe empfiehlt sich bei Reisen in Gebiete, in denen das Malariarisiko hoch ist, wo die medizinische Versorgung schlecht und die Resistenzlage kritisch ist (Erreger sind gegen viele Präparate immun). Es gibt jedoch zwei bedeutende Nachteile: Durch die Entwicklung von Resistenzen gegen den Erreger wird es immer schwieriger, eine sichere Prophylaxe zu geben. Außerdem rufen viele auf dem Markt befindliche Medikamente eine Reihe von Nebenwirkungen hervor, die besonders im Rahmen eines Tauchurlaubes nicht erwünscht sind, da sie die Tauchtauglichkeit begrenzen oder gar ausschließen! Dies sind u. a. Schwindel, Depressionen, Angstgefühl, Herzbeklemmung...

Stand-by-Therapie

Bei dieser Therapieform wird das Medikament erst genommen, wenn Symptome einer möglichen Malaria-Infektion auftreten (unklares Fieber). Der Einsatz ist sinnvoll bei einem geringen Infektionsrisiko und der Möglichkeit, die Erkrankung in der Folge (vor Ort oder zu Hause) abklären zu lassen.

Die Ausführung einer kompletten Malaria-Prophylaxe nebst aller zur Verfügung stehender Medikamente/Kombinationen sowie deren Nebenwirkungen und Anwendungsgebieten würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Informationen dazu sind jedoch abrufbar unter

http://dtg.org/empfehlungen.html

Wir danken Herrn Wulf J. Hartmann für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Links auf seine Seite.

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© 2001 - Jessica Brühl


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vom 28.09.2008 : Gestern habe ich gegen 15:00 Uhr im UKW gehört, das das Traditionsschiff "Marco Polo" in der Nähe von Fehmarn einen TU an Bord ... [mehr]

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